Lichtstrom
Der Lichtstrom ist die Gesamtmenge des von einer Quelle pro Zeiteinheit abgegebenen sichtbaren Lichts, gewichtet nach der Empfindlichkeit des menschlichen Auges...
Lumen (lm) ist die SI-Einheit für den Lichtstrom und misst die gesamte sichtbare Lichtleistung einer Quelle, gewichtet nach der Empfindlichkeit des menschlichen Auges.
Das Lumen (Symbol: lm) ist die im Internationalen Einheitensystem (SI) abgeleitete Einheit für den Lichtstrom, eine grundlegende Größe der Photometrie. Der Lichtstrom beschreibt die gesamte sichtbare Lichtmenge, die eine Quelle pro Zeiteinheit abstrahlt, wie sie vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Im Gegensatz zur radiometrischen Leistung (Watt), die alle elektromagnetische Energie erfasst, berücksichtigt das Lumen nur den Teil der Strahlung, der das menschliche Sehen anregt. Dieser photometrische Ansatz ist zentral für Lichttechnik, Architektur, Produktkennzeichnung und Regularien und bietet eine universelle Größe zum Vergleich der Helligkeit von Lampen, Leuchten und LEDs.
Nach der SI-Definition ist ein Lumen der Lichtstrom, der in einen Raumwinkel von einem Steradiant von einer Punktquelle mit einer Lichtstärke von einer Candela ausgestrahlt wird:
[ 1 \ \mathrm{lm} = 1 \ \mathrm{cd} \times 1 \ \mathrm{sr} ]
Die Candela (cd) ist die SI-Basiseinheit für Lichtstärke (in eine bestimmte Richtung), während der Steradiant (sr) den Raumwinkel misst. Ihr Produkt, das Lumen, quantifiziert die gesamte sichtbare Lichtleistung einer Quelle in alle Richtungen.
Der Lichtstrom ist nicht einfach ein Maß für die energetische Leistung einer Lichtquelle. Er wird durch die photopische Hellempfindlichkeitsfunktion V(λ) gewichtet, die die durchschnittliche Empfindlichkeit des menschlichen Auges gegenüber verschiedenen Wellenlängen unter gut beleuchteten (photopischen) Bedingungen beschreibt. Das Auge ist am empfindlichsten für grünes Licht bei 555 nm und weit weniger empfindlich für Rot und Violett. Zwei Lichtquellen mit gleicher Strahlungsleistung, aber unterschiedlichem Spektrum, können daher sehr unterschiedliche Lichtströme abgeben.
Beispielsweise kann eine Lampe, die nur Infrarot oder Ultraviolett abstrahlt, eine hohe Strahlungsleistung (Watt), aber null Lichtstrom (Lumen) haben, da diese Wellenlängen für Menschen unsichtbar sind.
Lichtströme sind additiv, was die Messung komplexer Beleuchtungssysteme ermöglicht. Sie sind essenziell für die Berechnung der Beleuchtungsstärke (Lux), die angibt, wie viel Lichtstrom auf eine gegebene Fläche fällt – entscheidend für Arbeitsplätze, Straßen oder Flugfelder.
Im SI-System gilt:
Die SI-Broschüre 2018 präzisiert:
„Das Lumen, Symbol lm, ist die SI-Einheit des Lichtstroms. Es ist definiert, indem der feste Zahlenwert der Candela auf 1 und der des Steradiant auf 1 festgelegt wird, so dass 1 lm = 1 cd × 1 sr.“
Für eine isotrope Punktquelle (gleichmäßige Abstrahlung in alle Richtungen) beträgt der Gesamtraumwinkel 4π sr, also:
[ \Phi_v = I_v \times 4\pi ]
wobei (I_v) die Lichtstärke in Candela ist.
