Sicherheitsbereich
Ein Sicherheitsbereich ist eine nivellierte, hindernisfreie Zone neben Start- und Landebahnen sowie Rollwegen, die den Schutz von Flugzeugen bei Ausweichmanöver...
Ein Runway-Sicherheitsbereich (RSA) ist eine nivellierte, hindernisfreie Fläche, die eine Start- und Landebahn umgibt und dazu dient, Risiken für Flugzeuge bei einem Unterschießen, Überrollen oder einer Bahnabweichung zu minimieren.
Ein Runway-Sicherheitsbereich (RSA) ist ein zentrales Element der Sicherheitsinfrastruktur eines Flughafens, das darauf ausgelegt und gepflegt wird, Risiken in den kritischsten Momenten des Flugbetriebs zu minimieren. Dieser Leitfaden bietet einen ausführlichen Überblick über RSAs, einschließlich ihres Zwecks, des regulatorischen Rahmens, der Konstruktionsstandards, Umsetzungsherausforderungen und bewährter Verfahren für Flughafenbetreiber.
Ein Runway-Sicherheitsbereich (RSA) ist eine speziell definierte Fläche, die die Start- und Landebahn umgibt und darauf vorbereitet ist, das Risiko von Schäden an Flugzeugen im Falle eines Unterschießens, Überrollens oder einer Abweichung von der Bahn zu verringern. Er ist hindernisfrei, nach bestimmten Standards nivelliert und in der Lage, sowohl Flugzeuge als auch Einsatzfahrzeuge zu tragen. RSAs sind ein grundlegender Bestandteil des Sicherheitskonzepts an Flughäfen, dienen als Puffer gegen Unfälle und sorgen für schnelle Notfalleinsätze. Aufsichtsbehörden wie die FAA und ICAO schreiben RSA-Standards weltweit vor.
Minderung von Runway Excursions
Die Hauptfunktion des RSA besteht darin, das Risiko und die Schwere von Schäden oder Verletzungen zu reduzieren, falls ein Flugzeug die befestigte Bahn verlässt. Bahnabweichungen – wenn Flugzeuge über das Bahnende hinausschießen oder seitlich abkommen – gehören zu den häufigsten Vorfällen in der Luftfahrt. Ein korrekt gebauter RSA bietet ein passives, stets einsatzbereites Sicherheitssystem, das hilft, Flugzeuge sicher abzubremsen.
Unterstützung des Notfalleinsatzes
Ein gut gewarteter RSA stellt sicher, dass Flugzeugrettungs- und Feuerwehrfahrzeuge (ARFF) und andere Einsatzteams Unfallstellen schnell erreichen können, ohne selbst stecken zu bleiben. Sein Design ermöglicht schnelle und sichere Rettungsaktionen.
Aufrechterhaltung einer hindernisfreien Umgebung
RSAs müssen frei von nicht notwendigen Objekten gehalten werden. Notwendige Strukturen (z. B. Randbefeuerung, Navigationshilfen) müssen zerbrechlich sein – so konstruiert, dass sie beim Anprall sicher abbrechen.
Energieabbau und Schutz der Passagiere
Der RSA ist so ausgelegt, dass er die kinetische Energie eines überrollenden Flugzeugs abbaut, um das Risiko eines Fahrwerksbruchs, Rumpfabschnitts oder Brandes zu verringern und so Passagiere und Besatzung zu schützen.
In den USA schreibt die FAA strenge RSA-Standards für alle zertifizierten Flughäfen gemäß 14 CFR Part 139 vor. Die FAA Advisory Circular 150/5300-13 beschreibt die Spezifikationen: Für die meisten kommerziellen Bahnen muss ein RSA 1.000 Fuß über das Bahnende hinaus reichen und mindestens 500 Fuß breit sein. Die FAA Order 5200.8 regelt Verbesserungsprogramme und alternative Erfüllungsmöglichkeiten (z. B. mit EMAS).
ICAO Annex 14 legt weltweite Standards fest. Die empfohlene Mindest-RESA (Runway End Safety Area) beträgt 90 Meter über das Bahnende hinaus und 150 Meter Breite. Viele Länder orientieren sich an oder übertreffen die ICAO-Standards basierend auf lokalen Risikoanalysen und betrieblichen Anforderungen.
Lokale Behörden können strengere Standards anwenden, insbesondere für kritische Bahnen oder solche, auf denen Großraumflugzeuge verkehren. Wo eine vollständige Einhaltung nicht möglich ist, sind Alternativen wie EMAS zulässig.
| Aufsichtsbehörde | Mindestlänge über Bahnende | Mindestbreite | Zugelassene alternative Sicherheitssysteme |
|---|---|---|---|
| FAA (USA) | 1.000 ft (305 m) | 500 ft (152 m) | EMAS oder gleichwertig (falls vollständiger RSA nicht realisierbar) |
| ICAO | 90 m (295 ft) | 150 m (492 ft) | EMAS, RESA oder gleichwertig |
| Australien | 240 m (787 ft)* | 150 m (492 ft) | EMAS, RESA oder gleichwertig |
*Australien und einige andere Länder verlangen für große Flughäfen basierend auf Risikoanalysen größere Dimensionen.
