Digitales Höhenmodell (DEM)
Ein Digitales Höhenmodell (DEM) ist eine digitale Darstellung der topografischen Oberfläche der Erde ohne Bewuchs, die für jeden räumlichen Ort Höhenwerte berei...
Ein Digitales Höhenmodell (DHM) ist ein rasterbasiertes Datenset, das die Geländeoberfläche ohne Bewuchs darstellt – wesentlich für Vermessung, GIS, Hochwassermodellierung, Ingenieurwesen und Umweltanalysen.
Ein Digitales Höhenmodell (DHM) ist eine grundlegende Datengrundlage in der Geowissenschaft, Vermessung, Umweltmodellierung und im Ingenieurwesen. Es stellt digital die Geländeoberfläche der Erde ohne Vegetation, Gebäude und andere Objekte dar. DHMs liegen meist als Rastergitter vor, wobei jede Zelle einen Höhenwert relativ zu einem vertikalen Referenzsystem wie dem mittleren Meeresspiegel enthält.
DHMs sind unverzichtbar in Anwendungen von Hydrologie und Hochwasserrisikobewertung über Infrastrukturplanung, Fernerkundung und Flugsicherheit bis hin zum Umweltmanagement. Ihr Wert liegt darin, eine kontinuierliche, quantitative Oberfläche für automatisierte Geländeanalyse, räumliche Modellierung und Visualisierung zu bieten.
In der Geowissenschaft begegnet man drei Haupttypen von Höhenmodellen:
| Modell | Definition | Oberflächenmerkmale enthalten? | Gängige Anwendungen |
|---|---|---|---|
| DHM (Digitales Höhenmodell) | Rastergitter der Geländehöhen ohne Bewuchs | Nein | Geländeanalyse, Hydrologie, Hochwassermodellierung |
| DSM (Digitales Oberflächenmodell) | Höhenraster inklusive aller Objekte (Gebäude, Bäume etc.) | Ja | Stadtplanung, Forstwirtschaft, Telekommunikation, Sichtfeldanalyse |
| DTM (Digitales Geländemodell) | Erweitertes DHM, enthält oft Vektorelemente (Bruchkanten, Hydrographie) | Nein | Ingenieurwesen, Geomorphologie, Detailplanung |
Diese Unterschiede sind entscheidend für die Auswahl der richtigen Daten. Hydrologische Modellierung basiert meist auf DHMs, während Stadt- und Telekommunikationsplanung häufig DSMs benötigt.
LiDAR nutzt Laserpulse von Flugzeugen, Drohnen oder vom Boden, um dichte Punktwolken zu erzeugen. Mehrfache Reflexionen pro Puls ermöglichen die Trennung von Boden, Vegetation und Gebäuden, sodass präzise DHMs (Gelände) und DSMs (Oberfläche) extrahiert werden können. LiDAR ist sehr genau (Höhengenauigkeit bis zu 10–30 cm) und ideal für komplexes oder bewaldetes Gelände, erfordert jedoch spezielle Ausrüstung und Fachwissen.
Photogrammetrie berechnet Höhen durch Messung der Parallaxe zwischen überlappenden Luft- oder Satellitenbildern. Structure-from-Motion (SfM)-Algorithmen automatisieren die Punktwolken-Generierung und Oberflächenmodellierung. Photogrammetrie ist kostengünstig für große Gebiete und wird häufig für Kartierung, Bauwesen, Bergbau und Landwirtschaft genutzt. Die Genauigkeit hängt von Bildqualität, Überlappung, Passpunkten und Oberflächenstruktur ab.
SAR nutzt Radar, um Höheninformationen unabhängig von Wetter oder Licht zu erfassen. Interferometrisches SAR (InSAR) vergleicht Phasenunterschiede zwischen Bildern, um Höhen abzuleiten. Missionen wie SRTM und TanDEM-X liefern nahezu globale DHMs mit 10–90 m Auflösung. SAR ist essenziell für abgelegene und wolkenreiche Regionen, bietet aber geringere räumliche Auflösung und Artefakte in stark reliefiertem Gelände.
Ältere DHMs stammen aus digitalisierten Höhenlinien analoger Karten. Diese Methode ist weniger präzise und arbeitsintensiv, aber wichtig für historische Studien oder Regionen ohne aktuelle Fernerkundungsdaten.
Direkte Messungen mit geodätischen Instrumenten liefern die höchste Genauigkeit für kleine Flächen. Solche Daten dienen als präziser Bodenabgleich für andere DHM-Quellen, sind jedoch für große Gebiete nicht praktikabel.
DHMs ermöglichen die Einzugsgebietsanalyse, Abflussmodellierung und Hochwassersimulation durch die Modellierung von Fließwegen und Akkumulationszonen. Hydrologisch angepasste DHMs (mit entfernten künstlichen Senken) verbessern die Genauigkeit von Hochwasser- und Erosionsrisikoanalysen.
Planer nutzen DHMs zur Bewertung von Hangneigung, Exposition und Höhe für Standortwahl, Geländeangleichung und zur Optimierung von Verkehrs- und Versorgungswegen. DSMs sind wichtig für Sichtfeldanalysen, Sonnen-/Schattenstudien und regulatorische Anforderungen in der Luftfahrt.
Durch Subtraktion von DHM und DSM entsteht das Kronenhöhendatenmodell (CHM), das Baumhöhen, Biomasse und Waldstruktur abbildet. DHMs unterstützen zudem die Ökosystemmodellierung und Habitatbewertung.
DHMs sind wesentlich für die Kartierung von Rutschungen, Erdbeben- und Vulkangefahren, ermöglichen schnelle Geländebewertungen nach Katastrophen und unterstützen Evakuierungsplanungen.
