Sichtweite
Die Sichtweite ist die ungehinderte Strecke entlang einer Straße oder Start- und Landebahn, über die eine Person ein bestimmtes Objekt kontinuierlich sehen kann...
Das Sichtfeld (FOV) ist der Winkel- oder physikalische Bereich, der durch ein optisches System sichtbar ist und für Kameras, Optik und Biometrie entscheidend ist.
Das Sichtfeld (FOV) ist ein grundlegender Parameter bei der Gestaltung, Auswahl und dem Betrieb optischer Systeme. Es beschreibt den gesamten Bereich oder Winkel, der durch ein Gerät wie eine Kamera, ein Mikroskop, ein Teleskop, das menschliche Auge oder moderne Displays wie Head-up-Displays (HUDs) sichtbar ist. Das Konzept des Sichtfelds ist nicht nur entscheidend, um zu verstehen, welcher Teil einer Szene zu einem bestimmten Zeitpunkt sichtbar ist, sondern bestimmt auch die Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und regulatorische Konformität in zahlreichen Branchen wie Fotografie, Sicherheit, Luftfahrt, Biometrie und Virtual Reality.
Diese Glossarseite bietet eine ausführliche Betrachtung des Sichtfelds, behandelt dessen Definition, Messung und Bedeutung in verschiedenen Bereichen. Wir erläutern die zugrundeliegenden optischen Prinzipien, die Rolle von Systemkomponenten wie Brennweite und Sensorgröße sowie anwendungsspezifische Anforderungen gemäß Industriestandards wie ICAO und ISO.
Das Sichtfeld (FOV) bezeichnet den Bereich der beobachtbaren Welt, der zu einem bestimmten Zeitpunkt durch ein optisches System von einer festgelegten Position aus gesehen werden kann. Das FOV kann wie folgt ausgedrückt werden:
Das winklige Sichtfeld (AFOV) ist der Winkel, der den sichtbaren Bereich von einem festgelegten Punkt aus umfasst, oft der Eintrittspupille eines Objektivs oder dem Auge des Beobachters. Es ist eine zentrale Spezifikation für:
AFOV = 2 × arctan (Sensorgröße / (2 × Brennweite))
Das AFOV bietet einen standardisierten, entfernungsunabhängigen Wert zum Vergleich der Beobachtungsfähigkeit optischer Systeme.
Das lineare Sichtfeld (oder Objektgröße) ist der tatsächlich sichtbare physikalische Bereich durch das optische System in einer bestimmten Entfernung.
Lineares FOV = 2 × (Objektabstand) × tan(AFOV ÷ 2)
Dies ist besonders wichtig in:
Die Eintrittspupille ist die effektive Blendenöffnung des optischen Systems, wie sie von der Objektseite aus gesehen wird. Sie dient als Referenz für die Messung des AFOV und beeinflusst Bildhelligkeit und Gleichmäßigkeit.
Der Hauptstrahl verläuft vom Mittelpunkt der Eintrittspupille durch das System bis zum Rand des Bildsensors. Er definiert die Winkelgrenze des sichtbaren Bereichs und ist Referenz für Bildqualität und Ausrichtung.
Die Brennweite bestimmt, wie „herangezoomt“ oder „herausgezoomt“ ein System erscheint:
Die physikalische Größe des Sensors bestimmt direkt das Sichtfeld bei einem gegebenen Objektiv:
Das Breite-zu-Höhe-Verhältnis eines Sensors oder Displays beeinflusst den sichtbaren Bereich und die Bildkomposition. Zum Beispiel bietet 16:9 (Breitbild) einen weiten horizontalen Blick, ideal für Panoramaaufnahmen.
Die Ausrichtung des optischen Systems (Quer- oder Hochformat) bestimmt, ob das Sichtfeld entlang der Horizontalen oder Vertikalen maximiert wird und beeinflusst die Abdeckung und Eignung für die Anwendung.
Der Abstand zwischen Linse und Objekt bestimmt das lineare Sichtfeld – mehr Abstand bedeutet bei gleichem AFOV einen größeren sichtbaren Bereich.
Verschiedene Anwendungen stellen individuelle Anforderungen an das Sichtfeld:
Bei Kameras definiert das Sichtfeld, wie viel einer Szene ins Bild passt. Weitwinkelobjektive (kurze Brennweite) erfassen große Bildbereiche, während Teleobjektive (lange Brennweite) das Sichtfeld für entfernte Motive verengen.
