Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke quantifiziert die Menge an sichtbarem Licht, die pro Flächeneinheit auf eine Oberfläche trifft, gemessen in Lux (lx). Sie ist in der Luft...
Die effektive Intensität ist eine photometrische Kenngröße, die die wahrgenommene Helligkeit von blinkenden oder gepulsten Lichtquellen misst. Sie setzt deren Sichtbarkeit einer äquivalenten Dauerlichtquelle gleich und ist grundlegend für Sicherheit, Normen und visuelle Signalgebung.
Effektive Intensität (Ieff) ist eine zentrale photometrische Größe, mit der Ingenieure, Behörden und Hersteller die scheinbare Helligkeit von blinkenden oder gepulsten Lichtquellen so beurteilen und vergleichen können, wie sie vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Anders als eine bloße zeitliche Mittelung berücksichtigt die effektive Intensität gezielt die Nachbildwirkung des Auges und ist daher unverzichtbar für Sicherheit, Signalgebung, Normenkonformität und ergonomische Anwendungen.
Blinklichter kommen in einer Vielzahl sicherheitskritischer Systeme zum Einsatz – Notfallbaken, Navigationshilfen, Alarmblitzer, Verkehrsampeln und mehr – deren Hauptfunktion es ist, Aufmerksamkeit zu erregen und zu warnen. Ihre Sichtbarkeit und Signalwirkung müssen objektiv messbar sein. Daher verlangen Normen einen Wert, der nicht nur Gesamtausstoß oder Spitzenwert, sondern das tatsächliche visuelle Empfinden abbildet. Die effektive Intensität, definiert durch die Blondel-Rey-Formel, erfüllt diese Aufgabe.
Wenn ein Licht aufblitzt, registriert das menschliche Auge nicht einfach die momentane oder durchschnittliche Intensität. Aufgrund der Nachbildwirkung integriert das Auge den Lichtreiz über einen kurzen Zeitraum (üblicherweise 0,2 Sekunden, bekannt als Blondel-Rey-Faktor, α). Ein sehr kurzer, intensiver Blitz kann daher genauso hell oder sogar heller erscheinen als ein schwächeres Dauerlicht.
Die Blondel-Rey-Formel definiert die effektive Intensität mathematisch als:
[ I_{eff} = \frac{1}{\alpha} \int_{t_1}^{t_2} I(t),dt ]
wobei gilt:
Für sehr kurze Pulse: Ist die Pulsdauer viel kleiner als 0,2 s, kann die effektive Intensität näherungsweise berechnet werden als:
[ I_{eff} \approx \frac{Q}{\alpha} ]
wobei Q die gesamte Lichtbelastung (cd·s) ist.
Eine einfache Mittelung unterschätzt kurze, intensive Blitze, die subjektiv viel auffälliger sind. Die Blondel-Rey-Formel stellt sicher, dass Normen die menschliche Wahrnehmung und Sicherheitsanforderungen realistisch abbilden.
Die effektive Intensität erfordert die zeitliche Erfassung des Lichtverlaufs:
| Gerätetyp | Anwendung | Hauptmerkmale |
|---|---|---|
| Spektroradiometer | Alle Puls-/Dauerquellen | Hohe spektrale und zeitliche Auflösung |
| Schnell ansprechendes Luxmeter | Kurze, intensive Pulse | Schnelle Abtastung, Integrationsfähigkeit |
| Flickermeter | PWM-/Flimmerbewertung | Flicker-Index, Analyse modulierten Lichts |
| Oszilloskop + Photodiode | Prüfung von Pulsform/-timing | Mikrosekunden- bis Submillisekunden-Antwort |
Kalibrierung mit rückführbaren photometrischen Standards ist für gültige, vergleichbare Ergebnisse unerlässlich.
Xenon-Blitzbake (kurzer Puls):
Eine Bake sendet alle 2 Sekunden einen 1 ms-Puls aus. Die gemessene Lichtbelastung pro Puls beträgt 0,05 cd·s.
