TORA (Takeoff Run Available)
TORA, oder verfügbare Startlaufstrecke (Takeoff Run Available), ist eine kritisch wichtige deklarierte Landebahnlänge für die Flugsicherheit und -konformität un...
STOL (Short Takeoff and Landing) beschreibt Flugzeuge, die dank spezieller Konstruktionsmerkmale von sehr kurzen Start- und Landebahnen operieren können – unerlässlich für abgelegene oder schwierige Umgebungen.
Short Takeoff and Landing (STOL) bezeichnet eine Klasse von Flugzeugen, Einsatztechniken und Flughafeninfrastruktur, die darauf ausgelegt sind, auf Landeflächen zu starten und zu landen, die deutlich kürzer oder rauer sind als die von herkömmlichen Flugzeugen genutzten Bahnen. Nach internationaler Empfehlung (z. B. ICAO Doc 9150 STOLport Manual) spricht man von STOL-Operationen, wenn Flugzeuge eine Referenzbahnlänge von 800 Metern (2.625 Fuß) oder weniger benötigen. In der Praxis – besonders in der Buschfliegerei und bei Wettbewerben – fliegen viele STOL-Flugzeuge regelmäßig auf Pisten unter 300 Fuß (91 Meter) oder sogar weniger als 100 Fuß (30 Meter) mit speziellen Konstruktionen.
Wo ist STOL unverzichtbar?
STOL-Flugzeuge kommen dort zum Einsatz, wo Start- und Landebahnen nicht auf Standardlänge gebaut werden können – in abgelegener Wildnis, gebirgigem Gelände, auf Inseln, in Katastrophengebieten oder innerhalb beengter städtischer Räume. Sie sind das Rückgrat der Buschfliegerei in Alaska und Kanada, für Medevac- und humanitäre Hilfseinsätze, militärische Operationen sowie für einen wachsenden Bereich des Freizeit- und Wettbewerbsflugs.
Wie wird STOL-Leistung erreicht?
Das Wesen von STOL liegt darin, den Auftrieb bei niedrigen Geschwindigkeiten zu maximieren, das Gewicht gering zu halten und ein robustes, überdimensioniertes Fahrwerk zu verwenden. Die Flugzeuge sind mit speziellen aerodynamischen Merkmalen wie Vorflügeln, abgesenkten Querrudern oder Flaperons und großen Landeklappen ausgestattet. Leistungsstarke Triebwerke mit hohem Leistungsgewicht und für Schub bei niedriger Geschwindigkeit optimierte Propeller ermöglichen rasches Beschleunigen und steile Steigflüge, während robustes Fahrwerk mit Tundrareifen oder Schwimmern Landungen auf rauen, weichen oder improvisierten Bahnen ermöglicht.
ICAO und STOLports:
Die ICAO hat den Bedarf an spezieller Infrastruktur erkannt und gibt im Doc 9150 Empfehlungen für die Auslegung von STOLports – Flugplätzen, die für STOL-Flugzeuge mit kurzen Bahnen, minimalen Hindernissen und speziellen Hilfen ausgelegt sind. Nicht alle Standards sind verpflichtend, aber diese Empfehlungen sorgen dafür, dass STOL-Flugzeuge auch unter schwierigen Bedingungen sicher eingesetzt werden können.
Das Streben nach STOL-Leistung begann mit dem Bedarf, von improvisierten Feldern zu operieren – insbesondere in der frühen Militärluftfahrt. Die Fieseler Fi 156 Storch, eingeführt im Zweiten Weltkrieg, war eine der ersten echten STOL-Legenden und konnte in weniger als 200 Fuß starten und landen. Nach dem Krieg folgten zivile Anwendungen: Buschpiloten in Nordamerika setzten Modelle wie die Piper J-3 Cub und die De Havilland DHC-2 Beaver ein, die für ihren Langsamflug und ihre Kurzstartfähigkeiten geschätzt wurden.
Heutige STOL-Flugzeuge reichen von klassischen Taildraggern bis zu modernen Bausätzen wie der Zenith CH 701 sowie Nutztransporter wie der DHC-6 Twin Otter und Pilatus PC-6 Porter. Die wachsende Szene des Freizeit- und Wettbewerbs-STOL – besonders in Alaska und bei Veranstaltungen wie dem Valdez Fly-In – hat Innovationen in Technik und Flugtechnik vorangetrieben. Manche Wettbewerbsflugzeuge schaffen heute Rollstrecken von nur 3 Metern (10 Fuß).
