Glossar der Lichtfarbe, Chromatizität und Photometrie
Ein umfassendes Glossar für Fachleute aus den Bereichen Beleuchtung, optische Technik und Farbmetrik, das zentrale Konzepte, Messmethoden, Normen und Anwendunge...
Die Computertomographie (CT) ist ein 3D-Bildgebungsverfahren, das mehrere Röntgenprojektionen und rechnergestützte Rekonstruktion nutzt und hochauflösende innere Visualisierung für medizinische, industrielle und Forschungsanwendungen bietet.
Die Computertomographie (CT) ist eine transformative Bildgebungstechnologie, die dreidimensionale (3D) Querschnittsbilder aus mehreren um ein Objekt oder einen Patienten aufgenommenen Röntgenprojektionen rekonstruiert. Durch den Einsatz ausgefeilter mathematischer Algorithmen bietet die CT unvergleichliche Einblicke in innere Strukturen und unterstützt die medizinische Diagnostik, wissenschaftliche Forschung und industrielle Qualitätskontrolle. Im Folgenden finden Sie ein umfassendes Glossar wichtiger CT-Begriffe und Technologien.
Absorptionskontrast bezeichnet den grundlegenden Mechanismus der Röntgenbildgebung, bei dem innere Strukturen anhand der unterschiedlichen Absorption von Röntgenstrahlen durch verschiedene Materialien unterschieden werden. Dichtere oder Materialien mit höherer Ordnungszahl (wie Knochen oder Metall) absorbieren mehr Röntgenstrahlen als Weichgewebe und erzeugen so einen sichtbaren Kontrast in den Bildern. Dieses Prinzip ist entscheidend für die Unterscheidung anatomischer Merkmale in CT-Scans und wird von Röntgenenergie, Materialzusammensetzung und Bildgebungsparametern beeinflusst.
Die Akquisitionszeit in der CT ist die Gesamtdauer, die benötigt wird, um alle notwendigen Röntgenprojektionen für die Bildrekonstruktion zu erfassen. Faktoren, die die Akquisitionszeit beeinflussen, sind die Anzahl der Projektionen, die Detektorgeschwindigkeit, die Gantry-Rotation und das Scanprotokoll (z. B. Helix- vs. Step-and-Shoot-Verfahren). Moderne CT-Scanner ermöglichen Ganzkörperscans in wenigen Sekunden, während hochauflösende oder Mikro-CT-Systeme längere Zeiträume benötigen können. Die Minimierung der Akquisitionszeit reduziert Bewegungsartefakte und verbessert den Patientenkomfort.
Ein Rekonstruktionsalgorithmus in der CT wandelt eine Serie von zweidimensionalen (2D) Röntgenprojektionen in ein 3D-Volumenbild um. Der gebräuchlichste ist die gefilterte Rückprojektion (FBP), die Geschwindigkeit und Einfachheit bietet, aber iterative Rekonstruktionsalgorithmen (wie ART, ML-EM oder MBIR) liefern eine überlegene Bildqualität, insbesondere bei niedriger Dosis oder spärlichen Daten. Zu den jüngsten Fortschritten zählen maschinelles Lernen-basierte Rekonstruktionen für schnellere und genauere Bildgebung.
Die Anode ist die positiv geladene Elektrode innerhalb einer Röntgenröhre. Hochgeschwindigkeits-Elektronen aus der Kathode treffen auf die Anode (meist aus Wolfram), wodurch Röntgenstrahlen durch Bremsstrahlung und charakteristische Emission entstehen. Rotierende Anoden, die in der medizinischen und leistungsstarken CT verwendet werden, leiten die entstehende Wärme effizienter ab und ermöglichen dadurch höhere Röhrenströme und kürzere Belichtungen. Das Anodendesign beeinflusst die Intensität, das Spektrum und die Fokusgröße der Röntgenstrahlen und wirkt sich auf die Bildauflösung und die Lebensdauer des Scanners aus.
Strahlaufhärtung tritt auf, wenn niederenergetische Röntgenphotonen bevorzugt absorbiert werden, während der Strahl Materie durchdringt, wodurch die mittlere Energie des Strahls steigt. Dies kann Artefakte wie “Cupping” und Streifen in CT-Bildern verursachen, insbesondere in der Nähe dichter Strukturen wie Knochen oder Metallimplantaten. Korrekturtechniken umfassen Vorfilterung, Kalibrierungsalgorithmen und Dual-Energy-CT, um Diagnosefehler zu minimieren und die quantitative Genauigkeit zu verbessern.
