Anflugweg
In der Luftfahrt ist der Anflugweg die dreidimensionale Flugbahn, die ein Flugzeug beim Anflug zur Landung verfolgt. Dieser Weg ist sowohl seitlich als auch ver...
Ein Anflugtrichter führt Flugzeuge zur Landebahn, während ein 3D-Anflugkorridor das geschützte Volumen für sichere Instrumentenanflüge definiert und so Hindernisfreiheit und effiziente Sequenzierung gewährleistet.
Ein Anflugtrichter ist ein dreidimensional geschützter Luftraum in Form eines Trichters – in größeren Höhen breit und zur Landebahn hin verjüngt –, der ankommende Flugzeuge aus dem Terminal- oder Streckenbereich auf den Endanflug eines Instrumentenanflugverfahrens führt. Der Trichter gewährleistet Hindernisfreiheit, ermöglicht die sichere Sequenzierung mehrerer Ankünfte und unterstützt einen reibungslosen Übergang von der Strecken- zur Endanflugnavigation.
Ein dreidimensionaler Anflugkorridor ist ein präzise definiertes Volumen entlang des veröffentlichten Anflugpfads, das die seitlichen und vertikalen Grenzen enthält, innerhalb derer sich Flugzeuge während eines Instrumentenanflugs bewegen müssen. Dieser Korridor berücksichtigt die Genauigkeit des Navigationssystems, Umweltfaktoren wie Wind und regulatorische Sicherheitsmargen. Er ist sowohl für gerade als auch für gebogene (z.B. RNP AR) Anflüge grundlegend und unterstützt die Betriebssicherheit und Compliance.
Anflugtrichter und 3D-Korridore werden durch internationale und nationale Normen geregelt:
| Prinzip | Beschreibung | Referenz |
|---|---|---|
| Sicherheit | Gewährleistet Hindernis- und Verkehrsfreiheit während des gesamten Anflugs. | ICAO Doc 8168 |
| Compliance | Korridore und Trichter müssen internationale und nationale Vorschriften erfüllen. | FAA, CASA, ICAO |
| Betriebseffizienz | Unterstützt effektive Sequenzierung, reduziert Verzögerungen und optimiert Kapazität. | ICAO, FAA |
| Navigationsleistung | Spiegelt die Fähigkeit und Genauigkeit der Flugzeugnavigationssysteme (RNP/RNAV) wider. | ICAO Doc 9905 |
| Umweltauswirkung | Ermöglicht die Anpassung von Verfahren zur Lärmminderung und minimaler Störung der Anwohner. | Airservices AUS |
| Skalierbarkeit | Anpassbar für alle Luftfahrzeugkategorien und Flughafenumgebungen. | ICAO, FAA |
Der Anflugtrichter ist im Initial Approach Segment am breitesten und nimmt mehrere Anflugrouten auf. Er verjüngt sich beim Sinken der Flugzeuge, wird über das Intermediate Segment schmaler und erreicht im Final Approach Segment, das auf die Landebahn ausgerichtet ist, seine Mindestbreite. Jedes Segment ist für zunehmende Navigationsgenauigkeit und abnehmende seitliche Abweichung ausgelegt:
Der 3D-Anflugkorridor überlagert diesen Pfad, wobei seine seitliche Breite durch die Navigationsspezifikationen (z.B. RNP 0,3 ±0,3 NM) zuzüglich System- und Umweltmargen definiert wird. Die vertikalen Grenzen reichen von den Mindestflughöhen bis zum Landebahnschwellenbereich und gewährleisten durchweg Hindernisfreiheit.
Verfahrensgestaltung:
Anflugtrichter und 3D-Korridore sind Kernelemente der Gestaltung von Instrumentenanflugverfahren (IAP). Gerade Anflüge (z.B. ILS, LPV) nutzen gerade Korridore, während gebogene Anflüge (z.B. RNP AR mit RF-Legs) Korridore erfordern, die gebogenen Pfaden folgen und fortgeschrittene Navigation sowie Betreiberzulassung erfordern.
Hindernisvermeidung:
Alle geschützten Luftraumvolumina werden so berechnet, dass sich Flugzeuge innerhalb des Trichters oder Korridors stets hindernisfrei bewegen – auch bei Kurven oder Fehlanflügen.
Betriebliche Nutzung:
Piloten müssen sich zu jeder Zeit innerhalb des veröffentlichten 3D-Korridors aufhalten. Die Flugsicherung nutzt die Trichterstruktur für eine sichere Sequenzierung, insbesondere in dichten oder topografisch herausfordernden Umgebungen.
