Software

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Software – Computerprogramme – Technologie

Software

Software ist eine umfassende Sammlung von Anweisungen, Daten oder Programmen, die es Computern und programmierbaren Geräten ermöglichen, bestimmte Aufgaben auszuführen. Im Gegensatz zu physischer Hardware ist Software immateriell und existiert als digitaler Code, der in verschiedenen Programmiersprachen geschrieben und elektronisch auf Festplatten, Flash-Speichern oder Cloud-Plattformen gespeichert wird. Software bildet die abstrakte Intelligenz hinter digitalen Geräten und bestimmt, wie Hardware funktioniert und mit Nutzern oder anderen Systemen interagiert. Sie ist die entscheidende Verbindung zwischen menschlicher Absicht und maschineller Ausführung und ermöglicht Automatisierung, Datenverarbeitung, Kommunikation und Steuerung.

Zur Software gehören:

  • Systemsoftware: Verwalten die Kernoperationen und Ressourcen von Computerhardware (z. B. Betriebssysteme, Gerätetreiber).
  • Anwendungssoftware: Ermöglicht Anwendern, bestimmte Aufgaben wie Textverarbeitung, Design oder Kommunikation zu erledigen.
  • Entwicklungssoftware: Bietet Werkzeuge zur Erstellung, zum Testen und zur Wartung anderer Software.
  • Business-Software: Unterstützt betriebliche Abläufe (z. B. ERP, CRM).
  • Embedded Software: Steuert spezialisierte Hardwaresysteme (z. B. Avionik, Fahrzeugsteuerungen).

Jede Art wird unter bestimmten Modellen verteilt – proprietär, Freeware, Open Source oder SaaS – jeweils mit eigenen Lizenz-, Support- und Update-Mechanismen.

Computerprogramme

Ein Computerprogramm ist eine spezifische Reihe codierter Anweisungen, die ein Computer interpretiert und ausführt, um eine konkrete Funktion zu erfüllen oder ein definiertes Problem zu lösen. Programme werden in Programmiersprachen wie C, Python oder Java geschrieben und entweder in Maschinencode kompiliert oder zur Laufzeit interpretiert. Sie reichen von einfachen Dienstprogrammen bis hin zu komplexen Unternehmenssystemen und Echtzeit-Embedded-Software.

Programme umfassen in der Regel Eingabeverarbeitung, Logik und Steuerfluss, Datenverarbeitung und Ausgabe – organisiert mithilfe von Algorithmen und Datenstrukturen. In komplexen Branchen wie der Luftfahrt müssen Programme zudem strengen Zuverlässigkeits- und Sicherheitsstandards entsprechen (z. B. ICAO Doc 9760, ARINC-Standards).

Technologie

Technologie umfasst die Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse für praktische Zwecke, insbesondere in der Informatik – wo sie sowohl Hardware (physische Geräte und Infrastruktur) als auch Software (digitale Logik, Algorithmen, Schnittstellen) einschließt. Technologie entwickelt sich rasant und integriert Konzepte wie Künstliche Intelligenz, Quantencomputing und Internet der Dinge (IoT), während sie Interoperabilität, Sicherheit und Nachhaltigkeit fordert.

In der Luftfahrt zeigt sich Technologie in fortschrittlichen Flugsteuerungen, Navigation, Flugverkehrsmanagement und vorausschauender Wartung – wobei Software eine zentrale Rolle bei der Dateninterpretation und Einhaltung von Vorschriften spielt.

Systemsoftware

Systemsoftware bildet die grundlegende Schicht, die essentielle Computeroperationen verwaltet und als Schnittstelle zwischen Hardware und Anwendungssoftware dient. Die Hauptkomponente, das Betriebssystem (OS), koordiniert Hardwareaktivitäten, verwaltet Ressourcen und stellt eine Plattform für Anwendungen bereit. Zur Systemsoftware gehören auch Gerätetreiber und Dienstprogramme zur Systemwartung.

In kritischen Umgebungen (z. B. Flugverkehrskontrolle, Avionik) muss Systemsoftware Zuverlässigkeit, Sicherheit und Echtzeitverhalten gewährleisten und erfordert oft maßgeschneiderte Echtzeitbetriebssysteme (RTOS) sowie strenge Validierung (z. B. RTCA DO-178C).

