Sicherheit – Freiheit von unvertretbarem Schadensrisiko
Sicherheit in der Luftfahrt bedeutet, Risiken auf akzeptablen oder darunter liegenden Niveaus zu halten, durch kontinuierliche Gefahrenidentifikation und Risiko...
Ausfallsicherheit ist eine Entwurfsphilosophie, die sicherstellt, dass Systeme bei Störungen automatisch in einen sicheren Zustand übergehen, Risiken verringern und Leben sowie Vermögenswerte in kritischen Branchen schützen.
Ausfallsicherheit ist ein grundlegendes Konzept im Sicherheitsingenieurwesen und beschreibt ein System oder eine Komponente, die so ausgelegt ist, dass sie bei einem Fehler in einen Zustand übergeht, der Gefährdungen beseitigt oder minimiert. Dieses Prinzip stellt sicher, dass das System beim Erkennen eines Fehlers oder Kontrollverlusts in einen vordefinierten sicheren Zustand wechselt, um Menschen, Sachwerte und Umwelt zu schützen. Die Ausfallsicherheitsphilosophie unterscheidet sich von Ausfallssicherheit (die Sicherheit priorisiert) und Fehlertoleranz (die den Weiterbetrieb ermöglicht); ihr einziges Ziel ist die Sicherheit.
Der ausfallsichere Entwurf akzeptiert, dass Fehler unvermeidbar sind, und stellt proaktiv sicher, dass deren Folgen minimiert werden. In der Luftfahrt sind beispielsweise ausfallsichere Prinzipien in Flugsteuerung, Avionik, Fahrwerk und elektrische Systeme integriert, wie es von ICAO- und FAA-Sicherheitsvorschriften gefordert wird. In der Kerntechnik sorgt ausfallsichere Logik dafür, dass Reaktoren bei Steuerungsfehlern schnell abgeschaltet werden (SCRAM). Medizinische Geräte nutzen Ausfallsicherheitsmechanismen, um unsichere Therapien zu stoppen. Industrielle Automatisierung, Eisenbahnen und Fahrzeugsysteme greifen ebenfalls auf ausfallsicheren Entwurf zurück, um die Eskalation von Gefahren zu verhindern.
Ausfallsicherheitsanforderungen und -methoden sind in internationalen Normen wie IEC 61508 (funktionale Sicherheit), ISO 13849 (Maschinen) und DO-178C (Luftfahrtsoftware) festgelegt. Diese Rahmenwerke leiten die Identifikation von Fehlerursachen und die Umsetzung von Mechanismen (Redundanzen, Verriegelungen, Watchdog-Timer) an, die bei Fehlern ein sicheres Ergebnis gewährleisten.
Ausfallsicherer Entwurf ist für Flugsteuerung, Fahrwerk und Avionik vorgeschrieben. Hydraulikkreise sind dreifach redundant; das Fahrwerk fährt bei Stromausfall durch Schwerkraft aus; Avionik nutzt Abstimmungslogik und Watchdogs. Regulatorische Vorgaben: ICAO Annex 8, FAA AC 25.1309.
Roboter verfügen über Verriegelungen und Not-Aus; Förderbänder stoppen durch Stau-Erkennung; Lichtschranken unterbrechen bei Gefahr die Bewegung.
Airbags und Stabilitätskontrolle schalten bei Fehlern in sichere oder deaktivierte Modi.
Infusionspumpen stoppen bei abnormalen Flüssen; Herzschrittmacher wechseln bei Ausfall der Erkennung in einen sicheren Modus.
RAID-Arrays gewährleisten Datenzugang bei Festplattenausfall; USV-Systeme übernehmen die Stromversorgung bei Netzausfall.
Mehrere unabhängige Abschaltsysteme (SCRAM) mit redundanter Energieversorgung und verschiedenen Mechanismen.
Automatische Bremsung bei Signalverlust; relaisbasierte Schaltungen ausfallsicher konstruiert.
