Localizer (LOC)
Ein Localizer (LOC) ist eine Schlüsselkomponente des Instrumentenlandesystems (ILS) und liefert präzise laterale (links-rechts) Führung, um Flugzeuge während de...
Ein Localizer (LOC) liefert präzise seitliche (links-rechts) Führung für Flugzeuge während Instrumentenanflügen und sorgt für eine sichere Ausrichtung zur Landebahn bei schlechter Sicht.
Ein Localizer (LOC) ist ein spezialisiertes, bodengestütztes Funknavigationssystem, das während der Endanflugphase eine präzise seitliche Führung für Flugzeuge bietet, insbesondere unter instrumentenflugwetterbedingungen (IMC). Der Localizer arbeitet im VHF-Band und ist ein zentraler Bestandteil des Instrumentenlandesystems (ILS), sodass das Flugzeug auch bei schlechter Sicht exakt auf der Mittellinie der Landebahn ausgerichtet bleibt. Der Localizer kann auch eigenständig bei Nicht-Präzisionsanflügen (nur LOC) verwendet werden und bietet eine entscheidende Links-Rechts-Ausrichtung für sichere Landungen.
Das Localizer-Antennenfeld ist in der Regel hinter dem Abflugende der Landebahn installiert und exakt auf die Mittellinie der Bahn ausgerichtet. Diese Bodengeräte senden ein sehr gerichtetes UKW-Signal aus, das von den Navigationssystemen des Flugzeugs empfangen und ausgewertet wird. Jede Abweichung von der Mittellinie wird dem Piloten unmittelbar über Cockpit-Instrumente angezeigt, sodass präzise Korrekturen möglich sind. Die Genauigkeit des Localizers übertrifft die anderer Navigationshilfen bei Streckennavigation deutlich und bietet eine Kursbreite am Landebahnschwelle zwischen 3° und 6°, was etwa 700 Fuß in einer Seemeile Entfernung zur Antenne entspricht.
Der Localizer ist für den Allwetterbetrieb an mit ILS ausgestatteten Flughäfen unerlässlich und ermöglicht sowohl Präzisions- als auch Nicht-Präzisionsanflüge, wenn optische Referenzen nicht ausreichen. Sein Einsatz ist in veröffentlichten Instrumentenanflugverfahren vorgeschrieben und wird durch internationale Standards der ICAO sowie nationale Behörden wie FAA und EASA geregelt.
Das Localizer-System sendet zwei sich überlappende amplitudenmodulierte Signale im oberen VHF-Band aus, speziell von 108,10 MHz bis 111,95 MHz (nur ungerade Zehntel). Diese Zuordnung verhindert Störungen mit VOR-Anlagen, die die geraden Zehntel und den übrigen Bereich nutzen.
Das ausgestrahlte Signal besteht aus:
Ein phasenverschobenes Antennenfeld erzeugt durch Überlappung dieser Sektoren einen scharf definierten Kurs. Der Empfänger im Flugzeug erkennt den Unterschied in der Modulationstiefe. Gleiche Stärke bedeutet, das Flugzeug befindet sich auf der Mittellinie; Überwiegen einer Seite zeigt eine Abweichung nach links oder rechts an. Die hohe Empfindlichkeit des LOC-Signals ermöglicht präzise Korrekturen; eine vollständige CDI-Ablenkung entspricht typischerweise nur etwa 2,5° seitlicher Abweichung.
| Parameter | Wert/Bereich |
|---|---|
| Frequenzbereich | 108,10–111,95 MHz (nur ungerade Zehntel) |
| Modulationsfrequenzen | 90 Hz (links), 150 Hz (rechts) |
| Typische Kursbreite | 3°–6° (meist 5° gesamt) |
| Kursbreite an Schwelle | ~700 Fuß (bei 1 NM von der Antenne) |
Das Einsatzgebiet eines Localizers ist streng definiert. Die ICAO legt fest:
Gelände, Hindernisse und die Flughafenanordnung können die praktische Abdeckung beeinflussen. Veröffentlichte Verfahren berücksichtigen diese Faktoren bei der Festlegung von Anflugpunkten und Mindesthöhen. Die Signalqualität und der Schutz vor Mehrwegeausbreitung oder Störungen sind durch ICAO Anhang 10 geregelt und gewährleisten eine hohe Zuverlässigkeit im zertifizierten Sektor.
| Bereich | Winkel zur Mittellinie | Maximale Reichweite | Höhenbegrenzung |
|---|---|---|---|
| Volle Genauigkeit | ±10° | 18 NM | Bis zu 4.500 Fuß über Antenne |
| Nutzbar | ±35° | 10 NM | Bis zu 4.500 Fuß über Antenne |
Jede LOC-Station sendet eine einzigartige Morsecode-Kennung, die in der Regel mit einem “I” (für “ILS”) beginnt und von einem dreibuchstabigen Code gefolgt wird (z.B. “I-RDU” für Raleigh-Durham). Diese Kennung wird mindestens sechsmal pro Minute auf den Träger moduliert. Piloten bestätigen die richtige LOC-Anlage, indem sie diesen Code abhören – ein vorgeschriebener Schritt, um Navigationsfehler zu vermeiden.
