Flugzeugabflug
Der Flugzeugabflug in der Luftfahrt bezeichnet den geregelten Prozess, bei dem ein Flugzeug einen Flughafen verlässt und alles von den Vorflugkontrollen bis zur...
Ein Abflugverfahren (DP) ist eine veröffentlichte IFR-Route oder Anweisung, die einen sicheren, effizienten Übergang vom Start am Flughafen zum Streckenluftraum gewährleistet und Hindernisfreiheit sowie einen organisierten Verkehrsfluss sicherstellt.
Ein Abflugverfahren (DP) ist eine veröffentlichte Reihe von IFR-Routen oder Anweisungen, die dazu dienen, Flugzeuge sicher von der Startbahn des Flughafens in den Streckenluftraum zu führen. Es gewährleistet Hindernisfreiheit und organisiert den Verkehrsfluss, insbesondere dort, wo Gelände oder künstliche Hindernisse Risiken darstellen. DPs werden von Aufsichtsbehörden wie ICAO und FAA unter strengen Kriterien zur Hindernisvermeidung und Effizienz im Luftraum entwickelt.
Es gibt zwei Hauptkategorien:
DPs werden sowohl grafisch als auch textuell in Ressourcen wie der FAA Terminal Procedures Publication (TPP) veröffentlicht und sind über digitale Flugplanungstools und EFBs zugänglich. Sie enthalten Anweisungen für den Anfangssteigflug, erforderliche Kurse, Navigationspunkte, Mindesthöhen und besondere Verfahren. DPs sind ein wesentlicher Bestandteil von IFR-Freigaben an den meisten kontrollierten Flughäfen und gewährleisten einen sicheren und effizienten Übergang vom Start in die Streckenflugphase.
Abflugverfahren erfüllen mehrere wichtige Funktionen:
Ein Standard-Instrumentenabflug (SID) ist ein veröffentlichtes Verfahren, das eine strukturierte, vorgeplante Route von der Startbahn zu einem bestimmten Punkt im Streckenluftraum bietet. SIDs werden an stark frequentierten Flughäfen zur effizienten Verkehrsabwicklung genutzt. Jeder SID wird sowohl grafisch als auch textuell dargestellt und enthält Navigationskurse, Höhenbeschränkungen und Übergänge.
Wichtige Punkte:
Ein Hindernisabflugverfahren (ODP) gewährleistet, dass Flugzeuge bei IFR-Abflügen sicher Hindernisse überfliegen, wenn keine SID verfügbar oder zugewiesen ist. ODPs werden in der Regel vom Piloten eingeleitet und finden sich im Abschnitt „Takeoff Minimums and (Obstacle) Departure Procedures“ der TPP. Sie geben Kurse, Steiggradienten und Navigationspunkte vor.
Wichtige Punkte:
Radarvektorabflüge beinhalten, dass die Flugsicherung nach dem Start Echtzeit-Anweisungen zu Kurs und Höhe gibt, anstatt einem veröffentlichten SID oder ODP zu folgen. Sie sind an Flughäfen ohne SID/ODP oder bei dynamischer Verkehrsführung üblich.
Wichtige Punkte:
Hybride Verfahren kombinieren Pilotennavigation entlang eines veröffentlichten Segments, gefolgt von Radarvektoren durch die Flugsicherung. Sie werden an Flughäfen mit komplexem Luftraum oder notwendiger Anfangs-Hindernisfreiheit vor dem Radarvektorieren verwendet.
Wichtige Punkte:
DPs unterliegen internationalen und nationalen Standards:
Vergleichbare Dokumente existieren international und werden von den jeweiligen Luftfahrtbehörden angepasst.
Freigabe:
„N123AB, freigegeben nach Kansas City über die WESTCHESTER SEVEN DEPARTURE, dann wie geplant. Steigen Sie gemäß SID. Departure Frequency 123.75, Squawk 4723.“
Pilotaktion:
SID-Karte prüfen, alle Einschränkungen besprechen, Avionik programmieren, veröffentlichte Kurse und Höhen fliegen, bis weitere ATC-Freigabe erfolgt.
Szenario:
Tri-Cities Airport Runway 5, ODP verlangt Kurs 050° bis 4200 ft, dann direkt zum Fix.
Pilotaktion:
ODP prüfen und besprechen, Steigleistung bestätigen, veröffentlichten Kurs und Höhe fliegen, bevor auf Kurs gegangen wird.
