Verschleierung (Meteorologie)
Verschleierung ist ein meteorologischer Begriff für jedes atmosphärische Phänomen, außer Niederschlag, das die horizontale Sichtweite verringert. Es ist entsche...
Dunst ist ein meteorologisches Phänomen, das durch feine, trockene Partikel in der Luft verursacht wird, die die Sichtweite verringern und der Atmosphäre ein milchiges, verblasstes Aussehen verleihen. Er unterscheidet sich von Nebel und Dunst, da Dunst aus Aerosolen statt aus Wassertröpfchen besteht und in der Luftfahrt als ‘HZ’ gemeldet wird. Dunst beeinflusst Sichtweite, Gesundheit und Klima.
Dunst bezeichnet eine atmosphärische Trübung, die durch das Schweben extrem kleiner, trockener fester oder flüssiger Partikel in der Luft verursacht wird. Dies führt zu verminderter Sichtweite und einem milchigen oder verblassten Himmelsbild. Im Gegensatz zu Nebel und Dunst (Mist) – die aus Wassertröpfchen bestehen – besteht Dunst hauptsächlich aus Aerosolen: mikroskopisch kleinen Partikeln oder Tröpfchen aus natürlichen und vom Menschen verursachten Quellen. In der Luftfahrt wird Dunst mit dem Code „HZ“ in meteorologischen Beobachtungen (METAR/SPECI) gemeldet und stellt ein bedeutendes betriebliches und umweltbezogenes Problem dar.

Dunst wird von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als eine Verringerung der horizontalen Sichtweite definiert, die durch suspendierte, trockene Partikel verursacht wird, die einzeln zu klein sind, um sichtbar zu sein. Diese Partikel – von 0,001 bis 10 Mikrometer (µm) – stammen aus Staub, Rückständen von Verbrennungen, Sulfaten, Nitraten, Meersalz, organischen Stoffen und Ruß.
Kernmerkmale:
Dunst entsteht durch eine komplexe Mischung feiner Aerosole in der unteren Troposphäre. Dazu gehören:
Wasseraufnahme: Viele Dunstpartikel sind hygroskopisch, quellen auf und streuen mehr Licht bei relativer Luftfeuchtigkeit über 60–75 %. Das erklärt, warum Dunst in feuchten Perioden intensiver werden kann, selbst ohne neue Partikelemissionen.
Aerosol Optical Depth (AOD): Ein wichtiger Messwert für Dunst; AOD quantifiziert die säulenintegrierte Konzentration von Aerosolen. Hohe AOD-Werte deuten auf starken Dunst und geringe Bodensicht hin.
Dunst bildet und hält sich durch das Zusammenspiel aus Emission, Transport, Chemie und Meteorologie:

| Phänomen | Hauptzusammensetzung | Partikelgröße | Wassergehalt | Sichtminderung | Feuchtigkeit zur Bildung | Erscheinungsbild | Hauptunterscheidung zu Dunst |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dunst | Trockene Aerosole | 0,001–10 µm | Gering | <10 km, >1 km | >60–75 % (für Quellung) | Milchig, verblasst | Trocken, keine Wassertröpfchen |
| Nebel | Wassertröpfchen | 1–10 µm | Sehr hoch | <1 km | 100 % (gesättigt) | Dick, weiß | Flüssige Tröpfchen, dicht |
| Dunst (Mist) | Wassertröpfchen | 1–10 µm | Hoch | 1–10 km | 95–100 % | Grau, dünn | Wasserbasiert, weniger dicht |
| Staub | Mineralpartikel | 1–100 µm | Sehr gering | Variabel | Trocken, windig | Braun/gelblich | Größer, sichtbare Körner |
| Rauch | Verbrennungs-Aerosole | 0,01–1 µm | Gering | Variabel | Trocken | Blau-grau/braun | Ursprung: Verbrennung |
Dunst ist einzigartig durch seine Zusammensetzung aus submikron- bis mikron-großen trockenen Partikeln, die einzeln nicht sichtbar sind und durch Lichtstreuung die Sicht mindern. Nebel und Dunst (Mist) sind wasserbasiert; Staub und Sand umfassen größere, sichtbare Partikel; Rauch stammt aus Verbrennung.
Dunst verringert die Sichtweite drastisch und beeinflusst Verkehr und Landschaftsästhetik:

Nationalparks wie der Grand Canyon und die Great Smoky Mountains erleben dramatische Sichtverluste durch Dunst; Aussichten von über 100 Meilen reduzieren sich auf unter 20 Meilen.
Wald- und Torfbrände in Indonesien verursachen grenzüberschreitenden Dunst, der die Luftqualität und den Verkehr in Südostasien beeinträchtigt. Schwere Ereignisse schließen Flughäfen, unterbrechen den Schiffsverkehr und führen zu Gesundheitskrisen.
Große Ausbrüche (z. B. Kīlauea, Eyjafjallajökull) schleudern Asche und Sulfataerosole in die Luft, was regionalen oder globalen Dunst erzeugt, der Wochen bis Monate anhalten kann.
Städte wie Los Angeles und Peking erleben photochemische Dunstereignisse durch Fahrzeug- und Industrieemissionen, Sonnenlicht und Inversionen – mit starker Sichtminderung und Gesundheitsrisiken.
Dunst ist ein komplexes, facettenreiches Phänomen mit entscheidenden Auswirkungen auf Verkehr, Gesundheit, Umwelt und Klima. Seine Überwachung und Minderung stehen im Mittelpunkt der Luftfahrtsicherheit, des Luftqualitätsmanagements und des Erhalts der Naturschönheit weltweit.
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