Meteorologische Sichtweite
Meteorologische Sichtweite bezeichnet die größte Entfernung, in der ein markantes Objekt ohne optische Hilfsmittel unter den aktuellen atmosphärischen Bedingung...
Verschleierung bezeichnet jedes nicht-niederschlagsbedingte atmosphärische Phänomen, wie Nebel, Dunst oder Rauch, das die horizontale Sichtweite verringert – ein kritischer Faktor in Luftfahrt und Meteorologie.
Verschleierung bezeichnet in der Meteorologie jedes nicht-niederschlagsbedingte Phänomen, das die horizontale Sicht erheblich verringert. Für die Luftfahrt ist das genaue Verständnis und die Meldung von Verschleierung entscheidend – sie beeinflusst die Flugplanung, sichere Navigation und den Flughafenbetrieb weltweit.
| Phänomen | Abkürzung | Hauptbestandteil | Typischer Sichtwert | Entstehungsumfeld |
|---|---|---|---|---|
| Dunst | BR | Feinste Wassertröpfchen | ≥ 1 km, < 7 km | Hohe Luftfeuchte, schwacher Wind |
| Nebel | FG | Wassertröpfchen | < 1 km (< 5/8 sm) | Bodennahe, gesättigte Luft |
| Rauch | FU | Verbrennungspartikel | Variabel, teils < 1 km | Brände, Industrie, Verschmutzung |
| Dunstschleier | HZ | Hygroskopische Aerosole | Variabel, oft < 5 km | Verschmutzung, hohe Luftfeuchte |
| Vulkanasche | VA | Feines Gestein/Mineral/Glas | Variabel, oft < 10 km | Vulkanausbruchwolken |
| Staub | DU | Feine Erd-/Mineralpartikel | < 1 km bei schweren Stürmen | Trocken, windig, aride Gebiete |
| Sand | SA | Sandkörner | < 1 km bei Stürmen | Wüsten, starke Winde |
| Gischt | PY | Meerwassertröpfchen | Variabel, oft < 5 km | Küsten, starker Wind, Brandungszone |
| Verwehter Schnee | BLSN | Schneekristalle | < 0,4 km bei Blizzard/Whiteout | Schneebedeckung, starker Wind |
Dunst (BR) ist eine sichtbare Aufhängung mikroskopisch kleiner Wassertröpfchen, die die horizontale Sicht auf 1 bis 7 Kilometer verringert. Er ist weniger dicht als Nebel, beeinträchtigt aber dennoch die Sicht – besonders für Piloten beim Anflug, bei der Landung oder im Tiefflug.
Dunst bildet sich meist nachts oder am frühen Morgen, insbesondere in Tälern oder Senken, wenn die Luft nahezu gesättigt und der Wind schwach ist. Die Entstehung erfolgt durch Ausstrahlungskühlung und Kondensation an hygroskopischen Kernen wie Staub oder Pollen.
Dunst kann entfernte Landebahnen, Gelände oder Hindernisse undeutlich erscheinen lassen und so die Risiken bei Anflug und Landung erhöhen. Er wird häufig in METARs gemeldet und kann sich bei weiterer Abkühlung zu Nebel verdichten. Piloten sollten bei Dunst, insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung, auf schnelle Sichtänderungen achten.
Nebel (FG) ist eine dichte Aufhängung von Wassertröpfchen, die die horizontale Sicht am Boden auf unter 1 Kilometer verringert. Nebel zählt zu den störendsten Verschleierungen für die Luftfahrt und zwingt Flughäfen oft zur Schließung oder zu Einschränkungen auf besonders ausgerüstete Flugzeuge und Besatzungen.
Nebel kann die Sicht auf nahezu null verringern, was Sichtnavigation, Rollen, Start und Landung gefährlich macht. Häufig sind Instrumentenverfahren (IFR), Verspätungen oder Annullierungen die Folge. Flughäfen mit fortschrittlichem ILS können bei Nebel betrieben werden – allerdings nur mit spezieller Ausrüstung und Schulung.
