Lichtverteilungskurve
Die Lichtverteilungskurve beschreibt die räumliche Verteilung der Lichtintensität einer Leuchte und ist ein zentrales Konzept der Photometrie und Lichttechnik. ...
Lichtverteilung ist das Muster der Lichtintensität einer Leuchte und entscheidend für Gleichmäßigkeit, Sicherheit, Effizienz und Umweltkonformität in der Lichtplanung.
Lichtverteilung ist das räumliche Muster, das beschreibt, wie Lichtintensität von einer Leuchte oder Lichtquelle in ihre Umgebung abgegeben wird. Es umfasst sowohl die Richtung als auch die Stärke des Lichtaustritts und wird mit photometrischen Methoden visualisiert. Das Muster wird durch das optische System der Leuchte – Reflektoren, Linsen, Diffusoren – sowie ihre Montageausrichtung und -position bestimmt.
Lichtplaner und Ingenieure analysieren die Lichtverteilung, um optimale Leistung für eine Anwendung zu gewährleisten, sei es zur Ausleuchtung eines Korridors, Parkplatzes oder zur Betonung architektonischer Elemente. Die Verteilung wird mit Lichtstärke-Plots (in Candela) quantifiziert, wobei dreidimensionale „Lichtverteilungskurven“ Bereiche mit hoher und niedriger Beleuchtung darstellen.
Normen von Organisationen wie der Illuminating Engineering Society (IES) und der International Commission on Illumination (CIE) geben geeignete Verteilungen für verschiedene Anwendungen vor. Photometrische Messungen unter kontrollierten Bedingungen liefern Daten, die in technischen Dateien (z. B. IES LM-63-Format) verwendet werden. Das Verständnis der Lichtverteilung ist entscheidend für die Auswahl von Leuchten, die Effizienz maximieren, Sicherheitsvorschriften erfüllen und visuellen Komfort bieten.
Das Muster der Lichtverteilung ist entscheidend für die Wirksamkeit, Sicherheit und Einhaltung von Vorschriften jeder Lichtinstallation:
Die Wahl des richtigen Lichtverteilungstyps ist eine strategische Entscheidung – sie beeinflusst visuelle Leistung, Konformität, Umweltverantwortung und Nutzererlebnis.
Ein photometrischer Bericht beschreibt, wie eine Leuchte Licht abgibt, und bildet die Grundlage für Lichtplanung, Simulation und Einhaltung von Vorschriften. Mit einem Goniophotometer werden Lichtstärken in verschiedenen Winkeln gemessen, die Daten werden in Formaten wie IES LM-63 und EULUMDAT ausgegeben.
Wichtige Elemente:
Berichte können Montagehöhe, Abstandsregeln und Beleuchtungsraster angeben. Sie sind für Planungssoftware unerlässlich und für behördliche Genehmigungen und Umweltzertifizierungen erforderlich.
Lichtstärke (Candela, cd) misst das sichtbare Licht, das in eine bestimmte Richtung abgegeben wird, berechnet als Lichtstrom pro Raumwinkel (Lumen/Steradiant). Im Gegensatz zum Gesamtlichtstrom (Lumen) beschreibt die Lichtstärke die Richtwirkung.
Sie wird in Polardiagrammen dargestellt, die die räumliche Verteilung des Lichts einer Leuchte zeigen. Zonen mit hoher Intensität entsprechen dem Hauptstrahl; Bereiche mit niedriger Intensität zeigen Rand- oder Streulicht. Normen begrenzen häufig die Intensität in bestimmten Winkeln, um Blendung und Streulicht zu kontrollieren.
Abstrahlwinkel ist die Winkelbreite (in Grad), in der eine Leuchte mindestens 50 % ihrer maximalen Intensität abgibt. Er bestimmt, wie schmal oder breit der Lichtstrahl ist:
Der Abstrahlwinkel beeinflusst die Platzierung, Montagehöhe und Gleichmäßigkeit der Leuchte. Hersteller geben in Datenblättern sowohl Abstrahl- als auch Feldwinkel an, damit Planer die Leuchte auf die Aufgabe abstimmen können.
Das Montagehöhenverhältnis vergleicht die vertikale Entfernung von der Leuchte zum Boden mit der Breite des beleuchteten Bereichs. Zum Beispiel beleuchtet eine Montagehöhe von 10 Metern und ein Verhältnis von 2,75 eine Breite von 27,5 Metern. Niedrige Verhältnisse bedeuten schmale Verteilungen (z. B. IES Typ I), hohe Verhältnisse weisen auf breitere Muster hin (Typ IV/V).
Richtige Montagehöhenverhältnisse gewährleisten Konformität, Effizienz und visuelle Sicherheit.
Ein polares Lichtstärke-Diagramm stellt die Lichtstärke einer Leuchte in verschiedenen Winkeln dar. Die Leuchte ist im Zentrum; Radien zeigen die Intensität (cd) in verschiedenen Winkeln. Diese Diagramme helfen, symmetrische oder asymmetrische Muster zu erkennen und sind wichtig zur Steuerung von Blendung und Streulicht in sensiblen Anwendungen.
