Kreuzung (Flughafenbetrieb)
Im Flughafenbetrieb ist eine Kreuzung der Punkt, an dem sich zwei oder mehr Start- und Landebahnen, Rollwege oder eine Start- und Landebahn und ein Rollweg phys...
Umfassendes technisches Glossar zu Querungen, Kreuzungen und Durchgängen auf Straßen und Flugplätzen, mit Fokus auf Gestaltung, Betrieb und Sicherheitsstandards.
Dieses umfassende Glossar liefert technische Definitionen, tiefgehende Konzepte und praxisorientierte Erklärungen zu zentralen Begriffen rund um Querungen, Kreuzungen und Durchgänge auf Straßen und Flugplätzen. Basierend auf maßgeblichen Standards wie dem Manual on Uniform Traffic Control Devices (MUTCD), dem AASHTO Green Book und den ICAO-Anhängen unterstützt es Ingenieure, Planer, Studierende und Entscheidungsträger beim Verständnis von Gestaltung, Betrieb, Sicherheit und Regelwerken, die das moderne Kreuzungs- und Querungsumfeld prägen.
Definition
Zugangsmanagement ist die systematische Regelung von Lage, Gestaltung und Betrieb von Einfahrten, Mittelinseldurchlässen, Straßenanschlüssen und anderen Zugangspunkten zu einer Straße. Ziel ist es, die Sicherheit und Funktionalität sowohl von Hauptstraßen als auch von Nebenstraßen zu erhalten, indem Konfliktpunkte minimiert und geregelt wird, wie Fahrzeuge die Straße befahren, verlassen und queren.
Anwendung
Weit verbreitet auf Hauptverkehrsachsen, senkt Zugangsmanagement Unfallraten, verbessert den Verkehrsfluss und erhält die Funktionsfähigkeit der Straßen. Techniken umfassen erhöhte Mittelinseln zur Einschränkung von Abbiegevorgängen, Mindestabstände für Einfahrten und koordinierte Lichtsignalanlagen.
Beispiel
Ein Einzelhandelskorridor erhält eine durchgehende erhöhte Mittelinsel mit Einfahrten nur für Rechtsabbieger und koordinierten Ampeln, sodass Linksabbieger auf Kreuzungen gelenkt werden und Konflikte im Mittelblock minimiert werden.
Erweiterte Details
Laut FHWA und ITE kann wirksames Zugangsmanagement Unfälle um 30–50 % reduzieren. Es verbessert zudem die multimodale Sicherheit durch erleichterte, kontrollierte Fußgängerquerungen und Schutzinseln. In der Luftfahrt steuern ähnliche Konzepte den Zugang zu Rollfeldbereichen, um Pistenverletzungen zu vermeiden.
Definition
Ein akustisches Fußgängersignal (APS) ist ein Gerät, das nicht-visuelle Informationen – wie akustische Signale, Sprachmeldungen und taktile Rückmeldungen – über Signalzeiten und Querungsrichtung für seh- oder hörbehinderte Fußgänger bereitstellt.
Anwendung
Gemäß dem Americans with Disabilities Act (ADA) vorgeschrieben und von internationalen Standards empfohlen, werden APS an Kreuzungen mit komplexer Geometrie oder hohem Verkehrsaufkommen installiert. Sie helfen Nutzern, Zebrastreifen zu finden, den Zeitpunkt des Freigabeintervalls zu erkennen und die Richtungsinformation zu erhalten.
Beispiel
An einer Stadt-Kreuzung senden APS-Taster Ortungstöne, eine Ansage wie „Freigegeben zum Überqueren der Hauptstraße“ und vibrieren während der Fußgängerphase.
Erweiterte Details
Moderne APS passen die Lautstärke automatisch an die Umgebungsgeräusche an und geben die Ausrichtung des Taktilpfeils und die Lautstärke gemäß MUTCD an. Internationale Best Practices empfehlen APS an allen neuen oder erneuerten signalisierten Querungen.
