Anflug – Flugweg von Flugzeugen bei der Landungsvorbereitung (Luftfahrtbetrieb)
In der Luftfahrt bezeichnet der Anflug die definierte Abfolge von Flugoperationen und den vorgeschriebenen Flugweg, denen ein Flugzeug bei der Vorbereitung zur ...
Die Landung ist der komplexe Übergang eines Flugzeugs vom Flug zum Boden, einschließlich Anflug, Abfangen, Aufsetzen und Ausrollen, geregelt durch strenge Luftfahrtnormen.
Die Landung ist eine der kritischsten und technikintensivsten Phasen in der Luftfahrt und umfasst eine Reihe präzise definierter Schritte und visueller Hinweise, die von globalen Regulierungsbehörden wie der FAA (Federal Aviation Administration) und ICAO (International Civil Aviation Organization) vorgegeben werden. Dieser Glossareintrag erklärt jeden Aspekt der Flugzeuglandung, vom Anflug bis zum Ausrollen, unter Bezugnahme auf maßgebliche Standards und bewährte Verfahren.
Flugzeugeinflug ist der strukturierte Prozess, bei dem ein Flugzeug vom Streckenflug in den Terminal-Luftraum übergeht und sich für Anflug und Landung vorbereitet. An kontrollierten Flughäfen beginnt dies oft mit der Übergabe vom Strecken- an den Anfluglotsen und der Staffelung über Standard-Terminal-Anflugrouten (STARs). An unkontrollierten Flugplätzen geben Piloten ihre Absichten selbst bekannt und fliegen an vorgeschriebenen Punkten in die Platzrunde ein. Korrekte Anflugverfahren – detailliert in ICAO Doc 4444 und dem FAA AIM – sind entscheidend für die sichere, geordnete Staffelung und Konfliktvermeidung, wenn mehrere Flugzeuge auf dieselbe Bahn zusteuern.
Wichtige Aufgaben während des Einflugs sind das Konfigurieren des Flugzeugs für die Landung (Geschwindigkeit, Klappen und Fahrwerk), das Durchführen von Checklisten und das erhöhte Situationsbewusstsein für Verkehr und Wetter. Fehler in dieser Phase – wie späte Konfiguration oder falsch eingeschätzte Staffelung – können zu instabilen Anflügen führen, einer der Hauptursachen für Landeunfälle.
Der Zielpunkt ist ein Paar weißer Markierungen auf der Landebahn, typischerweise 1.000 Fuß (300 Meter) von der Schwelle entfernt bei Präzisionslandebahnen, und dient als visuelle Referenz, um einen stabilen Gleitpfad einzuhalten. Laut ICAO Annex 14 ist der Zielpunkt nicht der Ort, an dem das Flugzeug aufsetzen soll, sondern der Punkt, auf den der Pilot den Anflug vor dem Abfangen ausrichten soll. Hält der Zielpunkt seine Position konstant in der Windschutzscheibe, bleibt der Anflug stabil und das Risiko eines zu kurzen oder zu langen Aufsetzens wird reduziert.
Eine Verwechslung von Zielpunkt und Aufsetzpunkt – insbesondere bei Flugschülern – kann zu gefährlichen Landungen führen. Entscheidend ist, ihn als Referenz für die Anfluggeometrie zu nutzen und das Abfangen das Flugzeug sicher in die Aufsetzzone tragen zu lassen.
Anflugverfahren sind veröffentlichte, standardisierte Anweisungen, die festlegen, wie Flugzeuge vom Streckenflug in die Platzumgebung wechseln und sich für die Landung staffeln. Unter IFR (Instrumentenflugregeln) gehören dazu STARs mit definierten Wegpunkten, Höhen- und Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie Funkverfahren. Unter VFR (Sichtflugregeln) erfolgt der Anflug in der Platzrunde mit Abschnitten wie Gegenanflug, Queranflug, Endanflug etc., wobei Piloten an unkontrollierten Plätzen Positionsmeldungen auf der Funkfrequenz abgeben.
ICAO Doc 4444 und das FAA AIM legen Staffelungsminima, Vektorenhöhen und Anflugstaffelung fest. Die Einhaltung dieser Verfahren ist besonders in komplexem Luftraum oder bei hohem Verkehrsaufkommen essenziell für die Sicherheit.
