Lichtverteilung
Lichtverteilung beschreibt, wie die Lichtintensität von einer Leuchte in den Raum abgegeben wird und beeinflusst Gleichmäßigkeit, Effizienz, Sicherheit und Konf...
Die Intensitätsverteilung ist das Muster der Lichtabgabe einer Quelle, das sich je nach Richtung verändert – wesentlich für effektive Lichtplanung und Normkonformität.
Intensitätsverteilung beschreibt, wie die Lichtintensität bzw. der Lichtstrom einer Lichtquelle in verschiedene Richtungen im dreidimensionalen Raum verteilt wird. Dieses grundlegende Konzept der Photometrie und Lichttechnik bildet die Basis für die effektive Planung und Umsetzung von Beleuchtung auf Straßen, Flughäfen, Arbeitsplätzen und öffentlichen Flächen.
Das Verständnis und die Kontrolle der Intensitätsverteilung sorgen dafür, dass Licht effizient und sicher eingesetzt wird – um Blendung, Lichtverschmutzung und Energieverschwendung zu minimieren und gleichzeitig Sichtbarkeit und Komfort zu maximieren. Internationale Normen (von IES, CIE, ICAO usw.) verlangen eine präzise Messung und Dokumentation der Intensitätsverteilung zur Einhaltung der Vorgaben und steuern alles von Straßenleuchten bis zu Anflugbefeuerungen.
Lichtstrom (Lumen, lm) ist die insgesamt abgegebene, vom menschlichen Auge wahrgenommene Lichtleistung einer Quelle pro Zeiteinheit und berücksichtigt die Empfindlichkeit für verschiedene Wellenlängen. Er misst die gesamte „Menge“ an Licht, unabhängig von der Richtung.
Lichtstärke (Candela, cd) gibt den Lichtstrom an, der in eine bestimmte Richtung pro Raumwinkel (Steradiant) abgegeben wird. Sie zeigt, wie fokussiert oder gestreut das Licht in dieser Richtung ist – eine entscheidende Größe für gerichtete Beleuchtung.
Ein Raumwinkel (Steradiant, sr) beschreibt einen dreidimensionalen Winkelbereich, wobei 4π Steradiant einer vollen Kugel entsprechen. Er dient zur Definition des Bereichs, über den die Intensität gemessen wird.
Der Abstrahlwinkel ist die Winkelbreite (in Grad), bei der die Lichtstärke auf 50 % ihres Maximums entlang der Hauptachse abfällt. Er klassifiziert Leuchten als Spot-, Flut- oder Breitstrahler und bestimmt, wie breit oder schmal das Licht verteilt wird.
Leuchtdichte (cd/m²) ist die Lichtstärke, die von einer Fläche in eine bestimmte Richtung pro Flächeneinheit abgegeben oder reflektiert wird und steht für die vom Auge wahrgenommene „Helligkeit“.
Beleuchtungsstärke (Lux, lx) ist der gesamte auf eine Fläche fallende Lichtstrom pro Flächeneinheit. Sie ist die wichtigste Kenngröße dafür, wie viel Licht einen Arbeitsbereich, eine Straße oder eine andere Fläche erreicht.
Lichtstärkeverteilung beschreibt das räumliche Muster der Lichtstärke, meist visualisiert durch Polardiagramme, Intensitätstabellen oder 3D-Plots.
Eine Verteilungskurve zeigt grafisch, wie sich die Lichtstärke mit dem Winkel verändert – unerlässlich für Lichtplanung und Produktauswahl.
Symmetrische Verteilungen strahlen gleichmäßig in alle Richtungen um eine Zentralachse ab; asymmetrische Verteilungen werden so gestaltet, dass mehr Licht gezielt in bestimmte Richtungen gelenkt wird, um Effizienz zu erhöhen und unerwünschte Streuung zu minimieren.
Ein Goniophotometer dreht eine Lichtquelle durch verschiedene Winkel und misst jeweils die Intensität. Es ist das Hauptinstrument zur Erfassung der Intensitätsverteilung. Die daraus gewonnenen Daten bilden die Grundlage für photometrische Dateien und Diagramme.
Eine Ulbricht-Kugel misst den gesamten Lichtstrom, jedoch nicht die räumliche Verteilung, indem sie alles ausgestrahlte Licht in einer gleichmäßig reflektierenden Kugel sammelt.
Die photometrische Entfernung stellt sicher, dass der Messaufbau einer Punktquelle entspricht, meist 5–15 mal so groß wie die Lichtquelle selbst, um genaue Ergebnisse zu erzielen.
Diese Dateien versorgen Lichtsimulationssoftware (DIALux, AGi32, Relux) mit Daten, ermöglichen genaue virtuelle Modelle und die Überprüfung der Normkonformität.
Stellen die Lichtstärke (cd) als Radius zum jeweiligen Winkel in einer 2D-Ebene dar, oft überlagert für verschiedene Ebenen.
Tragen die Intensität gegen den Winkel auf einer Geraden ab – hilfreich zum Erkennen von Nebenmaxima oder Abgrenzungen des Lichtkegels.
Bieten eine vollständige räumliche Visualisierung der Lichtabgabe, besonders nützlich für komplexe oder asymmetrische Leuchten.
