Runway-Sicherheitsbereich (RSA)
Ein Runway-Sicherheitsbereich (RSA) ist eine definierte Fläche, die eine Start- und Landebahn umgibt und so gestaltet ist, das Risiko von Schäden an Flugzeugen ...
RESA ist ein vorbereiteter Bereich hinter der Start- und Landebahn, der die Sicherheit erhöht, indem er das Schadensrisiko im Falle eines Überschießens oder Unterschießens minimiert.
Ein Runway-End-Sicherheitsbereich (RESA) ist ein speziell vorbereiteter, hindernisfreier Bereich, der sich direkt hinter dem Ende eines Start- und Landebahnstreifens an einem Flughafen befindet. Sein Hauptzweck besteht darin, das Schadensrisiko für ein Flugzeug zu minimieren, das das Bahnende überschießt oder zu kurz aufsetzt. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) definiert RESA-Standards im Anhang 14, der eine Mindestlänge von 90 Metern vorschreibt und 240 Meter für Bahnen empfiehlt, die von großen Flugzeugen genutzt werden. Die Breite muss mindestens doppelt so groß sein wie die der Bahn und auf die verlängerte Mittellinie ausgerichtet sein.
Eine RESA muss frei von Hindernissen, ordnungsgemäß geebnet und so instand gehalten werden, dass sie die gelegentliche Befahrung durch Flugzeuge und Rettungsfahrzeuge ermöglicht. Bauwerke sind grundsätzlich verboten, mit Ausnahme zerbrechlicher visueller Hilfsmittel, die für den Bahnbetrieb erforderlich sind. Wo die Topografie oder Infrastruktur die Umsetzung einer vollständigen RESA einschränkt, werden Alternativen wie Engineered Material Arresting Systems (EMAS) genutzt.
RESA erhöht die Sicherheit beim Start und bei der Landung, indem sie eine Pufferzone bietet, in der Flugzeuge im Falle eines Bahnverlassens zum Stillstand kommen können. Regelmäßige Inspektionen stellen die Einhaltung internationaler und nationaler Vorschriften sicher, wodurch RESA einen zentralen Fokus für Flughafenbetreiber und Aufsichtsbehörden bildet.
Die Runway Safety Area (RSA) ist eine größere Sicherheitszone, die sich über das Bahnende hinaus und zu den Seiten erstreckt. Ihr Zweck ist es, das Schadensrisiko für Flugzeuge bei Bahnverlassen, Ausbrechen oder Unterschießen zu minimieren. Die RSA bietet eine geebnete, hindernisfreie Umgebung, die sowohl den normalen als auch den Notfallbetrieb von Flugzeugen unterstützt, einschließlich des Zugangs für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge.
Die Abmessungen der RSA hängen von Größe und Geschwindigkeit des maßgeblichen Flugzeugs ab. So fordert die FAA beispielsweise für große Flugzeuge eine RSA von mindestens 1.000 Fuß (305 Meter) hinter jedem Bahnende und 500 Fuß (150 Meter) Breite. Die RSA muss so instand gehalten werden, dass sie das Gewicht von Einsatzfahrzeugen und gegebenenfalls Flugzeugen tragen kann. Wo die vollständigen RSA-Abmessungen nicht realisierbar sind, kann alternativ ein EMAS installiert werden.
Ein Engineered Material Arresting System (EMAS) wird an Bahnenden installiert, an denen der Platz für eine standardmäßige RESA oder RSA nicht ausreicht. EMAS-Felder bestehen aus zerquetschbarem, energieabsorbierendem Material (wie zellulären Betonblöcken), das überschießende Flugzeuge durch kontrolliertes Zerdrücken abbremst und so das Eindringen in gefährliches Gelände verhindert.
EMAS wird von ICAO und FAA als Alternative anerkannt, wenn vollständige RESA- oder RSA-Längen nicht möglich sind. Das System ist darauf ausgelegt, das größte und schnellste Flugzeug, das auf dieser Bahn betrieben wird, aufzuhalten – typischerweise bis zu 70 Knoten. EMAS-Felder werden auf die Anforderungen des jeweiligen Flughafens zugeschnitten und ihre Wirksamkeit wurde weltweit bei Vorfällen nachgewiesen.
