Dezibel (dB)
Das Dezibel (dB) ist eine logarithmische, dimensionslose Einheit, die verwendet wird, um Verhältnisse von Leistung, Intensität, Spannung und Schalldruck auszudr...
dBm ist eine logarithmische Einheit zur Messung absoluter Leistungspegel bezogen auf 1 Milliwatt und Standard in HF-, Telekommunikations- und optischer Technik.
dBm (Dezibel-Milliwatt) ist eine absolute, logarithmische Einheit zur Leistungsmessung, bezogen auf 1 Milliwatt (mW). Im Gegensatz zum relativen Dezibel (dB), das das Verhältnis zweier Werte ausdrückt, bezieht sich dBm immer auf einen festen Standard. Das macht dBm zur bevorzugten Einheit in Telekommunikation, Hochfrequenztechnik (HF), drahtlosen Netzwerken und optischen Systemen – Bereichen, in denen eine präzise, standardisierte Messung von Signal- und Übertragungsleistungen unerlässlich ist.
Die dBm-Skala ist logarithmisch: Jede Erhöhung um 10 dBm bedeutet eine Verzehnfachung der Leistung. Zum Beispiel entsprechen 0 dBm 1 mW, 10 dBm entsprechen 10 mW und 20 dBm entsprechen 100 mW. Diese Komprimierung ist nicht nur mathematisch praktisch, sondern erleichtert auch das Arbeiten mit dem großen Dynamikbereich in elektronischen und optischen Systemen.
dBm ist zwar nicht offiziell im Internationalen Einheitensystem (SI) anerkannt, wird aber in internationalen Standards und Protokollen von Organisationen wie der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) weit genutzt. Der Einsatz sorgt für die eindeutige Kommunikation von Leistungspegeln zwischen Anbietern, Messgeräten und Netzwerkelementen.
Der dBm-Wert wird mit einer logarithmischen Formel berechnet, die einen gemessenen Leistungswert mit dem Referenzwert von 1 mW vergleicht:
[ P_{\text{dBm}} = 10 \times \log_{10} \left( \frac{P_{\text{mW}}}{1,\text{mW}} \right) ]
Das bedeutet:
Die Umkehrformel wandelt dBm wieder in Milliwatt um:
[ P_{\text{mW}} = 10^{\frac{P_{\text{dBm}}}{10}} ]
Wichtige Referenzpunkte:
| Leistungspegel | Leistung (mW) | dBm |
|---|---|---|
| 1 pW | 0.000000001 | -90 |
| 1 nW | 0.000001 | -60 |
| 1 μW | 0.001 | -30 |
| 1 mW | 1 | 0 |
| 10 mW | 10 | 10 |
| 100 mW | 100 | 20 |
| 1 W | 1000 | 30 |
Diese Beziehungen ermöglichen es Ingenieuren, schnell zwischen dBm und konventionellen Leistungseinheiten umzuwandeln.
Das Dezibel (dB) ist eine dimensionslose Einheit, die das Verhältnis zweier Leistungen ausdrückt:
[ \text{Verstärkung oder Verlust (dB)} = 10 \times \log_{10}\left(\frac{P_2}{P_1}\right) ]
dB ist rein relativ; es zeigt, wie stark sich ein Signal verändert hat, aber nicht dessen absoluten Wert. Im Gegensatz dazu ist dBm ein absoluter Leistungswert bezogen auf 1 mW.
| Merkmal | dB (Dezibel) | dBm (Dezibel-Milliwatt) |
|---|---|---|
| Typ | Relativ | Absolut |
| Referenz | Keine | 1 mW |
| Anwendung | Verstärkung/Verlust | Leistungspegel |
Beispiel: Ein Senderausgang von 30 dBm (1 W) mit einem Kabelverlust von 3 dB ergibt eine Ausgangsleistung von 27 dBm (ca. 0,5 W) am Kabelende.
Leistungen in HF- und optischen Systemen reichen von Billionstel Watt (Pikowatt) bis zu Hunderten von Watt. Die logarithmische Eigenschaft von dBm komprimiert diesen Bereich und macht Berechnungen handhabbar und anschaulich. Jeder Schritt um 10 dBm entspricht einer Verzehnfachung der Leistung, jeder Schritt um 3 dBm etwa einer Verdopplung.
| dBm-Änderung | Leistungsverhältnis |
|---|---|
| +3 dBm | 2× |
| +10 dBm | 10× |
| -3 dBm | 0,5× |
| -10 dBm | 0,1× |
Dies vereinfacht die Systemauslegung und Fehlerdiagnose, insbesondere wenn mehrere Verstärkungs- und Verlustglieder beteiligt sind.
| dBm | dBW | Watt | mW |
|---|---|---|---|
| -90 | -120 | 1 pW | 0.000000001 |
| -60 | -90 | 1 nW | 0.000001 |
| -30 | -60 | 1 μW | 0.001 |
| 0 | -30 | 1 mW | 1 |
| 10 | -20 | 10 mW | 10 |
| 20 | -10 | 0,1 W | 100 |
| 30 | 0 | 1 W | 1000 |
| 40 | 10 | 10 W | 10000 |
dBm ist die Standardgröße für Leistungen in Mobilfunknetzen, Satellitenkommunikation, Funkverbindungen und WLAN-Systemen. Signalstärke, Senderausgang, Antennengewinn und Link-Budgets werden alle in dBm angegeben. Zum Beispiel:
Beispiel: Ein Sender liefert 30 dBm (1 W), Kabelverlust 5 dB, Antenne bringt 10 dB Gewinn: [ EIRP = 30,\text{dBm} - 5,\text{dB} + 10,\text{dB} = 35,\text{dBm} ]
In optischen Netzwerken ist dBm die Standardeinheit für Senderausgang, Empfängersensitivität und Leistungsüberwachung – ob mit Laserquellen oder Fotodetektoren.