Listet den prozentualen Anteil des gesamten Lichts auf, der in bestimmten Winkelzonen abgegeben wird, und hilft Planern, das Licht gezielt zu konzentrieren.
| Merkmal | Symmetrisch | Asymmetrisch |
|---|---|---|
| Muster | Gleichmäßig um die Achse herum | Gezielt auf Zielbereiche ausgerichtet |
| Typische Anwendung | Hallen, Großraumbüros, Sportstätten | Straßen, Wandflutung, Parkplätze |
| Vorteile | Gleichmäßig, einfache Installation | Fokussiert, energieeffizient, geringere Streuung |
| Nachteile | Möglicher Lichtverlust, weniger effizient | Erfordert exakte Ausrichtung, weniger vielseitig |
Visualisierung:
Symmetrisch: kreisförmige Polarkurve.
Asymmetrisch: elliptische oder verzogene Kurve.
Straßenleuchten verwenden asymmetrische Verteilungen, um das Licht entlang der Fahrbahn zu lenken und Blendung sowie Streulicht auf angrenzende Grundstücke zu minimieren. Moderne LED-Straßenleuchten nutzen präzise Optiken, um diese Muster zu erzeugen und die IES- und CIE-Normen für Sicht und Sicherheit auf Straßen zu erfüllen.
Die ICAO gibt präzise Intensitätsverteilungen für Anflug-, Schwellen- und Startbahnbefeuerung vor, um die Sichtbarkeit bei allen Wetterlagen sicherzustellen. Photometrische Daten sorgen dafür, dass die Lichter aus den geforderten Entfernungen und Winkeln sichtbar und die Blendung für Piloten minimiert wird.
Symmetrische Leuchten sorgen für gleichmäßiges Licht in Großraumbüros und Verkaufsflächen, steigern den Komfort und verringern Schattenbildung. Asymmetrische Wandfluter setzen architektonische Elemente in Szene oder schaffen gezielt Lichtakzente mit kontrolliertem Streulicht.
Hallen- und Flutlichtanlagen erfordern eine gezielte Steuerung der Intensitätsverteilung, um gleichmäßige Ausleuchtung und minimale Blendung sicherzustellen – besonders wichtig für Sehaufgaben und sicheres Arbeiten.
Internationale Normungsgremien definieren die Anforderungen an die Intensitätsverteilung in verschiedenen Einsatzbereichen:
Photometrische Dateien und Prüfberichte müssen von akkreditierten Laboren gemäß diesen Normen erstellt werden.
Die Intensitätsverteilung ist ein Grundpfeiler moderner Lichtplanung und ermöglicht es Ingenieuren und Architekten, Licht genau dorthin zu lenken, wo es gebraucht wird – sicher, effizient und normgerecht. Wer photometrische Daten lesen, interpretieren und anwenden kann, sorgt für optimale Beleuchtung, reduziert Verschwendung und verbessert die Qualität von Bauwerken.
Ob Sie eine Startbahn beleuchten, eine Straße gestalten oder ein Büro planen – das Beherrschen der Prinzipien der Intensitätsverteilung hilft Ihnen, beste Lichtlösungen zu erzielen.
Für professionelle Unterstützung bei der Optimierung der Intensitätsverteilung in Ihrem nächsten Lichtprojekt kontaktieren Sie unser Team oder vereinbaren Sie eine Demo .
Die Intensitätsverteilung beschreibt, wie die von einer Lichtquelle abgegebene Lichtintensität sich je nach Richtung im Raum verändert. Sie wird grafisch durch Polardiagramme oder Lichtstärkeverteilungskurven dargestellt und ist entscheidend, um Licht gezielt einzusetzen, Blendung und Lichtverschmutzung zu minimieren.
Die Intensitätsverteilung wird mit Geräten wie Goniophotometern gemessen, die die Lichtstärke in verschiedenen Winkeln erfassen. Die Daten werden in photometrischen Dateien (IES oder LDT) zusammengefasst und dienen zur Erstellung von Kurven und Diagrammen für die Lichtplanung.
Symmetrische Lichtverteilungen strahlen das Licht gleichmäßig in alle Richtungen um eine Zentralachse ab und eignen sich für die allgemeine Raumbeleuchtung. Asymmetrische Verteilungen bündeln das Licht gezielt in bestimmte Richtungen, erhöhen die Effizienz und minimieren Streulicht, was z. B. für Straßen- oder Wandbeleuchtung wichtig ist.
Diese Kurven helfen Planern, Leuchten so auszuwählen und zu positionieren, dass das gewünschte Beleuchtungsmuster erreicht, gesetzliche Anforderungen erfüllt, Blendung reduziert sowie Sicherheit und visueller Komfort gewährleistet werden.
Normen von Organisationen wie IES, CIE und ICAO definieren die erforderliche Intensitätsverteilung für verschiedene Beleuchtungsanwendungen und stellen die Einhaltung von Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und visuellen Komfort in unterschiedlichen Umgebungen sicher.
Erfahren Sie, wie das Verständnis der Intensitätsverteilung Ihre Lichtprojekte optimieren, die Effizienz verbessern und die Einhaltung von Branchenstandards sicherstellen kann. Unsere Experten helfen Ihnen, Lösungen für Ihre individuellen Anforderungen zu entwickeln.
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