Glossar der Flughöhen in der Luftfahrt
Ein umfassendes Glossar der verschiedenen Flughöhen in der Luftfahrt, deren Definitionen, Berechnungen und betriebliche Anwendungen. Behandelt angezeigte, wahre...
Die barometrische Höhe ist eine Messung der Flughöhe eines Luftfahrzeugs über dem mittleren Meeresspiegel, abgeleitet aus dem atmosphärischen Druck mittels Höhenmesser, und für sichere Flugoperationen entscheidend.
Barometrische Höhe ist eine aus dem Luftdruck abgeleitete Angabe der Flughöhe eines Luftfahrzeugs über einem Referenzniveau, typischerweise über dem mittleren Meeresspiegel (MSL), basierend auf der Messung des atmosphärischen Drucks. In der Luftfahrt ist dieser Wert entscheidend für Navigation, die Einhaltung sicherer Staffelungen sowie zur Vermeidung von Gelände und Hindernissen. Die Messung erfolgt mit dem Höhenmesser des Flugzeugs, der den statischen Luftdruck erfasst und unter Bezugnahme auf die Internationale Standardatmosphäre (ISA) in eine Höhenanzeige umwandelt.
Die barometrische Höhe stellt nicht den exakten vertikalen Abstand zum Boden dar – vielmehr handelt es sich um einen theoretischen Wert, der von Standardatmosphärenbedingungen ausgeht (ISA: 15°C auf Meereshöhe, 1013,25 hPa Druck). Abweichungen zwischen realen und Standardbedingungen können Fehler verursachen, wenn sie nicht korrigiert werden. Hauptzweck der barometrischen Höhe ist jedoch, eine universelle Referenz für alle Luftfahrzeuge zu schaffen und so eine sichere vertikale Staffelung durch die Flugsicherung zu gewährleisten.
Oberhalb der Übergangshöhe stellen Flugzeuge ihre Höhenmesser auf den Standarddruck (1013,25 hPa oder 29,92 inHg) ein. Dadurch entsteht weltweit ein einheitliches System für Flugflächen. Diese Praxis ist durch ICAO-Standards vorgeschrieben und bildet das Fundament der globalen Luftraumstruktur.
Die barometrische Höhe wird mit einem Höhenmesser gemessen, einem spezialisierten, hochpräzisen Aneroidbarometer. Der Höhenmesser erhält den statischen Luftdruck über einen Staudruckabgriff am Rumpf des Flugzeugs. Im Inneren dehnen oder ziehen sich flexible Aneroidkapseln je nach Druckänderung aus bzw. zusammen und bewegen mechanische oder digitale Anzeigen, die die Höhe anzeigen.
Der Höhenmesser ist so kalibriert, dass er die Höhe unter Standardatmosphärenbedingungen anzeigt. Piloten können einen Bezugsdruck (QNH, QFE oder Standard) im Kollsman-Fenster – einer kleinen Anzeige am Instrument – einstellen. Die korrekte Einstellung sorgt dafür, dass der Höhenmesser die Höhe über dem gewünschten Referenzniveau (z.B. mittlerer Meeresspiegel bei QNH) anzeigt.
Wichtige Faktoren für die Messgenauigkeit:
Moderne Flugzeuge verwenden oft digitale oder elektronische Höhenmesser, die Daten zur Genauigkeitsverbesserung integrieren. Fortschrittliche Systeme können barometrische, GPS- und Radarhöheninformationen für Präzisionsanflüge oder automatisierte Flugsteuerung zusammenführen.
In der Luftfahrt gibt es verschiedene Definitionen der Höhe, die jeweils unterschiedlichen betrieblichen und sicherheitstechnischen Zwecken dienen.
Angezeigte Höhe ist der direkte Wert vom Höhenmesser bei Einstellung auf das lokale QNH (Luftdruck auf Meereshöhe). Sie zeigt die Höhe des Flugzeugs über dem mittleren Meeresspiegel an und wird für Geländefreihaltung und die meisten Anweisungen der Flugsicherung unterhalb der Übergangshöhe verwendet.