Die Obstacle Free Zone (OFZ) ist der Luftraum über und um die Start- und Landebahn, der frei von Hindernissen (mit Ausnahme erforderlicher, zerbrechlicher Navigationshilfen) sein muss. Die OFZ stellt sicher, dass sich Flugzeuge auf oder nahe der Bahn nicht durch Hindernisse gefährdet werden, insbesondere während Start, Landung oder Durchstarten. Die Abmessungen hängen vom Bahntyp und der Anflugkategorie ab, erstrecken sich seitlich und längs von der Mittellinie und umfassen Teile der RESA und des Bahnstreifens.
Die Object Free Area (OFA) ist ein bodennaher Bereich um die Start- und Landebahn sowie Rollwege, der dazu dient, Flugzeuge während der Bodenbewegung vor Hindernissen zu schützen. Die OFA umfasst die RESA und RSA und muss frei von festen oder beweglichen Objekten sein, mit Ausnahme zerbrechlicher Navigationshilfen. Die Abmessungen richten sich nach Bahnkategorie und Flugzeugtyp; für große Jets kann die OFA mehr als 250 Fuß von der Mittellinie entfernt reichen.
Das Critical Aircraft ist das größte und anspruchsvollste Flugzeug, das regelmäßig eine Bahn nutzt und damit die Auslegung und Tragfähigkeit von Bahnen, Rollwegen und Sicherheitsbereichen bestimmt. Flughäfen legen das Critical Aircraft anhand historischer und prognostizierter Verkehrsaufkommen fest, um sicherzustellen, dass die Infrastruktur dessen Betrieb sicher ermöglicht. Das Critical Aircraft kann sich mit dem Wandel der Flotten ändern, sodass eine regelmäßige Überprüfung der Auslegungsstandards erforderlich ist.
Ein Overrun (Bahnüberschießen) liegt vor, wenn ein Flugzeug das Bahnende mit Geschwindigkeit verlässt – typischerweise nach einem abgebrochenen Start oder weil es beim Landen nicht rechtzeitig gestoppt werden konnte. Überschießen ist eine häufige Ursache für Bahnverlassen und kann durch nasse oder verschmutzte Oberflächen, hohe Geschwindigkeit, technische Defekte oder Pilotenfehler verursacht werden. Das Vorhandensein und die Auslegung von RESA oder EMAS sind entscheidend, um die Schwere von Überschießen zu verringern.
Ein Veer-off bezeichnet das seitliche Verlassen der Bahn durch ein Flugzeug. Ursachen sind z.B. Seitenwind, Verunreinigung, technische Defekte oder menschliches Versagen. Auch wenn Veer-offs oft weniger schwerwiegend sind als Überschießen, können sie dennoch beträchtlichen Schaden und Betriebsunterbrechungen verursachen. Breite, freie RSA- und OFA-Bereiche sind entscheidend, um das Risiko zu minimieren.
Deklarierte Distanzen sind offiziell veröffentlichte Bahnlängen für Start, Landung und Beschleunigungs-Stopp-Szenarien: Takeoff Run Available (TORA), Takeoff Distance Available (TODA), Accelerate-Stop Distance Available (ASDA) und Landing Distance Available (LDA). Diese Werte beeinflussen die Flugplanung und können zur Berücksichtigung von RESA-Einschränkungen angepasst werden.
Oberflächenbearbeitung stellt sicher, dass der Boden in RESA, RSA und OFA eben, stabil und frei von Wasseransammlungen ist. Gefälle dürfen die gesetzlichen Vorgaben (in der Regel 5 %) nicht überschreiten, Übergänge zu angrenzenden Bereichen müssen fließend sein. Entwässerungssysteme wie Mulden und Regenwasserkanäle verhindern stehendes Wasser, das Flugzeuge gefährden und Notfallmaßnahmen behindern könnte. Regelmäßige Inspektionen und Wartung sind erforderlich.
