Eingelassene Leuchte (Leuchteneinrichtung bündig mit der Fahrbahnoberfläche installiert)

Airport Lighting Airfield Safety Runway Lights Taxiway Lights

Eingelassene Leuchte (Leuchteneinrichtung bündig mit der Fahrbahnoberfläche installiert)

Definition

Eingelassene Leuchten—auch als In-Pavement-, Inset- oder bündig montierte Leuchten bekannt—sind spezielle Leuchten, deren Oberseite bündig mit der umliegenden Flughafenfahrbahn (Asphalt oder Beton) installiert wird. Laut FAA AC 150/5345-46 und ICAO Annex 14 bieten diese Leuchten beleuchtete visuelle Hinweise für Piloten und Betreiber von Bodenfahrzeugen, während das Risiko von Schäden durch Flugzeugräder, Fahrwerke oder Bodenunterstützungsausrüstung minimiert wird. Ihr Design ist für die Betriebssicherheit unerlässlich, insbesondere bei der Schneeräumung, da sie nicht über die Fahrbahn hinausragen.

Eingelassene Leuchten müssen mechanisch robust, wasserdicht und widerstandsfähig gegen wiederholte hohe Flugzeuglasten sein. Photometrische Standards gewährleisten die richtige Farbe, Intensität und Lichtverteilung für Sichtbarkeit unter allen Bedingungen—Tag, Nacht, Regen, Nebel oder Schnee. Sie werden in Systemen wie Start- und Landebahn- und Rollwegmittellinien, Aufsetzzonen, Stop-Bars, Clearance Bars und Vorfeld-Führungswegen eingesetzt.

Klassifizierung und Typen

Eingelassene Startbahnleuchten

  • Startbahn-Mittellinienleuchten (L-850A):
    Im Abstand von 15–30 m (50–100 ft) entlang der Startbahnmittellinie installiert, bieten diese bidirektionalen oder unidirektionalen Leuchten weißes Licht für den Großteil der Startbahn, wobei sie am Ende zu wechselnd rot/weiß und schließlich rot übergehen. Sie sind besonders bei schlechter Sicht entscheidend für die Ausrichtung.

  • Aufsetzzonenleuchten (TDZ, L-850B):
    Im ersten 900 m (3.000 ft) Abschnitt der Startbahn angeordnet, markieren Reihen weißer eingelassener Leuchten den idealen Aufsetzzonenbereich.

  • Schwellen- und Endleuchten der Startbahn (L-850D):
    Diese zeigen Grün im Anflug und Rot zum Bahnende. Ihre bündige Installation beseitigt Oberflächengefahren.

  • Startbahn-Warnleuchten (RGL, L-852G):
    Wechselblitzende gelbe eingelassene Leuchten an Startbahn-/Rollwegschnittpunkten warnen vor aktiven Startbahnen und helfen, das Überrollen zu verhindern.

Eingelassene Rollwegleuchten

  • Rollweg-Mittellinienleuchten (L-852A/B/C/D/J/K):
    Grüne eingelassene Leuchten entlang der Rollwegmittellinie. Einige wechseln an Übergängen oder Haltepunkten die Farbe (grün/gelb).

  • Rollweg-Randlichter (L-852T):
    Normalerweise erhöht, aber blaue eingelassene Randlichter werden in Bereichen mit Höhenbeschränkungen verwendet.

  • Stop-Bar-Leuchten (L-852S):
    Rote eingelassene Leuchten quer über die Rollwegbreite am Startbahneingang zeigen bei schlechter Sicht Pflichtstopps an und sind mit ATC-Systemen verbunden.

  • Clearance Bar Leuchten:
    Eingelassene gelbe Leuchten (zu dritt gruppiert) markieren Zwischenhaltepositionen für SMGCS-Betrieb.

Weitere Anwendungen

  • Vorfeld-Führungsleuchten:
    Markieren sichere Wege für Flugzeuge und Fahrzeuge im Vorfeld-/Rampenbereich.

