Pistenverletzung
Eine Pistenverletzung ist jede unbefugte Anwesenheit eines Luftfahrzeugs, Fahrzeugs oder einer Person auf einer Flughafenpiste oder ihrem geschützten Sicherheit...
Die Pistenbezeichnung ist ein System zur Nummerierung von Flughafenpisten basierend auf ihrer magnetischen Ausrichtung, um eine sichere und eindeutige Identifizierung für Piloten und Fluglotsen zu gewährleisten.
Die Pistenbezeichnung ist das international anerkannte System zur Identifizierung jeder Piste eines Flughafens, bei dem große weiße Zahlen an jedem Schwellenende aufgemalt werden. Diese Zahlen entsprechen der magnetischen Ausrichtung der Piste—auf die nächste Zehnerstelle gerundet und auf zwei Ziffern gekürzt—und bieten Piloten, Fluglotsen und Bodenpersonal eine klare, standardisierte Referenz. Jede physische Piste hat zwei Bezeichnungen, eine an jedem Ende, die um 18 auseinanderliegen (entspricht 180° Unterschied).
Dieses System, definiert durch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und die Federal Aviation Administration (FAA), ist grundlegend für einen sicheren Betrieb. Es stellt sicher, dass alle am Flughafenbetrieb Beteiligten—egal ob sie fliegen, kontrollieren oder Flugzeuge warten—jede Piste eindeutig identifizieren können, wodurch das Risiko von Missverständnissen, Pistenverletzungen oder Starts und Landungen auf der falschen Piste minimiert wird.
Zum Beispiel ist eine Piste mit einer magnetischen Ausrichtung von 090° an einem Ende mit „09“ und am anderen mit „27“ (für 270°) beschriftet. Die Zahlen stehen in direktem Zusammenhang mit dem, was ein Pilot auf dem Kurskreisel sieht, und ermöglichen einen unmittelbaren Abgleich vor Start oder Landung.
Die Nummer einer Piste spiegelt ihre magnetische Ausrichtung wider, also die Richtung relativ zum magnetischen Norden. Flugzeugkompasse und Kurskreisel beziehen sich auf den magnetischen Norden, was dieses System für Piloten intuitiv macht. Die Ausrichtung wird im Uhrzeigersinn vom magnetischen Norden (001° bis 360°) gemessen. Nach dem Runden auf die nächste Zehnerstelle wird die letzte Ziffer weggelassen, sodass sich eine zweistellige Kennung ergibt.
Zum Beispiel würde eine Piste mit einer Ausrichtung von 134° auf 130° gerundet und wird zu „13“. Das gegenüberliegende Ende, 180° entgegengesetzt, wäre „31“. Diese Übereinstimmung zwischen Pistenmarkierung und Flugzeuginstrumenten ist ein praktisches Sicherheitsmerkmal, das Verwechslungen in kritischen Flugphasen reduziert.
Messen der magnetischen Ausrichtung:
Vermessungsingenieure bestimmen die magnetische Ausrichtung der Pistenmittellinie von jedem Schwellenende mit geodätischen Geräten oder Kompassen.
Auf die nächste Zehnerstelle runden:
Die Ausrichtung wird auf die nächste Zehnerstelle gerundet. Zum Beispiel wird aus 087° → 090°.
Letzte Ziffer streichen:
Die Null am Ende wird entfernt. 090° wird zu „09“, 270° zu „27“.
Jedem Pistenende zuweisen:
Die berechnete Nummer wird an der entsprechenden Schwelle aufgemalt. Das gegenüberliegende Ende erhält die Gegenrichtung (180° addieren/subtrahieren, dann erneut runden und kürzen).
Parallele Pisten:
Gibt es mehrere Pisten in gleicher Richtung, werden die Buchstaben „L“ (links), „C“ (center/Mitte) oder „R“ (rechts) aus Sicht des anfliegenden Piloten ergänzt.
Dieses systematische Verfahren sorgt weltweit für Einheitlichkeit und Klarheit, wie in ICAO Annex 14 und FAA AC 150/5340-1M dokumentiert.
Die Pistennummern sind die größten und auffälligsten Markierungen auf der Piste, aber sie sind nur ein Teil eines standardisierten Systems für Sicherheit und betriebliche Effizienz:
Flughäfen mit parallelen Pisten nutzen Buchstabenzusätze zur Unterscheidung:
Zum Beispiel sind am Los Angeles International Airport (LAX) die Pisten mit 24L, 24R, 25L und 25R beschriftet. Hat ein Flughafen mehr als drei parallele Pisten, kann die Pistennummer um eins verschoben werden (z. B. 27 und 28), um eindeutige Kennungen zu gewährleisten.
Diese Konvention stellt eine klare Kommunikation sicher und verhindert Verwechslungen—entscheidend für die Sicherheit an stark frequentierten Flughäfen.
Jede Piste ist in beide Richtungen nutzbar. Die Zahl an jedem Schwellenende zeigt die Richtung, aus der angeflogen wird. Die beiden Enden unterscheiden sich immer um 18 (180° Unterschied).