Die Anflugphase erstreckt sich vom initialen Anflugpunkt (IAF) oder Eintritt in die Platzrunde bis kurz vor die Schwelle der Landebahn. Sie kann unter Sicht- oder Instrumentenbedingungen nach veröffentlichten Verfahren (z.B. ILS, RNAV, VOR-Anflüge) oder visuellen Hinweisen erfolgen. Der Anflug gliedert sich in Initial-, Zwischen- und Endanflug.
Ein stabilisierter Anflug – bei dem das Flugzeug spätestens 1.000 Fuß über Grund (oder wie vorgeschrieben) mit korrekter Geschwindigkeit, auf dem Gleitpfad und in Landekonfiguration ist – ist für die Sicherheit entscheidend. Instabile Anflüge sind eine Hauptursache für Landeunfälle. Die strikte Einhaltung von Mindestsinkhöhen und Kriterien für den Fehlanflug sind Branchenstandard.
Der Queranflug ist der Flugabschnitt, der im rechten Winkel zur Bahnachse in der Platzrunde geflogen wird und den Gegenanflug mit dem Endanflug verbindet. Piloten fahren hier in der Regel Klappen aus, reduzieren die Geschwindigkeit und beginnen mit dem Sinkflug, um sich auf den Endanflug vorzubereiten. Die ICAO und FAA empfehlen, den Queranflug in Platzrundenhöhe (meist 1.000 Fuß über Grund bei leichten Flugzeugen) zu fliegen. Eine korrekte Ausführung ermöglicht einen reibungslosen Übergang zum Endanflug.
Der Endanflug ist der letzte Abschnitt vor der Landung, in dem das Flugzeug auf die Bahnachse ausgerichtet und zum Zielpunkt sinkt. In dieser Phase ist das Flugzeug vollständig für die Landung konfiguriert, auf Anfluggeschwindigkeit und auf stabilisiertem Gleitpfad. Piloten nutzen visuelle oder elektronische Hilfen (wie ILS, VASI/PAPI), um Ausrichtung und Sinkrate zu halten.
Präzise Kontrolle von Geschwindigkeit, Fluglage und Ausrichtung ist entscheidend. Fehler führen hier oft zu harten, langen oder außermittigen Landungen.
Das Abfangen ist das Manöver, bei dem der Pilot die Nase sanft anhebt und vom Sink- in den Horizontalflug direkt über der Bahn übergeht. Dadurch wird die Sinkrate und die Geschwindigkeit reduziert, sodass ein sanftes Aufsetzen möglich ist. Das Abfangen beginnt, wenn die Perspektive der Landebahn schnell größer wird, typischerweise wenige Fuß über der Oberfläche. Das richtige Timing ist entscheidend – zu früh führt zum „Schweben“, zu spät zu einer harten Landung.
Bei Seitenwindlandungen ist die koordinierte Nutzung von Querruder und Seitenruder während des Abfangens notwendig, um Ausrichtung und Seitenführung zu halten.
Der Aufsetzpunkt ist der Ort, an dem die Räder des Flugzeugs erstmals die Landebahn berühren, idealerweise innerhalb der festgelegten Aufsetzzone (meist das erste Drittel der Bahn). Ein präzises Aufsetzen ist besonders für die Sicherheit auf kurzen oder verschmutzten Bahnen wichtig. Standardverfahren verlangen gegebenenfalls ein Durchstarten, wenn außerhalb der Aufsetzzone aufgesetzt wird.
Die Aufsetzzone (TDZ) ist ein markierter Bereich der Landebahn – meist die ersten 3.000 Fuß oder ein Drittel ihrer Länge –, der für die Landung vorgesehen ist. Sie ist durch Paare weißer Balken im Abstand von 500 Fuß gekennzeichnet. Das Aufsetzen innerhalb der TDZ stellt ausreichende Strecke zum Abbremsen sicher und minimiert das Risiko eines Überrollens. Bei Präzisionsanflügen ist das Aufsetzen in der TDZ eine Zulassungs- und Betriebsanforderung.
Die Schwelle ist durch breite, weiße Streifen („Klaviatur“) markiert und kennzeichnet den Beginn des nutzbaren Landebahnbereichs für die Landung. Sie ist häufig von Bahnende aus Gründen des Hindernisfreiraums versetzt. Landungen dürfen nicht vor der Schwelle erfolgen; versetzte Schwellen zeigen an, dass der Bereich davor nicht zum Aufsetzen, aber für Rollen oder Start genutzt werden darf.