Crop-Faktor: Kleinere Sensoren (APS-C, Micro Four Thirds) verringern das Sichtfeld bei gleichem Objektiv, was beim Vergleich der Bildabdeckung zwischen Kamerasystemen wichtig ist.
Das binokulare Sichtfeld des Menschen kann bis zu 200° horizontal betragen, mit etwa 120° Überlappung für stereoskopisches Sehen. Das zentrale Sehen liefert hochauflösende Details in einem engen Kegel, während das periphere Sehen für weite Übersicht sorgt.
Anwendungen:
In Luftfahrt- und Automobil-HUDs wird das Sichtfeld als Winkelgröße des projizierten virtuellen Bildes angegeben. Ein ausreichendes FOV stellt sicher, dass alle wichtigen Informationen sichtbar sind, ohne Kopf- oder Augenbewegungen, wie von ICAO und Automobilstandards gefordert.
Das winklige FOV ist der beobachtbare Winkel (Grad/Radiant) vom Objektiv oder Auge aus, unabhängig von der Entfernung. Das lineare FOV ist die physikalische Breite oder Höhe der Szene in einer bestimmten Entfernung.
Berücksichtigen Sie den zu erfassenden Bereich (lineares FOV), den erforderlichen Detailgrad (Auflösung) und etwaige Vorschriften (z. B. ICAO für Biometrie oder Luftfahrtstandards für HUDs).
In einigen Systemen ja – durch Wechsel des Objektivs, der Sensorgröße oder durch Anpassung der Kameraposition. In anderen (wie fest installierten HUDs) ist das FOV konstruktionsbedingt festgelegt.
Nicht immer. Ein größeres FOV kann Verzerrungen verursachen oder die Bildauflösung verringern. Das optimale FOV balanciert Abdeckung, Detailgenauigkeit und Anwendungsanforderungen.
Das Sichtfeld (FOV) ist ein entscheidendes Maß in der optischen Systemgestaltung und legt fest, wie viel einer Szene erfasst, beobachtet oder dargestellt werden kann. Es wird durch Brennweite, Sensorgröße, Seitenverhältnis, Ausrichtung und anwendungsspezifische Anforderungen bestimmt. Die Beherrschung der FOV-Prinzipien ist essenziell für Fotografen, Ingenieure, Systemintegratoren und alle, die mit Bildgebung, Biometrie oder Display-Technologien arbeiten.
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Dieser Glossareintrag wird regelmäßig gemäß den neuesten Standards und Best Practices der Branche für Sichtfeld in optischen und Bildgebungssystemen aktualisiert. Für individuelle Beratung oder Integrationsservices wenden Sie sich an unser Expertenteam.
Das Sichtfeld (FOV) in der Optik beschreibt den sichtbaren Bereich, der durch ein optisches Instrument wie eine Kamera, ein Teleskop oder ein Mikroskop von einem bestimmten Standpunkt aus beobachtet werden kann. Es kann als Winkelmaß (Grad oder Radiant) oder als physikalische Größe (z. B. Millimeter, Meter) in einer definierten Entfernung angegeben werden.
Das Winkel-Sichtfeld (AFOV) wird typischerweise mit der Formel AFOV = 2 × arctan(Sensorgröße / (2 × Brennweite)) berechnet. AFOV stellt den Winkel dar, der die sichtbare Szene vom Eintrittspupillen- oder Linsenmittelpunkt aus umfasst.
Das FOV in der biometrischen Bildgebung stellt sicher, dass das gesamte Gesicht im sichtbaren Bereich erfasst wird, was für die Identitätsprüfung unerlässlich ist. Regulatorische Standards (wie die von ICAO und ISO) legen Mindest- und Höchstwerte für das Sichtfeld zur Einhaltung und Genauigkeit fest.
Eine größere Sensorgröße sorgt bei gleicher Brennweite für ein breiteres Sichtfeld, während ein kleinerer Sensor ein engeres Sichtfeld ergibt. Dies wird als Crop-Faktor bezeichnet und wirkt sich direkt auf die Bildkomposition und den erfassten Bereich aus.
Bei HUDs definiert das Sichtfeld die Winkelgröße der in das Sichtfeld des Nutzers projizierten Informationen. Es ist entscheidend, damit alle wichtigen Daten bequem und ohne übermäßige Augen- oder Kopfbewegungen sichtbar sind, insbesondere in der Luftfahrt und im Automobilbereich.
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