| SI-Einheit | Name | Symbol | Definition |
|---|---|---|---|
| Lumen | Lumen | lm | 1 lm = 1 cd × 1 sr |
| Candela | Candela | cd | SI-Basiseinheit |
| Steradiant | Steradiant | sr | SI-Raumwinkeleinheit |
Eine genaue Messung des Lichtstroms erfordert nicht nur das Erfassen des gesamten Lichts einer Quelle, sondern auch die korrekte spektrale Gewichtung. Das zentrale Laborgerät hierfür ist die Ulbricht-Kugel (Integrationskugel):
Weitere Geräte sind Spektroradiometer (für wellenlängenaufgelöste Messungen) und Photometer (für Intensitäts- und Beleuchtungsstärkemessungen). Ein Luxmeter misst die Beleuchtungsstärke (Lux), die den Lichtstrom pro Fläche angibt und mit bekannten Flächen zur Abschätzung des Lichtstroms genutzt werden kann.
Die grundlegende photometrische Beziehung:
[ \Phi_v \ (\mathrm{lm}) = I_v \ (\mathrm{cd}) \times \Omega \ (\mathrm{sr}) ] Für eine isotrope Quelle: [ \Phi_v = I_v \times 4\pi ]
Umrechnung von Strahlungsleistung (Watt) zu Lichtstrom (Lumen):
[ \Phi_v = K_m \int_{380,\mathrm{nm}}^{780,\mathrm{nm}} \Phi_{e,\lambda} \cdot V(\lambda) , d\lambda ]
Dabei gilt:
Für monochromatisches Licht bei 555 nm gilt:
[ 1\ \mathrm{W} = 683\ \mathrm{lm} ]
| Größe | SI-Einheit | Formel |
|---|---|---|
| Lichtstrom | Lumen (lm) | — |
| Lichtstärke | Candela (cd) | cd = lm/sr |
| Beleuchtungsstärke | Lux (lx) | lx = lm/m² |
| Leuchtdichte | cd/m² | cd/m² = lm/m²·sr |
| Strahlungsleistung | Watt (W) | — |
| Lichtausbeute | lm/W | lm/W = lm/W |
| Lichtquellentyp | Leistung (W) | Lichtstrom (lm) | Lichtausbeute (lm/W) |
|---|---|---|---|
| Glühlampe | 15 | 90 | 6 |
| Kompaktleuchtstofflampe | 15 | 900 | 60 |
| Halogenlampe | 50 | 900 | 18 |
| Leuchtstoffröhre | 48 | 3000 | 62,5 |
| LED-Lampe (hohe Effizienz) | 10 | 800 | 80 |
| Kerze | ~0,05 | 12 | 240 |
| 100 W Glühlampe | 100 | 1340–1700 | 13–17 |
Beispiel:
Eine gleichmäßig abstrahlende Punktquelle emittiert 2 Candela in alle Richtungen:
[
\Phi_v = 2,\mathrm{cd} \times 4\pi,\mathrm{sr} \approx 25,13,\mathrm{lm}
]
Ein grüner Laserpointer emittiert 5 mW bei 532 nm (V(λ) ≈ 0,828): [ \Phi_v = 0{,}828 \times 0{,}005,\mathrm{W} \times 683,\mathrm{lm/W} \approx 2,83,\mathrm{lm} ]
| Größe | SI-Einheit | Definition | Formelzusammenhang |
|---|---|---|---|
| Lichtstrom | Lumen (lm) | Gesamte sichtbare Lichtleistung | — |
| Lichtstärke | Candela | Strom pro Raumwinkel | cd = lm/sr |
| Beleuchtungsstärke | Lux (lx) | Strom pro Flächeneinheit | lx = lm/m² |
| Leuchtdichte | cd/m² | Intensität pro Flächeneinheit | cd/m² = lm/m²·sr |
| Strahlungsleistung | Watt (W) | Gesamte elektromagnetische Leistung | — |
| Lichtausbeute | lm/W | Sichtbare Leistung pro Energieeinsatz | lm/W = lm/W |
Ihre Beziehungen: [ \text{Lichtstrom (lm)} = \text{Lichtstärke (cd)} \times \text{Raumwinkel (sr)} ] [ \text{Beleuchtungsstärke (lx)} = \frac{\text{Lichtstrom (lm)}}{\text{Fläche (m}^2)} ] [ \text{lm} = \text{W} \times 683 \times V(\lambda) ]
Die photopische Hellempfindlichkeitsfunktion V(λ) beschreibt die Empfindlichkeit des Auges mit einem Maximum bei 555 nm. Alle photometrischen Messgrößen (Lumen, Candela, Lux) werden nach dieser Funktion gewichtet. Daher können zwei Lichtquellen mit gleicher Wattzahl in der wahrgenommenen Helligkeit stark variieren.