Freigabe:
„N456CD, nach dem Abflug Bahnkurs fliegen, steigen und halten Sie 2000, erwarten Sie Radarvektoren zum Einflug auf V123.“
Pilotaktion:
Bahnkurs fliegen und steigen, weitere Anweisungen der Flugsicherung abwarten.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| SID | Standard-Instrumentenabflug: strukturierte, von der Flugsicherung zugewiesene Route von der Startbahn in den Streckenluftraum. |
| ODP | Hindernisabflugverfahren: vom Piloten initiiertes Verfahren zur Hindernisfreiheit, wenn keine SID zugewiesen ist. |
| Radarvektor | Von der Flugsicherung nach dem Start zugewiesene Kurse/Höhen; wird verwendet, wenn kein veröffentlichtes SID/ODP gilt. |
| Steiggradient | Mindestrate des Steigflugs (ft/NM) zur Hindernisfreiheit. |
| DER | Departure End of Runway: Bezugspunkt für Überflughöhe und Kurveneinleitung. |
| TPP | Terminal Procedures Publication: Hauptquelle der FAA für veröffentlichte Verfahren/Karten. |
| A/FD | Airport/Facility Directory: Textuelle Daten zu Flughäfen, Verfahren und betrieblichen Hinweisen. |
| MEA | Minimum En Route Altitude: niedrigste Höhe zwischen Wegpunkten für Navigationssignal und Hindernisfreiheit. |
| RVR | Runway Visual Range: gemessene Sichtweite, aus der ein Pilot Markierungen/Beleuchtung von der Runway-Mittellinie sieht. |
Abflugverfahren (DPs) sind entscheidend für einen sicheren, effizienten IFR-Betrieb. Sie gewährleisten Hindernisfreiheit und bieten standardisierte Routen, sodass Piloten und Fluglotsen Abflüge auch in komplexem oder dicht frequentiertem Luftraum sicher managen können. Das Verständnis und die Einhaltung von DPs sind eine grundlegende Fertigkeit für alle Instrumentenpiloten und ein zentrales Element des modernen Luftverkehrsmanagements.
Der Hauptzweck besteht darin, die Hindernisfreiheit zu gewährleisten und abfliegende Flugzeuge effizient in den Streckenluftraum zu integrieren. DPs sind für die Sicherheit unerlässlich, insbesondere wenn Gelände oder künstliche Hindernisse vorhanden sind, sowie für einen organisierten Verkehrsfluss an stark frequentierten Flughäfen.
Es gibt zwei Hauptarten: Standard-Instrumentenabflüge (SIDs), strukturierte, von der Flugsicherung zugewiesene Routen für verkehrsreiche Flughäfen, und Hindernisabflugverfahren (ODPs), die die Hindernisfreiheit sicherstellen, wenn keine SID verfügbar oder zugewiesen ist.
Piloten konsultieren die veröffentlichten Verfahren in der Terminal Procedures Publication (TPP) und erhalten Freigaben durch die Flugsicherung. Wird eine SID zugewiesen, ist dieser zu folgen; andernfalls müssen Piloten prüfen, ob ODPs gelten, und sicherstellen, dass ihr Flugzeug alle erforderlichen Steiggradienten erfüllt.
Kann das Flugzeug den veröffentlichten Steiggradienten nicht erfüllen, muss die Besatzung Alternativen mit der Flugsicherung abstimmen oder den Abflug verschieben, bis die Bedingungen (wie Gewicht oder Wetter) die Einhaltung ermöglichen. Ein Verstoß gefährdet die Hindernisfreiheit und kann zu Regelverstößen führen.
Nein. DPs sind hauptsächlich an Flughäfen mit erheblichen Hindernissen oder hohem Verkehrsaufkommen üblich. Kleinere Flughäfen verfügen oft nur über ODPs oder gar keine, insbesondere wenn das umliegende Gelände flach und hindernisfrei ist.
Die Implementierung und das Verständnis von Abflugverfahren (DPs) sind für sichere, effiziente IFR-Abflüge unerlässlich. Unsere Lösungen unterstützen Flughäfen und Betreiber bei der Einhaltung von Vorschriften, der Hindernisfreiheit und einem reibungslosen Verkehrsfluss.
Der Flugzeugabflug in der Luftfahrt bezeichnet den geregelten Prozess, bei dem ein Flugzeug einen Flughafen verlässt und alles von den Vorflugkontrollen bis zur...
Ein Anflugverfahren (AP) oder Instrumentenanflugverfahren (IAP) ist eine strukturierte Reihe von Manövern für IFR-Luftfahrzeuge, um vom Streckenflug zum Lande- ...
Das Abfangen ist ein entscheidendes Manöver bei der Landung eines Flugzeugs, bei dem der Pilot die Nase kurz vor dem Aufsetzen anhebt, um die Sinkrate zu verrin...
Cookie-Zustimmung
Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern und unseren Datenverkehr zu analysieren. See our privacy policy.