  • Eingelassene Hubschrauberlandeplatz-/Heliport-Leuchten:
    Bündige weiße, gelbe oder grüne Leuchten definieren die Umrandung und Anflüge von Landeplätzen, besonders bei Dach- oder engen Flächen.

Funktionale Zwecke und Anwendungsfälle

Betriebssicherheit

Eingelassene Leuchten sind für die Fahrbahnsicherheit unerlässlich, da sie Stolperfallen und FOD-Quellen eliminieren. Ihr bündiges Design verhindert Aufprallschäden durch Flugzeugräder, Fahrwerke und Schneepflüge. Standardisierte Farbe, Platzierung und Intensität stellen sicher, dass Piloten und Fahrer selbst bei Nacht oder schlechter Sicht eindeutige Hinweise erhalten.

Führung und Kontrolle

Der präzise Einsatz eingelassener Leuchten ermöglicht eine exakte Ausrichtung von Flugzeugen/Fahrzeugen beim Rollen, Starten und Landen. Farbwechsel und Stop-Bars definieren Betriebsbereiche und verpflichtende Haltepunkte und unterstützen ein sicheres und effizientes Verkehrsmanagement—insbesondere in fortschrittlichen SMGCS-Umgebungen.

Spezielle Operationen

Kategorie II/III-Flughäfen, die Landungen bei extrem schlechter Sicht (bis zu 75 m RVR) ermöglichen, sind gemäß ICAO- und FAA-Vorgaben auf eingelassene Leuchten angewiesen. Diese Leuchten sind integraler Bestandteil von Runway Status Light (RWSL)-Systemen, die das Überrollen und Kollisionen verhindern.

Konstruktions- und Ausstattungsmerkmale

Aufbau der Leuchte

  • Materialien:
    Gehäuse bestehen aus korrosionsbeständigem Edelstahl, eloxiertem Aluminium oder Bronze.
  • Optik:
    Linsen und Reflektoren sind für die photometrischen FAA/ICAO-Normen ausgelegt und werden durch dickes, chemikalienbeständiges Glas oder Polycarbonat geschützt.
  • Abdichtung:
    Elastomerische Dichtungen und Dichtstoffe gewährleisten IP67+ Wasserdichtigkeit.
  • Tragfähigkeit:
    Müssen Lasten bis zu 135.000 kg (300.000 lb) pro Rad standhalten und haben eine strukturierte Oberfläche für Rutschfestigkeit.

Montagebasis und Installation

  • L-868-Basis:
    Standardisierte zylindrische Basis (305 mm/12 in Durchmesser) in eine verstärkte „Boxout“-Aussparung der Fahrbahn eingesetzt, bietet mechanische Unterstützung und elektrischen Zugang.
  • Flach-/Direktmontagebasen:
    Für dünne Fahrbahnen oder Nachrüstungen verwendet.
  • Schneepflugringe:
    Metallringe können zum Schutz der Leuchte in Schneeräumzonen eingebaut werden.

Lastübertragung und Fahrbahn-Integration

Die korrekte Basisinstallation sorgt dafür, dass Lasten in die Fahrbahn abgeleitet werden, um Setzungen oder Risse zu verhindern. Entwässerungsfunktionen verhindern Wasseransammlungen und alle Fugen werden versiegelt, um die Fahrbahn zu schützen.

Photometrische Leistung

Eingelassene Leuchten müssen strenge FAA-/ICAO-Anforderungen an Farbe, Intensität (z. B. L-850A mindestens 200 cd) und Lichtverteilung erfüllen. Die Ausrichtungstoleranzen sind eng (Azimut ±3°, Niveau ±1°), um eine gleichbleibende Sichtbarkeit zu gewährleisten.

Umwelt- und Betriebsbedingungen

  • Temperatur:
    Betrieb von -55°C bis +55°C erforderlich.
  • Chemikalien:
    Beständig gegen Enteiser, Hydraulikflüssigkeiten, Kerosin.
  • Korrosionsschutz:
    Durch Materialwahl und Oberflächenbehandlung erreicht.
  • LED/Heizung:
    LEDs können mit Heizungen ausgestattet sein, um Schnee- und Eisbildung zu verhindern.

