Gleitweg
Der Gleitweg, auch als Gleitpfad bezeichnet, ist der standardisierte vertikale Sinkwinkel für Flugzeuge während der Landung. Visuelle Gleitweganzeigesysteme wie...
Gleitweg bezeichnet den vertikalen Anflugpfad, dem ein Flugzeug während der Landung folgt, gesteuert durch elektronische Systeme (wie ILS, LPV, GLS) oder visuelle Hilfen (wie VASI, PAPI). Er sorgt für sichere, stabilisierte Sinkflüge über Hindernisse für eine präzise Landung auf der Piste.
Ein Gleitweg ist ein präzise definierter vertikaler Flugpfad, dem Flugzeuge beim Endanflug auf eine Landebahn folgen, meist mit einem Winkel von 3 Grad über der Horizontalen. Der Gleitweg sorgt für einen kontrollierten, stabilisierten Sinkflug, gewährleistet Hindernisfreiheit und ermöglicht eine sichere Landung sowohl bei Sichtflug- als auch bei Instrumentenflugbedingungen (VMC und IMC). Die Gleitwegführung ist ein Kernelement von Instrumentenanflugverfahren und ist in internationalen Luftfahrtnormen wie ICAO Annex 10 und Annex 14 festgelegt.
Gleitweginformationen werden auf zwei Hauptarten bereitgestellt:
Der Gleitweg wird auf Anflugkarten, Cockpitinstrumenten und visuellen Hilfen an der Piste dargestellt, sodass Piloten ihr Sinkflugprofil während der gesamten Anflugphase überprüfen und korrigieren können. Strikte Einhaltung des Gleitwegs gewährleistet die Einhaltung veröffentlichter Mindesthöhen, Hindernisfreiheit und sichere Überflughöhe der Schwelle – von einfachen Präzisionsanflügen (Kategorie I) bis zu fortgeschrittenen Autoland-Verfahren (Kategorie III).
Der ILS-Gleitweg ist das am weitesten verbreitete elektronische Anflughilfsmittel in der zivilen und allgemeinen Luftfahrt. Er liefert den Piloten vertikale Führung, indem er einen Funkstrahl mit festem Winkel (typischerweise 3 Grad) von einer Antenne nahe der Landebahnschwelle sendet.
Betriebsverfahren:
Piloten stellen die korrekte ILS-Frequenz ein, überprüfen den Morsecode-Identifikator und setzen den veröffentlichten Kurs. Der Sinkflug auf dem Gleitweg beginnt erst, wenn das Flugzeug auf Localizer und Gleitweg eingeschwenkt ist, mit kontinuierlichen Querprüfungen der veröffentlichten Höhen und DME-Marken zur Sicherstellung der Sicherheit.
Vorsicht: Falsche Gleitweglappen können oberhalb des Hauptstrahls auftreten. Piloten müssen den Gleitweg von unten anfliegen und die Höhe an den wichtigsten Anflugpunkten bestätigen.
Localizer Performance with Vertical Guidance (LPV)-Anflüge verwenden satellitengestützte Navigationssysteme und Zusatzdienste (wie WAAS in den USA, EGNOS in Europa), um einen stabilisierten Sinkflugpfad zu erzeugen, der dem Präzisionsanflug eines ILS sehr ähnlich ist.
Einschränkungen:
LPV-Mindesthöhen können an manchen Orten höher als beim ILS sein, und die Verfügbarkeit hängt von der Integrität des Satelliten- und Zusatzsystems ab. Piloten müssen vor der Nutzung die NOTAMs zur Verfügbarkeit prüfen.
