Flugzeugfahrwerk
Das Flugzeugfahrwerk, auch als Fahrwerk bezeichnet, ist eine wichtige Baugruppe aus Rädern, Stoßdämpfern, Bremsen und Unterstützungssystemen, die sichere Bodenm...
Ein Hilfstriebwerk (APU) ist eine eigenständige Turbine, die sich meist im Heck eines Flugzeugs befindet und elektrische sowie pneumatische Energie für Bordsysteme liefert. Es arbeitet unabhängig von den Haupttriebwerken und ermöglicht den Betrieb der Systeme während der Bodenabfertigung, beim Triebwerksstart und in manchen Fällen bei Notfällen in der Luft.
Ein Hilfstriebwerk (APU) ist eine kompakte, eigenständige Gasturbine, die in den meisten modernen Flugzeugen installiert ist und elektrische Energie sowie pneumatische (Zapf-)Luft unabhängig von den Haupttriebwerken liefert. Der Hauptzweck besteht darin, den Betrieb von Flugzeugsystemen – wie Avionik, Beleuchtung, Klimaanlage und Triebwerksstarter – während des Bodenbetriebs, der Vorflugphase und in bestimmten Flugsituationen ohne externe Unterstützung zu ermöglichen.
APUs sind für die betriebliche Autonomie unerlässlich und unterstützen die Systemfunktionalität während der Flugvorbereitung, beim Einsteigen, bei Wartung und Triebwerksstart. Das Turbinendesign wird wegen seiner hohen Zuverlässigkeit, schnellen Energiebereitstellung und dem hervorragenden Leistungsgewicht geschätzt.
Wesentliche Merkmale:
Der integrierte Generator der APU liefert Wechselstrom (AC) – typischerweise 115 V bei 400 Hz – zur Versorgung von:
Einige APUs liefern zudem Gleichstrom (DC) (28 V) für spezielle Systeme, entweder direkt oder über Gleichrichter-Umformer (TRU).
Technische Hinweise:
Der Verdichter der APU liefert Hochdruck-Zapfluft mit hohem Durchsatz für:
Parameter:
Einige APUs, vor allem in großen Verkehrs- oder Militärflugzeugen, treiben Hydraulikpumpen für den Bodenbetrieb von:
Die APU befindet sich meist im Heckkonus oder hinteren Rumpfbereich, um:
Kleinere Flugzeuge können die APU im Triebwerksgondel, Flügelwurzel oder Fahrwerksschacht haben.
Bodenbetrieb:
Remote-Betrieb:
Flugbetrieb:
Übergangsszenarien:
Verkehrsflugzeuge:
Standard bei Jets wie Boeing 737/787, Airbus A320/A350 – ermöglicht weltweite operative Autonomie.
Business Jets:
Unterstützung bei privaten und abgelegenen Einsätzen mit eingeschränkten Bodenservices.
Militärflugzeuge:
Feldeinsatz, Redundanz und Energie für Bodensysteme; teils Antrieb von Hydraulikpumpen.
Hubschrauber:
Mittelgroße/große Modelle nutzen APUs für Bodenstrom und Klimaanlage.
Weitere Bereiche:
Militärfahrzeuge, Schiffe, Raumfahrt (z. B. Space Shuttle), Kühltransporter und Bodenunterstützungsausrüstung.
