Start- und Landebahn
Eine Start- und Landebahn ist ein definierter, rechteckiger Bereich, der für die Landung und den Start von Flugzeugen vorbereitet wurde und das Rückgrat des Flu...
Eine Start- und Landebahn (RWY) ist ein definierter rechteckiger Bereich auf einem Flughafen, der für Start und Landung von Flugzeugen vorbereitet ist und standardisierte Markierungen, Beleuchtung und Sicherheitszonen aufweist.
Eine Start- und Landebahn (RWY) ist ein definierter, rechteckiger Bereich auf einem Flughafen oder Flugplatz, der speziell für das Starten und Landen von Flugzeugen vorbereitet ist. Start- und Landebahnen können aus unterschiedlichen Oberflächen bestehen, darunter Asphalt, Beton, Gras oder Kies, und werden so ausgelegt, dass sie die betrieblichen Anforderungen der größten und schwersten Flugzeuge erfüllen, die sie nutzen sollen. Geometrie, Oberfläche, Markierung und Beleuchtung der Bahnen sind umfassend durch internationale Normen, vor allem ICAO Annex 14 und FAA Advisory Circulars, reguliert, um weltweit einheitliche Sicherheit und Betriebseffizienz zu gewährleisten.
Die Orientierung der Bahn wird durch die vorherrschenden Windmuster bestimmt, um möglichst viel Gegenwind für sicheren Start und sichere Landung zu nutzen. Jedes Ende einer Bahn ist mit einer Bezeichnung versehen, die auf dem magnetischen Kurs basiert und auf die nächsten zehn Grad gerundet wird (z. B. RWY 09 für einen Kurs von 090°). Parallele Bahnen werden zusätzlich durch die Suffixe L (Links), C (Center) und R (Rechts) unterschieden. Diese Bezeichnungen werden regelmäßig angepasst, um Veränderungen in der magnetischen Variation der Erde zu berücksichtigen.
Start- und Landebahnen sind das Rückgrat des luftseitigen Flughafenbetriebs, wobei ihre Abmessungen, Oberflächenfestigkeit und Markierungen sorgfältig dokumentiert und gepflegt werden, um den Anforderungen von kommerziellen, Fracht- und allgemeinen Luftfahrtbetreibern gerecht zu werden.
Die Bahnschwelle markiert den Beginn des Bereichs der Bahn, der für Landungen geeignet ist. Sie ist durch breite, quer zur Mittellinie verlaufende weiße Streifen gekennzeichnet und kann sich am physischen Bahnende oder aus Sicherheits- oder betrieblichen Gründen weiter innen befinden.
Eine verschobene Schwelle ist von dem Bahnende entfernt positioniert, um die Hindernisfreiheit zu verbessern oder Oberflächenbeschränkungen zu berücksichtigen. Der Bereich davor darf für Start und Ausrollen, nicht jedoch für Landungen in diese Richtung genutzt werden.
Das Bahnende ist das physische Ende der Bahnbefestigung, markiert durch Endbefeuerung, und ist wesentlich für korrekte Luftfahrtdaten und die Auslegung von Anflugverfahren.
Eine Stoppfläche ist ein Bereich hinter dem Startbereich der Bahn, in Verlängerung der Mittellinie, der im Falle eines Startabbruchs das Flugzeug tragen kann. Sie ist durch gelbe Pfeilmarkierungen gekennzeichnet und nicht für den regulären Flugbetrieb vorgesehen.
Der RSA ist eine hindernisfreie, nivellierte Fläche um die Bahn herum, die darauf ausgelegt ist, Schäden im Falle eines zu kurzen, zu weiten oder seitlichen Abkommens zu minimieren. Größe und Leistungsanforderungen sind durch ICAO und FAA festgelegt.
Die Bahnbezeichnung ist die Nummer (und ggf. ein Buchstabe), die das Bahnende nach dem magnetischen Kurs kennzeichnet, wobei parallele Bahnen entsprechend ergänzt werden.
Die Bahnmittellinie ist eine weiße, gestrichelte Linie über die gesamte Länge der Bahn, die beim Start und bei der Landung die entscheidende Orientierung für Piloten bietet.
Bahnmarkierungen umfassen sämtliche permanenten Oberflächenkennzeichnungen – Nummern, Mittellinien, Schwellen, Zielpunktmarkierungen, Aufsetzzonen, Seitenstreifen und Schultern – und sind für Klarheit und Sichtbarkeit standardisiert.
Rollhalte sind auf Rollwegen an der Bahnbegrenzung markiert und zeigen an, wo Flugzeuge und Fahrzeuge vor dem Einfahren in die Bahn anhalten müssen. Sie werden durch Bodenmarkierungen und Beschilderung angezeigt, um Kollisionen zu verhindern.
