Batterie-Backup
Ein Batterie-Backup, auch Notstromversorgung (EPS) genannt, nutzt wiederaufladbare Batterien, um während Stromausfällen Energie bereitzustellen und so die Betri...
Ein Backup-System ist ein sekundäres oder paralleles System, das entwickelt wurde, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, falls das primäre System ausfällt, und so Sicherheit und Zuverlässigkeit in kritischen Umgebungen zu gewährleisten.
Ein Backup-System (auch bekannt als redundantes System) ist ein grundlegendes Konzept der technischen Sicherheit, des Risikomanagements und kritischer Betriebsabläufe. Sein Hauptzweck ist es, sicherzustellen, dass essenzielle Dienste auch bei Komponentenausfällen, Katastrophen, Wartungen oder Cyberangriffen verfügbar bleiben – durch Bereitstellung eines alternativen, unabhängig funktionierenden Weges oder einer Infrastruktur. Backup-Systeme sind in Bereichen, in denen Betriebs- und Ausfallsicherheit nicht verhandelbar sind, allgegenwärtig: Luftfahrt, Gesundheitswesen, IT, industrielle Automatisierung, öffentliche Sicherheit und mehr.
Ein Single Point of Failure (SPOF) ist jedes einzelne Element, dessen Ausfall das gesamte System zum Erliegen bringt. Backup-Systeme sind ausdrücklich darauf ausgelegt, diese Schwachstellen durch Duplizierung kritischer Funktionen, Komponenten oder ganzer Infrastrukturen zu beseitigen. Fällt der Primärweg aus, übernimmt das Backup – entweder automatisch (Failover) oder manuell – ohne Verlust von Sicherheit, Daten oder Dienstleistung.
Diese Designphilosophie ist in internationalen Standards und Vorschriften verankert:
Duplizierung physischer Komponenten wie Prozessoren, Netzteile, Sensoren oder Server. Beispiele sind doppelte Hydraulikkreise in Flugzeugen und RAID-Arrays in Rechenzentren.
Mehrere unabhängige Instanzen kritischer Software laufen parallel. Beispiele sind Flugsteuerungscomputer mit unterschiedlichen Codebasen oder Failover-Cluster in Cloud-Umgebungen.
Mehrere Kommunikationswege (Glasfaser, Funk, Satellit) und Anbieter verhindern den Verbindungsverlust durch eine einzelne Störung.
Mehrere Energiequellen – Stromnetz, USV, Generatoren – stellen sicher, dass Systeme bei Ausfällen weiterhin versorgt werden.
Replikation oder Backup von Daten auf verschiedenen Laufwerken, Geräten oder geografischen Standorten schützt vor Datenverlust durch Hardwareausfälle oder Cyberangriffe.
Manuelle Prozesse oder geschultes Personal, das eingreifen kann, wenn Automatisierung oder das Hauptpersonal nicht verfügbar sind.
Kritische Infrastrukturen werden an getrennten Standorten betrieben, um Schutz vor Naturkatastrophen oder lokalen Vorfällen zu bieten.
Der Einsatz unterschiedlicher Technologien oder Systeme zur Erfüllung derselben Funktion, z. B. GPS und Trägheitsnavigation in Flugzeugen.
Failover ist der Prozess, bei dem ein Backup-System nach einem Ausfall die Kontrolle übernimmt. Dies kann erfolgen als:
Regelmäßige Tests und Wartung von Primär- und Backup-Systemen sind unerlässlich, damit Failover im Ernstfall zuverlässig funktioniert.
Verkehrsflugzeuge sind mit mehreren unabhängigen hydraulischen, elektrischen und Steuerungssystemen ausgestattet. Redundante Funkgeräte und Navigationsdatenbanken gewährleisten sichere Flüge auch bei Komponentenausfällen.
Einrichtungen verfügen häufig über doppelte Stromzuführungen, redundante Generatoren, mehrere Internetanbieter, gespiegelte Speicher-Arrays und geografisch getrennte Backup-Standorte für Notfallwiederherstellung.
Operationssäle, Intensivstationen und Notfallsysteme sind mit Notstrom, doppelten Sauerstoff- und Vakuumleitungen sowie Reserve-Medizingeräten ausgestattet und werden regelmäßig für Notfälle geübt.
Chemieanlagen nutzen redundante Sicherheitssysteme, wie mehrere Gassensoren und Notabschaltanlagen, um Gefährdungen zu verhindern.
Notrufzentralen verfügen über geografisch getrennte Einrichtungen und Kommunikationswege, um unterbrechungsfreie Reaktion auch während Katastrophen zu gewährleisten.
Ein Backup-System ist weit mehr als ein Ersatzteil – es ist ein Kernelement des Risikomanagements und operativer Exzellenz. Ob zum Schutz von Flugzeugen, Patientensicherheit, Finanzdaten oder öffentlicher Sicherheit: Redundanz stellt sicher, dass selbst bei Problemen das System – und die davon Abhängigen – sicher, geschützt und einsatzbereit bleiben.
Für Unternehmen in regulierten, sicherheitskritischen oder geschäftskritischen Bereichen sind robuste Backup-Systeme keine Option – sie sind eine strategische Notwendigkeit.
Für weitere Informationen zur Konzeption, Implementierung oder Prüfung von Backup- und redundanten Systemen in Ihrem Unternehmen kontaktieren Sie unsere Experten oder vereinbaren Sie eine persönliche Beratung.
Backup-Systeme beseitigen Single Points of Failure und stellen sicher, dass essenzielle Abläufe auch dann weiterlaufen, wenn primäre Komponenten oder Systeme ausfallen. In Bereichen wie Luftfahrt, Gesundheitswesen und IT verhindert dies katastrophale Folgen, erfüllt regulatorische Anforderungen und schützt Leben und Werte.
Redundanz kann als Hardware (doppelte Server, Netzteile), Software (parallele Anwendungen), Netzwerk (mehrere Wege/Anbieter), Stromversorgung (Generatoren, USV), Daten (Spiegelung, Backups), geografisch (getrennte Standorte) und personell/prozedural (geschultes Personal, manuelle Prozesse) umgesetzt werden.
N+1 stellt eine zusätzliche Backup-Komponente für N benötigte Komponenten bereit; fällt eine aus, übernimmt die Reserve. 2N verdoppelt alle kritischen Komponenten, sodass jedes System die Gesamtlast unabhängig tragen kann – das bietet höhere Fehlertoleranz, ist aber kostenintensiver.
Failover kann automatisch oder manuell erfolgen. Automatisches Failover nutzt Health-Checks und Überwachung, um bei einem Problem sofort auf das Backup-System umzuschalten. Manuelles Failover erfordert menschliches Eingreifen, meist wenn Aufsicht oder Beurteilung notwendig sind.
Wichtige Standards sind ICAO-Anhänge (Luftfahrt), IEC 61508/61511 (funktionale Sicherheit), NIST-Rahmenwerke (Cybersecurity) und branchenspezifische Vorschriften (z. B. NFPA 110 für Notstrom, HIPAA für IT im Gesundheitswesen). Sie definieren Anforderungen an Redundanz, Tests und Risikomanagement.
Erfahren Sie, wie robuste Backup-Systeme Ihre kritischen Abläufe vor Ausfallzeiten, Datenverlust und Sicherheitsrisiken schützen können – in IT, Luftfahrt, Gesundheitswesen und mehr.
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