Installationsverfahren und Toleranzen

Neue Fahrbahninstallationen

  • Vermessen und markieren Sie die Positionen mit ±25 mm (1 in) Genauigkeit.
  • Boxouts formen und Basen mit korrektem Azimut, Niveau und Höhe installieren/verstärken.
  • Leitungen/Kanäle verlegen, Bewehrungsstahl vermeiden und NEC/FAA-Elektrostandards einhalten.
  • Alle Verbindungen abdichten und testen, dann Ausrichtung und Wasserdichtigkeit der Leuchte überprüfen.

Nachrüstungen in bestehender Fahrbahn

  • Kern- und Fugenschnittmethode:
    Hohlraum für die Basis bohren; Fuge für Kabelverlegung schneiden und nach der Installation versiegeln.
  • Horizontalbohrung:
    Wird verwendet, um Leitungen unter bestehender Fahrbahn zu verlegen.
  • Kompletter Plattenaustausch:
    Bei umfangreichen Modernisierungen manchmal erforderlich.

Kritische Toleranzen

  • Position: ±25 mm (1 in)
  • Höhe: Bündig innerhalb von ±3 mm (1/8 in)
  • Azimut: ±3°
  • Niveau: ±1°
  • Abstand zu Markierungen: Maximal 610 mm (2 ft), sofern nicht anders angegeben.

Kabelverlegung und Fugenkonstruktion

Kabel werden durch Rohre oder abgedichtete Fugen geführt. Alle Verbindungen müssen wasserdicht sein, und Isolationstransformatoren befinden sich typischerweise in der Basis.

Wartung und Inspektion

Regelmäßige Inspektion

  • Prüfung auf Fahrbahn-/Leuchtenrisse, Linsenschäden und korrekte Beleuchtung/Farbe.
  • Test von Stromkreisen, Transformatorleistung und Steuerungssystemen.

Häufige Wartungsarbeiten

  • Linsen reinigen; Dichtstoffe/Dichtungen erneuern.
  • Lampen/LED-Module bei Bedarf austauschen.
  • Heizungen für Schnee/Eis warten/überprüfen.

Wiederherstellung und Reparatur

Beschädigte Fahrbahn wird mit kompatiblen, hochfesten Materialien wiederhergestellt. Defekte Leuchten werden ersetzt und Risse umgehend repariert, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.

Regulatorische Standards und Normen

  • FAA AC 150/5340-30H: Design und Layout visueller Hilfen.
  • FAA AC 150/5345-46: Material-, Leistungs- und Prüfspezifikationen für Leuchten.
  • UFGS 26 56 20: DoD-Richtlinien für Flugplatzbeleuchtung.
  • NEC (NFPA 70): Elektrotechnische Standards.
  • ICAO Annex 14: Internationale Anforderungen an Flugplatzbeleuchtung.

Beispiele und Anwendungsfälle

  • Startbahn-Mittellinienbeleuchtung:
    Ermöglicht Landungen der Kategorie III bei 75 m (250 ft) RVR und bietet entscheidende Ausrichtungshinweise, wenn Markierungen nicht sichtbar sind.
  • Rollweg-Mittellinien-/Randbeleuchtung:
    Führt Flugzeuge bei allen Sichtverhältnissen; Randlichter können in Kreuzungs- oder Vorfeldbereichen eingelassen sein.
  • Startbahn-Warnleuchten/Stop-Bars:
    Verhindern das Überrollen durch klare, gekoppelte visuelle Hinweise.
  • Vorfeld-/Clearance-Bar-Beleuchtung:
    Definieren sichere Wartepositionen und Bewegungswege in Terminalnähe.
  • Hubschrauberlandeplatz-/Heliport-Beleuchtung:
    Sicherer Nacht- und Schlechtwettereinsatz für Hubschrauber.