Rauch (FU) besteht aus feinen, in der Luft schwebenden Verbrennungspartikeln – Kohlenstoff, Asche und anderen organischen Stoffen. Er entsteht durch Waldbrände, industrielle Aktivitäten und städtische Verschmutzung.
Waldbrände, Industrieemissionen und landwirtschaftliches Abbrennen sind häufige Quellen. Rauch kann sich über Hunderte Kilometer ausbreiten und die Sicht auf unter 1 km verringern. Das Einatmen ist gesundheitsschädlich, dichter Rauch kann Landebahnen, andere Flugzeuge und Gelände verbergen – was zu möglichen CFIT (Controlled Flight Into Terrain) führen kann.
Dunstschleier (HZ) ist eine Aufhängung extrem feiner, trockener Partikel (Aerosole), die Licht streuen und die Sicht verringern, oft mit einem bläulichen oder gelblichen Himmelsschimmer.
Dunstschleier steht im Zusammenhang mit Verschmutzung, Industrie oder Biomasseverbrennung. Er baut sich allmählich auf und wird mitunter erst bei deutlicher Sichtminderung bemerkt. Er erschwert Sichtanflüge und kann zu Fehleinschätzungen von Entfernungen führen – insbesondere über Wasser oder einförmigem Terrain.
Vulkanasche (VA) besteht aus feinen, scharfkantigen Gesteins-, Mineral- und Glaspartikeln vulkanischen Ursprungs. Aschewolken können große Höhen erreichen und Tausende Kilometer weit wandern.
Aschewolken sind extrem gefährlich: Das Ansaugen kann Triebwerksausfälle verursachen, Cockpitscheiben sandstrahlen, Sensoren blockieren und kritische Systeme beschädigen. Begegnungen führten bereits fast zum Totalverlust von Flugzeugen; Ausweichen ist die einzig sichere Vorgehensweise. Flughäfen, die von Aschefall betroffen sind, werden geschlossen oder müssen vor dem Betrieb aufwendig gereinigt werden.
Staub (DU) besteht aus feinen Boden-, Schlamm- oder Tonpartikeln, die vom Wind aufgewirbelt werden. In ariden oder von Dürre betroffenen Regionen sind Staubstürme häufig und können die Sicht auf unter 400 Meter verringern.
Staub verringert die Sicht, kann in Triebwerke und Avionik eindringen und birgt Atemrisiken. Schwere Staubstürme führen oft zu Flugverspätungen oder -umleitungen und können weitreichende Betriebsstörungen verursachen.
Sand (SA) ist ähnlich wie Staub, jedoch mit größeren, schwereren Partikeln – meist aus Wüstenregionen. Sandstürme können die Sicht rasch verringern und freiliegende Flugzeugteile beschädigen.
Sand kann Triebwerke verstopfen, Oberflächen und Scheiben zerkratzen und Start- oder Rollbahnen verdecken. Der Betrieb in sandgefährdeten Regionen erfordert besondere Wartung und Vorsichtsmaßnahmen.
Gischt (PY) besteht aus Meerwassertröpfchen, die von starken Winden an Küsten oder über große Wasserflächen aufgewirbelt werden. Sie kann die Sicht verringern, besonders bei Stürmen oder starkem Wellengang.
Gischt ist besonders für Küstenflughäfen und Flüge in geringer Höhe über Wasser relevant. Sie kann sich mit Nebel oder Dunstschleier kombinieren und die Sicht zusätzlich vermindern.
Verwehter Schnee (BLSN) ist vom Wind aufgewirbelter Oberflächenschnee, der ein Whiteout erzeugt und die Sicht oft auf unter 400 Meter reduziert.
Verwehter Schnee kann Start- und Rollbahnen sowie Hindernisse verdecken und Sichtnavigation unmöglich machen. Häufig führen solche Bedingungen, besonders bei Blizzard, zur Schließung von Flughäfen.