Die meisten modernen Avioniksysteme zeigen die Kennung digital an, dennoch sind Piloten darauf geschult, die Audio-Kennung als Backup zu überprüfen, insbesondere an Flughäfen mit mehreren ILS/LOC-Anlagen.
Der Course Deviation Indicator (CDI) ist das Cockpit-Instrument, das die Position des Flugzeugs im Verhältnis zum gewählten Navigationskurs anzeigt. Bei Localizer-Anflügen ist der CDI äußerst empfindlich – eine vollständige Ausschlag entspricht nur etwa 2,5° seitlicher Abweichung von der Mittellinie. Diese Empfindlichkeit ist für einen präzisen, stabilen Anflug entscheidend.
Moderne Flugzeuge verwenden häufig ein Horizontal Situation Indicator (HSI) oder integrierte EFIS-Anzeigen, die CDI-Funktionalität mit Kompass- und anderen Navigationshinweisen kombinieren.
Der Gleitweg (GS) bietet vertikale Führung und wird im vollständigen ILS mit dem Localizer kombiniert. Der Gleitwegsender befindet sich etwa 750–1.250 Fuß hinter dem Landebahnschwelle, 400–600 Fuß seitlich versetzt, und sendet ein UHF-Signal (329,3–335 MHz). Der GS verwendet eine ähnliche 90 Hz- und 150 Hz-Modulation, jedoch in der Vertikalen. Mit LOC und GS fliegen Piloten einen 3D-Anflugpfad, meist mit 3° Sinkwinkel.
Steht nur der LOC zur Verfügung (nur LOC-Anflug), erfolgt der Sinkflug über Schritt-für-Schritt-Fixe und veröffentlichte Mindesthöhen.
Marker Beacons geben Positionshinweise entlang des Anflugs:
Jeder sendet ein 75 MHz-Signal mit individuellen Cockpit-Leuchten und Tönen. DME wird zunehmend anstelle von Markern eingesetzt und liefert kontinuierlich die Schrägentfernung zu einem Fixpunkt oder zur Landebahn, was das Situationsbewusstsein und die Genauigkeit verbessert.
Ein ILS-Anflug nutzt sowohl LOC als auch GS für einen Präzisionsanflug, der Landungen bei geringer Sicht ermöglicht. Die Mindesthöhen liegen bei bis zu 200 Fuß GND und 1.800 Fuß RVR für CAT I und noch tiefer für CAT II/III mit entsprechender Zulassung von Flugzeug und Besatzung.
Ein LOC-Anflug verwendet nur den Localizer für die seitliche Führung (kein vertikaler GS). Für den Sinkflug werden Schritt-für-Schritt-Fixe und Mindesthöhen (MDA) genutzt. LOC-Anflüge sind an Flughäfen oder Landebahnen ohne vollständige ILS-Anlagen verbreitet.
Ein LOC BC-Anflug nutzt die Rückseite des Localizer für einen Anflug auf die Gegenrichtung der Landebahn. Es gibt keinen Gleitweg, und Piloten müssen auf umgekehrte Anzeigen bei bestimmten Instrumenten achten, sofern diese nicht korrekt eingestellt sind.
Piloten müssen:
Moderne Systeme zeigen die Kennung digital an, dennoch werden Piloten darin geschult, die Audio-Kennung zur Sicherheit gegenzuprüfen.
Für nur LOC Front Course:
Für LOC BC-Anflüge:
| Merkmal | Localizer (LOC) | VOR (VHF Omnidirectional Range) |
|---|---|---|
| Führung | Seitlich (nur ein Kurs) | 360° Radialführung |
| Frequenzbereich | 108,10–111,95 MHz (nur ungerade Zehntel) | 108,00–117,95 MHz (gerade Zehntel + Rest) |
| Empfindlichkeit | Hoch (700 Fuß Breite an der Schwelle) | Geringer (10° Breite) |
| Einsatz im ILS | Ja | Nein |
| Nutzung für Streckennavigation | Nein | Ja |
| Kurseinstellung | Durch Landbahnausrichtung festgelegt | Pilot wählt gewünschten Radial |
| ILS-Kategorie | Entscheidungshöhe (DH) | Mindest-Sichtweite (RVR) |
|---|---|---|
| CAT I | ≥ 200 Fuß | ≥ 1.800 Fuß |
| CAT II | 100–199 Fuß | ≥ 1.200 Fuß |
| CAT IIIa | <100 Fuß oder keine | ≥ 700 Fuß |
| CAT IIIb | <50 Fuß oder keine | ≥ 150 Fuß |
| CAT IIIc | Keine | Keine Begrenzung |
Reverse Sensing tritt bei Back Course-Anflügen auf, wenn die Instrumentenanzeige invertiert ist und der Pilot in die falsche Richtung steuert. Dies passiert vor allem bei HSIs, wenn nicht der Front Course eingestellt ist. Die richtige Einrichtung und Pilotenschulung sind entscheidend, um Navigationsfehler zu vermeiden.
