Wolkendecke
Die Wolkendecke ist die niedrigste Höhe über Grund eines bedeckten oder gebrochenen Wolkenfeldes und ein Schlüsselfaktor bei der meteorologischen Beobachtung un...
Der Wolkensockel ist die niedrigste Höhe des sichtbaren Teils einer Wolke über einem bestimmten Standort, bezogen auf die Höhe über Grund (AGL). Er ist entscheidend für die Flugsicherheit, Wettervorhersage und Bodenoperationen und wird in Wetterbulletins wie METAR und TAF gemeldet.
Der Wolkensockel ist ein grundlegendes Konzept in der Luftfahrtmeteorologie und beeinflusst direkt den Flugbetrieb, das Luftraummanagement, die Wettervorhersage und viele sicherheitsrelevante Branchen. Dieses umfassende Glossar erläutert die technischen, operativen und regulatorischen Aspekte des Wolkensockels und stützt sich auf maßgebliche Quellen wie die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO).
Wolkensockel ist die niedrigste Höhe des sichtbaren Teils einer Wolke oder Wolkenschicht direkt über einem bestimmten Ort, in der Regel über Grund (AGL) für die betriebliche Relevanz angegeben. Er markiert das atmosphärische Niveau, auf dem der Wasserdampf ausreichend gesättigt ist, sodass Kondensation und die Bildung sichtbarer Wolkentröpfchen einsetzt.
Der Wolkensockel ist in der Luftfahrt entscheidend für das Festlegen von Wetterminima, beeinflusst die Wahl der Flugregeln (Sichtflugregeln oder Instrumentenflugregeln), Start- und Landeentscheidungen sowie die Planung von Ausweichflughäfen. In der Meteorologie liefert er Erkenntnisse über die atmosphärische Stabilität, das Niederschlagsrisiko und das Potenzial für Unwetter.
Obwohl sie oft verwechselt werden, sind Wolkensockel und Wolkendecke zwei verschiedene Begriffe:
Beispiel:
| Merkmal | Wolkensockel | Wolkendecke |
|---|---|---|
| Definition | Niedrigster sichtbarer Teil einer Wolke | Niedrigste BKN/OVC-Schicht (≥5/8 Himmel) |
| Bedeckung | Jede sichtbare Wolke | BKN (5/8–7/8), OVC (8/8) |
| Luftfahrt-Nutzung | Referenz für Wolkenbegegnungen | Gesetzliche Minima für VFR/IFR, Anflugbedingungen |
| Meldung | Alle beobachteten Schichten | Nur BKN/OVC-Schichten |
| Methode | Automatisierung | Genauigkeit | Anwendung | Einschränkungen |
|---|---|---|---|---|
| Laser-Ceilometer | Hoch | Hoch (~3 m) | Flughäfen, Observatorien | Niederschlag/Nebel kann Messung beeinflussen |
| Deckenballon (Pibal) | Manuell | Mittel | Abgelegen/Backup, Ausbildung | Wetterabhängig, Windversatz |
| Optisches Trommel-Ceil. | Halbautom. | Mittel | Altbestand, Backup | Beobachtergeschick, begrenzt auf niedrige Wolken |
| PIREP | Manuell | Variabel | Im Flug, routenspezifisch | Subjektiv, Pilotenerfahrung |
| Visuelle Schätzung | Manuell | Niedrig–Mittel | Ländliche Orte, Ausbildung | Menschlicher Fehler, benötigt Referenzobjekte |
| Satellitenmessung | Automatisiert | Mittel | Synoptisch, globale Überwachung | Weniger genau bei niedrigen Wolken, Stadtgebiete |
ICAO und WMO empfehlen, wo verfügbar, automatisierte Ceilometer für Genauigkeit und Zuverlässigkeit; manuelle Beobachtungen bleiben in abgelegenen oder Backup-Situationen wichtig.
Wolkensockel und -decke werden standardisiert in METARs (regelmäßige Wetterberichte) gemeldet:
Bedeckungscodes:
Format:
Drei-Buchstaben-Code + drei Ziffern für die Höhe in Hunderten Fuß AGL.
Beispiel:KJFK 121651Z 18012KT 10SM FEW010 SCT025 BKN040 OVC080 24/18 A2992 RMK AO2 SLP133
Decke: 4.000 ft (BKN040, niedrigste BKN/OVC-Schicht).
TAFs verwenden die gleichen Codes wie METARs, prognostizieren jedoch wechselnde Bedingungen.