Definition
Eine tropfenförmige Mittelinsel ist eine abgerundete, verlängerte Mittelspitze an Kreuzungen, die auf die Schleppkurven von Fahrzeugen ausgelegt ist und zugleich maximalen Fußgängerschutz bietet.
Anwendung
Eingesetzt an großen signalisierten Kreuzungen mit breiten Mittelinseln (typisch ab 3 Metern/10 Fuß), führen tropfenförmige Enden Linksabbieger und bieten Fußgängern einen geschützten Wartebereich für mehrphasige Querungen.
Beispiel
Eine sechsspurige Hauptstraße mit tropfenförmigen Mittelinseln an jeder Zufahrt ermöglicht effizientes Linksabbiegen und sicheren Fußgängerschutz.
Erweiterte Details
AASHTO/FHWA legen den Radius der Mittelspitze nach den Schleppkurven des Bemessungsfahrzeugs fest. Für Barrierefreiheit sind taktile Bodenindikatoren vorgeschrieben. Ähnliche Lösungen finden sich an Übergängen von Rollwegen und Startbahnen auf Flugplätzen.
Definition
Kanalführung ist der Einsatz von baulichen oder markierten Elementen (Inseln, Mittelinseln, Bordsteinvorziehungen, Markierungen), um Verkehrsströme an Kreuzungen und Querungen gezielt zu führen und zu trennen.
Anwendung
An Kreuzungen, Kreisverkehren und Querungen leitet die Kanalführung Fahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger auf sichere, vorhersehbare Wege – reduziert Konflikte und steigert die Effizienz.
Beispiel
Eine T-Kreuzung mit dreieckiger Verkehrsinsel verlangsamt Rechtsabbieger und trennt Linksabbiegespuren, während Fußgänger hinter der Insel geführt werden.
Erweiterte Details
Die Gestaltung der Kanalführung folgt MUTCD- und AASHTO-Kriterien zur Konfliktpunktreduktion und Nutzerführung. Geschützte Kreuzungskonzepte in Städten führen Radwege hinter Inseln für mehr Sicherheit.
Definition
Ein Konfliktbereich ist der spezifische Raum innerhalb einer Kreuzung oder Querung, wo sich die Wege von Fahrzeugen, Fahrrädern oder Fußgängern kreuzen, vereinigen oder verzweigen – mit Kollisionsgefahr.
Anwendung
Ingenieure kartieren Konfliktbereiche, um Hochrisikostellen zu erkennen und zu entschärfen, die Wahl des Kreuzungstyps zu beeinflussen und Sicherheitsmaßnahmen wie geschützte Abbiegephasen oder bauliche Trennungen zu begründen.
Beispiel
An einer klassischen vierarmigen Kreuzung sind die Bereiche, in denen Linksabbieger auf Gegenverkehr und Fußgängerüberwege auf abbiegende Fahrzeuge treffen, zentrale Konfliktbereiche.
Erweiterte Details
Das Highway Capacity Manual unterscheidet zwischen Quer-, Zusammenführungs- und Verzweigungskonflikten. Kreisverkehre reduzieren die Zahl der Konfliktpunkte gegenüber klassischen Kreuzungen. Für Flugplätze regeln ICAO-Standards das Konfliktmanagement von Start- und Rollwegen.
Definition
Eine gesteuerte Kreuzung wird durch Lichtsignalanlagen, Stoppschilder, Vorfahrtsschilder oder befugtes Personal geregelt, um die Vorfahrt festzulegen und Verkehrsströme zu steuern.
Anwendung
Auf allen Straßentypen richtet sich die Wahl (Signal, Mehrfachstopp, Vorfahrt) nach Verkehrsaufkommen, Sichtweite und Unfallstatistiken. Ampelanlagen können separate Phasen für Abbiegende und Fußgänger beinhalten.
Beispiel
Eine Stadt-Kreuzung mit Ampeln, Fußgängersignalen und Abbiegepfeilen gewährleistet geordneten und vorhersehbaren Ablauf für alle Verkehrsteilnehmer.
