Sichtweite auf der Landebahn (RVR)
Die Sichtweite auf der Landebahn (RVR) ist ein entscheidender meteorologischer Parameter in der Luftfahrt. Sie misst die Entfernung, über die ein Pilot auf eine...
RVSM reduziert die vertikale Staffelung zwischen Flugzeugen von 2.000 auf 1.000 Fuß zwischen FL290–FL410 und erhöht damit die Luftraumkapazität und Effizienz bei gleichbleibender Sicherheit.
Reduced Vertical Separation Minimum (RVSM) ist ein globaler Luftfahrtsstandard, der das minimale vertikale Staffelungsminimum zwischen Flugzeugen von 2.000 Fuß auf 1.000 Fuß zwischen Flugfläche 290 (FL290, 29.000 Fuß) und Flugfläche 410 (FL410, 41.000 Fuß) reduziert. Diese betriebliche Änderung, ermöglicht durch fortschrittliche Avionik und strenge behördliche Aufsicht, erlaubt mehr Flugzeugen, sicher optimale Flugflächen zu nutzen, was die Luftraumkapazität, Effizienz und Sicherheit erhöht.
Die Umstellung auf RVSM wird durch internationale Standards (ICAO) geregelt, wobei nationale Behörden strenge Anforderungen an Ausrüstung, Wartung und Schulung des Personals durchsetzen. Nur RVSM-zugelassene Flugzeuge und Betreiber – die diese hohen Standards erfüllen – dürfen im RVSM-Luftraum operieren.
RVSM wird in fast allen wichtigen globalen Lufträumen zwischen FL290 und FL410 angewendet. Regionen mit RVSM sind Nordamerika, Europa, Asien, Afrika, Südamerika und Ozeanien. In den USA ist RVSM Standard im gesamten National Airspace System (NAS). Im Flugplan wird der RVSM-Status durch den Buchstaben “W” in Feld 10 angegeben, und Luftraumkarten markieren RVSM-Zonen deutlich.
Ausnahmen gelten für bestimmte Militärflüge, Notfälle und nicht-RVSM-Flugzeuge mit spezieller ATC-Freigabe. In diesen Fällen stellt die Flugsicherung alternative Staffelungen zur Sicherstellung der Sicherheit bereit.
Historisch wurden Flugzeuge in großen Höhen wegen der Begrenzungen älterer Höhenmessgeräte mit 2.000 Fuß Abstand gestaffelt. Mit steigendem Luftverkehr und verbesserter Avionik begrenzte dieser Standard die Kapazität in großen Höhen, was zu Staus und Ineffizienz führte.
Bis zum späten 20. Jahrhundert ermöglichten digitale Höhenmesssysteme und verbesserte Autopiloten eine sichere Reduzierung der Staffelung. Versuche im Nordatlantik in den 1990er Jahren belegten die Praxistauglichkeit von RVSM, woraufhin die schrittweise weltweite Einführung folgte. Die Verdoppelung der verfügbaren Flugflächen (von 6 auf 12 zwischen FL290 und FL410) erlaubte effizientere Routen, Kraftstoffeinsparungen und besseren Verkehrsfluss – bei mindestens gleichbleibender Sicherheit.
RVSM ist durch die ICAO (Anhang 6, Anhang 11, Doc 9574) vorgeschrieben und wird von nationalen Behörden umgesetzt (z. B. FAA in den USA über 14 CFR Part 91, Appendix G). Betreiber benötigen eine Genehmigung durch:
Seit 2019 sind US-Betreiber mit konformen ADS-B-Out-Systemen automatisch für den nationalen RVSM zugelassen, für internationale Einsätze ist jedoch weiterhin eine formale Dokumentation erforderlich.
Ein Flugzeug muss strenge Anforderungen erfüllen, darunter:
Beispiel: Ein modernes Business-Jet (z. B. Gulfstream G650) verfügt über zwei digitale Air Data Computer, redundante Staudruckquellen, einen fortschrittlichen Autopiloten, EFIS-basierte Warnsysteme, einen Mode S ADS-B-Out-Transponder und ein konformes TCAS II.
Betreiber müssen:
Pilotenschulung umfasst RVSM-Theorie, Luftraum, Flugplanung, Bedienung der Ausrüstung, Notfallmaßnahmen und ATC-Kommunikation. Wartungsschulung umfasst Kalibrierung und Überprüfung der RVSM-relevanten Systeme.
Bei Unfähigkeit, die RVSM-Staffelung einzuhalten (z. B. Ausrüstungsversagen, Turbulenzen etc.):
Die RVSM-Genehmigung ist kein einmaliger Prozess. Laufende Einhaltung erfordert:
Betreiber können den Überwachungsstatus über das FAA-NAARMO-Portal oder entsprechende Behörden prüfen.
