Touch-and-Go-Landung
Eine Touch-and-Go-Landung ist ein wichtiges Flugtrainingsmanöver, bei dem ein Flugzeug landet und sofort wieder durchstartet, ohne anzuhalten. Es ist entscheide...
Ein Go-Around ist ein grundlegendes Luftfahrmanöver, bei dem der Pilot den Landeanflug abbricht und einen Steigflug einleitet, wobei die Sicherheit Vorrang hat, wenn eine Landung nicht gewährleistet werden kann. Go-Arounds sind standardisierte, nicht-notfallmäßige Verfahren, die durch betriebliche, umweltbedingte oder technische Faktoren vorgegeben werden und ein zentraler Bestandteil der Flugausbildung, des Sicherheitsmanagements und der Einhaltung von Vorschriften sind.
Ein Go-Around ist ein standardisiertes Manöver in der Luftfahrt, bei dem ein Pilot den Landeanflug abbricht und entweder vor dem Aufsetzen oder unmittelbar danach einen Steigflug von der Piste einleitet. Die Entscheidung kann entweder von der Besatzung oder auf Anweisung der Flugsicherung (ATC) getroffen werden, wenn eine sichere Landung nicht möglich ist. Go-Arounds sind ein Eckpfeiler der Flugsicherheit und eng verwandt mit dem Begriff Missed Approach (bei Instrumentenanflügen). Das Manöver wird manchmal auch als abgebrochene Landung bezeichnet und gilt niemals als Notfall oder Zeichen eines Pilotenfehlers – vielmehr ist es eine proaktive Sicherheitsmaßnahme.
Go-Arounds sind tief im regulatorischen Rahmenwerk verankert, wie z. B. in ICAO Annex 6, FAA Advisory Circulars und EASA-Prozeduren. Sie werden regelmäßig in Simulatoren geübt, sind in den Standardarbeitsverfahren (SOP) von Fluggesellschaften vorgeschrieben und werden durch das Air-Traffic-Management an Flughäfen weltweit unterstützt.
Der Begriff Go-Around stammt aus der frühen Luftfahrt, als Platzrunden (“circuits”) um das Flugfeld geflogen wurden. Konnte eine Landung nicht abgeschlossen werden, flogen die Piloten die Runde erneut – sie “gingen um die Platzrunde”. Heute ist der Ausdruck international in der Luftfahrt- und ATC-Phraseologie (siehe ICAO Doc 4444) standardisiert, sowohl bei Sicht- als auch Instrumentenbedingungen. Bei Instrumentenwetterbedingungen (IMC) ist “Missed Approach” das präzise Gegenstück.
In der Marinefliegerei wird für das gleiche Manöver der Begriff Wave-Off verwendet, insbesondere auf Flugzeugträgern. Trotz geänderter Luftraum- und Anflugverfahren bleibt der Begriff “Go-Around” integraler Bestandteil der Kommunikation zwischen Piloten und Fluglotsen weltweit.
Go-Arounds sind ein wesentlicher Bestandteil der Flugsicherheit und des Air-Traffic-Managements:
Go-Arounds sind immer dann vorgeschrieben, wenn eine sichere Landung nicht gewährleistet werden kann. Auslöser sind unter anderem:
Regulatorischer Hinweis: Sowohl FAA als auch ICAO verlangen Go-Arounds bei Abweichungen von den Kriterien für einen stabilisierten Anflug ab festgelegten Höhen.
Go-Arounds sind selten – etwa 0,2 % bis 0,8 % der Anflüge auf stark frequentierten Flughäfen (1 von 125–500 Anflügen). Die Häufigkeit variiert je nach Komplexität des Flughafens, Wetter und Verkehr:
Niedrige Go-Around-Raten sind nicht immer positiv: Eine Unteranwendung kann auf eine Zurückhaltung beim Abbruch unstabilisierter Anflüge hindeuten – ein bekannter Unfallfaktor. Sicherheitsprogramme überwachen die Raten, um Trends und Trainingsbedarf zu erkennen.
1. Leistung erhöhen: Go-Around-Schub setzen (bei Jets TOGA). 2. Steigwinkel einstellen: Sichere Steigfluglage einstellen (typisch 10–15° Nase hoch). 3. Fahrwerk/Klappen: Fahrwerk und Klappen stufenweise einfahren, sobald Geschwindigkeit und Höhe es zulassen. 4. Flugweg: Dem veröffentlichten Missed-Approach-Verfahren oder ATC-Anweisungen folgen. 5. Kommunikation: ATC informieren: “Tower, [Rufzeichen] geht um.” 6. Umkonfigurieren & planen: Vorbereitung für einen weiteren Anflug, Warteschleife oder Ausweichflughafen.
Die Reihenfolge lautet: Fliegen (Flugzeug steuern), navigieren (richtige Route fliegen), kommunizieren (ATC informieren).
Beispiel (Allgemeine Luftfahrt): Vollgas, Steigfluglage einnehmen, eine Klappenstufe einfahren, Steigflug bestätigen, restliche Klappen einfahren, Fahrwerk einziehen, kommunizieren, in Platzrunde oder Missed Approach einreihen.
ATC kann einen Go-Around anweisen oder auf einen Piloteneinleitungs reagieren:
Standardphraseologie:
| ATC: “Speedbird 152, go around.” | Pilot: “Going around, Speedbird 152.” |
|---|
Go-Arounds sind ein wesentliches Sicherheitsnetz – kein Zeichen von Fehler oder Versagen:
Unfallprävention: Viele Unfälle hätten durch einen Go-Around verhindert werden können. Nur ein kleiner Teil unstabilisierter Anflüge führt tatsächlich zu einem Go-Around – dies unterstreicht den Bedarf an kontinuierlichem Training und kultureller Unterstützung.
Obwohl Go-Arounds grundsätzlich sicher sind, steigen die Risiken bei unsachgemäßer Durchführung:
Best Practices:
Der Go-Around ist ein geplantes, positives Sicherheitsmanöver – kein Notfall oder Versagen. Es ist eine weltweit standardisierte, regulierte und geübte Reaktion auf jede Situation, in der eine sichere Landung nicht gewährleistet ist. Die Einhaltung der Go-Around-Verfahren ist ein Markenzeichen professioneller Fliegerei und ein zentrales Element der Flugsicherheit.
Dieser Glossarbeitrag spiegelt die internationalen Best Practices der Luftfahrt und die aktuellen regulatorischen Standards (Stand: 2024) wider. Für verfahrens- oder flugzeugspezifische Details konsultieren Sie bitte die offiziellen Handbücher und Betriebsunterlagen Ihres Unternehmens.
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