Magnetische Deklination
Die magnetische Deklination ist der Winkel zwischen geografischem (wahrhaftigem) Norden und magnetischem Norden und ist entscheidend für präzise Navigation in L...
Die magnetische Missweisung (Deklination) ist der Winkel zwischen geografischem und magnetischem Norden und unerlässlich für die Umrechnung von Kompass- und Kartenkursen in der Navigation.
Magnetische Missweisung (oder magnetische Deklination) ist die horizontale Winkeldifferenz, gemessen in Grad, zwischen dem geografischen Norden—der Richtung zum geographischen Nordpol—und dem magnetischen Norden—der Richtung, die ein Magnetkompass anzeigt. Dieser Winkel ist für jeden Punkt der Erde einzigartig und verändert sich im Laufe der Zeit aufgrund der ständig wechselnden Natur des Erdmagnetfelds.
Die magnetische Missweisung ist für die Navigation entscheidend, um zwischen Kursen zu wechseln, die sich auf den geografischen Norden (wie auf Karten und Seekarten) und solche, die sich auf den magnetischen Norden (wie auf dem Kompass) beziehen. Navigatoren müssen die Missweisung korrekt anwenden, um erhebliche Fehler zu vermeiden, insbesondere auf langen Strecken oder in Gebieten mit großer Missweisung.
Beispiel:
Ist die Missweisung „10° Ost“, liegt der magnetische Norden 10° östlich vom geografischen Norden. Um einen geografischen Kurs in einen magnetischen Kurs umzuwandeln, ziehen Sie 10° ab.
Das Erdmagnetfeld wird durch Konvektionsströme aus geschmolzenem Metall im äußeren Erdkern erzeugt – ein Prozess, der als Geodynamo bezeichnet wird. Dieses Feld ist nicht perfekt mit der Rotationsachse ausgerichtet, was zu einer räumlichen Verschiebung zwischen den geografischen und den magnetischen Polen führt.
Diese Faktoren sorgen dafür, dass der Winkel zwischen geografischem und magnetischem Norden (die magnetische Missweisung) an jedem Ort unterschiedlich ist und sich allmählich verändert (säkulare Variation). Um die Navigation präzise zu halten, werden offizielle Modelle wie das World Magnetic Model (WMM) alle fünf Jahre aktualisiert.
| Aufgabe | Bezugsrichtung | Anwendung der Missweisung |
|---|---|---|
| Kursplanung Karte | Geografischer Norden | N/A |
| Kompasskurs | Magnetischer Norden | Missweisung addieren/subtrahieren |
| Pistenbezeichnung | Magnetischer Norden | N/A |
| Windangaben | Geografisch/Magnetisch | Bei Bedarf umrechnen |
| Umrechnung | Formel | Merksatz |
|---|---|---|
| Geografisch zu Magnetisch | Geografisch – Ost / Geografisch + West | „Ost ist minus, West ist plus“ |
| Magnetisch zu Geografisch | Magnetisch + Ost / Magnetisch – West |
Beispiel:
Schon kleine Fehler können besonders auf langen Strecken zu erheblichen Abweichungen führen.
Ein Pilot plant einen Flug von Boston (Missweisung 15° West) auf einem geografischen Kurs von 270°:
Ein Schiff verlässt San Francisco (Missweisung 14° Ost) auf geografischem Kurs 000°:
Ein Wanderer in Denver (Missweisung 9° Ost) möchte einen Kurs von 120° geografisch gehen:
Wenn eine Bahn ursprünglich 18/36 (180°/360° magnetisch) durch Missweisung auf 175°/355° verschoben wird, muss sie umnummeriert werden (z. B. 17/35), um die neue magnetische Richtung widerzuspiegeln.
Tipp:
Prüfen Sie stets die aktuelle Missweisung für Ihren Standort, das Kartenaktualisierungsdatum und üben Sie regelmäßig die Umrechnungsformeln.
Die magnetische Missweisung ist ein grundlegendes Element sicherer und präziser Navigation. Da sich das Erdmagnetfeld ständig verändert, ist es für Piloten, Seeleute, Vermesser und alle, die auf einen Kompass angewiesen sind, unerlässlich, stets informiert und aufmerksam in Bezug auf die Missweisung zu bleiben.
Die magnetische Missweisung verändert sich durch die dynamische Bewegung von geschmolzenem Eisen und Nickel im äußeren Erdkern, was das Magnetfeld des Planeten beeinflusst. Dadurch wandern die magnetischen Pole und der Winkel zwischen geografischem und magnetischem Norden an einem Ort verändert sich schrittweise – ein Phänomen, das als säkulare Variation bekannt ist.
Missweisungswerte sind auf Luftfahrt- und Seekarten als isogonische Linien eingezeichnet und können auch über Online-Rechner von NOAA und dem British Geological Survey abgerufen werden. Smartphone-Apps und GPS-Geräte nutzen oft die aktuellsten Daten des World Magnetic Model, um Missweisungswerte in Echtzeit bereitzustellen.
Um vom geografischen zum magnetischen Kurs umzurechnen, ziehen Sie die östliche Missweisung ab oder addieren Sie die westliche. Für die Umrechnung von magnetisch zu geografisch addieren Sie die östliche oder ziehen die westliche Missweisung ab. Merken Sie sich: 'Ost ist minus (abziehen), West ist plus (addieren).' Prüfen Sie stets, auf welchen Bezugskurs (geografisch oder magnetisch) sich die Angabe bezieht.
Start- und Landebahnen werden nach ihrer magnetischen Ausrichtung nummeriert. Da sich die magnetische Missweisung mit der Zeit ändert, kann sich auch die magnetische Richtung einer Bahn ausreichend verändern, sodass eine Umnummerierung nötig wird. Dadurch spiegeln die Bahnnummmern weiterhin die Kompassanzeige für Piloten korrekt wider.
Bleiben Sie auf dem neuesten Stand mit aktuellen Missweisungsdaten für Ihre Region und stellen Sie sicher, dass Ihre Karten und Kompasse richtig ausgerichtet sind. Kontaktieren Sie uns für fortschrittliche Navigationslösungen, Schulungen und Software-Integration.
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