Es ist entscheidend, die richtige Frequenz einzustellen und die Kennung zu überprüfen, um zu vermeiden, dass versehentlich der falsche Localizer angeflogen wird – besonders an Flughäfen mit mehreren ILS/LOC-Systemen.
Nahes Gelände oder Bauwerke können Mehrwegeeffekte verursachen und das LOC-Signal verfälschen. Piloten sollten auf NOTAMs zur Signalqualität achten und stets die veröffentlichten Anflugverfahren befolgen.
Ein Localizer (LOC) ist eine grundlegende Navigationshilfe, die seit Jahrzehnten sichere Landungen bei jedem Wetter ermöglicht. Seine Präzision, Zuverlässigkeit und die Integration ins ILS machen ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil moderner Luftfahrtsicherheit und Effizienz.
Die Hauptfunktion eines Localizer (LOC) besteht darin, während des Endanflugs zur Landung eine präzise seitliche (links-rechts) Führung für Flugzeuge bereitzustellen, sodass das Flugzeug insbesondere bei schlechter Sicht auf der Mittellinie der Landebahn bleibt. Er ist ein Kernelement des Instrumentenlandesystems (ILS) und wird sowohl bei Präzisions- als auch bei Nicht-Präzisionsanflügen eingesetzt.
Ein Localizer (LOC) bietet einen einzigen, äußerst empfindlichen Kurs, der auf eine Landebahn für den Anflug ausgerichtet ist, während ein VOR (VHF Omnidirectional Range) 360 Radialen für die Streckennavigation bereitstellt. LOCs arbeiten auf bestimmten UKW-Frequenzen (ungerade Zehntel), haben eine viel höhere seitliche Empfindlichkeit und werden für Anflüge verwendet, während VORs für die großflächige Navigation und Streckenführung eingesetzt werden.
Ein Localizer Back Course (LOC BC) Anflug verwendet die Rückseite des Localizer-Signals, um seitliche Führung für einen Anflug auf das gegenüberliegende Landebahnende zu bieten. Es gibt keine Gleitwegführung, und Piloten müssen auf eine umgekehrte Anzeige bei bestimmten Instrumenten achten, was eine korrekte Einrichtung und Schulung erfordert.
Ein Localizer bietet vollständige Genauigkeit innerhalb von 10° zur Mittellinie der Landebahn bis zu 18 NM von der Antenne und ist innerhalb von 35° bis zu 10 NM nutzbar. Die vertikale Abdeckung reicht bis zu 4.500 Fuß über der Antenne. Außerhalb dieser Grenzen kann das Signal für die Anflugnavigation unzuverlässig sein.
Jeder Localizer sendet einen einzigartigen Morsecode-Kennung (z.B. 'I-RDU') auf seiner Trägerfrequenz. Piloten müssen diesen Kennungston abhören und verifizieren, bevor sie mit dem Anflug beginnen, um sicherzustellen, dass sie die richtige Anlage anfliegen – dies ist besonders bei Flughäfen mit mehreren ILS-Systemen entscheidend für die Sicherheit.
Erweitern Sie die Instrumentenanflugfähigkeiten Ihres Flughafens oder schulen Sie Ihre Piloten für fortgeschrittene LOC- und ILS-Verfahren. Entdecken Sie, wie präzise seitliche Führung Sicherheit und Effizienz bei jedem Wetter verbessert.
Ein Localizer (LOC) ist eine Schlüsselkomponente des Instrumentenlandesystems (ILS) und liefert präzise laterale (links-rechts) Führung, um Flugzeuge während de...
Landesystem – Navigation (LS) kombiniert boden- und bordseitige Navigationshilfen—ILS, VOR, DME, Markierungsbaken, GBAS und visuelle Hilfen—um präzise und siche...
Das Instrumentenlandesystem (ILS) ist eine weltweit standardisierte Funknavigationshilfe, die Flugzeuge bei schlechter Sicht zu Landebahnen führt und essentiell...
Cookie-Zustimmung
Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern und unseren Datenverkehr zu analysieren. See our privacy policy.