Höhenmesser
Ein Höhenmesser ist ein wesentliches Luftfahrtinstrument zur Messung der Höhe eines Flugzeugs über einem Referenzniveau und sorgt für sichere Navigation, Geländ...
FPM (Fuß pro Minute) ist die Standard-Lufteinheit für Vertikalgeschwindigkeit, entscheidend für die Kontrolle von Steig- und Sinkflügen, die Hindernisfreiheit und die Einhaltung von Flugverfahren und Vorschriften.
Fuß pro Minute (FPM) ist die Standardmessgröße für die vertikale Bewegungsrate eines Flugzeugs – also wie viele Fuß Höhe pro Minute gewonnen oder verloren werden. In der Luftfahrt beschreibt FPM sowohl Steigflüge (positive Werte) als auch Sinkflüge (negative Werte) und liefert Piloten essenzielle Daten, um Höhenänderungen präzise und sicher zu steuern.
FPM wird über den Vertikalgeschwindigkeitsanzeiger (VSI) im Cockpit angezeigt – ein zentrales Fluginstrument, das Echtzeit-Feedback zur vertikalen Geschwindigkeit bietet. Dieses unmittelbare Feedback ist in allen Flugphasen – Abflug, Anflug, Steigflug, Sinkflug und Fehlanflug – von entscheidender Bedeutung, da es Piloten ermöglicht, den vertikalen Flugweg zu steuern, Abstände zu anderem Flugverkehr einzuhalten, Luftraumstrukturen zu befolgen und veröffentlichte Verfahren durchzuführen.
Die Flugsicherung (ATC) gibt regelmäßig Anweisungen unter Verwendung von FPM, wie „Sinken Sie und halten Sie 3.000 Fuß, sinken Sie mit 1.000 Fuß pro Minute“, um die vertikale Trennung und die Einhaltung von Luftraumanforderungen zu gewährleisten. Behörden wie FAA und ICAO schreiben für verschiedene Flugoperationen Mindeststeig- oder Sinkraten in FPM vor, weshalb das Verständnis und die Anwendung von FPM eine grundlegende Pilot*innenkompetenz ist.
FPM ist integraler Bestandteil beim Management des vertikalen Profils eines Flugzeugs:
ATC kann vertikale Geschwindigkeitsanforderungen vorgeben, um den Verkehrsfluss zu beschleunigen oder die Trennung zu wahren, z. B. „Sinken Sie mit 1.500 Fuß pro Minute bis zum Passieren von 10.000 Fuß.“ Berufspiloten sind darin geschult, FPM in allen Flugphasen zu steuern – ein Muss für Sicherheit und Effizienz.
Standard-Instrumentenabflüge (SIDs) und Hindernisabflugverfahren (ODPs) schreiben häufig Mindeststeiggradienten – ausgedrückt in Fuß pro nautischer Meile (FPNM) – vor, um Hindernis- und Geländeabstände zu garantieren. Da Cockpit-Instrumente FPM anzeigen, müssen Piloten diese Gradienten anhand der aktuellen Bodenfahrt des Flugzeugs in die erforderliche FPM umrechnen.
Beispiel: Eine Anforderung von 400 FPNM bei 120 Knoten Bodenfahrt entspricht einer Steigrate von 800 FPM. Leistungsdiagramme im Pilot Operating Handbook (POH) oder Aircraft Flight Manual (AFM) zeigen, ob das Flugzeug dies unter aktuellen Bedingungen (Gewicht, Temperatur, Druckhöhe) erreichen kann. Wird die erforderliche FPM nicht erreicht, kann die Sicherheit und Einhaltung der Vorschriften gefährdet werden – Piloten müssen ggf. Startgewicht, Zeitpunkt oder Route anpassen.
Leistungsplanung ist Grundstein des sicheren Flugs und basiert stark auf FPM:
Im gewerblichen Flugbetrieb müssen Disponenten und Besatzungen dokumentieren und bestätigen, dass die geplanten Steig-/Sinkraten unter allen relevanten Bedingungen erreichbar sind.
Der VSI zeigt FPM an, indem er die Änderung des statischen Luftdrucks beim Steigen oder Sinken misst. Wichtige Punkte:
Das Verständnis der Funktionsweise und Grenzen des VSI ist besonders bei Instrumentenwetterlagen unerlässlich.
Wichtig: Für die Umrechnung von FPNM in FPM immer die Bodenfahrt (nicht die angezeigte Fluggeschwindigkeit) verwenden, da der Wind die Leistung stark beeinflusst.
| Begriff | Definition | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| FPM | Fuß pro Minute: Vertikalgeschwindigkeit | Anzeige im VSI, ATC, Leistungsdiagramme |
| FPNM | Fuß pro nautischer Meile: Steiggradient | Abflug-/Anflugverfahren, Hindernisfreiheit |
FPM dient als Cockpit-Referenz, FPNM für veröffentlichte Verfahren. Die korrekte Umrechnung ist essenziell.
Erforderliches FPM = (Bodenfahrt in Knoten ÷ 60) × erforderliches FPNM
Beispiel:
Erforderlich: 400 FPNM
Bodenfahrt: 120 Knoten
Rechnung: 120 ÷ 60 = 2; 2 × 400 = 800 FPM
Tatsächliches FPNM = FPM × 60 ÷ Bodenfahrt (Knoten)
Beispiel:
Steigflug: 600 FPM
Bodenfahrt: 90 Knoten
Rechnung: 600 × 60 = 36.000; 36.000 ÷ 90 = 400 FPNM
| FPNM | 90 KT GS | 120 KT GS |
|---|---|---|
| 200 | 300 FPM | 400 FPM |
| 300 | 450 FPM | 600 FPM |
| 400 | 600 FPM | 800 FPM |
| 500 | 750 FPM | 1000 FPM |
Diese Tabellen finden sich in FAA-Charts und Luftfahrt-Apps zur schnellen Referenz im Cockpit.