Hindernisbeseitigung stellt sicher, dass RESA, RSA und OFA frei von gefährlichen Objekten sind – mit Ausnahme erforderlicher, zerbrechlicher Navigationshilfen. Regelmäßige Vermessungen und Vegetationsmanagement sind notwendig, um Gefahren zu verhindern und den schnellen Notfallzugang zu gewährleisten.
Die Tragfähigkeit von RESA und verwandten Bereichen bezieht sich auf ihre Fähigkeit, Flugzeuge und Einsatzfahrzeuge zu tragen, ohne dass Spurrillen oder Einbrüche entstehen. Der Bau muss auf das Gewicht des Critical Aircraft und der Einsatzfahrzeuge ausgelegt sein. Regelmäßige Prüfungen sichern die Einhaltung und sichere Bedingungen, insbesondere nach extremen Wetterereignissen.
Zugang für Rettung und Feuerwehr ist für eine wirksame Notfallreaktion unerlässlich. RESA und angrenzende Bereiche müssen einen schnellen Zugang für Rettungsfahrzeuge ermöglichen, wobei die Oberflächen deren Gewicht tragen können. Notfallübungen und freie Wege sind für eine effektive Reaktion entscheidend.
Ein Stopway ist ein befestigter Bereich hinter der Startbahn, der nach denselben Standards wie die Bahn gebaut ist und bei einem abgebrochenen Start für schnelles Abbremsen genutzt werden kann. Im Gegensatz zur RESA, die als passive Sicherheitszone dient, ist der Stopway für das schnelle Abbremsen im Notfall ausgelegt.
Runway-End-Sicherheitsbereiche (RESA) und verwandte Sicherheitszonen sind weltweit grundlegend für die Flughafensicherheit. Ihre sachgerechte Planung, Wartung und Integration mit Systemen wie EMAS, RSA, OFA und OFZ spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz von Flugzeugen, Passagieren und Flughafenpersonal im Routine- und Notfallbetrieb. Die kontinuierliche Einhaltung internationaler und nationaler Normen gewährleistet höchste operative Sicherheit und Effizienz.
ICAO Anhang 14 schreibt eine Mindestlänge der RESA von 90 Metern vor, mit einer empfohlenen Länge von 240 Metern für Bahnen, die von großen Flugzeugen genutzt werden. Die Breite sollte mindestens das Doppelte der Bahnbreite betragen und auf die verlängerte Mittellinie zentriert sein.
Eine RESA ist ein befestigter, hindernisfreier Bereich hinter der Start- und Landebahn, während EMAS aus einer Schicht aus konstruiertem, zerquetschbarem Material besteht, das die Bewegung eines überschießenden Flugzeugs stoppt. EMAS wird typischerweise eingesetzt, wenn für eine vollständige RESA nicht genügend Platz vorhanden ist.
RESA-Bereiche dienen als Sicherheitszonen, die das Risiko schwerer Schäden oder Verletzungen bei einem Überschießen oder Unterschießen reduzieren. Sie ermöglichen zudem den Zugang für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge und spielen eine zentrale Rolle bei Notfällen und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Regelmäßige Inspektion und Wartung sind erforderlich, einschließlich Oberflächenbearbeitung, Entwässerung, Vegetationskontrolle und Hindernisbeseitigung. Jeglicher Verschleiß oder Nichteinhaltung muss umgehend behoben werden.
Ja, Flughäfen können deklarierte Distanzen (TORA, LDA usw.) verkürzen, um zusätzliche Sicherheitsreserven zu schaffen, wenn aufgrund örtlicher Gegebenheiten keine vollständige RESA bereitgestellt werden kann. So können Sicherheitsstandards eingehalten werden.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Flughafen die globalen Sicherheitsstandards durch ordnungsgemäße RESA-Planung, Wartung und Notfallplanung erfüllt. Sprechen Sie mit unseren Experten, um Ihre Bahnendsicherheit und Compliance zu optimieren.
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