Flugzeugabflug
Der Flugzeugabflug in der Luftfahrt bezeichnet den geregelten Prozess, bei dem ein Flugzeug einen Flughafen verlässt und alles von den Vorflugkontrollen bis zur...
Das Abfangen in der Luftfahrt ist das abschließende Hochziehen vor der Landung, bei dem das Flugzeug aus dem Sinkflug in den Horizontalflug knapp über der Landebahn übergeht, um ein sanftes Aufsetzen zu ermöglichen. Es ist entscheidend, um den Aufprall zu verringern, das Fahrwerk zu schützen und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Das Abfangen ist eines der wichtigsten Manöver in der Luftfahrt und wird in den letzten Momenten vor dem Aufsetzen eines Flugzeugs auf der Landebahn durchgeführt. Das Beherrschen des Abfangens sorgt für einen sanften Übergang vom Flug zum Ausrollen, schützt die Flugzeugstruktur und spielt eine zentrale Rolle für sichere Landungen. Dieser umfassende Leitfaden behandelt Definition, Zweck, Ablauf, Aerodynamik, Varianten, Training und typische Fehlerquellen des Abfangens bei unterschiedlichen Flugzeugtypen.
Das Abfangen (auch als Ausrunden oder Level-off bezeichnet) ist das Manöver, bei dem der Pilot die Nase des Flugzeugs kurz vor der Landung allmählich anhebt und so aus dem stabilen Sinkflug in eine annähernd horizontale Fluglage wenige Meter über der Landebahn übergeht. Dieser entscheidende Schritt verringert die vertikale Sinkrate und ermöglicht dem Flugzeug, sanft auf dem Fahrwerk aufzusetzen.
Laut FAA Airplane Flying Handbook und ICAO Doc 4444 ist das Abfangen unerlässlich für sichere, kontrollierte Landungen und verhindert harte, bugfahrwerkbetonte oder hüpfende Aufsetzer, die das Flugzeug beschädigen und die Sicherheit gefährden können.
Ein korrekt ausgeführtes Abfangen erfüllt mehrere kritische Aufgaben:
Fehlerhaftes Abfangen ist eine der Hauptursachen für Landeunfälle, darunter harte Landungen, Abkommen von der Landebahn, Bugfahrwerkslandungen, Nickschwingungen (Porpoising) und Fahrwerkschäden.
1. Sichtbild-Übungen: Niedrige Überflüge zum Trainieren des richtigen „Sichtbilds“ für Abfanglage und -höhe. 2. Abfang-Timing-Drills: Verschiedene Abfanghöhen üben, um Effekte wie Ausschweben, Ballonieren oder harte Landungen zu erleben. 3. Landungen mit/ohne Leistung: Einfluss des Gashebels auf Abfangen und Ausschweben erleben. 4. Durchstarten: Training, eine Landung aus dem Abfangen sicher abzubrechen. 5. Simulator-Sessions: Abfangen unter verschiedenen Bedingungen simulieren – Seitenwind, kurze Bahnen, Systemausfälle.
| Fehler | Beschreibung | Korrektur |
|---|---|---|
| Zu hoch/früh abfangen | Flugzeug schwebt, kann abreißen oder hart landen | Druck nachlassen, ggf. Leistung geben |
| Zu niedrig/spät abfangen | Harte oder buglastige Landung | Früher ausrunden, auf Landebahn-Anhaltspunkte achten |
| Ballonieren | Übermäßiges Hochziehen führt zum Steigen | Pitch halten, nicht abrupt drücken, ggf. durchstarten |
| Ausschweben | Zu hohe Geschwindigkeit oder zu sanftes Abfangen, Flugzeug setzt nicht auf | Korrekte Anfluggeschwindigkeit, nicht aufsetzen erzwingen |
| Bugfahrwerkslandung | Zu geringe Nase-hoch-Lage | Druck halten, bis Hauptfahrwerk unten |
| Nickschwingung (Porpoising) | Hüpfen nach fehlerhaftem Abfangen | Durchstarten, nicht „Nase runter“ erzwingen |
| Versetzte Landung | Schlechte Ausrichtung während des Abfangens | Auf Mittellinie konzentrieren, periphere Anhaltspunkte nutzen |
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Abfangen | Sanftes Hochziehen kurz vor dem Aufsetzen zur Verringerung der Sinkrate. |
| Ausrunden | Erste Abfangphase, Übergang aus dem Sinkflug in den Horizontalflug. |
| Ausschweben | Nase-hoch-Haltung bis zum Aufsetzen. |