Anwendungssoftware

Anwendungssoftware besteht aus Programmen, die entwickelt wurden, um Benutzern bei bestimmten Aktivitäten zu helfen – wie Textverarbeitung, Datenanalyse, Kommunikation oder Unterhaltung. Sie baut auf Systemsoftware auf, um benutzerzentrierte Funktionen über grafische, Kommandozeilen- oder webbasierte Schnittstellen bereitzustellen.

In der Luftfahrt zählt dazu Software für Flugplanung, Wetteranalyse, Wartungsverfolgung und Crew-Management. Moderne Trends bevorzugen cloudbasierte Bereitstellung (SaaS), KI-Integration und Interoperabilität über APIs.

Entwicklungssoftware

Entwicklungssoftware umfasst Werkzeuge und Umgebungen, die das Schreiben, Debuggen, Testen und Pflegen von Code erleichtern. Beispiele sind integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs) wie Visual Studio, Code-Editoren, Versionskontrollsysteme (z. B. Git), Compiler, Debugger, Profiler und CI/CD-Pipelines.

In sicherheitskritischen Branchen müssen Entwicklungswerkzeuge außerdem Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und die Einhaltung strenger Standards unterstützen (z. B. Qualifizierungsprozesse nach DO-178C).

Business-Software

Business-Software unterstützt betriebliche Abläufe, Management und Entscheidungsfindung. Beispiele sind:

  • ERP (Enterprise Resource Planning): Integriert Finanzen, Lieferkette, Personalwesen u. a.
  • CRM (Customer Relationship Management): Verwalten von Kundeninteraktionen und Vertriebsprozessen.
  • Buchhaltungssoftware: Automatisiert Finanzmanagement, Gehaltsabrechnung und Compliance.
  • Business Intelligence (BI) Tools: Analysieren Daten für Erkenntnisse und Optimierungen.

Bereitstellungsmodelle umfassen On-Premises, Cloud oder Hybrid und erfordern oft die Integration mit anderen Unternehmenssystemen zur umfassenden Unterstützung von Arbeitsabläufen.

Embedded Software

Embedded Software ist spezialisierter Code, der für den Betrieb dedizierter Hardwaresysteme in Echtzeit- oder ressourcenbeschränkten Umgebungen entwickelt wurde. Sie kommt in der Avionik, Fahrzeugsteuerungen, Medizingeräten, Industrierobotern und Unterhaltungselektronik vor.

Embedded Software ist in der Regel nicht interaktiv, wird in niedrigeren Programmiersprachen geschrieben und muss strenge Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanforderungen erfüllen (z. B. DO-178C für die Luftfahrt, ISO 26262 für die Automobilindustrie). Updates und Änderungen unterliegen aufgrund der kritischen Natur dieser Systeme einer strengen Kontrolle.

Beispiele für Computersoftware

  • Betriebssysteme: Windows, macOS, Linux
  • Office-Suiten: Microsoft Office, Google Workspace
  • Webbrowser: Chrome, Firefox, Safari
  • Sicherheitssoftware: Antivirus, Firewalls, Endpunktschutz
  • Datenbanksysteme: MySQL, PostgreSQL, MongoDB
  • Kreativsoftware: Adobe Photoshop, AutoCAD
  • Kommunikationsplattformen: Zoom, Slack, Teams
  • Entwicklungstools: Visual Studio, Eclipse, Git
  • Embedded Firmware: Arduino, Kfz-Steuergeräte

Rolle und Anwendungen in der Informatik

Software bildet die Grundlage jedes digitalen Prozesses:

  • Automatisierung: Steigert Effizienz, eliminiert manuelle Fehler (z. B. Lohnabrechnung, Flugsteuerungen).
  • Kommunikation: Vernetzt Nutzer weltweit durch Messaging, E-Mail, Videokonferenzen.
  • Datenmanagement: Organisiert, speichert und analysiert Informationen für Wirtschaft und Forschung.
  • Bildung: Ermöglicht E-Learning, Simulationen und virtuelle Klassenräume.
  • Sicherheit: Schützt Systeme vor Cyberbedrohungen und Datenverlust.
  • Steuerungssysteme: Verwalten industrielle Prozesse, Transport und Gesundheitswesen.
  • Unterhaltung: Bietet Spiele, Streaming, VR/AR-Erlebnisse.

In der Luftfahrt unterstützt Software Flugplanung, Wetteranalyse, Wartung und Flugverkehrsmanagement.

