Luftfahrtbeleuchtung
Luftfahrtbeleuchtung bezieht sich auf spezialisierte Beleuchtungssysteme, die auf Flughäfen und an Bord von Flugzeugen eingesetzt werden, um einen sicheren und ...
Die Lichtsteuerung an Flughäfen sorgt für optimale Beleuchtung für den Flugbetrieb und balanciert Sicherheit, Effizienz, Umweltauswirkungen und behördliche Vorgaben.
Die Lichtsteuerung an Flughäfen ist ein zentraler Bestandteil des Flugbetriebs. Sie vereint fortschrittliche Technologie, Einhaltung von Vorschriften und bewährte Betriebsverfahren, um sichere, effiziente und zuverlässige Flugzeugbewegungen unter allen Bedingungen zu gewährleisten. Dieses Glossar bietet einen umfassenden Überblick über Schlüsselbegriffe, Systeme und Vorschriften zur Lichtsteuerung im Flughafenbereich.
Flugplatzbeleuchtung umfasst alle visuellen Hilfsmittel, die an Flughäfen installiert sind, um sichere Flugzeugbewegungen beim Start, bei der Landung und beim Rollen zu unterstützen – insbesondere bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter. Dazu gehören Start- und Rollbahnrandleuchten, Anflugbeleuchtung, Vorfeldbeleuchtung, Hindernislichter und mehr. ICAO Annex 14, Volume I, definiert Standards für Anordnung, Farbe, Intensität und Steuerung. Moderne Entwicklungen setzen auf LED-Technik, intelligente Steuerung und Integration mit digitalen Überwachungssystemen. Regelmäßige Inspektionen sind unerlässlich, um sicherheitskritische Ausfälle zu verhindern.
Die Flugbetriebsflächenbeleuchtung konzentriert sich auf die visuelle Führung von Flugzeugen auf Bewegungsflächen – Start- und Rollbahnen sowie Vorfelder. Zu den Komponenten zählen Rand- und Mittellinienlichter, Stopbars und Markierungen. Das Design hält sich an ICAO- und FAA-Standards und wird an die jeweilige Betriebskategorie des Flughafens (CAT I, II, III) angepasst. Fortschrittliche Steuerungssysteme wie ALCMS ermöglichen eine dynamische Verwaltung nach aktuellem Bedarf.
ALCMS ist eine zentrale Plattform, mit der Lotsen und Wartungspersonal die gesamte Flugbetriebsflächenbeleuchtung steuern können. Sie bietet eine grafische Benutzeroberfläche für den Echtzeitstatus, die Intensitätsanpassung, Diagnosen und die Auswahl von Szenarien (z. B. schlechte Sicht, Wartung). Die Integration mit Wetter- und Flughafensystemen ermöglicht koordinierte Reaktionen. ALCMS verbessert Sicherheit, Effizienz und Energiemanagement.
ALS ist eine Anordnung von Lichtern, die von der Startbahn in den Anflugbereich reicht und Piloten während des Endanflugs – insbesondere bei schlechter Sicht – wichtige visuelle Referenzen bietet. Die Ausführung (ALSF-1, ALSF-2, MALSR, ODALS) variiert je nach Präzisionskategorie der Bahn. Vorschriften regeln Layout, Farbe und Intensität. Die Aktivierung erfolgt über das Steuerungssystem mit mehreren Intensitätsstufen.
ARCAL ermöglicht es Piloten, die Beleuchtung über den Bordfunk (meist auf UNICOM/CTAF-Frequenz) zu aktivieren oder anzupassen. Häufig an abgelegenen oder unkontrollierten Flughäfen im Einsatz, reduziert ARCAL Energieverbrauch und Lichtverschmutzung, da Beleuchtung nur bei Bedarf eingeschaltet wird. Typ J und K bieten Ein/Aus-Funktion und Intensitätswahl. Anweisungen stehen in den Flugplatzverzeichnissen.