Beispiel:EGLL 121700Z 1218/1324 22012KT 9999 SCT030 BKN060 TEMPO 1218/1222 BKN012
Sichtflugregeln (VFR):
Piloten müssen Mindestflugsicht einhalten und Abstand zu Wolken halten. Niedrige Wolkensockel können VFR-Abflüge oder -Ankünfte einschränken und IFR-Verfahren erforderlich machen.
Instrumentenflugregeln (IFR):
Die Wolkendecke bestimmt Anflugminima, Entscheidungshöhen für Fehlanflug und Anforderungen an Ausweichflughäfen.
| Szenario | Auswirkung von Wolkensockel/Decke |
|---|---|
| VFR-Abflug | Niedrige Decke kann legalen Abflug verhindern |
| IFR-Anflug | Minima durch Anflugverfahren & Wolkendecke gesetzt |
| Strecken-Ausweich | Ausweichflug, wenn Decke unter Minimum sinkt |
Die Wolkensockelhöhe wird verwendet, um:
Der WMO Wolkenatlas klassifiziert Wolkentypen nach typischer Sockelhöhe und unterstützt die synoptische und mesoskalige Analyse.
Mehrere Wolkenschichten werden in METARs/TAFs gemeldet, jeweils mit Basis und Bedeckungsgrad.
Der minimale vertikale Abstand zwischen den Schichten für die Meldung beträgt meist 300 ft (unter 5.000 ft), 500 ft (über 5.000 ft), laut ICAO.
Beispiel:FEW008 BKN015 OVC040
| Code | Bedeutung | Himmelsbedeckung | Decke? |
|---|---|---|---|
| FEW | Wenige | 1/8–2/8 | Nein |
| SCT | Aufgelockert | 3/8–4/8 | Nein |
| BKN | Durchbrochen | 5/8–7/8 | Ja |
| OVC | Bedeckt | 8/8 | Ja |
| VV | Vertikale Sichtweite | Verdeckt | Ja (wenn niedrigste) |
Der Wolkensockel ist eine entscheidende Messgröße an der Schnittstelle von Luftfahrt, Meteorologie und öffentlicher Sicherheit. Seine genaue Beobachtung und Meldung sorgen für mehr Sicherheit am Himmel und bessere Wetterprognosen für alle.
Nein. Obwohl sich beide auf Wolkenhöhen beziehen, ist der Wolkensockel einfach der niedrigste sichtbare Punkt einer beliebigen Wolke über einem Ort. Die Wolkendecke ist speziell die Höhe der niedrigsten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels bedeckt (BKN/OVC), und wird in Luftfahrtvorschriften und für Flugminima verwendet.
Die meisten Flughäfen nutzen automatisierte Laser-Ceilometer zur Messung des Wolkensockels. Diese Geräte senden einen Laserimpuls nach oben und erfassen die Reflexion am Wolkensockel, um dessen Höhe über dem Boden zu berechnen. Manuelle Methoden wie Deckenballons und Pilotenberichte kommen als Backup oder in abgelegenen Gebieten zum Einsatz.
Die Meldung des Wolkensockels als AGL ist für Piloten und bodengebundene Beobachter unmittelbar relevant, da sie sich direkt auf das jeweilige Gelände bezieht. Dies gewährleistet die Flugsicherheit beim Start, bei der Landung und beim Tiefflug.
Der Wolkensockel bestimmt, ob Piloten nach Sichtflugregeln (VFR) fliegen können oder zu Instrumentenflugregeln (IFR) wechseln müssen. Niedrige Wolkensockel können Abflüge, Ankünfte und Navigation während des Fluges einschränken und wirken sich auf die Betriebssicherheit und die gesetzliche Einhaltung aus.
Satelliten können den Wolkensockel mithilfe von Fernerkundung und atmosphärischen Profilen schätzen, aber die Genauigkeit ist bei höheren und dichteren Wolken am besten. Bei niedrigen oder aufgelockerten Wolken und über komplexem Gelände bleiben bodengestützte Ceilometer oder Beobachterberichte präziser.
Diese Codes geben an, wie viel vom Himmel bedeckt ist: FEW (1/8–2/8), SCT (3/8–4/8), BKN (5/8–7/8, auch als Decke genutzt), OVC (8/8, bedeckt, immer eine Decke). Nur BKN- und OVC-Schichten definieren die 'Decke' in der Luftfahrt.
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