Veröffentlichte Längen sind standardisierte Werte der Bahnlänge:
Diese Werte sind essenziell für die Leistungsberechnung von Flugzeugen und werden für jede Bahnrichtung veröffentlicht.
Bahnmarkierungen sind gemäß ICAO Annex 14 und FAA AC 150/5340-1 geregelt und außer für gelbe Seiten-/Pfeilmarkierungen stets weiß. Die Ausgestaltung richtet sich nach der Betriebskategorie (Sicht-, Nichtpräzisions-, Präzisionsbahn) und gibt Piloten visuelle Orientierung für Ausrichtung, Aufsetzen und Manöver.
| Markierungsname | Aussehen/Position | Zweck |
|---|---|---|
| Bahnbezeichnung | Große, zweistellige Zahl (ggf. mit L/C/R-Suffix) an jeder Schwelle | Kennzeichnung der Ausrichtung |
| Mittellinie | Weiße Streifen entlang der Bahnmitte | Orientierungshilfe |
| Schwellenmarkierungen | Längsweiße Streifen an der Bahnschwelle | Beginn des Landebereichs |
| Zielpunktmarkierung | Dicke weiße Rechtecke, 300 m (1.000 ft) von der Schwelle entfernt | Visuelles Ziel für die Landung |
| Aufsetzzonenmarkierungen | Weiße Balken in 150 m (500 ft) Intervallen auf den ersten 900 m (3.000 ft) | Kennzeichnen des Aufsetzbereichs |
| Seitenstreifen | Durchgehende weiße Linien entlang der Bahnseiten | Begrenzung der Lateralfläche |
| Schulternmarkierungen | Gelbe Linien/Pfeile außerhalb der Seitenstreifen | Kennzeichnung nicht tragfähiger Flächen |
| Verschobene Schwellenmarkierung | Weiße Pfeile bis zum Schwellenbalken und anschließende Schwellenstreifen | Zeigen Beginn der verschobenen Landefläche |
| Rollhalt | Zwei durchgezogene/zwei gestrichelte gelbe Linien auf Rollwegen mit Schildern | Haltepunkt zur Vermeidung von Kollisionen |
Schwellen-, Zielpunkt- und Aufsetzzonenmarkierungen sind für sicheres und präzises Landen, insbesondere bei schlechter Sicht, von zentraler Bedeutung.
Die Bahnbeleuchtung ist für den Betrieb bei Dunkelheit oder schlechter Sicht unerlässlich und weltweit standardisiert, um die Erkennbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten.
Weiß (auf Instrumentenbahnen auf den letzten 600 m oder der Hälfte der Bahn bernsteinfarben), definiert den Bahnrändern. Typen: HIRL (hoch), MIRL (mittel), LIRL (niedrig) Intensität.
Eingelassen, alle 15 m angeordnet, bis auf die letzten 900 m weiß, dann rot-weiß abwechselnd und auf den letzten 300 m komplett rot als Hinweis auf das Bahnende.
Schwellenbefeuerung grün (Beginn der Landebahn für Landung); Endbefeuerung rot (Bahnende für Start).
Synchron blinkende weiße Lichter beidseits der Schwelle, zur schnellen Identifikation der Bahnenden, besonders bei schlechter Sicht.
Weiße Lichter eingelassen ab der Schwelle für 900 m oder bis zur Bahnhälfte, je nachdem, was kürzer ist.
Visual Approach Slope Indicator (VASI) und Precision Approach Path Indicator (PAPI) liefern Gleitwegführung mit roten und weißen Lichtern, die anzeigen, ob der Anflug zu hoch, korrekt oder zu tief erfolgt.
Nummern entsprechen dem magnetischen Kurs. Parallele Bahnen erhalten die Suffixe L/C/R. Kurs und Bezeichnung werden regelmäßig an die Änderung der magnetischen Variation angepasst.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| TORA | Takeoff Run Available: Nutzbare Länge für den Startlauf |
| TODA | Takeoff Distance Available: TORA plus Freifläche (Clearway) |
| ASDA | Accelerate-Stop Distance Available: TORA plus Stoppfläche bei Startabbruch |
| LDA | Landing Distance Available: Nutzbare Länge für Landung und Ausrollen |
Clearway: Hindernisfreier Bereich hinter der Bahn zur Startbeschleunigung.
Stoppfläche: Befestigte Fläche hinter der Bahn für den Startabbruch.
Veröffentlichte Längen werden im AIP, auf Flughafenübersichten und in Pilotenauskünften publiziert.