Formel:
Gegenläufige Pistennummer = (ursprüngliche Nummer ± 18)
Wenn das Ergebnis 36 übersteigt, wird 36 abgezogen.
Beispiel:
Piste 09 (090°) an einem Ende, Piste 27 (270°) am anderen Ende.
Dadurch wissen Piloten stets, aus welcher Richtung sie anfliegen oder starten, und es entspricht der standardisierten Sprechweise.
Das Magnetfeld der Erde verschiebt sich im Laufe der Zeit und verändert die magnetische Ausrichtung der Pisten—dieses Phänomen heißt magnetische Missweisung oder Deklination. Wenn die Änderung so groß ist, dass eine neue Nummer entstehen würde, wird die Piste umnummeriert. Dieser Prozess ist aufwendig:
Beispielsweise wurden 2013 am Oakland International Airport die Pisten aufgrund einer Verschiebung der lokalen magnetischen Missweisung umnummeriert. Solche Änderungen werden mithilfe des World Magnetic Model verfolgt, und die Umnummerierung erfolgt sorgfältig koordiniert, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.
In Regionen mit hohen Breitengraden, in denen die magnetische Missweisung extrem oder schnelllebig ist—wie im Norden Kanadas oder der Arktis—werden manche Pisten nach ihrer geografischen Ausrichtung nummeriert. Diese Ausnahme, von der ICAO mit behördlicher Genehmigung erlaubt, verhindert häufige Umnummerierungen und Verwirrung.
Solche Pisten sind in nationalen Luftfahrtpublikationen klar dokumentiert, und Piloten, die in diesen Gebieten operieren, werden über diese Konvention informiert.
Die Pistenbezeichnung ist entscheidend für einen sicheren und effizienten Ablauf am Flughafen:
Beispiel 1:
Am Atlanta Hartsfield-Jackson (ATL) gibt es fünf parallele Pisten mit den Bezeichnungen „26L“, „26R“, „27L“, „27R“ und „28“, um Verwechslungen zu vermeiden, selbst wenn die Ausrichtungen nahezu identisch sind.
Beispiel 2:
Der Flughafen Fairbanks (FAI) nummerierte die Piste 1L-19R in 2L-20R um, nachdem sich die magnetische Ausrichtung durch Missweisung so verschoben hatte, dass die Rundungsgrenze überschritten wurde—mit Anpassungen an Schildern, Karten und Datenbanken.
Beispiel 3:
Im hohen Norden Kanadas werden manche Pisten nach ihrer geografischen Ausrichtung nummeriert, da die magnetische Missweisung zu groß und die Änderung zu schnell ist, als dass eine magnetische Nummerierung praktikabel wäre.
Die Pistenbezeichnung ist weit mehr als eine Zahl auf dem Asphalt; sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Luftfahrtsicherheits-Infrastruktur. Durch die Angleichung an die magnetischen Instrumente der Piloten und die Schaffung einer universellen Sprache für alle Beteiligten am Flughafenbetrieb reduziert dieses System Fehler und ermöglicht einen präzisen, sicheren und effizienten Ablauf auf Flughäfen weltweit.
Pistennummern basieren auf ihrer magnetischen Ausrichtung, auf die nächste Zehnerstelle gerundet und auf zwei Ziffern gekürzt. Zum Beispiel wird aus einer Ausrichtung von 094° die '09'. Die gegenüberliegende Seite erhält eine Nummer, die um 18 höher ist (z. B. '09' und '27').
Wenn Flughäfen parallele Pisten haben, werden Buchstaben hinzugefügt: 'L' für links, 'R' für rechts und 'C' für die Mitte, gesehen aus der Anflugrichtung. Dadurch wird eine Verwechslung von Pisten mit gleicher Ausrichtung vermieden.
Magnetische Missweisung ist der Unterschied zwischen magnetischem Norden und geografischem Norden. Da sich das Magnetfeld der Erde im Laufe der Zeit verändert, müssen Pisten gegebenenfalls umnummeriert werden, damit die Bezeichnung der aktuellen magnetischen Ausrichtung entspricht.
Ja. In Regionen mit hohen Breitengraden und extremer magnetischer Missweisung werden einige Pisten nach dem geografischen Norden statt nach dem magnetischen Norden nummeriert. Dies wird in der Aeronautical Information Publication des jeweiligen Landes vermerkt.
Bei einer Umnummerierung werden die Pistennummern neu aufgemalt, Schilder aktualisiert, Karten und Datenbanken überarbeitet sowie Piloten und Fluglotsen informiert. Dieser Prozess wird koordiniert, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren und die Sicherheit zu gewährleisten.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Flughafen höchste Sicherheits- und Effizienzstandards einhält. Erfahren Sie, wie korrekte Pistenbezeichnungen Fehler vermeiden und die Kommunikation zwischen Piloten und Fluglotsen verbessern.
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