Gradient
In der Mathematik misst der Gradient, wie sich eine Größe mit der Entfernung ändert, und zeigt sowohl die Änderungsrate als auch die Richtung an. Gradienten sin...
Gefälle misst die Steilheit einer Fläche, Linie oder eines Geländes, ausgedrückt als Verhältnis, Prozent oder Winkel. Unverzichtbar in Mathematik, Ingenieurwesen und Design.
Gefälle ist ein grundlegendes Konzept in Mathematik, Ingenieurwesen und Naturwissenschaften. Es quantifiziert die Steilheit oder Neigung jeder Fläche, Linie oder Ebene und ist zentral für Anwendungen von der analytischen Geometrie bis zum Bauingenieurwesen, der Architektur und der Geodatenanalyse. Das Gefälle ermöglicht es, die „Steilheit“ von Objekten auszudrücken, zu analysieren und zu kommunizieren – unabhängig vom Kontext, sei es die Rampe vor einem Gebäude, die Tangente einer Kurve oder die Steigung eines Bergpfads.
Gefälle ist das Verhältnis der vertikalen Änderung (Steigung) zur horizontalen Änderung (Länge) zwischen zwei verschiedenen Punkten auf einer Fläche oder Linie. Es wird in mathematischen Gleichungen häufig mit dem Buchstaben m dargestellt, insbesondere in der Geradengleichung: y = mx + b.
Wichtige Darstellungsformen des Gefälles:
Gefälle ist unerlässlich für:
Im Ingenieur- und Bauwesen: Gefälle sorgt für eine ordnungsgemäße Entwässerung, strukturelle Sicherheit und Barrierefreiheit. Beispielsweise müssen Rampen ADA-Standards erfüllen (max. 1:12 Gefälle), und Rohre benötigen Mindestgefälle für Freispiegelströmung.
In der Mathematik: Gefälle definiert die Neigung von Geraden, die Tangente an Kurvenpunkten (Analysis) und Ableitungen.
In GIS und Kartographie: Aus Höhendaten abgeleitete Gefällekarten helfen, Geländeeigenschaften zu erkennen, Risiken zu beurteilen und die Nutzung des Landes zu planen.
| Darstellung | Ausdruck | Beispiel |
|---|---|---|
| Prozentgefälle (%) | (Steigung/Länge) × 100 | 8,33 % |
| Winkel (Grad) | arctan(Steigung/Länge) | 4,76° |
| Verhältnis | Steigung : Länge | 1:12 |
| Dezimalzahl | Steigung/Länge | 0,083 |
Eine 1:12-Rampe:
Gegeben (x₁, y₁) und (x₂, y₂):
[ m = \frac{y_2 - y_1}{x_2 - x_1} ]
[ \text{Prozentgefälle} = \left(\frac{\text{Steigung}}{\text{Länge}}\right) \times 100 ]
[ \theta = \arctan\left(\frac{\text{Steigung}}{\text{Länge}}\right) ]
[ \text{Gradient} = \text{Steigung} : \text{Länge} ]
[ \text{Länge} = \sqrt{(\text{Steigung})^2 + (\text{Länge})^2} ]
Für eine Rasterzelle mit Höhe z, das Gefälle in Grad:
[ \text{Gefälle} = \arctan \left( \sqrt{ \left(\frac{dz}{dx}\right)^2 + \left(\frac{dz}{dy}\right)^2 } \right ) \times 57,29578 ]
| Gradient | Grad | Prozent |
|---|---|---|
| 1:12 | 4,76° | 8,33 % |
| 1:20 | 2,86° | 5 % |
| 1:48 | 1,19° | 2,08 % |
| 1:50 | 1,15° | 2 % |
| 1:1 | 45° | 100 % |
| Grad | Prozent |
|---|---|
| 1° | 1,75 % |
| 5° | 8,75 % |
| 10° | 17,63 % |
| 15° | 26,79 % |
| 30° | 57,74 % |
| 45° | 100 % |
| 60° | 173,21 % |
| 90° | ∞ |
| Prozent | Gradient | Grad |
|---|---|---|
| 1 % | 1:100 | 0,57° |
| 2 % | 1:50 | 1,15° |
| 5 % | 1:20 | 2,86° |
| 25 % | 1:4 | 14,04° |
| 50 % | 1:2 | 26,57° |
| 100 % | 1:1 | 45° |
/
/
/|
/ |
/ | Steigung (vertikal)
------
Länge (horizontal)
Das Gefälle einer Zelle wird durch Vergleich ihrer Höhe mit den umgebenden Zellen berechnet und ergibt eine detaillierte Steilheitskarte der Oberfläche.
| Prozent | Grad | Prozent | Grad |
|---|---|---|---|
| 1 % | 0,57° | 30 % | 16,70° |
| 2 % | 1,15° | 40 % | 21,80° |
| 5 % | 2,86° | 45 % | 24,23° |
| 10 % | 5,71° | 50 % | 26,57° |
| 20 % | 11,31° | 100 % | 45,00° |
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Gefälle | Maß für Steilheit oder Neigung, meist als Steigung/Länge, Prozent oder Winkel angegeben |
| Gradient | Alternativbegriff für Gefälle; auch ein Vektor, der Richtung und Geschwindigkeit des stärksten Anstiegs zeigt |
| Winkel | Neigung zwischen einer Fläche und der Horizontalen, meist in Grad oder Bogenmaß angegeben |
| Exposition | Himmelsrichtung, in die ein Hang zeigt |
| Höhenlinie | Linie gleicher Höhe auf einer Karte |
| ADA-Gefälle | Maximal zulässiges Rampengefälle nach dem Americans with Disabilities Act (1:12) |
Gefälle ist grundlegend für eine sichere, funktionale und effiziente Planung in der gebauten und natürlichen Umwelt. Ob Sie eine einfache Rampe berechnen oder eine komplexe Landschaft modellieren: Das Verständnis des Gefälles – und wie man es ausdrückt und umrechnet – macht Ihre Arbeit präziser und wirkungsvoller.
Die grundlegende Formel für das Gefälle (m) zwischen zwei Punkten (x₁, y₁) und (x₂, y₂) lautet: m = (y₂ - y₁) / (x₂ - x₁). Dies ergibt das Verhältnis der vertikalen Änderung (Steigung) zur horizontalen Änderung (Länge).
Um das Prozentgefälle in Grad umzurechnen, verwenden Sie θ = arctan(Prozent/100). Zum Beispiel ist ein 10%-Gefälle θ = arctan(0,10) ≈ 5,71°.
Das Gefälle gewährleistet eine sichere und funktionale Planung von Straßen, Rampen, Dächern und Entwässerung. Nicht normgerechte Gefälle können Sicherheitsrisiken, Wasseransammlungen oder Zugänglichkeitsprobleme verursachen.
Der ADA-Standard für Rollstuhlrampen ist ein maximales Gefälle von 1:12 oder 8,33% (4,76°). Das bedeutet, dass auf 12 Einheiten Länge der Höhenunterschied maximal 1 Einheit betragen darf.
Gefälle kann als Verhältnis (z. B. 1:12), als Prozentsatz (z. B. 8,33%), als Winkel in Grad (z. B. 4,76°) oder als Dezimalzahl (z. B. 0,083) angegeben werden.
Vom Bauingenieurwesen bis GIS – das Verständnis des Gefälles ist entscheidend für eine sichere, effiziente und regelkonforme Planung. Holen Sie sich Expertenrat oder fordern Sie eine Demo für Ihr Projekt an.
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