Häufige Messgeräte:
| Gerät | Zweck |
|---|---|
| Ulbricht-Kugel | Misst gesamten Lichtstrom |
| Spektroradiometer | Misst spektrale Strahlungsleistung für Photometrie |
| Photometer | Misst Lichtstärke oder Beleuchtungsstärke |
| Luxmeter | Misst Beleuchtungsstärke (Lux) |
Alle Geräte müssen auf international rückführbare Standards kalibriert werden.
Die Lichtausbeute (lm/W) misst, wie effizient eine Lichtquelle Energie in sichtbares Licht umwandelt. Das theoretische Maximum beträgt 683 lm/W bei 555 nm; reale Lichtquellen liegen, je nach Technologie und Spektrum, deutlich darunter.
Zusammenfassung:
Das Lumen (lm) ist die SI-Einheit des Lichtstroms und quantifiziert die sichtbare Lichtleistung einer Quelle, wie sie vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Es ist grundlegend für Lichttechnik, Ingenieurwesen, Verbraucherkennzeichnung und Regulierungen und schlägt die Brücke zwischen physikalischer Energieabgabe und menschlicher Wahrnehmung. Das Verständnis und die Messung von Lumen ermöglichen effektive Lichtplanung, Energieeinsparungen und erhöhte Sicherheit in verschiedensten Anwendungen.
Ein Lumen (lm) ist die abgeleitete SI-Einheit des Lichtstroms, die die gesamte sichtbare Lichtmenge quantifiziert, die von einer Quelle pro Zeiteinheit ausgesandt wird, wie sie vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Es ist formal definiert als der Lichtstrom, der in einen Raumwinkel von einem Steradiant von einer Punktquelle mit einer Lichtstärke von einer Candela ausgesendet wird (1 lm = 1 cd × 1 sr).
Lumen misst die gesamte sichtbare Lichtleistung, während Candela die Lichtstärke in eine bestimmte Richtung (Lichtstrom pro Raumwinkel) misst. Watt ist eine radiometrische Einheit für die gesamte elektromagnetische Leistung, einschließlich unsichtbarer Wellenlängen. Lumen ist auf die Empfindlichkeit des menschlichen Auges gewichtet, Watt jedoch nicht.
Lumen bieten eine standardisierte Messgröße für die sichtbare Lichtleistung, sodass Verbraucher die Helligkeit von Lampen unabhängig von Technologie oder Wattzahl leicht vergleichen können. Das ermöglicht eine bessere Produktauswahl für gewünschte Beleuchtungsniveaus.
Lumen werden mit einer Ulbricht-Kugel (Integrationskugel) gemessen, die das gesamte von einer Lichtquelle ausgestrahlte Licht sammelt und über alle Winkel integriert. Das gemessene Signal wird mit der photopischen Hellempfindlichkeitsfunktion (V(λ)) gewichtet, um das menschliche Sehen abzubilden. Die Kalibrierung mit Referenzstandards sorgt für Genauigkeit.
Die Umrechnung von Watt (Strahlungsleistung) in Lumen (Lichtstrom) hängt von der Wellenlänge des Lichts und der Empfindlichkeit des Auges für diese Wellenlänge ab. Für monochromatisches Licht bei 555 nm entspricht 1 Watt 683 Lumen. Für andere Wellenlängen wird die Umrechnung mit der V(λ)-Funktion gewichtet.
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