Verschleierungsphänomene werden in METARs, TAFs und SIGMETs mit standardisierten ICAO-Codes gemeldet. Piloten, Fluglotsen und Disponenten nutzen diese Berichte zur schnellen Einschätzung und Entscheidungsfindung. Beispiele:
Meldegrenzen werden von ICAO und nationalen Behörden festgelegt und verlangen meist eine Meldung bei Sichtwerten unter definierten Schwellen oder wenn das Phänomen die operative Sicherheit beeinträchtigt.
Verschleierung ist ein entscheidender meteorologischer Faktor für die Luftfahrt und kann alle Phasen des Flugs und Bodenbetriebs beeinträchtigen. Das Verständnis jedes Typs – seiner Ursachen, Eigenschaften und Gefahren – ist wesentlich für einen sicheren, effizienten und regelkonformen Flugbetrieb weltweit.
Für einen umfassenden Leitfaden zu Wettercodes in der Luftfahrt und detaillierten Betriebsverfahren konsultieren Sie ICAO Annex 3, das WMO Manual on Codes und Ihre nationale Luftfahrtbehörde.
Verschleierungsmeldung und Gegenmaßnahmen sind grundlegende Bestandteile der modernen Flugsicherheit – kennen Sie die Codes, kennen Sie die Risiken und planen Sie immer voraus.
Verschleierung bezieht sich auf jedes sichtmindernde Phänomen, das kein Niederschlag ist, wie Nebel, Dunst, Rauch, Dunstschleier, Vulkanasche, Staub oder Sand. Niederschlag umfasst Regen, Schnee, Schneeregen und Hagel. Beide können die Sicht verringern, werden jedoch in luftfahrtmeteorologischen Beobachtungen und Vorhersagen getrennt gemeldet.
Verschleierungen werden in METARs, TAFs und SIGMETs mit standardisierten ICAO-Abkürzungen gemeldet: BR für Dunst, FG für Nebel, FU für Rauch, HZ für Dunstschleier, VA für Vulkanasche, DU für Staub, SA für Sand, PY für Gischt und BLSN für verwehten Schnee. Diese Codes helfen Piloten und Disponenten, betriebliche Risiken schnell einzuschätzen.
Verschleierung kann die Sicht unter die für Sichtflüge erforderlichen Mindestwerte senken, Instrumentenanflüge beeinflussen und die Risiken beim Rollen, Start und Landung erhöhen. Eine genaue Meldung der Verschleierung ermöglicht es Piloten, fundierte Entscheidungen bezüglich Streckenführung, Ausweichflughäfen und der Frage zu treffen, ob nach VFR oder IFR geflogen wird.
Häufige Quellen sind Kondensation von Wasserdampf (Nebel, Dunst), Verbrennung (Rauch), industrielle und natürliche Aerosole (Dunstschleier), Vulkanausbrüche (Asche), verwehter Staub und Sand, Meeresgischt sowie verwehter oder treibender Schnee.
Piloten sollten Wetterberichte und -vorhersagen (METAR, TAF, SIGMET) prüfen, die lokale Klimatologie kennen, die VFR/IFR-Mindestwerte verstehen und auf schnelle Änderungen der Sicht gefasst sein. Alternative Routen und Flughäfen sollten eingeplant werden, und Besatzungen müssen mit Instrumentenverfahren für schlechte Sicht vertraut sein.
Bleiben Sie über Verschleierungsgefahren informiert, um die Flugsicherheit und operative Effizienz zu steigern. Erfahren Sie, wie fortschrittliche Wetterberichte und Überwachung Ihre luftfahrttechnischen Anforderungen unterstützen können.
Meteorologische Sichtweite bezeichnet die größte Entfernung, in der ein markantes Objekt ohne optische Hilfsmittel unter den aktuellen atmosphärischen Bedingung...
Die Sichtweite, auch Sichtbarkeit genannt, ist die maximale horizontale Entfernung, in der ein großes, dunkles Objekt unter den aktuellen atmosphärischen Beding...
Geringe Sichtweite in der Luftfahrt beschreibt Bedingungen, bei denen die Fähigkeit eines Piloten, Objekte zu sehen und zu identifizieren, unter die behördliche...
Cookie-Zustimmung
Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern und unseren Datenverkehr zu analysieren. See our privacy policy.