Effektive Intensität:
[
I_{eff} = \frac{0.05}{0.2} = 0.25 \textrm{ cd}
]
Dieser Wert wird mit den Normvorgaben (z. B. BS EN 54-23) zur Konformitätsprüfung verglichen.
| Norm | Anwendung | Hinweise |
|---|---|---|
| BS EN 54-23 | Visuelle Alarmgeräte | Definiert Mindestwerte für Intensität, Abdeckung |
| IMO/USCG SN Circ 95 | Navigationslichter auf See | Vorgaben für verschiedene Navigationsklassen |
| IEC 60073 | Mensch-Maschine-Anzeigen | Kodierung, Farb- und Intensitätsanforderungen |
| CIE S 017/E:2011 | Internationales Licht-Vokabular | Standardisierte photometrische Begriffe/Methoden |
| ICAO Annex 14 | Flugplatz-, Hindernisbefeuerung | Mindestintensitäten für Flugsicherheit |
| Quellentyp | Anwendung | Messmodus | Synchronisation nötig? | Berechnungsmethode |
|---|---|---|---|---|
| Blitzlampe (kurzer Puls) | Notfall, Fotografie | Beleuchtungsstärke (Lux/Spektrorad) | Ja | Q/α (vereinfacht) |
| Blitzlampe (lang/komplex) | Wissenschaft, Navigation | Zeitaufgelöste Spektroradiometrie | Ja | Blondel-Rey-Formel |
| PWM-LED (niedrige Frequenz) | Verkehr, Warnsignale | Zeitaufgelöste Spektroradiometrie | Ja | Blondel-Rey-Formel |
| PWM-LED (hohe Frequenz) | Displays, Automotive | Durchschnittsphotometrie | Nein | Zeitlich gemittelte Intensität |
| Dauerlichtquelle | Allgemeine Beleuchtung | Standard-Photometrie | Nein | Lichtstärke (cd) |
Die effektive Intensität ist eine grundlegende Messgröße für den sicheren und zuverlässigen Einsatz von blinkenden und gepulsten Lichtquellen in verschiedensten Branchen. Durch die Ausrichtung photometrischer Messungen an der menschlichen Wahrnehmung sorgt sie dafür, dass Signal- und Warnlichter auffällig und normgerecht bleiben – und damit Menschen und Infrastruktur weltweit geschützt werden.
Die effektive Intensität wird mit der Blondel-Rey-Formel berechnet, die die momentane Lichtstärke des Blitzes über dessen Dauer integriert und durch eine standardisierte Zeitkonstante (meist 0,2 Sekunden) teilt. Bei sehr kurzen Pulsen vereinfacht sich dies zur gesamten Lichtbelastung geteilt durch 0,2 Sekunden.
Die effektive Intensität stellt sicher, dass blinkende oder gepulste Lichter so sichtbar sind, wie es für sicherheitskritische Anwendungen erforderlich ist – unabhängig von Tastverhältnis oder Pulsform. Normen schreiben Mindestwerte für die effektive Intensität bei Geräten wie Alarmblitzern, Navigationslichtern und Ampeln vor, um deren Auffälligkeit zu garantieren.
Zeitaufgelöste Spektroradiometer sind der Goldstandard zur Messung der effektiven Intensität und liefern sowohl spektrale als auch zeitliche Daten. Je nach Pulsdauer und Anwendung werden auch schnell ansprechende Luxmeter, Flickermeter und Oszilloskope mit Photodioden verwendet.
Kurze, intensive Pulse können eine höhere effektive Intensität haben als längere, schwächere Pulse mit dem gleichen Gesamtoutput, da das Auge über die Nachbildwirkung verfügt. Auch die Pulsform (rechteckig, dreieckig etc.) beeinflusst, wie die Lichtabgabe bei der Messung integriert wird.
Wichtige Normen sind BS EN 54-23 für visuelle Alarmgeräte, IMO/USCG SN Circ 95 für Navigationslichter im Seeverkehr, ICAO Annex 14 für Luftfahrtbeleuchtung und IEC 60073 für Mensch-Maschine-Schnittstellen. Sie definieren Mindestwerte für die effektive Intensität und Prüfverfahren.
Prüfen Sie, ob Ihre blinkenden oder gepulsten Beleuchtungsgeräte die erforderliche effektive Intensität für die Einhaltung von Vorschriften und optimale Sichtbarkeit erreichen. Holen Sie sich fachkundige Beratung und Messlösungen.
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