ATIS – Automatischer Terminal-Informationsdienst
ATIS (Automatischer Terminal-Informationsdienst) ist eine fortlaufende Übertragung wesentlicher flugtechnischer und meteorologischer Informationen an stark freq...
Automatische abhängige Überwachung (ADS) ermöglicht es Flugzeugen, Positions- und Flugdaten zu senden und erhöht so die Sicherheit und Effizienz im Luftraum.
Die automatische abhängige Überwachung (ADS) verändert die Art und Weise, wie die Luftfahrtbranche den Luftraum verwaltet. Sie bietet eine Echtzeit- und hochpräzise Überwachung von Flugzeugpositionen und Flugdaten. Durch den Einsatz fortschrittlicher Navigations- und Kommunikationstechnologien ermöglicht ADS eine sicherere, effizientere und flexiblere Flugsicherung – insbesondere in Gebieten, die außerhalb der Reichweite traditioneller Radarsysteme liegen.
Automatische abhängige Überwachung (ADS) ist eine Überwachungsmethode, bei der Flugzeuge automatisch ihre Positions-, Geschwindigkeits- und Identifikationsdaten senden. „Automatisch“ bedeutet, dass die Informationen ohne Eingreifen von Pilot oder Lotse übertragen werden; „abhängig“ bedeutet, dass sie auf vom Flugzeug abgeleiteten Daten beruhen – meist von GPS oder einem anderen globalen Satellitennavigationssystem (GNSS).
ADS ist ein Überbegriff für mehrere Überwachungsanwendungen, insbesondere:
Diese Systeme verbessern das Situationsbewusstsein und die operative Effizienz sowohl für Lotsen als auch für Piloten erheblich.
Die traditionelle radargestützte Überwachung hat Einschränkungen: Sie erfordert teure Bodeninfrastruktur und kann abgelegene, bergige oder ozeanische Regionen nicht abdecken. ADS hingegen ermöglicht:
ADS ist ein Eckpfeiler von Modernisierungsinitiativen wie dem ICAO Global Air Navigation Plan, dem FAA NextGen in den USA und dem europäischen SESAR-Programm.
ADS-B (Automatische abhängige Überwachung – Broadcast) ist die führende Implementierung von ADS. Mit ADS-B Out ausgestattete Flugzeuge senden ihre Position, Geschwindigkeit, Identifikation und Status automatisch in kurzen Intervallen – typischerweise jede Sekunde. Diese Daten, abgeleitet von zertifizierten GNSS-Quellen (wie WAAS-fähigem GPS), werden über Funkfrequenzen übertragen:
Da ADS-B ein Broadcast-System ist, kann jeder kompatible Empfänger – Bodenstationen für die Flugsicherung oder andere Flugzeuge – die Daten empfangen. Das ermöglicht:
ADS-B Out ist inzwischen in den meisten kontrollierten Lufträumen der USA, weiten Teilen Europas, Australien und vielen anderen Regionen verpflichtend.
ADS-B Out bezeichnet die verpflichtende, automatische Übertragung von Positions-, Geschwindigkeits-, Identifikations- und weiteren Flugdaten eines Flugzeugs. Diese Übertragung nutzt zertifizierte Navigationsquellen (wie WAAS GPS) und erfolgt ohne Eingreifen von Pilot oder Flugsicherung.
Wichtige Punkte:
ADS-B Out ist essenziell für fortschrittliche Luftraumverfahren wie Reduced Vertical Separation Minima (RVSM) und Trajektorienbasierte Operationen.
ADS-B In ist die Fähigkeit, ADS-B-Daten von anderen Flugzeugen (und in einigen Fällen von Bodenstationen) im Cockpit zu empfangen und anzuzeigen. Während dies nicht verpflichtend ist, wird es aufgrund der Vorteile immer häufiger genutzt:
ADS-B In wird weitgehend empfohlen und setzt sich zunehmend als Standard in neuen Flugzeugen durch.
ADS-B ist auf hochpräzise Positionsdaten von Satellitennavigationssystemen angewiesen. In den USA verbessert das Wide Area Augmentation System (WAAS) die GPS-Genauigkeit und -Integrität und erfüllt die strengen Anforderungen für Überwachung und Navigation. Ähnliche SBAS-Systeme gibt es weltweit (EGNOS in Europa, MSAS in Japan).
WAAS erhöht die GPS-Genauigkeit auf wenige Meter und bietet eine Echtzeit-Integritätsüberwachung – entscheidend für die ADS-B-Überwachung und Präzisionsanflüge.
Ein Mode-S-Transponder ist für ADS-B-Betrieb auf 1090ES erforderlich. Er:
Mode-S-Transponder sind die Brücke vom klassischen Radar zur modernen ADS-B-Überwachung.