Automatisierte Systeme nutzen Sensoren, Steuerungen und Software, um die Beleuchtung nach Umgebungsbedingungen, Zeitplänen oder Flugbewegungen zu steuern. Die Automatisierung sorgt für optimale Beleuchtung, erhöht die Effizienz und spart Energie, während stets eine manuelle Übersteuerung für die Sicherheit möglich bleibt.
Die Vorfeldbeleuchtung sorgt bei Dunkelheit oder schlechter Sicht für sichere und effiziente Bodenabfertigung. Leuchten sind auf hohen Masten oder Gebäuden angebracht und auf Blend- und Streulichtminimierung ausgelegt. LED-Technik und zonenbasierte Steuerung sind verbreitet. Eine gute Vorfeldbeleuchtung reduziert Bodenunfälle und unterstützt die effiziente Flugzeugabfertigung.
Das Bedienfeld ist die Schnittstelle für die Lichtsteuerung – von physischen Schaltern bis zu Touchscreens, die in ALCMS integriert sind. Hierüber erfolgen Aktivierung, Intensitätsanpassung, Szenarienauswahl und Diagnosen. Sicherheit und Redundanz sind wichtige Merkmale.
Stromüberwachungsrelais überwachen Stromkreise auf Beleuchtungsfehler (Lampen defekt, Unterbrechungen, ungewöhnliche Lasten). Bei Abweichungen wird eine Wartungswarnung ausgelöst. Regelmäßige Tests stellen Zuverlässigkeit sicher.
Ein Demarkationsbalken, meist gelb beleuchtet, trennt eine Bahn mit verschobener Schwelle von angrenzenden Flächen. Er verhindert Verwechslungen beim Landen und Starten. Platzierung und Ausführung sind durch ICAO/FAA geregelt.
Eine verschobene Schwelle ist ein Landepunkt, der von Beginn der Startbahn versetzt ist – meist zur Hindernisfreiheit oder zum Schutz des Belags. Markierungen und Befeuerung kennzeichnen die nutzbaren Flächen deutlich. Details finden sich in Karten und Anflugblättern.
Randleuchten markieren die Grenzen von Startbahnen (weiß, am Ende mit gelb) und Rollbahnen (blau). Ihre Intensität kann je nach Sichtbedingungen angepasst werden. Robuste Bauweise schützt vor Wetter und Betriebseinflüssen.
Die FAA reguliert alle Aspekte der Zivilluftfahrt in den USA, einschließlich der Flughafenbeleuchtung. Sie veröffentlicht Standards für Planung, Installation, Betrieb und Wartung (z. B. AC 150/5340-30, AC 150/5345-46, AC 150/5345-56). Das Aeronautical Information Manual (AIM) bietet Anwenderhinweise.
Der Gleitpfad ist der ideale Sinkwinkel für die Landung und wird visuell durch Systeme wie PAPI oder VASI und elektronisch durch das ILS angezeigt. Eine präzise Gleitpfadbeleuchtung gewährleistet sichere, stabile Anflüge.
Beleuchtungssysteme verfügen über mehrere Intensitätsstufen, sodass sie an Sicht- und Betriebsbedingungen angepasst werden können. Die Auswahl erfolgt automatisch oder manuell und optimiert die Sicht für Piloten, spart Energie und reduziert Blendung.
Lichtverschmutzung durch Flughafenbetrieb kann Gemeinden und Tierwelt beeinträchtigen. Lösungen sind LED-Leuchten, gerichtete Beleuchtung, Dimmung und intelligente Steuerungen, um überschüssige Beleuchtung zu vermeiden.
Regelmäßige Wartung, Inspektionen und Überwachung sind entscheidend für die Zuverlässigkeit der Beleuchtung. Moderne Systeme bieten Echtzeitdiagnosen, Fehlerwarnungen und Fernüberwachung und ermöglichen so vorbeugende Maßnahmen und schnelle Reaktion.