| Betrieb | Sicht-/Mindestbedingungen | Referenz |
|---|---|---|
| VFR in Class B | ≥3 Meilen Sicht, außerhalb von Wolken | 14 CFR §91.155 |
| IFR-Präzisionsanflug | Kartierte Minima (z.B. 200 ft Entscheidungshöhe für Cat I ILS/LPV) | Anflugkarte, ICAO |
| RNP AR-Anflug | RNP-Minima, betreiberspezifisch, regulatorische Überprüfung | ICAO Doc 9905, FAA AC 90-101A |
| Fehlanflug | Veröffentlichte Steiggradienten und geschützte Volumina | Anflugkarte, PANS-OPS |
Stellen Sie sich einen breiten, abgeschnittenen Kegel als Trichter vor, mit einem schmaleren, klar definierten 3D-Korridor, der die Mittellinie oder einen gebogenen Pfad nachzeichnet. Dies unterstützt Piloten bei der Lageerfassung und gewährleistet die Einhaltung der Vorgaben zu jeder Zeit.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Anflugtrichter | 3D-Luftraum, der Verkehr vom Terminalbereich zur Landebahn führt und Hindernisfreiheit sowie Sequenzierung sicherstellt. |
| Dreidimensionaler Anflugkorridor | Geschütztes Volumen (seitlich und vertikal), das den sicheren Pfad für einen Instrumentenanflug definiert. |
| Endanflugsegment | Letztes Segment des Anflugs, auf die Landebahn oder Route ausgerichtet, im schmalsten Teil des Korridors. |
| Fehlanflug | Verfahren und geschützter Korridor für sicheren Steigflug, falls die Landung nicht abgeschlossen werden kann. |
| Radius-to-Fix (RF) Leg | Gebogenes Segment eines Anflugpfads, verwendet bei fortgeschrittenen (z.B. RNP AR) Verfahren. |
| Hindernisfreifläche | Gedachte Fläche zur Verfahrensgestaltung, um Hindernistrennung während des gesamten Anflugs sicherzustellen. |
| Required Navigation Performance (RNP) | Spezifikation für die seitliche und vertikale Navigationsgenauigkeit eines Flugzeugs. |
| RNP AR (Authorization Required) | Spezielle Verfahren, die eine Genehmigung für Betreiber und Besatzung für fortgeschrittene Navigation erfordern. |
| VFR-Korridor | Veröffentlichtes Durchfluggebiet durch kontrollierten Luftraum für nicht-instrumentengeführte Flüge. |
| Class B-Luftraum | Mehrstufiger, kontrollierter Luftraum um große Flughäfen, fungiert als großflächiger Anflugtrichter. |
| Merkmal | Anflugtrichter | Dreidimensionaler Anflugkorridor |
|---|---|---|
| Räumliche Form | Oben breit, zur Landebahn hin schmaler | Volumen entlang des veröffentlichten Anflugpfads |
| Zweck | Übergang und Sequenzierung ankommender Flugzeuge | Geschützten Pfad für Instrumentenanflug definieren |
| Gestaltungskriterien | Hindernisfreiheit, Verkehrsmanagement | Navigationsleistung, Hindernisfreiheit, betriebliche Begrenzungen |
| Anwendung | Terminal-Luftraum, große Flughäfen, hohe Verkehrsdichte | Instrumentenanflugverfahren, fortgeschrittene Navigation, spezielle Umgebungen |
Anflugtrichter und dreidimensionale Korridore sind zentrale Elemente des modernen Luftraummanagements und bieten die Struktur und Sicherheit für effiziente, hindernisfreie Anflüge an Flughäfen weltweit.
Ein Anflugtrichter ist ein dreidimensionales Volumen geschützten Luftraums, das in großen Höhen breit ist und sich zur Landebahn hin verengt, um ankommende Flugzeuge vom Terminalbereich auf das Endanflugsegment zu führen. Seine Gestaltung gewährleistet Hindernisfreiheit, steuert die Verkehrssequenzierung und erleichtert den Übergang von der Streckennavigation zur Landung.
Ein dreidimensionaler Anflugkorridor ist ein speziell definiertes, geschütztes Luftraumvolumen, das dem beabsichtigten Flugweg während eines Instrumentenanflugs folgt. Im Gegensatz zum breiteren Anflugtrichter, der mehrere Ströme und Übergänge steuert, enthält der 3D-Korridor strikt die seitlichen und vertikalen Grenzen eines bestimmten Anflugverfahrens und gewährleistet so präzise Navigation und Hindernisfreiheit.
Die Gestaltung wird in erster Linie durch ICAO Doc 8168 (PANS-OPS) geregelt, mit zusätzlichen Vorgaben nationaler Behörden wie der FAA 8260-Serie und CASA-Standards. Diese Dokumente legen Kriterien für Hindernisfreiheit, Luftraumeinfassung und erforderliche Navigationsleistung für alle Anflugverfahren fest.
Sie gewährleisten die sichere, effiziente Sequenzierung und Staffelung ankommender Flugzeuge, unterstützen die optimale Nutzung des Luftraums und stellen sicher, dass alle Flüge hindernisfrei bleiben. Dies ist besonders an stark frequentierten oder topografisch anspruchsvollen Flughäfen oder bei fortschrittlichen Navigationsverfahren wie RNP AR von entscheidender Bedeutung.
Flugzeuge müssen mit geeigneten Navigationssystemen (wie RNAV oder RNP) ausgerüstet sein, und Piloten müssen für das jeweilige Verfahren geschult und autorisiert sein. Fortschrittliche Anflüge wie RNP AR erfordern eine Genehmigung für Betreiber und Besatzung, zusätzliche Schulungen und Leistungsüberwachungsfähigkeiten.
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