Eine Zonenlumenübersicht gibt an, welcher Prozentsatz des Gesamtlichtstroms einer Leuchte in festgelegten Winkelzonen abgegeben wird (z. B. 0°–30°, 30°–60°, 60°–90°, usw.). Dies ist wichtig zur Einhaltung von Vorschriften, die Aufwärtslicht und Lichtverschmutzung begrenzen.
Die Illuminating Engineering Society of North America (IESNA) definiert fünf grundlegende Lichtverteilungstypen für den Außenbereich:
| Typ | Hauptanwendung | Musterform | Abdeckung relativ zur Montagehöhe |
|---|---|---|---|
| I | Wege, schmale Pfade | Linear | Bis zu 1× Höhe |
| II | Breite Wege, Gassen | Etwas breiter | Bis zu 1,75× Höhe |
| III | Parkplätze, Straßen | Breit, nach vorne | Bis zu 2,75× Höhe |
| IV | Randbereiche, Fassaden | Halbkreisförmig | Bis zu 3,7× Höhe |
| V | Zentren, offene Flächen | Kreis-/Quadratform | 360°-Abdeckung |
Die National Electrical Manufacturers Association (NEMA) klassifiziert Leuchten nach dem Strahlungswinkel, bei dem die Intensität auf 10 % des Maximums abfällt:
| NEMA-Typ | Winkelbereich | Anwendung |
|---|---|---|
| 1 | 8°–18° | Sehr schmal (Akzent, Distanz) |
| 2 | 18°–29° | Schmal |
| 3 | 29°–46° | Mittel schmal |
| 4 | 46°–70° | Mittel |
| 5 | 70°–100° | Mittel breit |
| 6 | 100°–130° | Breit |
| 7 | >130° | Sehr breit (Flutlicht, Arenen) |
NEMA-Typen sind wichtig für Spots und Fluter – überall, wo präzise Richtwirkung gefragt ist.
| Aspekt | IESNA-Verteilungstypen | NEMA-Abstrahlwinkeltypen |
|---|---|---|
| Fokus | Flächenbeleuchtung (horizontal) | Gerichtete Beleuchtung (Strahlwinkel) |
| Messung | Winkel bei 50 % Maximal-Candela | Winkel bei 10 % Maximum |
| Anwendung | Straßen, Plätze, Wege | Spotlights, Fluter, Arenen |
IESNA wird für großflächige Beleuchtung verwendet; NEMA für gerichtete, fokussierte Aufgaben.
Ein Lichtverteilungsdiagramm (photometrische Kurve) stellt die Lichtabgabe in verschiedene Richtungen grafisch dar:
Das Verständnis dieser Diagramme hilft Planern, Gleichmäßigkeit zu sichern, dunkle Bereiche zu vermeiden und Normen einzuhalten.
Moderne Software (DIALux, AGi32) nutzt photometrische Daten, um Installationen zu modellieren und Konformität zu gewährleisten.
Wenn Sie Beratung zu photometrischer Analyse, Leuchtenauswahl oder Konformität benötigen, kontaktieren Sie unsere Lichtexperten oder vereinbaren Sie eine Demo .
Lichtverteilung bezeichnet das räumliche Muster des Lichtaustritts einer Leuchte. Es beschreibt, wie die Lichtintensität in verschiedene Richtungen abgegeben wird, geformt durch die Optik und Montage der Leuchte. Das Verständnis der Lichtverteilung hilft Planern, Abdeckung, Gleichmäßigkeit und visuellen Komfort zu optimieren und ist essenziell für die Einhaltung von Sicherheits- und Umweltstandards.
Die IESNA definiert fünf Hauptverteilungstypen (Typ I–V) basierend auf der horizontalen Lichtverteilung: Typ I (schmal, linear), Typ II (breiter, für Wege/Gassen), Typ III (breit, für Parkplätze/Straßen), Typ IV (halbkreisförmig, für Randbereiche), und Typ V (kreisförmig, für offene Flächen). Diese Standards leiten die Auswahl und Platzierung von Leuchten.
Der Abstrahlwinkel ist die Breite des Lichtstrahls einer Leuchte, gemessen dort, wo die Intensität auf 50 % des Maximums abfällt. NEMA-Typen klassifizieren Leuchten nach Strahlungswinkel und sind für gerichtete Anwendungen wie Spots und Fluter relevant. Beide helfen, Leuchten passend zur Aufgabe auszuwählen und die richtige Abdeckung und Intensität zu gewährleisten.
Eine richtige Lichtverteilung sorgt für gleichmäßige Ausleuchtung, verbessert die Sicherheit, reduziert dunkle Bereiche und Blendung und minimiert Energieverschwendung. Draußen hilft sie, Lichtverschmutzung zu kontrollieren und Vorschriften einzuhalten. Innen steigert sie Sichtbarkeit, Komfort und Ästhetik, indem sie das Licht gezielt lenkt.
Ein polares Lichtstärke-Diagramm zeigt, wie eine Leuchte Licht in verschiedene Richtungen abgibt. Die Mitte repräsentiert die Leuchte; Linien strahlen nach außen und zeigen die Intensität in bestimmten Winkeln. Das Diagramm hilft, Symmetrie, Strahlform und Bereiche mit hoher und niedriger Beleuchtung zu beurteilen.
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