Hindernislichter (meist rot oder weiß) kennzeichnen hohe Bauwerke, Gelände oder temporäre Gefahren und verhindern Kollisionen. Platzierung und Intensität sind geregelt, um aus allen relevanten Anflugrichtungen sichtbar zu sein.
PAPI und VASI sind visuelle Hilfen zur Gleitpfadführung. PAPI verwendet eine Leuchtenreihe, deren Farbe sich je nach Anflugwinkel ändert; VASI nutzt zwei Leuchtenbalken. Beide sind für sichere Landungen unerlässlich.
PCL ermöglicht es Piloten, die Flugbetriebsflächenbeleuchtung vom Cockpit aus über Funk zu aktivieren oder anzupassen – wichtig für unkontrollierte Flughäfen und den Betrieb außerhalb der Dienstzeiten.
Redundanz in der Lichtsteuerung umfasst Notstromversorgung, mehrere Steuerwege und ausfallsichere Mechanismen. Sie stellt eine ununterbrochene Beleuchtung bei Ausfall von Geräten oder Strom sicher.
Die Planung und der Betrieb der Flughafenbeleuchtung werden durch Vorgaben der ICAO (Annex 14) und in den USA der FAA (Advisory Circulars) geregelt. Diese Standards stellen Einheitlichkeit, Sicherheit und Interoperabilität sicher.
Fernüberwachung ermöglicht die Beobachtung und Verwaltung der Beleuchtungssysteme von außerhalb, unterstützt Diagnosen, Wartung und schnelle Fehlerbehebung.
Weiße Lichter, die in der Mitte der Startbahn eingelassen sind (am Ende teilweise abwechselnd mit Rot/Gelb), geben Ausrichtungshinweise für Start und Landung.
Sequenzielle Blitzlichter, die in Anflugbeleuchtungssystemen verwendet werden, geben Piloten dynamische visuelle Hinweise beim Anflug – insbesondere bei Präzisionsbahnen.
Eine Stopbar ist eine Reihe roter Lichter an Kreuzungen von Roll- und Startbahnen. Sie steuert die Bewegung von Flugzeugen und verhindert ein Eindringen in die Startbahn. Die Aktivierung/Deaktivierung erfolgt durch Lotsen, Stopbars sind bei schlechter Sicht für die Sicherheit unerlässlich.
Grüne Lichter in der Mitte der Rollbahn führen Flugzeuge bei Bodenbewegungen und sorgen für sichere Wege vom Vorfeld zur Bahn und umgekehrt.
Schwellenbefeuerungen kennzeichnen den Beginn (grün) und das Ende (rot) der Startbahn und markieren für Piloten deutlich die Bahngrenzen.
USV-Systeme versorgen kritische Beleuchtungskreise bei Stromausfällen unterbrechungsfrei und überbrücken die Zeit bis zum Anlaufen der Generatoren.
Visuelle Hilfen umfassen alle Beleuchtung und Beschilderung, die Piloten bei der Navigation und Orientierung während des Flughafenbetriebs unterstützen.
Für verbindliche und aktuelle Informationen konsultieren Sie immer die Vorschriften und Handbücher der Hersteller.
Ist die Lichtintensität zu hoch, kann dies Blendung verursachen, das Erkennen visueller Hinweise für Piloten erschweren und die Nachtsicht beeinträchtigen. Zu helles Licht verschwendet zudem Energie und beschleunigt den Verschleiß der Anlagen. Ist die Intensität zu niedrig, erkennen Piloten möglicherweise die Grenzen von Start- oder Rollbahnen nicht, was das Risiko von Navigationsfehlern oder Vorfällen – besonders bei schlechtem Wetter – erhöht. Vorschriften legen optimale Einstellungen fest, moderne Systeme passen die Intensität oft mithilfe von Sensoren automatisch an.