Bei IFR-Abflügen sichert FPM, dass das Flugzeug schnell genug steigt, um Hindernisse zu überfliegen. Fordert ein Verfahren z. B. 350 FPNM bei 100 Knoten, ergibt die Rechnung 100 ÷ 60 × 350 = 584 FPM. Kann das Flugzeug dies nicht leisten, sollten Piloten das Gewicht reduzieren oder auf bessere Bedingungen warten.
Ein Standard-Gleitpfad von 3 Grad erfordert etwa 318 FPNM. Eine gängige Faustregel:
Sinkrate in FPM = Bodenfahrt × 5
Bei 120 Knoten: 120 × 5 = 600 FPM
Hohe Dichtehöhe (heiß, hoch gelegen oder niedriger Luftdruck) verringert die Steigleistung. An einem heißen, hoch gelegenen Flughafen erzielt ein Leichtflugzeug ggf. nur 400 FPM statt der üblichen 900 FPM – deshalb ist sorgfältige Leistungsplanung erforderlich.
Kann ich statt Bodenfahrt auch die Fluggeschwindigkeit für FPM-Berechnungen verwenden?
Nein. Verwenden Sie immer die Bodenfahrt. Die Fluggeschwindigkeit berücksichtigt den Wind nicht; ihre Nutzung kann dazu führen, dass erforderliche Steiggradienten verfehlt und die Sicherheit kompromittiert wird.
Warum reagiert mein VSI bei schnellen Höhenwechseln verzögert?
Der VSI arbeitet mit einem Druckdifferenzsystem, das bei abrupten Steuerbewegungen kurzzeitig verzögern kann. Vergleichen Sie den VSI immer mit Höhenmesser und künstlichem Horizont.
Wo finde ich die geforderten Steiggradienten für den Abflug?
In veröffentlichten Instrumentenverfahren (SIDs, ODPs) oder auf den FAA-/ICAO-Karten Ihres Abflugflugplatzes.
Nimmt die Steigrate mit der Höhe ab?
Ja. Mit steigender Höhe nehmen Motor- und aerodynamische Effizienz ab, was zu niedrigeren FPM führt. Nutzen Sie Leistungsdiagramme, um die erwartete Steigrate in verschiedenen Höhen zu bestimmen.
Was, wenn mein Flugzeug die geforderte Steigrate nicht schafft?
Sie müssen den Abflug verschieben, das Gewicht reduzieren oder mit der Flugsicherung eine alternative Route absprechen. Ein Start ohne Erreichen der geforderten Leistung ist gefährlich und kann gegen Vorschriften verstoßen.
Wie bleibe ich fit bei FPM-Berechnungen?
Regelmäßig üben, veröffentlichte Tabellen nutzen und FPM-Berechnungen in jede Vorflugbesprechung einbeziehen – besonders bei anspruchsvollen Bedingungen.
FPM (Fuß pro Minute) ist die zentrale Maßeinheit für Vertikalgeschwindigkeit in der Luftfahrt – entscheidend für Hindernisfreiheit, gesetzliche Vorgaben sowie sicheren und effizienten Flug. Wer FPM-Berechnungen und -Anwendungen beherrscht, kann Steig- und Sinkflüge unter allen Bedingungen sicher steuern und trägt maßgeblich zur Sicherheit und zum Erfolg jedes Flugs bei.
FPM misst die vertikale Geschwindigkeit eines Flugzeugs, also wie viele Fuß Höhe pro Minute gewonnen (Steigflug) oder verloren (Sinkflug) werden. Es ist eine entscheidende Messgröße für das sichere Management von Steig- und Sinkflügen sowie für die Einhaltung von Flugverfahren.
FPM wird auf dem Vertikalgeschwindigkeitsanzeiger (VSI) als Zeigerausschlag oder digitale Anzeige dargestellt. Die meisten VSIs zeigen Werte in 100er- oder 500er-FPM-Schritten, und moderne Glascockpits bieten digitale Vertikalgeschwindigkeitsanzeigen und Autopilot-Integration.
Abflug- und Anflugverfahren geben häufig Mindeststeig- oder maximale Sinkraten (in FPM oder FPNM) vor, um die sichere Hindernisfreiheit zu gewährleisten. Piloten müssen FPM berechnen und überwachen, um diese Anforderungen zu erfüllen und die Flugsicherheit zu gewährleisten.
Verwenden Sie die Formel: Erforderliches FPM = (Bodenfahrt in Knoten ÷ 60) × erforderliches FPNM. Für diese Berechnung immer die Bodenfahrt des Flugzeugs (nicht die angezeigte Fluggeschwindigkeit) verwenden, um die Windwirkung korrekt zu berücksichtigen.
Ein häufiger Fehler ist die Verwendung der angezeigten Fluggeschwindigkeit statt der Bodenfahrt für Umrechnungen, was dazu führen kann, dass geforderte Steig- oder Sinkgradienten nicht eingehalten und somit die Hindernisfreiheit und die Einhaltung von Vorschriften gefährdet werden.
Beherrschen Sie grundlegende Flugkonzepte und Leistungsberechnungen, um in jeder Flugphase Sicherheit und Effizienz zu erhöhen.
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