Glossar verwandter Begriffe

  • L-868-Leuchtenbasis:
    Standard-FAA-Montagebasis für eingelassene Leuchten.
  • Photometrische Leistung:
    Messung der Lichtausbeute (Intensität, Verteilung, Farbe).
  • Kernmethode:
    Bohren der Fahrbahn zur Nachrüstung eingelassener Leuchten.
  • Fuge:
    Schmaler Schnitt zum Verlegen/Abdichten von Kabeln.
  • Gegengewicht:
    Erdungsleiter zum Blitzschutz/Reduktion von Störungen.
  • Startbahn-Warnleuchten (RGL):
    Eingelassene/erhöhte gelbe Leuchten an Startbahn-/Rollwegschnittpunkten.
  • Stop-Bar:
    Reihe eingelassener roter Leuchten als Pflichtstopp am Startbahneingang.
  • Konstantstromregler (CCR):
    Gewährleistet einen gleichmäßigen Strom in Flugplatzbeleuchtungskreisen.
  • Lastübertragung:
    Mechanismus zur Ableitung von Flugzeugradlasten in die Fahrbahn.

Weitere Informationen zu eingelassenen Leuchten und konformen Flugplatzbeleuchtungssystemen finden Sie in der aktuellen FAA- und ICAO-Dokumentation oder wenden Sie sich an einen zertifizierten Flughafenbeleuchtungsingenieur.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine eingelassene (In-Pavement-)Leuchte?

Eine eingelassene Leuchte ist eine Flughafenbeleuchtungseinrichtung, die so installiert wird, dass ihre Oberseite bündig mit der umgebenden Fahrbahn liegt. Sie wird auf Start- und Landebahnen, Rollwegen, Vorfeldern und Hubschrauberlandeplätzen eingesetzt und bietet Navigations- und Sicherheitskennzeichen für Piloten und Bodenfahrzeuge, während sie hohen Flugzeuglasten und schwierigen Umweltbedingungen standhält.

Wo werden eingelassene Leuchten auf Flughäfen verwendet?

Eingelassene Leuchten werden für Startbahnmittellinien, Aufsetzzonen, Start- und Landebahnenden, Rollwegmittellinien, Stop-Bars, Clearance Bars, Vorfeld-Führungswege und Hubschrauberlandeplätze verwendet. Ihr bündiges Design ist entscheidend für Bereiche, die Flugzeugbewegungen, Schneeräumung und engen Fahrzeug- oder Flugzeugabständen ausgesetzt sind.

Wie werden eingelassene Leuchten installiert?

Eingelassene Leuchten werden in speziellen Basen (oft FAA L-868) montiert, die in Fahrbahnaussparungen oder gebohrten Hohlräumen eingesetzt werden. Präzise Ausrichtung, Bündigkeit und wasserdichte Abdichtung sind entscheidend. Elektrokabel werden durch Leitungen oder Fugen geführt und die Installation erfolgt gemäß den strengen FAA- und ICAO-Toleranzen für Lage, Ausrichtung und Höhe.

Welche Normen gelten für eingelassene Flughafenleuchten?

Wichtige Normen umfassen FAA AC 150/5345-46 (Leuchtenspezifikationen), FAA AC 150/5340-30 (Layout der visuellen Hilfen), ICAO Annex 14 (internationale Anforderungen), UFGS 26 56 20 (DoD/US-Militär) und den National Electrical Code (NEC) für Elektroarbeiten. Diese regeln photometrische Leistung, Konstruktion und Installationsmethoden.

Wie werden eingelassene Leuchten gewartet?

Die Wartung umfasst regelmäßige Inspektionen auf Schäden, Reinigung der Linsenoberflächen, Überprüfung von Beleuchtung und Farbe, Testen der Stromkreise, Erneuern von Dichtstoffen und Dichtungen sowie den Austausch von Lampen oder LED-Modulen bei Bedarf. Eine ordnungsgemäße Wartung gewährleistet optimale Sichtbarkeit, Sicherheit und die Einhaltung der Flughafenbeleuchtungsvorschriften.

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