Nein. PCL findet sich typischerweise an unkontrollierten oder abgelegenen Flughäfen. Es erfordert spezielle Funkempfänger und Relais, die mit dem Beleuchtungssystem verbunden sind. Große, kontrollierte Flughäfen nutzen zentral gesteuerte Beleuchtung, die von Fluglotsen oder entsprechendem Personal bedient wird. Piloten müssen die Verfügbarkeit von PCL in offiziellen Flughafenpublikationen prüfen, bevor sie sich darauf verlassen.
Lotsen verwenden fortschrittliche Airport Lighting Control and Monitoring Systems (ALCMS) mit grafischen Oberflächen zur Anzeige des aktuellen Beleuchtungsstatus. Sie können Beleuchtung aktivieren, deaktivieren und die Intensität anpassen, mit vordefinierten Szenarien für verschiedene Betriebsbedingungen. ALCMS ist oft mit Wettersensoren und Flughafenmanagementsystemen integriert und ermöglicht sichere, effiziente und standardisierte Beleuchtung.
Traditionelle Glüh- oder Halogenlampen halten 1.000–5.000 Stunden und müssen häufig ersetzt werden. LEDs, die heute Standard sind, halten über 50.000 Stunden und reduzieren den Wartungsaufwand erheblich. Die Austauschhäufigkeit hängt zudem von Umwelteinflüssen und Betriebsstunden ab. Flughäfen folgen den Herstellervorgaben und regulatorischen Anforderungen für Wartungspläne.
Zuverlässigkeit wird durch Redundanz erreicht: mehrere Stromversorgungen, automatische Umschalter und Notstromaggregate oder USV für kritische Stromkreise. Fehler werden durch Relais und Diagnosesysteme überwacht. Bei Stromausfall übernimmt die Notstromversorgung innerhalb von Sekunden, und regelmäßige Tests stellen die Betriebsbereitschaft gemäß regulatorischer Vorgaben sicher.
Niedrige Sichtverhältnisse (Nebel, Regen, Schnee, Nacht) führen zu erhöhter Lichtintensität oder dem Einsatz zusätzlicher Beleuchtungssysteme. Sensoren und automatisierte Steuerungen passen die Beleuchtung abhängig von den Umgebungsbedingungen an, oft in Verbindung mit Wetterdaten. Wartung ist erforderlich, um Leuchten von Schnee und Eis freizuhalten.
Umweltaspekte umfassen Energieverbrauch, Lichtverschmutzung und Auswirkungen auf die Tierwelt. Flughäfen nutzen energieeffiziente LEDs, automatische Dimmung und gerichtete Beleuchtung, um Streulicht zu reduzieren. Intelligente Steuerungen und Zeitpläne minimieren unnötige Beleuchtung. Internationale Standards geben bewährte Verfahren zur Minimierung von Auswirkungen bei gleichzeitiger Wahrung der Sicherheit vor.
Startbahn-Mittellinienlichter sind weiß (teilweise abwechselnd mit Rot/Gelb am Ende) und helfen Piloten, sich auf Startbahnen auszurichten, insbesondere bei schlechter Sicht. Rollbahn-Mittellinienlichter sind grün und führen Flugzeuge entlang der Rollwege. Diese Farb- und Platzierungsvorgaben sind für Piloten standardisiert.
Moderne Systeme verwenden Stromüberwachungsrelais und automatische Diagnosen zur Überwachung von Stromkreisen und Leuchten und erzeugen Echtzeitmeldungen bei Fehlern. Protokolle werden für die Fernüberprüfung geführt. Kleinere Flughäfen setzen auf Sichtkontrollen und planmäßige Tests.
In den USA: FAA Advisory Circulars wie AC 150/5340-30, AC 150/5345-46 und AC 150/5345-56 sowie das Aeronautical Information Manual (AIM). Weltweit legt ICAO Annex 14, Volume I, Standards und empfohlene Verfahren fest. Die Einhaltung stellt Sicherheit und Einheitlichkeit sicher.
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