Die Bahnmittellinie ist eine unterbrochene weiße Linie über die gesamte Länge der Bahn und dient der Ausrichtung. Das genaue Folgen der Mittellinie während Anflug, Landung und Ausrollen ist besonders bei Seitenwind oder schlechter Sicht wichtig.
Pistenmarkierungen – einschließlich Mittellinie, Schwelle, Zielpunkt, Aufsetzzone und Randmarkierungen – sind nach ICAO- und FAA-Standards für Sichtbarkeit und Führung standardisiert. Diese Markierungen, oft ergänzt durch Befeuerung, sind für die Orientierung besonders bei schlechter Sicht unerlässlich.
Der Landelauf beginnt mit dem Aufsetzen und endet, wenn das Flugzeug auf Rollgeschwindigkeit abgebremst oder gestoppt ist. Piloten nutzen aerodynamisches Bremsen, Radbremsen, Spoiler und (bei Jets) Schubumkehr zum Verzögern. Das Halten der Richtungskontrolle ist besonders auf nassen oder vereisten Bahnen wichtig. Standardverfahren sehen das Verlassen der Bahn an gekennzeichneten Rollwegen und das Beachten von Bahnbesetzungen vor.
Ein Durchstarten ist das Verfahren zum Abbruch einer Landung, bei dem der Pilot Leistung erhöht und vom Boden wieder wegsteigt. Auslöser können ein instabiler Anflug, eine blockierte Bahn oder eine Anweisung der Flugsicherung sein. IFR-Anflüge verfügen über veröffentlichte Fehlanflugverfahren mit Steigkursen und Höhen für einen sicheren Ausflug. Die rechtzeitige Einleitung eines Durchstartens ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme.
Eine Touch-and-Go-Landung ist ein Manöver – hauptsächlich zu Trainingszwecken –, bei dem das Flugzeug landet und sofort wieder startet, ohne anzuhalten. Piloten können so effizient Anflüge, Abfangen und Starts üben. An manchen Flughäfen sind Touch-and-Go-Landungen aus Lärmschutz- oder Verkehrsgründen eingeschränkt.
Die Landung ist ein mehrstufiger, präzisionsgetriebener Ablauf, der ein umfassendes Verständnis sowohl der Verfahrensstandards als auch der visuellen Hinweise erfordert. Vom Einflug und Anflug über das Abfangen, Aufsetzen und Ausrollen ist jeder Schritt durch internationale Vorschriften geregelt, um maximale Sicherheit zu gewährleisten. Die korrekte Durchführung sorgt für effiziente Bahnnutzung, minimiert Risiken und ermöglicht das sichere Zusammenspiel unterschiedlichster Flugzeugtypen auf stark frequentierten Flughäfen.
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Die Landesequenz besteht aus Anflug, Endanflug, Abfangen (Ausrunden), Aufsetzen und Landelauf. Jede Phase hat spezifische Aufgaben: Der Anflug bereitet auf den Endanflug vor; der Endanflug richtet das Flugzeug zur Landung aus; das Abfangen reduziert die Sinkrate für einen sanften Bodenkontakt; beim Aufsetzen berühren die Räder die Landebahn; und im Landelauf wird das Flugzeug auf Rollgeschwindigkeit abgebremst.
Der Zielpunkt ist ein visueller Bezugspunkt auf der Landebahn (gekennzeichnet durch große weiße Rechtecke), der den Anflugweg vorgibt. Der Aufsetzpunkt ist die tatsächliche Stelle auf der Landebahn, an der die Räder des Flugzeugs erstmals die Oberfläche berühren – idealerweise innerhalb der Aufsetzzone, hinter dem Zielpunkt.
Ein Durchstarten ermöglicht es Piloten, eine Landung sicher abzubrechen, wenn der Anflug instabil wird, die Bahn blockiert ist oder sich Bedingungen ändern. Dieses Manöver verhindert Unfälle, indem es sicherstellt, dass Flugzeuge nur landen, wenn alle Sicherheitskriterien erfüllt sind.
Pistenmarkierungen – wie Mittellinien, Schwellenstreifen, Zielpunkte und Aufsetzzonenbalken – bieten visuelle Hinweise für Ausrichtung, Entfernung und Positionierung. Sie sind nach strengen ICAO- und FAA-Standards für maximale Sichtbarkeit und Sicherheit gestaltet.
Eine Touch-and-Go-Landung ist, wenn ein Flugzeug landet und sofort wieder startet, ohne anzuhalten. Sie wird häufig in der Flugausbildung genutzt, um Landungen und Starts effizient zu üben.
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