Geschichte und Zeitstrahl der Software

  • 1940er: Rechner mit gespeicherten Programmen (ENIAC, EDSAC).
  • 1950er: Höhere Programmiersprachen (FORTRAN, COBOL, LISP) machen Programmierung zugänglicher.
  • 1960er: Erste Betriebssysteme (IBM OS/360), modulares Programmieren, Aufkommen des Software Engineering.
  • 1970er: UNIX, Programmiersprache C, Personal Computer, relationale Datenbanken.
  • 1980er: Grafische Benutzeroberflächen (Macintosh, Windows), weite Softwareverbreitung.
  • 1990er: World Wide Web, Open-Source-Software (Linux), Java ermöglicht plattformübergreifende Anwendungen.
  • 2000er: Cloud Computing, SaaS, mobile Ökosysteme.
  • 2010er: Allgegenwärtige mobile Apps, KI/ML-Fortschritte, Windows 10-Konsolidierung.
  • 2020er: Quantencomputing-Software, Cloud-native Architekturen, Container (Docker, Kubernetes), generative KI.

Wie Computersoftware funktioniert

Software arbeitet, indem sie menschenlesbaren Code in Maschinenanweisungen übersetzt. Entwickler schreiben Quellcode, der in binäre ausführbare Anweisungen kompiliert oder interpretiert wird. Diese Anweisungen leiten die CPU an, Berechnungen durchzuführen, Daten zu verwalten und über das Betriebssystem und Gerätetreiber mit Hardware zu interagieren.

Systemsoftware verwaltet Ressourcen und erzwingt Sicherheit, während Anwendungssoftware benutzerorientierte Funktionen bereitstellt. In komplexen Systemen wie Flugzeugen muss Software Sensoren, Aktoren und Kommunikation koordinieren und Echtzeitverhalten sowie Zuverlässigkeit sicherstellen.

Software Engineering

Software Engineering wendet strukturierte Prinzipien auf den Entwicklungszyklus an – von der Anforderungsanalyse über Design, Programmierung, Test, Bereitstellung bis zur Wartung. Rollen umfassen Entwickler, Systemingenieure, QA-Analysten, Datenbankadministratoren und Projektmanager.

Standards (z. B. ISO/IEC 12207, DO-178C) gewährleisten Rückverfolgbarkeit, Qualität und Compliance, insbesondere in sicherheitskritischen Branchen.

Softwareentwicklungszyklus (SDLC)

Der SDLC ist ein strukturierter Prozess zur Erstellung, Bereitstellung und Wartung von Software und umfasst typischerweise:

  1. Planung: Umfang, Ziele und Ressourcen definieren.
  2. Anforderungsanalyse: Benutzer- und Systemanforderungen dokumentieren.
  3. Design: Architektur, Daten und Schnittstellen spezifizieren.
  4. Implementierung: Codeentwicklung und Integration.
  5. Test: Funktionalität, Leistung und Sicherheit prüfen.
  6. Bereitstellung: Installation und Konfiguration für Anwender.
  7. Wartung: Fehlerbehebungen, Updates und Erweiterungen.

Modelle sind unter anderem Wasserfall (linear), Agile (iterativ), Spiral (risikobasiert) und DevOps (kontinuierliche Lieferung).

Softwarequalität

Softwarequalität misst, wie gut ein Programm die Anforderungen und Erwartungen der Benutzer erfüllt. Wichtige Merkmale:

  • Funktionalität: Korrektheit und Vollständigkeit.
  • Zuverlässigkeit: Konsistenter Betrieb.
  • Benutzerfreundlichkeit: Einfache Bedienung.
  • Effizienz: Ressourcennutzung.
  • Wartbarkeit: Leichte Aktualisierung und Erweiterung.
  • Portabilität: Anpassung an verschiedene Plattformen.
  • Sicherheit: Schutz vor Bedrohungen.
  • Skalierbarkeit: Fähigkeit, Wachstum zu bewältigen.

Qualitätssicherung umfasst Code-Reviews, automatisierte Tests, statische Analyse und die Einhaltung von Standards.

Softwaretest und Wartung

  • Test: Entdeckt Fehler und prüft die Einhaltung von Anforderungen. Umfasst Unit-, Integrations-, System- und Abnahmetests.
  • Wartung: Umfasst Korrekturen (Bugfixes), Anpassungen (Umgebungsänderungen), Verbesserungen (Optimierungen) und Präventivmaßnahmen (Zukunftssicherung).