Erweiterte Details
Das MUTCD gibt Vorgaben, wann welcher Steuerungstyp einzusetzen ist. Fortgeschrittene Systeme wie adaptive Signalsteuerung oder Diagonalquerungen (Pedestrian Scramble) kommen in komplexen Situationen zum Einsatz. Auf Flugplätzen benötigen gesteuerte Kreuzungen eine ATC-Freigabe zur Vermeidung von Pistenverletzungen.
Definition
Querverkehr bezeichnet Verkehrsteilnehmer, die an einer Kreuzung oder Querung quer zur Hauptverkehrsrichtung fahren und besonders an nicht signalisierten Stellen das größte Konfliktpotenzial bilden.
Anwendung
Bei der Kreuzungsplanung und -steuerung sind Querverkehrsaufkommen, Geschwindigkeiten und Sichtlinien besonders zu berücksichtigen, etwa für Nebenstraßennutzer, die sichere Lücken zum Queren oder Einfädeln suchen.
Beispiel
An einer Kreuzung mit Vorfahrtstraße warten Fahrer auf der Nebenstraße auf ausreichend große Lücken im Querverkehr der Hauptstraße.
Erweiterte Details
Verkehrsstudien analysieren Querverkehr, um Signalprogramme und Querungshilfen zu optimieren. Bei Fußgängerquerungen im Mittelblock werden Geschwindigkeit und Dichte des Querverkehrs für die Wahl der Maßnahmen berücksichtigt.
Definition
Ein Querverkehr-Abbiegen ist ein Fahrmanöver (meist Linksabbiegen im Rechtsverkehr), bei dem ein Fahrzeug entgegenkommende oder querende Fahrspuren kreuzt.
Anwendung
Gesteuert durch separate Abbiegespuren, Signale oder Zugangsbeschränkungen. Auf Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen oder hoher Geschwindigkeit sind Querverkehr-Abbiegevorgänge oft verboten oder durch gesicherte Signalphasen geregelt.
Beispiel
Ein Fahrer biegt von einer Nebenstraße nach links auf eine vielbefahrene Hauptstraße ab und wartet auf eine Lücke oder nutzt eine geschützte Ampelphase.
Erweiterte Details
Normen legen die Länge von Abbiegespuren und Sichtweiten fest. In der Luftfahrt minimieren Rollweggeometrie und -verfahren das Queren aktiver Startbahnen.
Definition
Ein Zebrastreifen ist ein markierter oder rechtlich definierter Teil der Fahrbahn, der für Fußgängerüberquerungen vorgesehen ist – sowohl an Kreuzungen als auch im Mittelblock.
Anwendung
An Kreuzungen, Schulen oder Haltestellen installiert, werden Zebrastreifen mit Bordabsenkungen, Signalen und Beschilderung für Sicherheit und Barrierefreiheit kombiniert.
Beispiel
Eine mehrspurige Straße verfügt über auffällige Markierungen, Fußgängersignale und Bordsteinvorziehungen.
Erweiterte Details
Normen definieren Breite, Markierungsart und Lage von Zebrastreifen. Querungen im Mittelblock können mit Blinklichtern oder Schutzinseln ausgestattet werden. Bodenmarkierungen für Bodendienstfahrzeuge auf Flugplätzen erfolgen nach ICAO-Standards.
Definition
Bordsteinseitiges Abbiegen ist ein Fahrzeugmanöver in Richtung des angrenzenden Bordsteins (Rechtsabbiegen im Rechtsverkehr), bei dem in der Regel keine Gegenfahrbahn gekreuzt wird, aber Konflikte mit Fußgängern oder Radfahrern entstehen können.
Anwendung
Merkmale wie Eckradien, Bordsteinvorziehungen und separate Abbiegespuren erleichtern diese Manöver und schützen gleichzeitig schwächere Verkehrsteilnehmer.
Beispiel
Ein Fahrer biegt an einer Kreuzung nach rechts ab und gewährt Fußgängern im markierten Zebrastreifen Vorrang.
Erweiterte Details
Die Planung balanciert den Platzbedarf großer Fahrzeuge mit der Fußgängersicherheit aus, etwa durch enge Radien und gut sichtbare Markierungen. Geschützte Kreuzungen führen Radwege hinter den Abbiegeweg für mehr Sicherheit.