| Parameter | Typischer Wert (Verkehrsjet) | Beschreibung |
|---|---|---|
| Elektrische Leistung | 40–120 kVA, 115V AC, 400 Hz | Energie für alle elektrischen Systeme |
| Zapfluftleistung | 250–500 lbs/min bei 30–45 psi | Für ECS, Triebwerksstart, Enteisung |
| Kraftstoffverbrauch | 100–400 Liter/Stunde (26–106 US gal/h) | Abhängig von Systemlast und Umgebung |
| Startzeit | 60–120 Sekunden | Von Start bis Betriebsbereitschaft |
| Einsatzhöhe | Bis zu 30.000 ft (wenn zertifiziert) | Einsatzfähigkeit während des Flugs |
| Gewicht | 150–350 kg (330–770 lbs) | Je nach Modell und Flugzeugtyp |
| Einbauort | Heckkonus/hinterer Rumpf (typisch) | Für Lärm, Sicherheit und Wartungszugang |
| Funktion | APU | Bodenunterstützungsausrüstung |
|---|---|---|
| Unabhängigkeit | Vollständig eigenständig | Benötigt Flughafenausrüstung |
| Energiequelle | Bord-Kerosin | Externer Strom oder Diesel |
| Einsatzgebiet | Abgelegene Orte, Redundanz | Große Flughäfen, Emissionsreduktion |
| Betriebskosten | Höher (Kraftstoff, Wartung) | Geringer (Netzstrom) |
| Umweltauswirkung | Höher (Emissionen, Lärm) | Geringer (bei Elektro-/Netzbetrieb) |
| Flexibilität | Sofortige Verfügbarkeit | Abhängig von Bodenressourcen |
| Anwendungsbereich | Erbrachte Funktion | Beispielszenario |
|---|---|---|
| Elektrische Systeme | 115V AC/28V DC für Avionik usw. | Nacht-Check auf abgelegenem Flugplatz |
| Triebwerksstart | Zapfluft für Starterturbinen | Haupttriebwerksstart ohne Zapfluftwagen |
| Kabinenklima | Zapfluft für ECS | Boarding bei extremen Wetterbedingungen |
| Notstromversorgung | Reserve für Strom und Luft | Generatorausfall im Flug |
| Wartung | Systemprüfung | Hangar-Checks ohne Haupttriebwerke |
| Militär/Industrie | Energie für Systeme, Mobilität | Lautloser Wachdienst im gepanzerten Fahrzeug, Kühltransporter |
| Begriff | Definition |
|---|---|
| APU | Hilfstriebwerk – eine kleine Gasturbine, die unabhängig elektrische und pneumatische Energie liefert. |
| Zapfluft | Verdichtete Luft aus dem Turbinenverdichter, genutzt für ECS, Triebwerksstart und Enteisung. |
| ECS | Klimaanlagesystem – regelt Kabinentemperatur, Feuchte und Druck. |
| GPU | Bodenstromaggregat – externes Gerät zur Versorgung des Flugzeugs am Boden mit Strom. |
| PCA | Vorkonditionierte Luft – externe Anlage zur Kabinenheizung oder -kühlung am Gate. |
| ETOPS/EDTO | Langstreckenbetrieb mit Zweistrahlern/Extended Diversion Time Operations – Regeln für Langstreckenflüge. |
Weiterführende Ressourcen:
Der Hauptzweck einer APU besteht darin, elektrische Energie und pneumatische (Zapf-)Luft für Bordsysteme bereitzustellen, wenn die Haupttriebwerke nicht laufen. Dadurch können Flugzeugsysteme wie Avionik, Kabinenbeleuchtung, Klimaanlage und Triebwerksstarter während des Bodenbetriebs und in manchen Fällen auch in der Luft unabhängig funktionieren.
Die APU ist meist im Heckkonus oder hinteren Rumpfbereich von Verkehrsflugzeugen installiert. Diese Position minimiert Lärm und Vibrationen im Passagierbereich, isoliert die Einheit zu Sicherheitszwecken und erleichtert den Wartungszugang.
Einige APUs sind für den Betrieb während des Fluges zertifiziert, insbesondere in zweistrahligen Flugzeugen, die für Langstreckenflüge (ETOPS/EDTO) Redundanz benötigen. Der Einsatz während des Fluges dient vor allem als Notversorgung für Strom und Pneumatik nach Ausfall des Hauptsystems.
Die APU wird mit Bordbatterien oder externer Stromquelle gestartet, wobei der Startermotor die Turbine dreht, bis die Verbrennung stabil ist. Das Abschalten erfolgt über einen Abkühlzyklus, bevor Kraftstoff und Zündung automatisch durch das Steuersystem abgeschaltet werden.
APUs emittieren Kohlendioxid (CO₂), Stickoxide (NOₓ) und Lärm, was zu Emissionen auf dem Vorfeld und Flugplatzlärm beiträgt. An vielen Flughäfen ist der APU-Betrieb reglementiert; neuere APUs sind effizienter und sauberer konstruiert.
Erfahren Sie, wie fortschrittliche APUs die Effizienz, Sicherheit und Unabhängigkeit Ihrer Flotte steigern.
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