Beispiel:
Senderausgang: 0 dBm; Faser- und Steckdämpfung: 18 dB
Empfängereingang:
[
P_{\text{Empfänger}} = 0,\text{dBm} - 18,\text{dB} = -18,\text{dBm}
]
*3001#12345#* auf iOS).| Anwendung | Typischer dBm-Bereich |
|---|---|
| Mobiltelefone | -110 dBm bis -50 dBm |
| WLAN-Router | +10 dBm bis +23 dBm |
| Bluetooth-Geräte | -30 dBm bis +10 dBm |
| Glasfaser-Empfänger | -30 dBm bis 0 dBm |
| Signalverstärker | -90 dBm bis -50 dBm (Eingang), bis zu +17 dBm (Ausgang) |
Link-Budgets beginnen mit dem Senderausgang (in dBm), ziehen alle zu erwartenden Verluste (in dB) ab und addieren eventuelle Gewinne (in dB), um den erwarteten Empfängereingang (in dBm) zu berechnen. Dieses Vorgehen ist entscheidend für die Sicherstellung der Systemleistung und der regulatorischen Einhaltung.
Beispiel-Link-Budget:
| Parameter | Wert (dB/dBm) |
|---|---|
| Senderausgang | 30 dBm |
| Kabelverlust | -3 dB |
| Antennengewinn | +12 dB |
| Freiraumverlust | -100 dB |
| Empfangsantennengewinn | +10 dB |
| Empfangene Gesamtleistung | -51 dBm |
dBm ist zentraler Bestandteil regulatorischer Rahmenwerke weltweit (FCC, ETSI, ICAO) und definiert zulässige Maximalwerte sowie Sicherheitsabstände. Das Überschreiten von dBm-Grenzen kann Störungen verursachen und rechtliche Konsequenzen haben.
ICAO-Dokumente (z.B. Doc 9871, Annex 10) spezifizieren Leistungsanforderungen in dBm für Navigationshilfen, Kommunikation und Flughafenbefeuerung. Die Einhaltung der dBm-Standards gewährleistet Flugsicherheit und System-Interoperabilität.
dBm ist eine unverzichtbare, industrieweite Einheit zur absoluten Leistungsmessung in HF-, Telekommunikations-, Glasfasernetzwerken und der Luftfahrt. Die logarithmische Skala komprimiert große Leistungsbereiche und vereinfacht Berechnungen, während der feste Bezug auf 1 mW eine konsistente, eindeutige Kommunikation über Systeme und Organisationen hinweg sicherstellt.
Für weiterführende Informationen siehe internationale Standards wie ITU-T G.957, ICAO Annex 10 und FCC/ETSI-Regelungen.
Bei Fragen zur Einführung von dBm-Messungen und Einhaltung von Normen in Ihrem Unternehmen kontaktieren Sie uns oder vereinbaren Sie eine Demo mit unseren Technik-Experten!
dBm bietet eine praktische logarithmische Skala bezogen auf 1 Milliwatt und erleichtert so das Arbeiten mit sehr großen oder kleinen Leistungswerten. Es vereinfacht Berechnungen von Verstärkung und Verlust, da die Operationen additiv werden. Das ist besonders in Telekommunikations-, HF- und optischen Anwendungen hilfreich, wo die Leistungspegel viele Größenordnungen umfassen können.
Ja. Negative dBm-Werte zeigen Leistungspegel unterhalb von 1 Milliwatt an. Zum Beispiel entsprechen -30 dBm 1 Mikrowatt (μW) und -100 dBm sind 0,1 Pikowatt (pW). Die meisten empfangenen Signale in drahtlosen und Glasfasersystemen liegen im negativen dBm-Bereich.
dB (Dezibel) ist eine relative, dimensionslose Einheit, die das Verhältnis zweier Leistungen ausdrückt. dBm ist eine absolute Einheit, stets bezogen auf 1 Milliwatt. dB zeigt Verstärkung oder Verlust, während dBm einen expliziten Leistungspegel angibt.
Nein. dBm ist kein Bestandteil des Internationalen Einheitensystems (SI), da es auf einer logarithmischen Skala basiert und sich auf eine nicht-SI-Einheit (Milliwatt) bezieht. Dennoch ist es in Technik und Industriestandards weit verbreitet und anerkannt.
Verwenden Sie die Formel: P(mW) = 10^(P(dBm)/10). Zum Beispiel: -30 dBm = 10^(-30/10) = 0,001 mW (1 μW).
dBm ist Standard in der HF-Technik, drahtlosen Netzwerken (Mobilfunk, WLAN, Bluetooth), Glasfasertechnik, Satellitenkommunikation und regulatorischer Einhaltung (FCC, ETSI, ICAO). Es erscheint bei Signalstärkeanzeigen, Link-Budgets und Kalibrierungsverfahren.
Nutzen Sie dBm-basierte Messungen und Analysen für präzise, normgerechte Systemauslegung in drahtloser, optischer und Netzwerktechnik.
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