Die Biomedizinische Technik verbindet ingenieurwissenschaftliche Prinzipien mit medizinischen und biologischen Wissenschaften zur Weiterentwicklung der CT-Technologie. Biomedizinische Ingenieure entwerfen Scannerhardware, optimieren Rekonstruktionsalgorithmen, entwickeln sicherere und effektivere Protokolle und bringen Innovationen wie molekulare Bildgebung und automatisierte Diagnostik hervor. Ihre Arbeit gewährleistet, dass CT-Systeme internationalen Sicherheits- und Leistungsstandards entsprechen und sich für klinische, industrielle und Forschungsanwendungen weiterentwickeln.
Ein Kollimator formt und begrenzt den Röntgenstrahl, sodass nur Strahlen auf gewünschten Bahnen den Detektor erreichen. Präpatienten-Kollimatoren definieren die Schichtdicke und reduzieren Streustrahlung, während Postpatienten-Kollimatoren die Erfassung gestreuter Photonen minimieren. In spezialisierten Systemen wie Multi-Pinhole-FXCT ermöglichen Kollimatoren die gleichzeitige Datenerfassung aus mehreren Winkeln für die molekulare Bildgebung. Das richtige Design und die Ausrichtung sind entscheidend für die Bildqualität und quantitative Genauigkeit.
Die Computertomographie (CT) ist ein 3D-Bildgebungsverfahren, das innere Strukturen aus mehreren unter verschiedenen Winkeln aufgenommenen Röntgenprojektionen rekonstruiert. Sie übertrifft die konventionelle Radiographie durch Bereitstellung von Volumendaten und ermöglicht die Darstellung von Anatomie, Materialien oder Defekten in jeder Ebene. Die CT ist in der Medizin (zur Diagnose und Therapieplanung), Industrie (für zerstörungsfreie Prüfung) und Forschung unverzichtbar. Wichtige Leistungskennzahlen sind räumliche, Kontrast- und zeitliche Auflösung, die alle durch internationale Sicherheits- und Qualitätsstandards geregelt werden.
Ein Kontrastmittel ist eine Substanz, die verabreicht wird, um die Sichtbarkeit bestimmter Gewebe oder Strukturen in der CT-Bildgebung zu erhöhen. Die meisten klinischen Mittel sind jodhaltig und steigern die Röntgenabsorption in Blutgefäßen und Organen. Weitere Mittel (z. B. Barium, Goldnanopartikel) werden für spezielle oder Forschungsanwendungen verwendet. Auswahl und Verabreichungsweg werden auf die diagnostische Aufgabe abgestimmt, wobei allergische Reaktionen und Toxizität sorgfältig überwacht werden.
Der Röntgendetektor ist das Sensorarray, das die nach Durchtritt durch das Objekt verbleibende Röntgenstrahlung erfasst. Moderne CT-Detektoren verwenden entweder Szintillatormaterialien (wandeln Röntgenstrahlung in Licht und anschließend in elektrische Signale um) oder Direktkonversions-Halbleiter (wandeln Röntgenstrahlen direkt in Ladung um). Fortschrittliche Detektoren können Photonenzählungstechnologie für eine verbesserte spektrale Auflösung nutzen. Das Detektordesign beeinflusst die räumliche Auflösung, das Rauschen und die Scan-Geschwindigkeit und muss strenge Kalibrierungs- und Sicherheitsstandards erfüllen.
Die Strahlendosis bei der CT ist die Menge an ionisierender Strahlung, die während eines Scans absorbiert wird. Sie wird als absorbierte Dosis (Gray, Gy), Äquivalentdosis (Sievert, Sv), CT-Dosisindex (CTDI) und Dosislängenprodukt (DLP) gemessen. Das Dosismanagement ist entscheidend, um Gesundheitsrisiken zu minimieren – insbesondere bei wiederholten oder pädiatrischen Untersuchungen. Techniken sind automatische Belichtungssteuerung, iterative Rekonstruktion und Protokolloptimierung unter Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards.