Effektive Wartung beruht auf Dokumentation, Versionskontrolle und strengem Änderungsmanagement, insbesondere in kritischen Systemen wie der Luftfahrt.

Verteilung und Lizenzierung

Software wird über digitale Downloads, Anbieter-Websites, App-Stores, Cloud-Plattformen (SaaS) oder physische Medien verteilt. Lizenzmodelle umfassen proprietäre, Open-Source-, Freeware- und Abonnementmodelle – jeweils mit eigenen Nutzungsrechten, Updates und Support.

Software ist die treibende Kraft moderner Technologie, Wirtschaft und des täglichen Lebens – sie ermöglicht Automatisierung, Innovation und Effizienz in allen Bereichen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Software in der Informatik?

Software bezeichnet eine Reihe digitaler Anweisungen oder Programme, die einem Computer oder Gerät mitteilen, wie bestimmte Aufgaben auszuführen sind. Sie fungiert als immaterieller Bestandteil der Technologie und ermöglicht es der Hardware, Funktionen von einfachen Operationen bis hin zu komplexen Berechnungen und Benutzeranwendungen auszuführen.

Was sind die Hauptarten von Software?

Die Hauptarten von Software sind Systemsoftware (wie Betriebssysteme), Anwendungssoftware (wie Textverarbeitungsprogramme oder Webbrowser) und Entwicklungssoftware (wie Code-Editoren und Compiler). Weitere Kategorien sind Business-Software, Embedded Software und Dienstprogramme.

Wie unterscheidet sich Software von Hardware?

Hardware bezeichnet die physischen Komponenten eines Computersystems, wie CPU, Speicher und Peripheriegeräte. Software hingegen ist immateriell und besteht aus den Anweisungen, die der Hardware sagen, was sie tun soll, wodurch sie funktionsfähig und nützlich wird.

Was ist Systemsoftware?

Systemsoftware ist grundlegende Software, die Hardwareressourcen verwaltet und essentielle Dienste für Anwendungssoftware bereitstellt. Das bekannteste Beispiel ist das Betriebssystem wie Windows, Linux oder macOS, das es anderen Programmen ermöglicht, zu laufen.

Was ist Anwendungssoftware?

Anwendungssoftware umfasst Programme, die für Endbenutzer entwickelt wurden, um bestimmte Aufgaben zu erledigen, wie Textverarbeitung, Web-Browsing, E-Mail, Grafikdesign oder das Verwalten von Geschäftsprozessen. Sie ist auf Systemsoftware angewiesen, um zu funktionieren.

Wie wird Software entwickelt?

Softwareentwicklung umfasst strukturierte Prozesse wie Anforderungsanalyse, Design, Programmierung, Test, Bereitstellung und laufende Wartung. Methoden wie Agile, Wasserfall und DevOps leiten den Software-Lebenszyklus (SDLC) und gewährleisten Qualität und Effizienz.

Was ist Embedded Software?

Embedded Software ist spezialisierter Code, der für den Betrieb dedizierter Hardwaresysteme entwickelt wurde, oft mit Echtzeitanforderungen. Sie ist häufig in Geräten wie Avionik, Automobilsteuerungen und medizinischen Geräten zu finden und eng mit der Hardware für spezifische Funktionen integriert.

Was ist Software Engineering?

Software Engineering ist die disziplinierte Anwendung von Ingenieurprinzipien auf die Softwareentwicklung, um Programme zuverlässig, effizient und wartbar zu gestalten. Es umfasst Analyse, Design, Programmierung, Test, Bereitstellung und Wartung.

Wie wird Softwarequalität sichergestellt?

Softwarequalität wird durch systematische Maßnahmen wie Code-Reviews, automatisierte und manuelle Tests, Einhaltung von Standards und umfassende Dokumentation gewährleistet. Qualitätssicherung (QA) und Wartungsprozesse beheben Fehler, Erweiterungen und Sicherheitsaspekte.

Wie wird Software verteilt und lizenziert?

Software kann über digitale Downloads, App-Stores, Cloud-Dienste (SaaS) oder physische Medien verteilt werden. Lizenzmodelle umfassen proprietäre, Open-Source-, Freeware- und abonnementbasierte Modelle, jeweils mit unterschiedlichen Bedingungen für Nutzung, Updates und Support.

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