Rettungs- und Feuerlöschdienst (RFFS/ARFF)
Rettungs- und Feuerlöschdienste (RFFS/ARFF) sind spezialisierte Notfalleinheiten an Flughäfen, die ausgebildet und ausgerüstet sind, um schnell auf Luftfahrtvor...
Der Rettungs- und Feuerlöschdienst (RFF) gewährleistet schnelle Notfallmaßnahmen, Brandbekämpfung und Rettung an Flughäfen gemäß den globalen Standards der Luftfahrtsicherheit.
Rettungs- und Feuerlöschdienst (RFF), auch Aircraft Rescue and Fire Fighting (ARFF) genannt, ist das Rückgrat der Notfallvorsorge an Flughäfen. RFF-Teams sind verantwortlich für sofortige Maßnahmen bei Flugzeugvorfällen – Notlandungen, Brände an Bord, Gefahrstoffaustritte und medizinische Notfälle – auf oder in der Nähe des Flughafengeländes. Ihre Mission: Maximierung der Überlebenschancen von Passagieren und Besatzung, Schutz des Flughafenpersonals und der kritischen Infrastruktur.
Die RFF-Dienste sind strategisch am Flughafen positioniert, um schnellen Zugang zu allen Betriebsbereichen (Start- und Landebahnen, Rollwege, Terminals, Tankanlagen) zu gewährleisten. Zu ihren Aufgaben gehören:
Die RFF-Einsätze sind streng durch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) geregelt und werden von nationalen Behörden überwacht. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist Voraussetzung für die Flughafen-Zertifizierung und Betriebserlaubnis.
Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) legt weltweit die Regeln für den Rettungs- und Feuerlöschdienst an Flughäfen fest durch:
Staaten übertragen die ICAO-Anforderungen in nationales Recht. Beispiele:
Nationale Behörden können strengere Regeln für örtliche Gegebenheiten erlassen. Die Einhaltung wird durch regelmäßige Audits, Inspektionen und Übungseinsätze überwacht.
Das Hauptziel des RFF: Maximierung der Überlebenschancen bei Flugnotfällen durch sofortige und wirksame Intervention.
Der Umfang des RFF wird an das Risikoprofil jedes Flughafens angepasst und durch die ICAO-RFF-Kategorie bestimmt – basierend auf der Länge und Rumpfbreite des größten regelmäßig eingesetzten Flugzeugs.
| Kategorie | Flugzeuglänge (m) | Max. Rumpfbreite (m) |
|---|---|---|
| 1 | < 9 | 2 |
| 2 | 9–12 | 2 |
| 3 | 12–18 | 3 |
| 4 | 18–24 | 4 |
| 5 | 24–28 | 4 |
| 6 | 28–39 | 5 |
| 7 | 39–49 | 5 |
| 8 | 49–61 | 7 |
| 9 | 61–76 | 7 |
| 10 | ≥76 | 8 |
Jede Kategorie gibt Mindestmengen an Löschmitteln, Fahrzeugen und Personal vor. Flughäfen müssen den Flugzeugverkehr regelmäßig überprüfen und ihre Kategorie bei Bedarf anpassen.
Die ICAO legt für jede RFF-Kategorie Mindestanforderungen fest, um ausreichende Brandbekämpfungskapazität für den größten Flugzeugtyp sicherzustellen.
| Kategorie | Wasser für Schaum (l) | Zusätzliche Löschmittel (kg) | Fahrzeuge | Abgabemenge (l/min) |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 230 | 45 | 1 | 230 |
| 2 | 670 | 90 | 1 | 550 |
| 3 | 1.200 | 135 | 1 | 900 |
| 4 | 2.400 | 135 | 1 | 1.800 |
| 5 | 5.400 | 180 | 1 | 3.000 |
| 6 | 7.900 | 225 | 2 | 4.000 |
| 7 | 12.100 | 225 | 2 | 5.300 |
| 8 | 18.200 | 450 | 3 | 7.200 |
| 9 | 24.300 | 450 | 3 | 9.000 |
| 10 | 32.300 | 450 | 3 | 11.200 |
Sinkt der Betrieb großer Flugzeuge (weniger als 700 Bewegungen in drei Monaten), erlaubt die ICAO eine vorübergehende Herabstufung der RFF-Kategorie (eine Stufe unter das aktuelle Niveau). Alle Änderungen müssen per NOTAM veröffentlicht und mit der Flugsicherung abgestimmt werden, damit Fluggesellschaften entsprechend reagieren können.
Auch bei reduzierter Kategorie muss der Flughafen Notfälle mit den größten regelmäßig eingesetzten Flugzeugen bewältigen können.
Die ICAO verlangt, dass das erste RFF-Fahrzeug innerhalb von drei Minuten am Einsatzort Löschmittel aufbringt (unter optimalen Bedingungen). Diese Vorgabe bestimmt die Standortwahl der Wachen und die Einsatzbereitschaft.
