Localizer (LOC)
Ein Localizer (LOC) ist eine wichtige bodengestützte Navigationshilfe, die während des Endanflugs seitliche Führung für Flugzeuge bietet und das Rückgrat von IL...
Ein Localizer (LOC) ist die ILS-Komponente, die laterale Führung gibt und Flugzeuge präzise mit der Mittellinie der Landebahn ausrichtet – für sichere Landungen, besonders bei schlechter Sicht.
Ein Localizer (LOC) ist eine spezialisierte bodengebundene Navigationshilfe und bildet die laterale (links/rechts) Führungskomponente des Instrumentenlandesystems (ILS). Durch die Aussendung hoch gerichteter UKW-Radiosignale von einer Antennenanordnung hinter dem Startende der Landebahn sorgt der Localizer dafür, dass das Flugzeug während Anflug und Landung exakt auf der verlängerten Landbahnmittlelinie bleibt.
Diese Fähigkeit ist entscheidend für sichere Operationen bei instrumentenmeteorologischen Bedingungen (IMC) – etwa bei Nebel, starkem Regen oder in der Nacht – wenn eine Sichtreferenz zur Landebahn unzureichend oder unmöglich ist. Die Rolle des Localizers ist unverzichtbar: Ohne ihn ist eine präzise Ausrichtung auf die Landebahn äußerst schwierig, was das Risiko instabiler Anflüge oder eines Abkommens von der Landebahn erhöht.
Das Localizer-Signal wird von Navigationsinstrumenten im Cockpit, wie dem Kursabweichungsanzeiger (CDI) oder Horizontal Situation Indicator (HSI), ausgewertet, sodass Piloten Echtzeit-Korrekturen vornehmen können. Das System ist robust, hochpräzise und durch internationale Vorschriften (ICAO Annex 10) standardisiert und bildet damit weltweit die Grundlage für Präzisionsanflugverfahren auf Flughäfen.
Das Instrumentenlandesystem (ILS) ist ein international standardisiertes, bodengebundenes Navigationssystem, das sowohl laterale (Localizer) als auch vertikale (Gleitweg) Führung bietet. Sein Zweck ist das Ermöglichen sicherer Anflüge und Landungen nach Instrumentenflugregeln (IFR), insbesondere bei eingeschränkter Sicht.
| Komponente | Führung | Frequenzbereich | Antennenstandort |
|---|---|---|---|
| Localizer (LOC) | Lateral | UKW (108,1–111,95 MHz) | Landbahnende, verlängerte Mittellinie |
| Gleitweg (GS) | Vertikal | UHF (329,15–335,0 MHz) | Seitlich der Landebahn, nahe Aufsetzzone |
| Marker Beacons | Entfernung/Position | UKW (75 MHz) | Entlang des Anflugpfads |
| DME (optional) | Entfernung | UHF (gepaart mit LOC) | Auf/nahe dem Flughafen |
| ALS (optional) | Visuelle Hilfe | N/A | Landbahnschwelle |
ILS-Systeme werden nach Betriebsminima (CAT I, II, III) kategorisiert. Höhere Kategorien erlauben sichere Landungen bei geringerer Sicht – mit CAT IIIb sogar bei nahezu Nullsicht.
Der Localizer ist die laterale Führungskomponente des ILS. Er sendet einen UKW-Radiostrahl, der exakt auf die Mittellinie der Landebahn ausgerichtet ist, von einer Antennenanordnung am Landbahnende aus. Das Signal bildet einen schmalen Kurs, typischerweise 2,5° zu jeder Seite der Mittellinie, innerhalb dessen das Flugzeug beim Anflug für eine sichere Landung bleiben muss.
Betriebliche Anwendungsfälle sind:
Das Localizer-Signal wird im Cockpit angezeigt und ermöglicht präzise Korrekturen. Seine Genauigkeit und Zuverlässigkeit machen Präzisionsanflüge auch bei schwierigen Wetterbedingungen möglich.
Die Localizer-Antennenanordnung befindet sich hinter dem Startende der Landebahn, exakt auf der Mittellinie. Die Anordnung besteht aus 8 bis 24 Elementen, linear angeordnet, um einen stark gerichteten Strahl zu erzeugen. Diese Konfiguration minimiert Signalverzerrungen und gewährleistet eine Abdeckung entlang des Anflugweges.
Das gesendete UKW-Signal ist sorgfältig geformt und wird regelmäßig kalibriert. Sein schmaler Strahl (insgesamt 5°) ermöglicht es Piloten, selbst geringste Abweichungen von der Mittellinie zu erkennen.
Localizer verwenden den UKW-Bereich, speziell 108,1–111,95 MHz (nur ungerade Zehntelstellen), um Konflikte mit VORs zu vermeiden. Jeder Frequenz ist eine spezifische Gleitwegfrequenz (UHF) zugeordnet. Frequenzzuweisungen werden in Anflugkarten und Luftfahrtdatenbanken veröffentlicht.
| Navigationshilfe | Frequenzbereich | Kanalzuordnung |
|---|---|---|
| Localizer | 108,1–111,95 MHz UKW | Nur ungerade Zehntelstellen |
| VOR | 108,0–117,95 MHz UKW | Gerade Zehntel im unteren Bereich |
| Gleitweg | 329,15–335,0 MHz UHF | Gepaart mit LOC-Frequenz |
Das Localizer-Signal ist amplitudenmoduliert mit zwei Audiotönen: 90 Hz (links der Mittellinie) und 150 Hz (rechts der Mittellinie). Der Flugzeugempfänger vergleicht die Stärke dieser Töne:
Dies ermöglicht die hochsensible laterale Führung, die für Präzisionsanflüge benötigt wird.