Alle visuellen Hilfen sind so konzipiert, dass sie Piloten schnell interpretierbare Hinweise für einen sicheren, stabilisierten Sinkflug bieten – jedoch nur bei Sichtflugbedingungen.
| Merkmal | ILS-Gleitweg | LPV-Gleitpfad | VASI | PAPI |
|---|---|---|---|---|
| Typ | Elektronisch, Präzision | Elektronisch, APV | Visuell | Visuell |
| Führung | Lateral & Vertikal | Lateral & Vertikal | Vertikal (nur visuell) | Vertikal (nur visuell) |
| Genauigkeit | ICAO Annex 10 Präzision | Keine ICAO-Präzision | ±0,5° (visuelle Schätzung) | Feiner (bis zu 5 Anzeigen) |
| Typischer Winkel | 3° (kann variieren) | 3° (kann variieren) | 3° (bei Bedarf bis 4,5°) | 3° (ortsabhängig) |
| Abdeckung | Bis 10 NM+ | Bis 10 NM+ | 4 NM, ±10° zur Mittellinie | 5 NM (Tag), 20 NM (Nacht), 3,4 NM |
| Einsatz bei IMC | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Missed Approach | Veröffentlicht, geschützt | Veröffentlicht, geschützt | Nicht veröffentlicht, Pilot entscheidet | Nicht veröffentlicht, Pilot entscheidet |
| Regulatorische Referenz | ICAO Annex 10, FAA AIM | ICAO Annex 10, AC 90-107, FAA AIM | ICAO Annex 14, FAA AIM, FAR 91.129(e)(3) | ICAO Annex 14, FAA AIM, FAR 91.129(e)(3) |
Regelmäßige Flug- und Bodenüberprüfungen stellen die korrekte Ausrichtung und Funktion aller Gleitwegsysteme sicher. Piloten müssen NOTAMs zur Systemverfügbarkeit prüfen und alle regulatorischen Verfahren beim Anflug einhalten.
Piloten, Fluglotsen und Flughafenbetreiber müssen Gleitwegsysteme – sowohl elektronische als auch visuelle – verstehen und effektiv nutzen, um sichere, effiziente und regelkonforme Flugzeuglandungen bei allen Wetterbedingungen zu gewährleisten.
Der Standardwinkel des Gleitwegs beträgt 3 Grad über der Horizontalen und stellt einen Ausgleich zwischen Hindernisfreiheit, Passagierkomfort und Flugzeugleistung dar. Einige Flughäfen nutzen steilere Winkel aufgrund des lokalen Geländes oder von Hindernissen.
Der ILS-Gleitweg ist ein elektronisches Signal, das vom Boden gesendet wird und den Piloten eine präzise vertikale Führung beim Endanflug gibt. Flugzeuginstrumente zeigen Abweichungen über oder unter dem Idealpfad an, sodass Piloten ihre Sinkflugrate für eine sichere Landung anpassen können.
Visuelle Hilfen wie VASI und PAPI bieten Gleitpfadführung bei guter Sicht (VMC), sind jedoch für Instrumentenwetterbedingungen (IMC) nicht geeignet. Elektronische Systeme wie ILS oder LPV werden bei schlechter Sicht verwendet.
Beide bieten vertikale und seitliche Führung, aber ILS verwendet bodengebundene Funksender, während LPV auf satellitengestützter Navigation mit Zusatzsystemen basiert. LPV-Anflüge können ILS-Mindesthöhen sehr nahekommen, werden von der ICAO jedoch nicht als Präzisionsanflüge klassifiziert.
Piloten überwachen Gleitweganzeigen auf Cockpitinstrumenten oder visuellen Hilfen. Sie passen Pitch und Leistung an, um auf dem Pfad zu bleiben, sichern damit stabilisierte Sinkflüge, Hindernisfreiheit und die richtige Schwellenüberflughöhe. Anflüge müssen wie auf offiziellen Karten veröffentlicht geflogen werden.
Optimieren Sie Flugzeuganflüge und Landungen mit modernen elektronischen und visuellen Gleitwegsystemen. Gewährleisten Sie Präzision, Sicherheit und regulatorische Konformität an jedem Flughafen.
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