Die Genauigkeit hängt von der richtigen QNH-Einstellung und Standardatmosphärenbedingungen ab. Ohne regelmäßige Aktualisierung können sich vor allem bei Wetterwechseln Fehler einschleichen.
Druckhöhe ist die Anzeige des Höhenmessers bei Einstellung auf den Standarddruck von 1013,25 hPa (29,92 inHg). Sie ist die zentrale Referenz oberhalb der Übergangshöhe und ermöglicht weltweit die einheitliche Vergabe von Flugflächen.
Die Druckhöhe ist grundlegend für Staffelung, Flugflächeneinteilung und Leistungsberechnungen. Alle Flugzeuge oberhalb der Übergangshöhe verwenden diese gemeinsame Referenz und vermeiden so lokale Druckunterschiede.
Wahre Höhe ist der tatsächliche vertikale Abstand über dem mittleren Meeresspiegel, wobei Abweichungen von der ISA (vor allem Temperatur und Druck) berücksichtigt werden. Sie wird für die präzise Geländefreihaltung und das Umfliegen von Hindernissen benötigt.
Piloten müssen bei Temperaturabweichungen – speziell bei Kälte – die angezeigte Höhe korrigieren, da der Höhenmesser die tatsächliche Höhe über dem Boden überschätzen kann.
Absolute Höhe ist die Höhe über dem Gelände unmittelbar unter dem Flugzeug (Above Ground Level, AGL). Sie wird typischerweise mit einem Radarhöhenmesser gemessen, insbesondere bei Tiefflügen, Anflügen und Landungen.
Die absolute Höhe ist für automatische Landungen, Terrain Awareness und Tiefflugoperationen essenziell, jedoch nicht für die Navigation auf der Strecke oder Staffelung durch die Flugsicherung.
Dichtehöhe ist die Druckhöhe, korrigiert um die nicht-standardmäßige Temperatur (und in geringerem Maße Feuchtigkeit). Sie entspricht der Höhe in der Standardatmosphäre, bei der die aktuelle Luftdichte herrscht.
Hohe Dichtehöhe (verursacht durch hohe Lage, Temperatur und Feuchte) führt zu verringerter Flugzeugleistung – längere Startstrecken, reduzierte Steigrate usw. Die genaue Berechnung ist für den sicheren Betrieb an heißen oder hochgelegenen Flugplätzen entscheidend.
Das Kollsman-Fenster ist eine verstellbare Anzeige am Höhenmesser, in die Piloten den Bezugsdruck einstellen. Der richtige Wert kalibriert den Höhenmesser für die aktuellen atmosphärischen Bedingungen und das gewünschte Referenzniveau (QNH, QFE oder Standard).
Diese Schritte gewährleisten eine korrekte Anzeige für sicheren Flug und die Einhaltung von ATC-Anweisungen.
| Einstellung | Referenzpunkt | Anwendungsfall | Höhenmesser zeigt an |
|---|---|---|---|
| QNH | Mittlerer Meeresspiegel | Unterhalb Übergangshöhe | Höhe über MSL |
| QFE | Platz-/Bahnhöhe | Einige Länder/AGL-Betrieb | Höhe über Flugplatz |
| Standard | 1013,25 hPa (29,92 inHg) | Oberhalb Übergangshöhe | Druckhöhe |
QNH ist weltweit Standard unterhalb der Übergangshöhe. QFE wird in einigen Ländern für Anflüge/Landungen genutzt. Standarddruck ist oberhalb der Übergangshöhe für Flugflächen verpflichtend.
