Vorfeldkontrolle
Die Vorfeldkontrolle ist das Management und die Koordination von Flugzeug- und Fahrzeugbewegungen auf den Flughafen-Vorfeldern, um Sicherheit, Effizienz und opt...
Entdecken Sie das unverzichtbare Glossar zum Vorfeldmanagement im Flughafenbetrieb mit Definitionen des Vorfelds, Vorfeldmanagement-Services, Bodenabfertigung, Standplatzzuweisung, Sicherheit, digitalen Systemen und regulatorischen Rahmenwerken.
Das Vorfeldmanagement ist ein zentrales Element des Flughafenbetriebs und verantwortlich für die sichere, effiziente und koordinierte Bewegung von Flugzeugen, Fahrzeugen und Personal in dem Bereich, in dem Flugzeuge geparkt, gewartet und für den nächsten Flug vorbereitet werden. Dieses Glossar bietet detaillierte Definitionen, operationellen Kontext und regulatorische Verweise zu den Kernkonzepten, Systemen und Best Practices im Vorfeldmanagement.
Definition:
Das Vorfeld ist der festgelegte Bereich eines Flughafens, in dem Flugzeuge zum Be- und Entladen von Passagieren oder Fracht, Betanken, Parken, Warten oder Einsteigen abgestellt werden. In Nordamerika wird es manchmal als „Ramp“ oder weniger technisch als „Tarmac“ bezeichnet.
Wesentliche Merkmale und Abläufe:
Bedeutung:
Das Vorfeld fungiert als zentrales Drehkreuz für alle bodengebundenen Aktivitäten am Flughafen. Sein Management beeinflusst die Flughafenkapazität, Sicherheit und die Effizienz der Abfertigung.
Referenz: ICAO Annex 14 Aerodromes
Definition:
AMS sind spezialisierte Einheiten oder Funktionen innerhalb des Flughafenbetriebs, die mit der Koordination aller Bewegungen und Aktivitäten auf dem Vorfeld betraut sind.
Kernaufgaben:
Wann erforderlich:
AMS sind in der Regel an Flughäfen mit komplexen Layouts, hohem Verkehrsaufkommen oder häufiger schlechter Sicht vorgeschrieben.
Referenz: ICAO Doc 9137, Teil 8
Definition:
Ein ausgewiesener Platz auf dem Vorfeld, an dem ein Flugzeug zum Einsteigen, für Service oder Wartung abgestellt wird.
Typen:
Standplatzzuweisung:
Wird durch das AMS unter Berücksichtigung des Flugzeugtyps, Flugplans, Servicebedarfs und der Infrastrukturkompatibilität verwaltet.
Referenz: Stand Entry Guidance Systems
Definition:
Alle Dienstleistungen zur Unterstützung von Flugzeug- und Passagieroperationen am Boden, einschließlich:
Operationelle Koordination:
Bodenabfertigungsteams arbeiten eng mit dem AMS zusammen, um einen pünktlichen und sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Referenz: Ground handling
Definition:
Mobile und stationäre Geräte, die auf dem Vorfeld für die Flugzeugabfertigung und Unterstützung von Passagier- und Frachtoperationen eingesetzt werden.
Beispiele:
Sicherheit:
GSE dürfen nur von geschultem Personal bedient und müssen nach strengen Sicherheitsstandards gewartet werden.
Referenz: Ground support equipment
Definition:
Der Teil des Flughafens, in dem Flugzeuge, Fahrzeuge und Personal zur Unterstützung der Flugzeugabfertigung bewegt werden. Die Bewegungssteuerung stellt sicher, dass diese Bewegungen sicher und effizient ablaufen.
Steuerungsmechanismen:
Kritische Verfahren:
Pushback, Triebwerksstart und Notfallmaßnahmen hängen alle von einer effektiven Bewegungssteuerung ab.
Referenz: Movement area
Definition:
Risikomanagement (wie FOD, Treibstoffverschüttung, Jetblast und Wetter), um die Sicherheit auf dem Vorfeld zu gewährleisten.
FOD:
Jeder Gegenstand, der Flugzeuge beschädigen kann (z. B. Steine, Werkzeuge, Anhänger).
Referenz: Foreign object damage
Definition:
Echtzeit-Weitergabe von Betriebsdaten (Standplatzzuweisungen, Gefahren, Einschränkungen) an alle Beteiligten zur Sicherstellung des Bewusstseins und schneller, sicherer Entscheidungen.
Werkzeuge:
Best Practices:
Automatisierte Warnungen, kollaborative Entscheidungsfindung (CDM) und klare visuelle/akustische Durchsagen.
Referenz: Airport information systems
Definition:
Führung von Flugzeugen zu und von den Standplätzen, entweder manuell (durch Einweiser mit Handsignalen) oder durch automatisierte Visual Docking Guidance Systems (VDGS).
Manuelle Einweisung:
Automatisierte Systeme:
Referenz: Visual docking guidance system
Definition:
Pushback: Rückwärtiges Ziehen eines Flugzeugs vom Standplatz mit einem Schlepper.