Die Flugsicherung (ATC) nutzt Überwachungsdaten, um Flugzeuge zu staffeln, den Verkehrsfluss zu steuern und wichtige Hinweise zu geben. Mit ADS-B kann die ATC:
ADS-B ist ein kooperatives Überwachungssystem. Zentrale Komponenten:
Flugzeuge bestimmen ihre eigene Position und senden jede Sekunde eine standardisierte Nachricht („Squitter“) mit folgenden Inhalten:
Empfänger dieser Nachrichten:
Technische Standards werden von der ICAO (Annex 10, Volume IV), RTCA DO-260B (1090ES) und DO-282B (978UAT) festgelegt. Das System ist robust, skalierbar und unterstützt künftige Überwachungsanwendungen.
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| ICAO 24-Bit-Adresse | Eindeutige globale Kennung für jedes Flugzeug |
| Flugidentifikation | Rufzeichen oder Flugnummer des Flugzeugs |
| Position | Breite, Länge, Höhe (über GNSS) |
| Geschwindigkeit | Bodengeschwindigkeit, Kurs, Steigrate |
| Systemstatus | Flug-/Bodenstatus, Notfallcodes |
| Integrität/Genauigkeit | NIC- und NACp-Indikatoren (Vertrauenswürdigkeit der Daten) |
Diese Elemente ermöglichen es der ATC und den Piloten, fundierte, sichere und effiziente operative Entscheidungen zu treffen.
ADS und ADS-B stehen im Mittelpunkt der weltweiten Luftraummodernisierung und ermöglichen:
Die Echtzeit- und hochintegrative Überwachung durch ADS unterstützt sowohl den heutigen komplexen Luftraum als auch zukünftige innovative Luftfahrtkonzepte.
Die automatische abhängige Überwachung (ADS) definiert, wie Flugzeuge am Himmel verfolgt und verwaltet werden, neu. Durch die Übertragung präziser und verlässlicher Positions- und Flugdaten unterstützt ADS einen sichereren, effizienteren und flexibleren Luftraum – über geschäftigen Städten ebenso wie über entlegenen Ozeanen. Ihre Einführung ist ein globales Muss für die Sicherheit und Modernisierung der Luftfahrt.
Wenn Sie ADS-B implementieren, Ihre Avionik aufrüsten oder Ihre ATC-Fähigkeiten verbessern möchten, unterstützen wir Sie gerne bei allen technischen und regulatorischen Fragen.
ADS ist eine Überwachungstechnologie, bei der Flugzeuge automatisch Positions-, Geschwindigkeits- und Identifikationsdaten, die von bordeigenen Navigationsquellen wie GPS stammen, an Bodenstationen und in einigen Fällen an andere Flugzeuge übertragen. Dadurch kann die Flugsicherung Flugzeuge mit hoher Präzision verfolgen, auch in Gebieten ohne Radarabdeckung.
ADS-B (Broadcast) sendet kontinuierlich Flugdaten an jeden Empfänger in Reichweite und unterstützt sowohl die Flugsicherung als auch Cockpit-Anzeigen. ADS-C (Contract) übermittelt Positionsberichte in Intervallen oder bei bestimmten Ereignissen, hauptsächlich für abgelegene oder ozeanische Lufträume, basierend auf vorher vereinbarten 'Verträgen' zwischen Flugzeug und Lotse.
ADS-B Out ist die verpflichtende Funktion, bei der Flugzeuge ihre Positions- und Statusdaten senden; ADS-B In ist die optionale Fähigkeit, ADS-B-Daten von anderen Flugzeugen und Bodenstationen zu empfangen und anzuzeigen, was das Situationsbewusstsein der Piloten verbessert.
Flugzeuge benötigen eine zertifizierte GNSS-Positionsquelle (wie WAAS-fähiges GPS), einen ADS-B-Sender/Empfänger (1090ES oder 978UAT) und für ADS-B In Cockpit-Anzeigen, um Verkehrs- und Wetterdaten zu empfangen und darzustellen.
1090ES verwendet eine Frequenz von 1090 MHz und ist für Flüge in großen Höhen und internationale Flüge erforderlich, während 978UAT auf 978 MHz arbeitet und von der Allgemeinen Luftfahrt unterhalb von 18.000 Fuß in den USA verwendet wird. Beide übertragen ADS-B-Daten, haben aber unterschiedliche Abdeckung und Dienste.
ADS liefert Echtzeit- und präzise Flugzeugpositionen, ermöglicht reduzierte Staffelung, höhere Effizienz und erweitert die Überwachung auf Gebiete ohne Radarabdeckung. Es unterstützt fortschrittliche Luftraumkonzepte wie Trajektorienbasierte Operationen.
ADS-B Out ist in den USA, weiten Teilen Europas, Australien und weiteren Regionen für den größten Teil des kontrollierten Luftraums verpflichtend. Die Anforderungen variieren je nach Land und Luftraumklasse.
Modernisieren Sie Ihren Betrieb mit ADS-B und fortschrittlichen Überwachungstechnologien. Erfahren Sie, wie moderne Lösungen die Sicherheit, Effizienz und regulatorische Konformität für Ihr Flugzeug oder Ihre ATC-Einrichtung verbessern können.
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