Definition
Verkehrsverzögerung ist die zusätzliche Zeit, die Verkehrsteilnehmer beim Passieren einer Kreuzung im Vergleich zum ungehinderten Verkehrsfluss aufwenden. Sie ist ein zentraler Leistungsindikator.
Anwendung
Für Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrende gemessen, dient die Verzögerung der Bewertung des Leistungsniveaus (LOS) und der Optimierung von Signalzeiten. Übermäßige Verzögerungen führen zu Anpassungen in Gestaltung oder Betrieb.
Beispiel
Ein Autofahrer wartet 60 Sekunden an einer roten Ampel; diese Verzögerung wird in die stadtweite Signalsteuerung einbezogen.
Erweiterte Details
Das Highway Capacity Manual unterscheidet Steuer-, Annäherungs- und Rückstauverzögerung. Best Practices gewichten zunehmend die Personenverzögerung (inklusive ÖPNV und Fußgänger) höher als reine Fahrzeugverzögerung.
Definition
Detektion (oder Aktivierung) bezeichnet den Einsatz von Sensoren, Kameras oder Druckknöpfen zur Erkennung von Fahrzeugen, Fahrrädern oder Fußgängern an Kreuzungen – für eine bedarfsgerechte Signalsteuerung in Echtzeit.
Anwendung
Fahrzeugdetektion erfolgt über Induktionsschleifen, Radar oder Video; Fußgängerdetektion über Druckknöpfe oder Infrarotsensoren. Adaptive Signalsteuerungen reduzieren unnötige Wartezeiten und verbessern die Leistungsfähigkeit von Kreuzungen.
Beispiel
Ein Radfahrer nähert sich einer signalisierten Kreuzung; eine Induktionsschleife im Radstreifen schaltet eine Grünphase.
Erweiterte Details
Moderne Systeme unterscheiden zwischen Nutzertypen, passen Signalphasen an und liefern detaillierte Verkehrsdaten für Planung und Betrieb.
Für weitere Begriffe und detaillierte Hinweise siehe: MUTCD, AASHTO Green Book, Highway Capacity Manual und ICAO Annex 14/Doc 9870.
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Zugangsmanagement zielt darauf ab, Ein- und Ausfahrten entlang von Straßen zu regeln, um potenzielle Konflikte zu verringern, die Sicherheit zu erhöhen und einen reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Dazu gehören Maßnahmen wie die Anordnung von Einfahrten, Mittelinseln und die Koordinierung von Lichtsignalanlagen, um Staus und Unfallrisiken zu minimieren.
APS bieten nicht-visuelle Informationen – wie akustische Signale, Sprachmitteilungen und taktile Rückmeldungen –, um Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen eine sichere Querung zu ermöglichen. Sie zeigen an, wann und in welche Richtung sicher überquert werden kann und unterstützen die Einhaltung von Barrierefreiheitsstandards.
Kanalführung nutzt Verkehrsinseln, Mittelinseln, Bordsteine und Markierungen, um Fahrzeuge, Radfahrende und Fußgänger gezielt zu führen und voneinander zu trennen. Dies reduziert Konfliktpunkte, strukturiert den Verkehrsfluss und erhöht Sicherheit und Effizienz an Kreuzungen und Querungen.
Konfliktbereiche sind Räume, in denen sich Verkehrsströme kreuzen, vereinigen oder verzweigen und dadurch Kollisionsrisiken entstehen. Durch deren Identifizierung und Minimierung mittels Planung und Steuerung werden Unfälle reduziert und die Leistungsfähigkeit der Kreuzung für alle Nutzer verbessert.
Wichtige Normen sind das Manual on Uniform Traffic Control Devices (MUTCD), das Green Book der AASHTO, das Highway Capacity Manual (HCM) sowie internationale Dokumente wie die ICAO-Anhänge für Flugplätze. Diese Quellen bieten evidenzbasierte Richtlinien für Planung und Betrieb.
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