Startverfahren: Freigabe zum Triebwerksstart.
Ablauf:
Referenz: Pushback
Definition:
Beleuchtungs- und Markierungssysteme sorgen für klare, sichere Bewegungen und die Identifikation von Betriebsbereichen bei Nacht oder schlechter Sicht.
Elemente:
Referenz: Airport lighting
Definition:
Protokolle und Systeme zur Unfallvermeidung, Minimierung von Verzögerungen und Optimierung des Ressourceneinsatzes.
Beispiele:
Umweltaspekte:
Reduzierung von Taxi-/Leerlaufzeiten und FOD für geringere Emissionen und höhere Sicherheit.
Referenz: Apron safety
Definition:
Digitale Plattformen zur Automatisierung, Überwachung und Optimierung der Vorfeldabwicklung.
Funktionen:
Vorteile:
Referenz: Airport information systems
Definition:
Zusammenarbeit aller operativen Gruppen zur Gewährleistung eines sicheren, effizienten und konfliktfreien Vorfeldbetriebs.
Beteiligte:
Koordinationsmechanismen:
Gemeinsame Briefings, SOPs, digitale Plattformen und Vorfallmeldungen.
Referenz: Airport operations
Definition:
Internationale, regionale und nationale Standards für Vorfeldgestaltung, Betrieb und Überwachung.
Wichtige Dokumente:
Compliance:
Verpflichtende Dienste an komplexen Flughäfen, Zulassungen für Betreiber und Sicherheitsmanagementsysteme (SMS) für alle Beteiligten.
Referenz: ICAO Annex 14
Dieses Glossar ist als lebendige Ressource für Flughafenfachleute, Regulierungsbehörden und Stakeholder gedacht, um Best Practices und Compliance im Vorfeldmanagement sicherzustellen. Für weiterführende Informationen und aktuelle Standards konsultieren Sie bitte die offiziellen Publikationen von ICAO, FAA und EASA.
Das Vorfeld ist ein ausgewiesener Bereich eines Flughafens, in dem Flugzeuge für das Be- und Entladen, Betanken und die Wartung geparkt werden. Es ist das zentrale Drehkreuz für die Bodenabfertigung, das Einsteigen der Passagiere und andere unterstützende Aktivitäten. Das Vorfeld ist kein Teil der Roll- und Startbahnen (manoeuvring area), gehört aber zur Bewegungsfläche (movement area) gemäß ICAO Annex 14.
Vorfeldmanagement-Services sind spezialisierte Einheiten, die für die Koordinierung und Kontrolle aller Bewegungen und Aktivitäten auf dem Vorfeld verantwortlich sind. Sie weisen Standplätze zu, steuern Fahrzeug- und Flugzeugbewegungen, koordinieren Ressourcen, verbreiten Informationen und sorgen für Sicherheit und Effizienz. AMS sind an Flughäfen mit komplexen oder dicht belegten Vorfeldlayouts oder häufiger schlechter Sicht gemäß ICAO-Empfehlungen verpflichtend.
Flugzeugstandplätze, auch Parkpositionen genannt, werden anhand von Faktoren wie Flugzeugtyp, Flugplan, Wartungsbedarf und Kompatibilität mit der Bodenausstattung zugewiesen. Die Zuweisung erfolgt in der Regel durch AMS oder den Flughafenbetrieb mithilfe digitaler Systeme, die Effizienz und minimale Konflikte gewährleisten.
Bodenabfertigung umfasst alle Dienstleistungen zur Unterstützung von Flugzeugen, Passagieren und Fracht, während sich das Flugzeug am Boden befindet. Dazu gehören Passagierabfertigung, Gepäck- und Frachthandling, Betankung, Reinigung, Catering, Einweisung, Schleppen und Pushback. Effiziente Bodenabfertigung ist entscheidend zur Minimierung der Standzeiten und für einen sicheren Betrieb.
FOD bezeichnet alle Gegenstände auf dem Vorfeld (wie Steine, Werkzeuge oder Gepäckanhänger), die Flugzeuge beschädigen können. Das FOD-Management umfasst regelmäßiges Kehren und Inspektionen, den Einsatz von Detektionssystemen, strikte Melde- und Entfernungsprotokolle sowie die Einrichtung von Sicherheitszonen zur Unfallvermeidung.
Digitale AMS-Plattformen automatisieren die Standplatzzuweisung, Ressourcenplanung, Echtzeitkommunikation und das Vorfallmanagement. Sie verringern menschliche Fehler, optimieren den Ressourceneinsatz, verbessern das Situationsbewusstsein und unterstützen schnelle Entscheidungen bei Störungen, was die Sicherheit und Effizienz erhöht.
Das Vorfeldmanagement wird durch internationale Standards wie ICAO Annex 14 und Doc 9137, regionale Vorschriften (etwa EASA in Europa) und nationale Richtlinien (wie FAA Advisory Circulars in den USA) geregelt. Diese Dokumente legen Anforderungen an Vorfeldgestaltung, Betrieb, Sicherheit und die Einrichtung von Managementdiensten fest.
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