| Bodeneffekt | Erhöhter Auftrieb und verringerter Widerstand nahe dem Boden, verlängert das Ausschweben. |
| VAPP | Empfohlene Anfluggeschwindigkeit, typischerweise 1,3 × Stallgeschwindigkeit. |
| Anstellwinkel (AOA) | Winkel zwischen Flügelsehne und Anströmrichtung, erhöht den Auftrieb bis zum Strömungsabriss. |
| Pitch-Lage | Stellung der Flugzeugnase im Verhältnis zum Horizont. |
| Zielpunkt | Punkt auf der Landebahn, auf den gezielt gelandet wird. |
| Ballonieren | Unbeabsichtigter Steigflug während des Abfangens. |
| Ausschweben | Verlängertes „Schweben“ über der Landebahn, meist bei zu hoher Geschwindigkeit oder zu sanftem Abfangen. |
| Nickschwingung (Porpoising) | Hüpfen nach fehlerhaftem Aufsetzen oder Abfangen. |
| Aufsetzzone | Bereich der Landebahn, in dem optimalerweise aufgesetzt wird. |
| Tau-Flare | Abfangen mit Timing nach „Time-to-Contact“-Berechnung. |
Cessna 172: Anflug mit 65 Knoten, Abfangen bei ca. 3 Metern (10 Fuß) über Grund, sanftes Ziehen, Nase oben halten, Hauptfahrwerk setzt zuerst auf, Bugrad nachlassen, sobald die Geschwindigkeit sinkt.
Airbus A320: Anflug mit VAPP, Abfangen bei „30“-Fuß-Ansage, sanftes Hochziehen um 2–3°, Schub auf Leerlauf bei „20–10“ Fuß, Hauptfahrwerksaufsetzen, Nase für aerodynamisches Bremsen oben halten.
Das Abfangen ist ein zentrales und feinfühliges Manöver bei der Landung. Seine Beherrschung erfordert ein Verständnis für Aerodynamik, visuelle Anhaltspunkte und die spezifischen Anforderungen jedes Flugzeugtyps. Die korrekte Ausführung sorgt für sanfte Landungen, schützt das Flugzeug und steht für höchste Luftfahrtsicherheit.
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Das Abfangen verringert die Sinkrate des Flugzeugs kurz vor dem Aufsetzen und sorgt so für eine sanfte, kontrollierte Landung. Es schützt die Flugzeugstruktur und das Fahrwerk vor übermäßigen Belastungen, nutzt den Bodeneffekt für einen sanfteren Übergang und hilft, während des Ausrollens die Richtungskontrolle zu behalten.
Piloten verwenden eine Kombination aus visuellen Anhaltspunkten (wie das 'Breiterwerden' der Landebahn im peripheren Blickfeld), Rückmeldungen über die Steuerung und – bei einigen Flugzeugen – Ansagen des Funkhöhenmessers. Die Abfanghöhe variiert je nach Flugzeugtyp, typischerweise 3–6 Meter (10–20 Fuß) über Grund bei Leichtflugzeugen und 9–15 Meter (30–50 Fuß) bei Jets.
Typische Fehler sind zu frühes oder spätes Abfangen, Ballonieren, langes Schweben, Landungen auf dem Bugfahrwerk und Nickschwingungen (Porpoising). Die Korrekturen umfassen die richtige Anfluggeschwindigkeit, das Einleiten des Abfangens mithilfe visueller Anhaltspunkte, gleichmäßige Pitch-Steuerung und das Durchstarten, falls eine sichere Landung nicht möglich ist.
Ja. Leichtflugzeuge fangen tiefer ab und reagieren empfindlicher auf Pitch- und Geschwindigkeitsänderungen, wobei hauptsächlich visuelle Anhaltspunkte genutzt werden. Jets fangen höher ab, verwenden ein kontinuierliches, sanftes Hochziehen mit Funkhöhenmesser-Ansagen und sind weniger empfindlich auf Pitch, erfordern aber präzises Timing.
Der Bodeneffekt ist ein Bereich mit erhöhter Auftriebskraft und verringerter induzierter Widerstand, den ein Flügel nahe der Landebahn erfährt. Während des Abfangens ermöglicht der Bodeneffekt dem Flugzeug ein leichteres 'Schweben', was bei zu hoher Anfluggeschwindigkeit oder falsch getimtem Abfangen zu verzögerten Aufsetzpunkten führen kann.
Das Beherrschen von Landetechniken wie dem Abfangen ist für Piloten und Fluglehrer unerlässlich. Entdecken Sie mehr über Aerodynamik, Verfahren und Sicherheit in unseren umfassenden Luftfahrt-Ressourcen.
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