Die ISA ist das Referenzmodell für durchschnittlichen Luftdruck, Temperatur und Dichte in verschiedenen Höhen. Sie bildet die Grundlage für die Kalibrierung von Höhenmessern und Leistungsberechnungen von Flugzeugen.
| Parameter | Wert auf Meereshöhe |
|---|---|
| Druck | 1013,25 hPa |
| Temperatur | 15°C |
| Dichte | 1,225 kg/m³ |
| Temperaturgradient | -2°C pro 1.000 ft |
Abweichungen von der ISA erfordern Korrekturen für genaue Höhenanzeigen und Leistungsplanung.
Die korrekte Anwendung dieser Einstellungen ist für den sicheren Flugbetrieb, besonders bei Wechseln zwischen Luftraumsegmenten und zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, unerlässlich.
Die barometrische Höhe bleibt das Fundament der vertikalen Navigation und Luftraumsicherheit in der Luftfahrt. Durch den Einsatz kalibrierter Höhenmesser, standardisierter Druckeinstellungen und die Einhaltung globaler Verfahren erreichen Piloten und Fluglotsen sichere Staffelung, Geländefreihaltung und einen effizienten Flugbetrieb. Das Verständnis der Unterschiede zwischen barometrischer, angezeigter, Druck-, wahrer, absoluter und Dichtehöhe sowie der richtige Umgang mit QNH, QFE und Standarddruck sind für jeden Piloten unerlässlich.
Für weitere Informationen siehe ICAO Annex 2, Annex 6, Annex 11, ICAO Doc 8168 sowie die regionalen Luftfahrtinformationspublikationen (AIP).
Wenn Sie weitere Fragen haben oder maßgeschneiderte Luftfahrtslösungen wünschen, wenden Sie sich an unsere Experten oder vereinbaren Sie eine Demonstration.
Die barometrische Höhe ist die vom Höhenmesser eines Luftfahrzeugs angezeigte Höhe über dem mittleren Meeresspiegel, berechnet aus dem atmosphärischen Druck mit dem Höhenmesser des Flugzeugs. Sie bezieht sich auf die Internationale Standardatmosphäre (ISA) und ist für Navigation, Staffelung und Geländevermeidung unerlässlich.
Ein Höhenmesser misst die barometrische Höhe, indem er den statischen atmosphärischen Druck über einen Staudruckabgriff erfasst. Druckänderungen bewirken, dass sich die Aneroidkapseln im Höhenmesser ausdehnen oder zusammenziehen, wodurch mechanische oder digitale Anzeigen bewegt werden. Der Wert bezieht sich auf einen vom Piloten eingestellten Druckwert (QNH, QFE oder Standarddruck).
Die angezeigte Höhe ist der direkte Wert vom Höhenmesser, wenn dieser auf das lokale QNH (aktueller Luftdruck auf Meereshöhe) eingestellt ist – sie zeigt die Höhe über dem mittleren Meeresspiegel an. Die Druckhöhe ist die Anzeige bei Einstellung des Höhenmessers auf den Standarddruck von 1013,25 hPa (29,92 inHg) und wird für Flugflächen und vertikale Staffelung oberhalb der Übergangshöhe verwendet.
Die barometrische Höhe bietet eine standardisierte vertikale Referenz für alle Luftfahrzeuge, was entscheidend ist, um Kollisionen zu vermeiden, sichere Staffelung einzuhalten und Geländefreihaltung zu gewährleisten. Die Flugsicherung verwendet sie zur Zuweisung von Flugflächen und Höhen, was ein sicheres und effizientes Luftverkehrsmanagement ermöglicht.
QNH stellt den Höhenmesser so ein, dass die Höhe über dem mittleren Meeresspiegel angezeigt wird. QFE bewirkt eine Anzeige von Null an einem bestimmten Referenzpunkt, beispielsweise auf einem Flugplatz. Der Standarddruck (1013,25 hPa) wird oberhalb der Übergangshöhe für Flugflächen verwendet und bietet allen Luftfahrzeugen eine einheitliche vertikale Referenz.
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