Hochintensive Rollbahnbeleuchtung (HIRL)
Hochintensive Rollbahnbeleuchtung (HIRL) bezeichnet robuste, leistungsstarke Beleuchtungssysteme, die entlang der Rollbahnkanten und Schwellen installiert sind ...
LIRL-Systeme nutzen fest installierte, lichtschwache Bahnbefeuerungen zur Markierung von Pisten an kleinen Flughäfen und erhöhen so die Sicherheit und Sichtbarkeit für Piloten bei Nacht oder schlechter Sicht.
Low Intensity Runway Lighting (LIRL) ist eine grundlegende Technologie für die Sicherheit auf Flughäfen, insbesondere an kleinen oder ländlichen Flugplätzen. Während sie weniger auffällig ist als die beeindruckenden Lichtanlagen großer internationaler Flughäfen, spielt LIRL eine entscheidende Rolle für sichere Nacht- und Schlechtwettereinsätze an Tausenden von Regional- und Allgemeinluftfahrt-Flughäfen weltweit.
LIRL ist ein System aus fest installierten, lichtschwachen Bahnbefeuerungen. Seine Hauptfunktion besteht darin, die Ränder einer Start- und Landebahn zu markieren und Piloten bei Anflug, Landung, Start und Rollen in der Nacht oder bei eingeschränkter Sicht visuelle Orientierung zu geben. LIRL zeichnet sich aus durch:
LIRL findet man typischerweise auf:
Ihre Einfachheit, Kosteneffizienz und zunehmend autonome (oft solarbetriebene) Bauweise machen sie zum bevorzugten System für Flugfelder, an denen eine fortschrittliche Infrastruktur nicht praktikabel ist.
LIRL-Intensität und -Farbe sind weltweit standardisiert, damit Piloten überall eindeutige und konsistente visuelle Signale erhalten.
Intensität:
Farbe:
Alle LIRL-Leuchten werden umfangreichen photometrischen und farbmetrischen Prüfungen unterzogen, um die Einhaltung von ICAO Annex 14, FAA AC 150/5345-46 und gleichwertigen Standards sicherzustellen.
Eine typische LIRL-Installation umfasst:
| Farbe | Anordnung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Weiß | Bahnränder | Sicher/nutzbare Bahnoberfläche |
| Gelb | Letzte 600 m oder 2.000 ft der Bahn | Vorsicht – Bahnende naht |
| Rot | Bahnende | Halt – kein nutzbarer Belag mehr |
| Grün | Schwelle (Beginn der Bahn) | Beginn des nutzbaren Landebereichs |
Alle LIRL-Systeme müssen strengen internationalen und nationalen Standards entsprechen:
Zertifizierung:
Hersteller müssen photometrische, farbmetrische, mechanische und Umweltprüfungen bestehen. Zertifizierte Produkte werden von Luftfahrtbehörden gelistet und als konform gekennzeichnet.
LIRL eignet sich am besten für:
Einschränkungen:
Nicht zugelassen für präzise Instrumentenanflugbahnen. Aufgrund der geringen Helligkeit weniger wirksam bei Nebel, starkem Regen oder Schnee.
| Merkmal | LIRL | MIRL | HIRL |
|---|---|---|---|
| Typischer Einsatz | Kleine, ländliche GA-Flughäfen | Regionale, gewerbliche | Große, internationale |
| Intensität (cd) | ~25 (fest) | 200–500 (variabel) | >1.000 (variabel) |
| Farbcodierung | Weiß/Gelb/Rot an Enden | Weiß/Gelb (Warnung) | Weiß/Gelb/Rot (Zonen) |
| Steuerung | An/Aus, PCL, Fernbedienung | 3-stufig variabel | 5-stufig variabel |
| Regulatorik | ICAO, FAA, EASA etc. | ICAO, FAA, EASA etc. | ICAO, FAA, EASA etc. |
| Instrumentennutzung | Nein | Ja (nicht-präzise) | Ja (präzise Anflüge) |
| Kosten | Niedrigste | Mittel | Höchste |
| Wartung | Minimal | Mittel | Intensiv |
LIRL ist oft Teil eines umfangreicheren Beleuchtungssystems, kann an kleinen Flughäfen aber auch das einzige System sein.
| Befeuerungssystem | Ort | Funktion | Typische Farbe |
|---|---|---|---|
| Bahnbefeuerung (LIRL) | Bahnränder | Begrenzung der seitlichen Bahn | Weiß |
| Schwellenfeuer | Bahnstart | Markiert Beginn des Landebereichs | Grün |
| Endfeuer | Bahnende | Markiert Ende des nutzbaren Belags | Rot |
| Rollwegbefeuerung | Rollweg | Unterscheidung zur Bahn | Blau |
An Flughäfen mit ausschließlich LIRL werden Mittellinien- und Aufsetzzonenlichter in der Regel weggelassen.