DHMs sind Grundlage für Studien zu Küstenerosion, Meeresspiegelanstieg, Gletschermonitoring und landwirtschaftlicher Planung mithilfe von geländebasierten Indizes wie Hangneigung, Exposition und Höhe.
Die Luftfahrt benötigt DHMs und DSMs für Hindernisfreiheit und Luftraummanagement (ICAO Annex 15). Telekommunikationsingenieure nutzen DSMs zur Antennenplatzierung und für optimale Netzabdeckung.
| Format | Beschreibung | GIS-Kompatibilität |
|---|---|---|
| GeoTIFF (.tif) | Raster mit eingebetteter Georeferenzierung und Metadaten | ArcGIS, QGIS, Global Mapper |
| ASCII Grid (.asc) | Textbasiertes Raster mit Header | Die meisten GIS |
| USGS DEM (.dem) | Altes USGS-Format | ArcGIS, Global Mapper |
| .flt/.hdr | Binärraster mit Metadaten-Header | ArcGIS, QGIS |
| SRTM .hgt | SRTM-spezifische Binärkacheln | Die meisten GIS |
| LAS/LAZ | LiDAR-Punktwolken (Rohdaten) | LAStools, ArcGIS Pro |
| NetCDF (.nc) | Wissenschaftliche Multidimensionaldaten | Wissenschaftliche Tools, QGIS mit Plugins |
Tipp: Kontrollieren Sie vor der Analyse immer das Koordinatenreferenzsystem (CRS) und das Höhenbezugssystem. Für große Datenmengen empfiehlt sich die Nutzung cloud-optimierter Formate (COG GeoTIFF), das Kacheln der Daten oder cloudbasierte GIS-Verarbeitung.
Typische DHM-Quellen und deren Genauigkeit:
Typische Artefakte: Randeffekte, Senken/Gruben, Streifenbildung, Reste von Vegetation oder Gebäuden, Interpolationsfehler.
Validierung: Für kritische Anwendungen mit unabhängigen Geländemessungen (GNSS, Totalstationen) abgleichen.
Vergleichsabbildung: DHM (Gelände), DSM (Oberfläche) und DTM (Geländevektoren).
Für hochaufgelöste, regionale Datensätze empfiehlt sich die Recherche bei Behörden oder lokalen Stellen.
Ein Digitales Höhenmodell (DHM) ist ein digitales, gerastertes Datenset der Geländeoberfläche ohne Bewuchs. Es ist unerlässlich für Hydrologie, Ingenieurwesen, Katastrophenmanagement, Luftfahrt und Umweltwissenschaften. DHMs werden mittels LiDAR, Photogrammetrie, SAR, digitalisierten Karten oder Geländeaufnahmen erstellt. Genauigkeit, Auflösung und Eignung eines DHM hängen von Erfassungsmethode und Datenverarbeitung ab. Das Verständnis von DHMs und verwandten Modellen (DSM, DTM) ist grundlegend für jedes Vermessungs- oder GIS-Projekt.
Wer in Vermessung, Ingenieurwesen oder GIS arbeitet, benötigt ein solides Verständnis von DHMs für Geländeanalyse, Planung und raumbezogene Entscheidungsprozesse.
DHMs werden verwendet, um das Gelände der Erde für Anwendungen wie Hochwasserrisikokartierung, Landvermessung, Infrastrukturplanung, hydrologische Modellierung, Sichtfeldanalyse und Umweltüberwachung zu modellieren.
Ein DHM stellt die reine Bodenoberfläche dar, wobei alle Objekte wie Bäume und Gebäude entfernt sind. Ein DSM (Digitales Oberflächenmodell) enthält die Höhen aller Oberflächenmerkmale, während ein DTM (Digitales Geländemodell) zusätzliche Vektorelemente wie Bruchkanten und Hydrographie enthalten kann und so ein DHM oft erweitert.
DHMs können mit LiDAR, Photogrammetrie, Synthetic Aperture Radar (SAR), digitalisierten Höhenlinien aus Karten oder durch direkte Geländeaufnahmen mit GNSS und Totalstationen erstellt werden.
Gängige DHM-Formate sind GeoTIFF, ASCII Grid, USGS DEM, SRTM HGT, Raster-Binärdateien und für Rohdaten das LiDAR-Format LAS/LAZ. Die meisten GIS-Programme können diese Formate öffnen.
Die Genauigkeit eines DHM hängt von der räumlichen Auflösung, der Höhengenauigkeit, der Methode der Datenerfassung, der Qualität der Nachbearbeitung und dem Vorhandensein von Artefakten oder Fehlern in den Ausgangsdaten ab.
Verbessern Sie Ihre räumlichen Analysen und Entscheidungsprozesse mit hochwertigen Digitalen Höhenmodellen und fortschrittlichen GIS-Werkzeugen.
Ein Digitales Höhenmodell (DEM) ist eine digitale Darstellung der topografischen Oberfläche der Erde ohne Bewuchs, die für jeden räumlichen Ort Höhenwerte berei...
Die Höhe ist der vertikale Abstand eines Punktes über dem mittleren Meeresspiegel, ein grundlegendes Konzept in der Vermessung, Kartierung, im Ingenieurwesen un...
Die Entscheidungshöhe (DH) ist eine kritische Sicherheitsmindesthöhe bei Präzisionsanflügen, bei der Piloten entscheiden müssen, ob sie die Landung fortsetzen o...
Cookie-Zustimmung
Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern und unseren Datenverkehr zu analysieren. See our privacy policy.