Festlegungsprozess:
Die Größe eines RSA wird vorrangig durch das kritischste Flugzeug, die betrieblichen Anforderungen und Umweltfaktoren bestimmt. Sind RSAs nach Standardmaß nicht realisierbar (z. B. wegen Gelände oder Bebauung), muss die Abweichung dokumentiert und gleichwertige Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden.
Definition:
Eine Bahnabweichung liegt vor, wenn ein Flugzeug während Start oder Landung die Bahn verlässt, entweder seitlich oder über das Ende hinaus.
Statistiken:
Bahnabweichungen machen weltweit etwa 22 % aller kommerziellen Flugunfälle aus und haben erhebliche finanzielle und sicherheitstechnische Folgen. Gut instand gehaltene RSAs haben nachweislich die Schwere solcher Vorfälle verringert.
Minderung:
Der RSA dient als passive Sicherheitsmaßnahme, ermöglicht kontrolliertes Abbremsen und bietet Zugang für Einsatzkräfte.
Flughäfen in der Nähe von Wasser, steilem Gelände oder städtischer Bebauung können Standard-RSA-Dimensionen oft nicht einhalten. In solchen Fällen sind Minderungsmaßnahmen und behördliche Genehmigungen erforderlich.
EMAS besteht aus einem Bett aus zerdrückbarem Material am Bahnende, das so konstruiert ist, ein überrollendes Flugzeug sicher zu stoppen. EMAS hat zahlreiche Überrollungen an beengten Flughäfen wie Teterboro (TEB) und San Francisco International (SFO) erfolgreich gestoppt und ist eine bewährte Alternative, wo Standard-RSAs nicht möglich sind.
Wenn eine vollständige Einhaltung nicht möglich ist, müssen die Mängel dokumentiert und alternative Maßnahmen oder Pläne zur späteren Verbesserung umgesetzt werden – wie von FAA und ICAO zugelassen.
Betriebliche Beispiele:
Standard-Startbahn- und RSA-Diagramm:
EMAS-Bett-Beispiel:
Vergleichstabelle:
| Bahnmerkmal | Standard-RSA | RESA (ICAO) | EMAS (typisch) |
|---|---|---|---|
| Länge | 305 m | 90 m | 60–120 m |
| Breite | 152 m | 150 m | Bahnbreite |
| Oberfläche | Nivellierter Boden | Nivellierter Boden | Zerdrückbare Blöcke |
Der Runway-Sicherheitsbereich ist ein Eckpfeiler der Flughafensicherheit und bietet entscheidenden Schutz bei Überrollern, Bahnabweichungen und Notfällen. Durch Einhaltung regulatorischer Standards, das Freihalten von Hindernissen und den Einsatz technischer Alternativen, wo nötig, können Flughäfen die Betriebssicherheit deutlich erhöhen und das Risiko für Passagiere, Flugzeuge und Personal minimieren.
Für weitere Informationen zur Verbesserung Ihres RSA oder zur Einhaltung internationaler Standards kontaktieren Sie unser Team oder fordern Sie eine Sicherheitsbewertung an .
RSAs sind entscheidend, um das Risiko von Schäden und Verletzungen bei einem Überrollen, Unterschießen oder einer Bahnabweichung eines Flugzeugs zu verringern. Sie ermöglichen zudem essenziellen Zugang für Einsatzfahrzeuge und müssen stets hindernisfrei gehalten werden, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.
Die Anforderungen variieren je nach Aufsichtsbehörde und Nutzung der Startbahn. Für große US-Flughäfen verlangt die FAA in der Regel, dass RSAs 1.000 Fuß über das Bahnende hinaus und mindestens 500 Fuß breit sind. Die ICAO empfiehlt eine Mindest-RESA (Runway End Safety Area) von 90 Metern Länge und 150 Metern Breite für Bahnen, die größere Flugzeuge bedienen.
Wenn Gelände oder Bebauung einen Standard-RSA verhindern, können technische Lösungen wie das Engineered Material Arresting System (EMAS) installiert werden. EMAS ist ein Bett aus zerdrückbarem Material, das so konzipiert ist, Flugzeugüberrollungen innerhalb einer begrenzten Strecke sicher zu stoppen und bietet gleichwertige Sicherheit.
RSAs erfordern regelmäßige Inspektionen und Pflege, darunter Planierung, Entwässerungswartung, Vegetationskontrolle sowie die Sicherstellung, dass installierte Objekte (wie Navigationshilfen) zerbrechlich sind und keine Gefahren darstellen.
Nicht standardisierte RSAs müssen dokumentiert werden, und Flughäfen sind verpflichtet, Verbesserungen anzustreben oder alternative Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen. Aufsichtsbehörden können Alternativen wie EMAS zulassen, sofern sie ein gleichwertiges Sicherheitsniveau erreichen.
Steigern Sie die Betriebssicherheit und Compliance Ihres Flughafens, indem Sie sicherstellen, dass Ihre Runway-Sicherheitsbereiche (RSA) den neuesten FAA- und ICAO-Standards entsprechen. Entdecken Sie Verbesserungsmöglichkeiten, einschließlich technischer Alternativen und bewährter Verfahren.
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