Diese Flexibilität ermöglicht LIRL den Einsatz bei unterschiedlichsten Betriebsanforderungen und Personalständen.
LIRL-Systeme erfordern:
Regelmäßige Wartung sichert die Einhaltung der Vorschriften und die Betriebssicherheit.
Piloten müssen die LIRL-Signale für einen sicheren Nachtbetrieb richtig deuten:
Pilotengesteuerte Beleuchtung (PCL): Ermöglicht außerhalb der Betriebszeiten den Zugang zu nicht besetzten Flughäfen, z. B. für Rettungs-, Notfall- oder Charterflüge.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Bahnbefeuerung | Leuchten zur Markierung der Bahngrenze – LIRL, MIRL oder HIRL |
| Schwellenfeuer | Grüne Lichter markieren den Beginn der nutzbaren Bahn |
| Endfeuer | Rote Lichter markieren das Ende der nutzbaren Bahn |
| Rollwegbefeuerung | Blaue Lichter markieren die Rollwegbegrenzung |
| Photometrische Intensität | Die Helligkeit eines Lichts, gemessen in Candela (cd) |
| Farbmetrik | Die Lichtfarbe, definiert durch präzise Koordinaten für Luftfahrtnormen |
| Stromregler (CCR) | Gerät für gleichmäßigen Strom und konstante Helligkeit in elektrischen Lichtkreisen |
| Pilotengesteuerte Beleuchtung | System, das Piloten die Fernaktivierung der Flugplatzbeleuchtung per Funk ermöglicht |
| ICAO Annex 14 | Standard der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation zur Flugplatzgestaltung und -betrieb |
| FAA AC 150/5345-46 | US-Spezifikation für Flughafen-Befeuerung |
Low Intensity Runway Lighting (LIRL) bleibt ein Eckpfeiler für sicheren und zugänglichen Luftverkehr an kleineren Flugplätzen weltweit. Ihre Zuverlässigkeit, Einfachheit und Anpassungsfähigkeit – insbesondere dank moderner, solarbetriebener Optionen – machen sie unverzichtbar für die Zukunft der Allgemeinen Luftfahrt und die Anbindung ländlicher Regionen.
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LIRL wird an kleinen, allgemeinen, ländlichen und netzunabhängigen Flughäfen installiert, an denen der Verkehr gering und Nachtflugbetrieb selten ist. Es ist ideal für Flugfelder ohne fortgeschrittene elektrische Infrastruktur sowie für temporäre oder Ausweichpisten.
LIRL bietet fest installierte, lichtschwache Beleuchtung, die für Sichtflugoperationen geeignet ist, während MIRL und HIRL eine höhere, verstellbare Intensität und fortgeschrittene Zoneneinteilungen für Flughäfen mit komplexeren Verkehr und Instrumentenanflügen bieten. LIRL ist am kostengünstigsten und am einfachsten zu warten.
LIRL-Systeme müssen den Vorgaben von ICAO Annex 14, FAA AC 150/5345-46 und entsprechenden EASA- oder nationalen Standards entsprechen. Diese Regelungen definieren photometrische Intensität, Farbe, Abstand, Bauweise und Zertifizierungskriterien für einen sicheren und einheitlichen Betrieb.
Ja. Moderne LIRL-Systeme nutzen zunehmend Solarpanels, Batterien und LED-Technik, wodurch ein autonomer Betrieb an Flughäfen ohne zuverlässigen Netzstrom möglich ist. Diese Systeme bieten Fernaktivierung und benötigen nur minimale Wartung.
LIRL kann manuell, durch automatische Timer oder Sensoren oder aus der Ferne eingeschaltet werden – oft über pilotengesteuerte Beleuchtung (PCL), bei der Piloten die Lichter per Funk auf einer bestimmten Frequenz aktivieren können.
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