Eine enge Zusammenarbeit mit Flugsicherung, Flughafenbetrieb, medizinischen Diensten und Polizei ist unerlässlich.
Moderne RFF-Fahrzeuge (z. B. Oshkosh Striker, Rosenbauer Panther) bieten:
Das Personal muss umfassend geschult sein in:
Die Ausbildung ist fortlaufend und umfasst verpflichtende Grund-, Wiederholungs- und Szenariotrainings. Die Kompetenz wird durch praktische und schriftliche Prüfungen überprüft.
Flughäfen müssen:
Hersteller stellen aktuelle Rettungsdatenblätter für jeden Flugzeugtyp bereit und unterstützen so Planung und Einsatz.
| Kategorie | Flugzeuglänge (m) | Rumpfbreite (m) | Wasser für Schaum (l) | Zusätzliche Löschmittel (kg) | Fahrzeuge | Abgabemenge (l/min) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | < 9 | 2 | 230 | 45 | 1 | 230 |
| 2 | 9–12 | 2 | 670 | 90 | 1 | 550 |
| 3 | 12–18 | 3 | 1.200 | 135 | 1 | 900 |
| 4 | 18–24 | 4 | 2.400 | 135 | 1 | 1.800 |
| 5 | 24–28 | 4 | 5.400 | 180 | 1 | 3.000 |
| 6 | 28–39 | 5 | 7.900 | 225 | 2 | 4.000 |
| 7 | 39–49 | 5 | 12.100 | 225 | 2 | 5.300 |
| 8 | 49–61 | 7 | 18.200 | 450 | 3 | 7.200 |
| 9 | 61–76 | 7 | 24.300 | 450 | 3 | 9.000 |
| 10 | ≥76 | 8 | 32.300 | 450 | 3 | 11.200 |
Der Rettungs- und Feuerlöschdienst (RFF) am Flughafen ist ein hoch regulierter, technologisch fortschrittlicher Dienst, der für die Luftfahrtsicherheit unverzichtbar ist. Er gewährleistet eine schnelle und effektive Reaktion auf Notfälle und die Einhaltung höchster internationaler Standards – zum Schutz von Menschenleben und für einen sicheren, effizienten Flughafenbetrieb.
Der Rettungs- und Feuerlöschdienst (RFF), auch bekannt als Aircraft Rescue and Fire Fighting (ARFF), ist ein spezialisierter Flughafendienst, der für die Notfallreaktion bei Flugzeugvorfällen verantwortlich ist. RFF umfasst Brandbekämpfung, Rettung von Passagieren und Besatzung, Umgang mit Gefahrstoffen und medizinische Erstversorgung. RFF ist durch internationale (ICAO Anhang 14) und nationale Luftfahrtbehörden vorgeschrieben, um die Sicherheit des Flughafenbetriebs zu gewährleisten.
Die Anforderungen an den RFF werden durch die ICAO-RFF-Kategorie bestimmt, die sich nach Größe und Typ des größten regelmäßig am Flughafen eingesetzten Flugzeugs richtet. Jede Kategorie legt Mindestanzahlen an Fahrzeugen, Löschmitteln (wie Schaum und Pulver) und ausgebildetem Personal fest. Flughäfen müssen diese Standards jederzeit einhalten und die Kategorien bei Verkehrsänderungen anpassen, um stets einsatzbereit zu bleiben.
RFF-Einheiten nutzen spezielle Feuerwehrfahrzeuge mit großen Schaum- und Wassertanks, schneller Beschleunigung und moderner Löschtechnik. Zur Ausrüstung gehören AFFF (Aqueous Film-Forming Foam), Löschpulver, Wasserwerfer, Stachelrohre, hydraulische Rettungsgeräte (Rettungsschere/-spreizer) und persönliche Schutzausrüstung wie Hitzeschutzanzüge und Pressluftatmer (PA). Moderne Technik ermöglicht eine schnelle und effektive Reaktion auf komplexe Luftfahrt-Notfälle.
Die ICAO-Standards verlangen, dass das erste RFF-Fahrzeug innerhalb von drei Minuten nach der Alarmierung am Unfallort Löschmittel einsetzt (unter optimalen Bedingungen). Diese schnelle Reaktion ist entscheidend, um die Überlebenschancen zu maximieren und Schäden zu minimieren. Sie wird durch strategische Platzierung der Feuerwachen, regelmäßige Übungen und effiziente Einsatzwege sichergestellt.
Ja, die ICAO erlaubt eine vorübergehende Reduzierung der RFF-Kategorie, wenn der Betrieb großer Flugzeuge deutlich abnimmt (weniger als 700 Bewegungen in drei Monaten). Jede Reduzierung muss unverzüglich per NOTAM gemeldet und mit der Flugsicherung abgestimmt werden. Dennoch muss der Flughafen weiterhin in der Lage sein, Notfälle mit den größten regelmäßig bedienten Flugzeugen zu bewältigen.
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