Radiometrie
Radiometrie ist die Messung elektromagnetischer Strahlung über alle Wellenlängen hinweg, unter Verwendung von SI-Einheiten wie Watt und Joule. Im Gegensatz zur ...
Ein Radiometer misst die Gesamtleistung elektromagnetischer Strahlung über UV-, sichtbare und IR-Bereiche – entscheidend für die genaue Energiebestimmung in Wissenschaft und Industrie.
Ein Radiometer ist ein wissenschaftliches Instrument, das entwickelt wurde, um den Strahlungsfluss – die gesamte Leistung elektromagnetischer Strahlung, die von einer Quelle in definierten Wellenlängenbereichen abgestrahlt, übertragen oder reflektiert wird – zu messen. Radiometer stehen im Mittelpunkt der Radiometrie, eines Fachgebiets, das elektromagnetische Energie in objektiven, physikalischen Einheiten (typischerweise Watt oder Watt pro Quadratmeter) quantifiziert. Im Gegensatz zu Photometern, die auf sichtbares Licht und die Empfindlichkeitskurve des menschlichen Auges beschränkt sind, können Radiometer im ultravioletten (UV), sichtbaren (VIS) und infraroten (IR) Bereich sowie in anderen Bereichen des Spektrums betrieben werden.
Radiometer arbeiten, indem sie elektromagnetische Strahlung über eine Eintrittsoptik (wie Linse oder Blende) sammeln, die oft gefiltert wird, um einen bestimmten Wellenlängenbereich auszuwählen. Die gefilterte Strahlung wird dann von einem Sensor detektiert – etwa einer Photodiode für sichtbares/nahes IR, einem Thermopile für mittleres IR oder einem Bolometer für breitbandige Messungen. Der Sensor wandelt den einfallenden Photonenfluss in ein proportionales elektrisches Signal um, das dann verstärkt, aufbereitet und als kalibrierter Wert in absoluten radiometrischen Einheiten angezeigt wird.
Die Kalibrierung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Messwerte des Radiometers genau und auf internationale Standards (z. B. NIST oder CIE) rückführbar sind. Das Gerät kann Korrekturen für Umweltfaktoren wie Temperatur und für geräteeigene Eigenschaften wie Linearität und spektrale Empfindlichkeit enthalten.
Wichtige Funktionskonzepte:
Radiometrie quantifiziert die gesamte Energie elektromagnetischer Strahlung, unabhängig von der menschlichen Wahrnehmung. Photometrie hingegen ist auf sichtbare Wellenlängen beschränkt und verwendet eine Gewichtungsfunktion (die CIE V(λ)-Kurve), die der Empfindlichkeit des menschlichen Auges entspricht.
| Größe | Radiometrisch (physikalisch) | Einheit | Photometrisch (menschliches Sehen) | Einheit |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | Strahlungsfluss (Φe) | Watt (W) | Lichtstrom (Φv) | Lumen (lm) |
| Intensität | Strahlungsintensität (Ie) | W/sr | Lichtstärke (Iv) | Candela (cd) |
| Flächenbestrahlung | Bestrahlungsstärke (Ee) | W/m² | Beleuchtungsstärke (Ev) | Lux (lx) |
| Flächenhelligkeit | Strahldichte (Le) | W/m²·sr | Leuchtdichte (Lv) | cd/m² |
Ein Radiometer misst jede einfallende elektromagnetische Energie in seinem Bereich – egal ob sichtbar oder nicht – während ein Photometer auf nicht-sichtbare Wellenlängen nicht reagiert.
Messfeld (FOV): Bestimmt den Bereich oder Winkel, aus dem Messwerte aufgenommen werden. Ein schmales FOV wird für Punktmessungen verwendet, ein breites FOV für Flächenmessungen.
Emissivität: Ein entscheidender Parameter in der IR-Radiometrie – falsche Emissivitätswerte können zu erheblichen Fehlern bei berührungslosen Temperatur- oder Energiemessungen führen.
Kalibrierung: Radiometer müssen regelmäßig an Standards (Schwarzkörperquellen für IR, kalibrierte Lampen für UV/sichtbar) kalibriert werden, um Genauigkeit und Rückführbarkeit zu gewährleisten.
| Instrument | Misst | Spektralbereich | Gewichtung auf menschliches Auge | Kalibrierungstyp | Typische Anwendungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Radiometer | Strahlungsfluss (W, W/m², etc.) | UV, VIS, IR, benutzerdefiniert | Nein | Absolut (NIST, CIE) | Industrie, Wissenschaft, Umwelt, Sicherheit |
| Photometer | Lichtstrom, Lichtstärke, etc. (lm, cd, lx) | Sichtbar (380–780 nm) | Ja (V(λ)) | Photometrische Standards | Beleuchtung, Displays, Arbeitssicherheit, Forschung |
| Spektrometer | Spektrale Intensität (rel. Einheiten) | UV–IR, anwendungsspezifisch | Nein | Nur Wellenlänge | Chemie, F&E, Materialanalyse |
| Spektroradiometer | Spektrale Leistung (W/nm), Strahldichte, etc. | UV–VIS–IR (breit) | Optional (photopisch oder benutzerdefiniert) | Absolut (NIST, CIE) | Kolorimetrie, Kalibrierung, Forschung, Astronomie |
Radiometer sind in Wissenschaft, Industrie und Medizin unverzichtbare Werkzeuge überall dort, wo eine genaue und rückführbare Messung elektromagnetischer Energie erforderlich ist. Ihre Fähigkeit, über UV-, sichtbare und IR-Bereiche hinweg zu arbeiten – unabhängig vom menschlichen Sehen – macht sie in einer technologiegetriebenen Welt unverzichtbar für Prozesskontrolle, Forschung, Konformität und Sicherheit.
Ein Radiometer misst die absolute Leistung elektromagnetischer Strahlung (Strahlungsfluss) über UV-, sichtbare oder IR-Wellenlängen hinweg, unabhängig von der menschlichen Wahrnehmung. Ein Photometer hingegen misst nur sichtbares Licht und wendet eine Gewichtungskurve basierend auf der Empfindlichkeit des menschlichen Auges an und gibt visuelle Größen wie Lumen oder Lux aus.
Radiometer werden in der UV-Härtung, der Halbleiterfertigung, der Überwachung der Sonnenstrahlung, der berührungslosen Temperaturmessung, der Umweltüberwachung, der Atmosphärenforschung, der Astronomie und der medizinischen Thermografie eingesetzt – überall dort, wo eine präzise Quantifizierung elektromagnetischer Strahlung erforderlich ist.
Radiometer werden mit Referenzquellen – Standardlampen für UV/sichtbar oder Schwarzkörperstrahlern für IR – kalibriert, die auf nationale Metrologiestandards wie NIST rückführbar sind. Eine regelmäßige Kalibrierung gewährleistet Genauigkeit, Rückführbarkeit und die Einhaltung von Qualitätsstandards.
Emissivität ist das Maß dafür, wie effizient eine Oberfläche im Vergleich zu einem idealen Schwarzkörper Wärme abstrahlt. In der IR-Radiometrie ist die Kenntnis der richtigen Emissivität entscheidend für genaue Temperatur- oder Energiemessungen, da die meisten realen Materialien weniger abstrahlen als ein idealer Schwarzkörper.
Ja. Im Gegensatz zu Photometern sind Radiometer dafür ausgelegt, ultraviolette (UV), infrarote (IR) und andere nicht sichtbare Wellenlängen zu messen und sind damit unerlässlich für Sicherheit, Prozesskontrolle und Forschung mit unsichtbarer Strahlung.
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