Temperatursicherungen, Überdruckventile und automatische Abschaltungen verhindern Brand oder Explosion.
| Branche | Szenario | Ausfallsicherheitsmerkmal |
|---|---|---|
| Aufzüge | Stromausfall | Kabine hält am nächsten Stock, Türen öffnen sich |
| Fertigung | Not-Aus betätigt | Stromzufuhr unterbrochen, Maschine stoppt |
| Automobil | Bremsdruckverlust | Federspeicherbremse aktiviert sich |
| Medizinische Geräte | Pumpe erkennt Verstopfung | Infusion gestoppt |
| IT/Rechenzentren | Server überhitzt | Automatische Abschaltung |
| Luftfahrt | Ausfall des Flugcomputers | Backup-System übernimmt |
| Eisenbahnen | Signalverlust zum Zug | Automatische Bremsung |
| Element | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Sicherer Zustand | Systemzustand nach Fehler | Strom aus, Bewegung gestoppt |
| Fehlererkennung | Identifikation von Fehlern | Watchdog-Timer, Selbsttest |
| Neukonfiguration | Systemanpassung zur Aufrechterhaltung/Erreichung des sicheren Zustands | Schließen aller Ventile |
| Redundanz | Doppelte/verschiedene Komponenten für kritische Aufgaben | Doppelte Sensoren, Backup-SPS |
| Diagnostik | Überwacht und meldet Fehler | Gesundheitsüberwachungs-Dashboards |
| Konformität | Erfüllt Sicherheitsnormen | IEC 61508, ISO 13849 |
| Wartung | Geplante Tests, Kalibrierung, Inspektion | Regelmäßige Not-Aus-Funktionstests |
Durch die Anwendung von Ausfallsicherheitsprinzipien und die Einhaltung relevanter Normen können Organisationen Gefahren deutlich verringern und die Sicherheit von Menschen, Vermögenswerten und Umwelt in kritischen Branchen gewährleisten.
Ausfallsichere Systeme wechseln bei Fehlern in einen Zustand, der Sicherheitsgefahren minimiert (z. B. Entriegeln einer Tür für den Notausstieg), während ausfallssichere Systeme auch bei Fehlern gesichert und verriegelt bleiben, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
Nein. Ausfallsichere Systeme reduzieren Risiken erheblich, beseitigen sie jedoch nicht vollständig. Restgefahren bleiben aufgrund unvorhergesehener Fehlerarten, menschlicher Fehler oder externer Einflüsse bestehen. Ergänzende Maßnahmen wie Notfallplanung und Schulungen sind unerlässlich.
Die Testhäufigkeit hängt von Kritikalität, Vorschriften und Umgebung ab. Luftfahrtsysteme werden bei jedem Wartungszyklus überprüft, während Industrie- und Medizinprodukte je nach Hersteller- und gesetzlichen Vorgaben monatlich oder vierteljährlich validiert werden müssen.
Ausfallsichere Merkmale sind in Hochrisikobereichen gesetzlich vorgeschrieben (Luftfahrt, Eisenbahnen, Kerntechnik, Fahrzeugsicherheit, Gesundheitswesen). In anderen Bereichen sind sie Best Practice oder werden von Versicherern bzw. Branchenstandards gefordert.
Nein. Ausfallsichere Konstruktionen priorisieren den Übergang in einen sicheren Zustand bei Fehlern, während fehlertolerante Systeme versuchen, den normalen Betrieb während eines Fehlers mittels Redundanz und Fehlerkorrektur aufrechtzuerhalten.
Beispiele sind Temperatursicherungen, automatische Abschaltungen, Überdruckventile und Überstromschutz zur Verhinderung von Brand-, Explosions- oder Stromschlaggefahren.
Wichtige Normen sind IEC 61508 (funktionale Sicherheit), ISO 13849 (Maschinensicherheit), DO-178C (Luftfahrtsoftware) und EN 50126 (Eisenbahnen).
Setzen Sie Ausfallsicherheitsprinzipien in Ihren kritischen Systemen um, um maximale Sicherheit, gesetzliche Konformität und Sicherheit zu gewährleisten.
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