Die Energieauflösung beschreibt die Fähigkeit eines Detektors, zwischen Röntgenphotonen unterschiedlicher Energie zu unterscheiden. Hohe Energieauflösung ist in der spektralen, Dual-Energy- und fluoreszierenden Röntgen-CT für die Materialunterscheidung und präzise quantitative Bildgebung unerlässlich. Halbleiterdetektoren (CdTe, HPGe) bieten gegenüber Szintillator-basierten Systemen eine überlegene Energieauflösung und werden zunehmend in fortschrittlichen klinischen und Forschungs-CT-Anwendungen eingesetzt.
Ex-vivo-Bildgebung wird an Proben oder Geweben außerhalb eines lebenden Organismus durchgeführt und ermöglicht eine höhere Auflösung und längere Scanzeiten. In-vivo-Bildgebung erfolgt innerhalb lebender Organismen und erlaubt die Echtzeituntersuchung biologischer Prozesse. Die In-vivo-CT erfordert ein sorgfältiges Dosis- und Bewegungsmanagement, während Ex-vivo-Bildgebung aggressivere Bildgebungsparameter zulässt. Beide Ansätze sind in der Forschung, präklinischen Studien und der translationalen Medizin wichtig.
Das Sichtfeld (FOV) ist der maximale Bereich, den ein CT-Scanner in einem einzelnen Scan abbilden kann. Es wird durch die Größe des Detektorarrays, die Position der Röntgenquelle und mechanische Grenzen bestimmt. Das FOV reicht in der medizinischen CT von 25 cm (Kopf) bis über 50 cm (Körper) und kann in der Mikro-CT oder Nano-CT nur wenige Millimeter betragen. Die Wahl des geeigneten FOV balanciert Abdeckung, räumliche Auflösung und Scanzeit für die jeweilige Anwendung.
Dieses Glossar ist eine lebendige Ressource für Fachleute und Studierende, die die Prinzipien und Komponenten der Computertomographie verstehen möchten. Für detailliertere Informationen oder um spezifische Anwendungen zu besprechen, kontaktieren Sie bitte unsere Bildgebungsexperten.
Während die konventionelle Röntgenbildgebung eine einzige 2D-Projektion erzeugt, sammelt die Computertomographie (CT) Röntgendaten aus mehreren Winkeln und nutzt rechnergestützte Algorithmen, um detaillierte 3D-Querschnittsbilder zu rekonstruieren. Dies liefert mehr anatomische Details und ermöglicht die Ansicht innerer Strukturen Schicht für Schicht, was die Diagnosegenauigkeit und Objektanalyse verbessert.
Ein CT-Scanner besteht typischerweise aus einer Röntgenquelle (mit Anode und Kathode), präzisen Kollimatoren, einem rotierenden Gantry, einer Anordnung empfindlicher Röntgendetektoren, fortschrittlicher Computerhardware und Software zur Bildrekonstruktion. Optionale Komponenten sind Kontrastmittelinjektoren und Patientenhandhabungssysteme in medizinischen Geräten.
Häufige Artefakte bei der CT sind Strahlaufhärtung (führt zu Streifen- oder Cup-Artefakten), Bewegungsartefakte durch Patienten- oder Objektbewegung, Metallartefakte und Rauschen durch niedrige Signalstärke oder spärliche Daten. Diese können die Bildqualität beeinträchtigen, werden jedoch durch fortschrittliche Hardware, optimierte Protokolle und spezielle Korrektur-Algorithmen reduziert.
Die Strahlendosis bei der CT wird sorgfältig durch automatische Belichtungssteuerung, Röhrenstrommodulation, dosisoptimierte Protokolle und fortschrittliche Rekonstruktionsalgorithmen verwaltet. Internationale Sicherheitsrichtlinien legen Expositionsgrenzen fest, und pädiatrische oder wiederholte Untersuchungen werden besonders optimiert, um die kumulierte Dosis zu minimieren.
Neben der medizinischen Diagnostik wird die CT häufig in den Materialwissenschaften für zerstörungsfreie Prüfungen, industrielle Qualitätssicherung, Paläontologie, Archäologie, forensische Wissenschaft und Forschung eingesetzt. Mikro-CT- und Nano-CT-Systeme ermöglichen hochauflösende Bildgebung kleiner Proben, während industrielle CT die Fehlererkennung in der Fertigung ermöglicht.
Nutzen Sie die Computertomographie für detaillierte, zerstörungsfreie Bildgebung im Gesundheitswesen, in der Forschung oder Industrie. Entdecken Sie, wie CT Ihre Diagnostik, Qualitätskontrolle und Ihr wissenschaftliches Verständnis verbessern kann.
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