Ein striktes Management der Bahnvorgänge ist unerlässlich. Auf Flugplätzen mit Flugleitung ist eine ATC-Freigabe vor dem Ein- oder Überqueren einer Bahn erforderlich. Auf nicht kontrollierten Flugplätzen müssen Piloten sich selbst melden und veröffentlichte Platzrunden einhalten.
Standardmuster beinhalten Abflug-, Gegen-, Quer-, Gegenanflug-, Queranflug- und Endanflugphasen, um eine sichere Staffelung von An- und Abflügen zu gewährleisten.
Landefreigabe ist auf kontrollierten Flugplätzen verpflichtend. Auf unkontrollierten Flugplätzen müssen Piloten den Bahnbereich visuell überprüfen und ihre Absichten über Funk bekanntgeben.
Vorübergehende oder dauerhafte Änderungen an der Bahn (Sperrungen, Beschränkungen, bedingter Zugang) werden per NOTAM veröffentlicht, zunehmend im digitalen AIXM-Format für Echtzeit-Updates. Beschränkungen können zeit-, flugzeugtyp- oder betriebsbezogen sein und sind für die Flugvorbereitung und Sicherheit von entscheidender Bedeutung.
Der RSA ist ein wesentlicher Sicherheitsbereich, der sich bei großen Bahnen mindestens 150 Meter von der Mittellinie entfernt und 90 Meter hinter das Bahnende reicht. Er ist geebnet, hindernisfrei und tragfähig für Flugzeuge und Einsatzfahrzeuge im Falle eines zu kurzen, zu weiten oder seitlichen Abkommens.
Start- und Landebahnen sind das Herzstück des Flughafenbetriebs und werden gemäß strengen internationalen Standards hinsichtlich Geometrie, Oberfläche, Markierungen, Beleuchtung und veröffentlichten Längen gebaut und gewartet. Ihre Planung, der Betrieb und das laufende Management sind entscheidend für die Sicherheit und Effizienz der Luftfahrt – vom kleinen Privatflugzeug bis zum größten Verkehrsflugzeug.
Für detaillierte regulatorische Hinweise und Abbildungen konsultieren Sie ICAO Annex 14, FAA Advisory Circulars und Ihre nationale Luftfahrtpublikation (AIP).
Eine Start- und Landebahn (RWY) ist ein ausgewiesener rechteckiger Bereich auf dem Boden eines Flughafens, der speziell für die Landung und den Start von Flugzeugen vorbereitet und instand gehalten wird. Start- und Landebahnen werden nach strengen Standards hinsichtlich Oberflächenart, Geometrie, Markierungen und Beleuchtung ausgelegt, um einen sicheren Betrieb für alle Flugzeugtypen zu gewährleisten.
Start- und Landebahnen werden nach ihrem magnetischen Kurs nummeriert, auf die nächsten zehn Grad gerundet und als zweistellige Zahl angegeben (z. B. RWY 09 für 090°). Die Bezeichnungen können L (Links), C (Center) oder R (Rechts) für parallele Bahnen enthalten. Da sich die magnetische Variation der Erde im Laufe der Zeit ändert, können sich die Bahnrichtungen verschieben, was gelegentliche Anpassungen der Bezeichnungen zur Gewährleistung der Genauigkeit erforderlich macht.
Veröffentlichte Längen sind spezifische Werte der Bahnlänge, die für jede Richtung publiziert werden: TORA (Takeoff Run Available), TODA (Takeoff Distance Available), ASDA (Accelerate-Stop Distance Available) und LDA (Landing Distance Available). Diese Längen sind entscheidend für die Leistungsberechnung von Flugzeugen und werden durch Bahnkonfiguration, Hindernisse und Sicherheitsmargen bestimmt.
Eine verschobene Schwelle ist eine Landeschwelle, die an einem anderen Punkt als dem physischen Ende der Bahn gesetzt ist und mit weißen Pfeilen zur Schwellenbalken markiert wird. Der Bereich vor einer verschobenen Schwelle kann für Start und Ausrollen, aber nicht für Landungen genutzt werden. Verschobene Schwellen dienen der Verbesserung der Hindernisfreiheit, der Anpassung an die Tragfähigkeit des Belags oder der Lärmminderung.
Der Sicherheitsbereich der Start- und Landebahn (RSA) ist ein freigeräumter und nivellierter Bereich, der die Bahn umgibt und dazu dient, Schäden an Flugzeugen zu minimieren, falls ein Flugzeug zu kurz oder zu weit landet oder von der Bahn abkommt. Er muss hindernisfrei und tragfähig für Einsatzfahrzeuge sein, wobei die genauen Abmessungen durch ICAO- und FAA-Standards festgelegt sind.
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