Ein Business-Jet auf dem Flug von Paris nach Dubai gibt im Flugplan den Code “W” für RVSM und “G” für GNSS-Navigation an. Die Besatzung führt erweiterte Vorflugkontrollen für RVSM durch, überwacht die beiden Höhenmesser und hält sich an strikte Verfahren im Flug. Die Flugsicherung weist dem Flugzeug FL390 mit 1.000 Fuß Abstand zu benachbartem Verkehr zu und optimiert so Route, Effizienz und Sicherheit.
RVSM ist ein globaler Luftfahrtsstandard, der die Nutzung des Luftraums in großen Höhen durch eine sichere Reduzierung der vertikalen Staffelungsabstände optimiert. Diese Änderung, gestützt auf technologische Fortschritte und strenge Regulierung, ermöglicht mehr Flugzeugen einen effizienten und sicheren Betrieb – zum Nutzen von Fluggesellschaften, Betreibern und der Umwelt.
Für weitere technische Details siehe ICAO Doc 9574, FAA Advisory Circular 91-85B und die RVSM-Richtlinien Ihrer nationalen Luftfahrtbehörde.
Für weitere Informationen zur Implementierung von RVSM oder zur Aufrüstung Ihres Betriebs kontaktieren Sie uns oder vereinbaren Sie eine Demo .
RVSM steht für Reduziertes Vertikales Staffelungsminimum. Es handelt sich um eine regulatorische Änderung in der Luftfahrt, die das minimale vertikale Staffelungsminimum zwischen Flugzeugen von 2.000 auf 1.000 Fuß im Luftraum großer Höhe (FL290–FL410) reduziert. Sie wurde eingeführt, um den zunehmenden Luftverkehr zu bewältigen, die Effizienz zu verbessern und mehr Flugzeugen zu ermöglichen, auf optimalen Höhen zu fliegen – und das bei Einhaltung strenger Sicherheitsstandards. Die Änderung wurde durch Fortschritte in der Flugzeugavionik und Höhenhaltetechnik möglich gemacht.
Flugzeuge, die im RVSM-Luftraum operieren, müssen mit zwei unabhängigen Höhenmesssystemen, einem automatischen Höhenhaltesystem (Autopilot), einem Höhenwarnsystem, einem Mode C/S-Transponder und (für viele Betreiber) ADS-B Out ausgestattet sein. Auch regelmäßige Höhenüberwachung und strenge Wartung sind erforderlich. TCAS II ist für bestimmte Flugzeuge vorgeschrieben.
Betreiber müssen bei ihrer Luftfahrtbehörde eine RVSM-Genehmigung beantragen und erhalten. Dazu gehört der Nachweis, dass ihre Flugzeuge alle Ausrüstungs-, Wartungs- und Leistungsstandards erfüllen und dass die Flugbesatzungen und das Wartungspersonal entsprechend geschult sind. In den USA sind bestimmte ADS-B-Out-ausgerüstete Flugzeuge automatisch für den nationalen RVSM zugelassen, für internationale Einsätze ist jedoch weiterhin eine formale Dokumentation (LOA, OpSpec oder MSpec) erforderlich.
RVSM verdoppelt nahezu die verfügbaren Flugflächen in großen Höhen, sodass mehr Flugzeuge auf optimalen Höhen operieren können. Dies verbessert die Luftraumkapazität, reduziert Verspätungen, senkt den Kraftstoffverbrauch (spart Betreibern Geld und reduziert Emissionen) und erhöht die betriebliche Flexibilität. Die Sicherheit wird durch strenge Zulassungen, Ausrüstungsstandards und kontinuierliche Überwachung gewährleistet.
Wenn ein Flugzeug die RVSM-Standards nicht mehr einhalten kann (z. B. wegen Ausrüstungsversagen, Turbulenzen usw.), muss die Besatzung ATC sofort benachrichtigen. ATC stellt dann eine alternative Staffelung, eine Umleitung oder eine nicht-RVSM-Flughöhe bereit. Piloten müssen die Standard-Verfahren für Notfälle befolgen und den Vorfall ihrem Betreiber und der Behörde melden.
Erfahren Sie, wie RVSM-Zertifizierung und -Konformität Ihren Flugbetrieb optimieren, Kosten senken und die Einsatzplanung verbessern können. Erhalten Sie Expertenrat zu Ausrüstung, Autorisierung und Schulung für reibungslose RVSM-Operationen.
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