Die Kursbreite eines Localizers beträgt insgesamt 5° (2,5° zu jeder Seite der Mittellinie), was an der Landbahnschwelle etwa 210 Meter entspricht. Das ist wesentlich empfindlicher als bei VORs, wo der Vollausschlag etwa 10° pro Seite beträgt.
| Merkmal | Localizer | VOR |
|---|---|---|
| Vollausschlag | ~2,5°/Seite | ~10°/Seite |
| Schwellenbreite | ~210 Meter | N/A |
| Empfindlichkeit | Sehr hoch | Niedriger |
| Sektor | Laterale Abdeckung | Reichweite |
|---|---|---|
| 10° links/rechts | 20° gesamt | 18 NM |
| 35° links/rechts | 70° gesamt | 10 NM |
| Vertikal | Bis 1.370 m GND |
Die Abdeckung kann darüber hinausgehen, aber die Signalintegrität ist nur innerhalb dieser Grenzen gewährleistet. Gelände, Gebäude oder Flugzeuge können außerhalb dieses Bereichs Verzerrungen verursachen, daher müssen Piloten innerhalb des Dienstbereichs bleiben.
Jeder Localizer sendet auf seiner Frequenz einen eindeutigen dreibuchstabigen Morsecode-Identifier (z. B. „I-ABC“). Piloten müssen diesen Identifier vor der Nutzung des Localizers überprüfen, um korrekte Ausrichtung und Betriebsbereitschaft sicherzustellen.
Wenn nur laterale Führung verfügbar ist, führen Piloten einen „Localizer-only“-Anflug durch. Diese werden als Nicht-Präzisionsanflüge klassifiziert – der Sinkflug erfolgt über Schrittanflughöhen und veröffentlichte Mindesthöhen.
Einige Landebahnen ermöglichen Anflüge mit der Rückseite (Back-Course) des Localizer. Aufgrund der „umgekehrten Anzeige“ müssen Piloten besondere Verfahren anwenden, und nicht alle Flugzeugavionik unterstützt Back-Course-Anzeigen.
Der Localizer ist entscheidend für:
Seine Konstruktion, Wartung und regelmäßige Überprüfung sind streng reguliert, um höchste Genauigkeits- und Zuverlässigkeitsstandards zu gewährleisten.
Ein Localizer (LOC) ist das laterale Führungselement des ILS und ermöglicht eine hochpräzise, instrumentengestützte Ausrichtung mit der Landbahnmittlelinie. Er ist für Präzisionsanflüge und sichere Landungen bei schlechter Sicht unverzichtbar und steht für jahrzehntelange Weiterentwicklung in der Flugsicherheitstechnologie.
Für Flughäfen und Piloten ist das Verständnis und die Nutzung des Localizers grundlegend für moderne Instrumentenanflugverfahren – und gewährleistet Sicherheit, Effizienz und die Einhaltung weltweiter Luftfahrtnormen.
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Ein Localizer (LOC) liefert während Anflug und Landung laterale (links-rechts) Führung für Flugzeuge und richtet sie als Teil des Instrumentenlandesystems (ILS) exakt auf die verlängerte Mittellinie einer Landebahn aus.
Der Localizer bietet horizontale Führung (links/rechts-Ausrichtung zur Landebahn), während der Gleitweg vertikale Führung (korrekter Sinkwinkel) liefert. Beide sind Hauptkomponenten des ILS.
Die Localizer-Antenne befindet sich hinter dem Startende der Landebahn, direkt auf der verlängerten Mittellinie, sodass sie ein symmetrisches, stark gerichtetes Signal in Richtung der anfliegenden Flugzeuge senden kann.
Localizer arbeiten im UKW-Bereich, speziell zwischen 108,1 und 111,95 MHz, wobei nur ungerade Zehntelstellen verwendet werden, um Störungen mit VOR-Navigationshilfen zu vermeiden.
Der Kursabweichungsanzeiger (CDI) oder Horizontal Situation Indicator (HSI) im Cockpit zeigt die Position des Flugzeugs zum Localizer-Strahl an – mit hoher Empfindlichkeit für präzise Korrekturen.
Ein Localizer-only (LOC) Anflug bietet nur laterale Führung ohne vertikale Gleitweginformation. Piloten sinken anhand veröffentlichter Höhen statt eines Gleitwegs – oft in Nicht-Präzisionsanflugverfahren.
Back-Course-Anflüge nutzen die Rückseite des Localizer-Signals für Anflüge vom entgegengesetzten Landebahnende aus. Piloten müssen auf die umgekehrte Anzeige achten, da Instrumentenanzeigen entgegengesetzt zur Normalanzeige sein können.
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