Die ICAO Doc 9150 enthält technische Empfehlungen für die Gestaltung von STOLports, aber die gesetzlichen Vorschriften hinken den Fortschritten bei der Flugzeugleistung und den betrieblichen Anforderungen noch hinterher. Es gibt laufende Bemühungen um Harmonisierung, um mit der Entwicklung der STOL-Technologie die Sicherheit und weltweite Kompatibilität zu gewährleisten.
| Flugzeugname | Typ | Startstrecke | Landestrecke | Motorleistung | Max. Kapazität | Besondere Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CubCrafters Carbon Cub | Leichtflugzeug | 15 m (50 ft) | 27 m (90 ft) | 180 PS | 2 Sitze | Carbonfaser, modernisierte Cub |
| Piper J-3 Cub | Leichtflugzeug | ~61 m (200 ft) | ~91 m (300 ft) | 65–100 PS | 2 Sitze | Klassiker, WWII „Grasshopper“ |
| Fieseler Fi 156 Storch | Verbindungsflugz. | ~61 m (200 ft) | ~46 m (150 ft) | 240 PS | 3 Sitze | WWII-Legende, extrem langsamflugtauglich |
| Cessna 208 Caravan | Nutzflugzeug | ~427 m (1.400 ft) | ~305 m (1.000 ft) | 675 PS (Turboprop) | Bis zu 14 Pers. | Busch-Arbeitspferd, robustes Fahrwerk |
| DHC-6 Twin Otter | Zubringer | ~366 m (1.200 ft) | ~320 m (1.050 ft) | 2×620 PS | 19 Pers. | Zweimotorig, Schwimmer/Ski erhältlich |
| Pilatus PC-6 Porter | Nutzflugzeug | ~305 m (1.000 ft) | ~305 m (1.000 ft) | 550–750 PS | 10 Pers. | Legendärer Buschflieger |
| Zenith STOL CH 701/801 | Bausatz/Nutzfl. | 30–120 m | 30–90 m | 80–150 PS | 2–4 Sitze | Vorflügel, Ganzmetallbauweise |
| Maule M-5 | Nutzflugzeug | 15 m (50 ft) | 15 m (50 ft) | 210 PS | 4 Sitze | Hochauftrieb, robuste Bauweise |
| DHC-5 Buffalo | Militär | 15 m (50 ft) | 15 m (50 ft) | 2×3.133 PS | 41.000 lbs | Großer militärischer STOL-Transporter |
| Bearhawk LSA | Leichtflugzeug | 37 m (120 ft) | 40 m (130 ft) | 65–100 PS | 2 Sitze | Neuentwicklung, Tandemsitz |
| Just Aircraft SuperSTOL | Experimental | <46 m (<150 ft) | <46 m (<150 ft) | 80–180 PS | 2 Sitze | Extremes STOL, klappbare Flügel |
| Antonov An-2 | Doppeldecker | ~160 m (525 ft) | ~91 m (300 ft) | 1.000 PS | 12 Pers. | Großer Doppeldecker, legendäre Robustheit |
| Shorts SC.7 Skyvan | Fracht | ~366 m (1.200 ft) | ~305 m (1.000 ft) | 2×715 PS | 19 Pers./4,5 t | Kastenform, „fliegender Schuhkarton“ |
| Helio Courier | Nutzflugzeug | ~122 m (400 ft) | ~91 m (300 ft) | 295–340 PS | 4–6 Sitze | Autoslat, extrem langsamflugtauglich |
Buschfliegerei und abgelegene Versorgung:
Lieferung von Gütern, Post und Personen in Gebiete, die nicht per Straße oder mit Standardflugzeugen erreichbar sind – Kiesbänke, Seen, Eisfelder, Lichtungen im Wald.
Humanitäre Hilfe und Katastropheneinsätze:
Landung dort, wo Infrastruktur zerstört oder nicht vorhanden ist, um Lebensmittel, Wasser, Medikamente und Rettungsteams in Krisengebiete zu bringen.
Militärische Operationen:
Ermöglicht Sondereinsätze, Aufklärung und Versorgungsabwürfe von improvisierten Pisten nahe Konfliktgebieten.
Abenteuer und Tourismus:
Zugang zu Wildnis-Lodges, Safaricamps oder Berghotels; Wildtierbeobachtung und Anti-Wilderei-Patrouillen.
STOL-Wettbewerbe:
Ausreizen von Technik und Design bei Veranstaltungen wie dem Valdez Fly-In oder der National STOL Series.
Kommerzieller Regionalverkehr:
Lebenswichtige Verbindungen für kleine Gemeinden in entlegenen Regionen wie Papua-Neuguinea oder Nordkanada.
Private Luftfahrt:
Für Eigentümer und Piloten, die Abenteuer, Abgeschiedenheit oder den Zugang zu privaten oder abgelegenen Landestreifen suchen.
Im riesigen, straßenlosen Alaska sind STOL-Flugzeuge Lebensadern. Buschpiloten nutzen bewährte Arbeitstiere wie die DHC-2 Beaver und Cessna 185, um Güter zu liefern, Verletzte zu evakuieren und isolierte Gemeinden zu verbinden. Gelandet wird auf Kiesbänken, Flussufern, zugefrorenen Seen oder Lichtungen im Wald – oft kaum hundert Meter lang. Das Zusammenspiel aus Pilotenkönnen und STOL-Technik macht dies möglich und schafft lebenswichtige Dienste und Rettungsflüge, wo andere Flugzeuge schlicht nicht hinkommen.
Die STOL-Technologie entwickelt sich ständig weiter und erschließt neue Möglichkeiten in der Luftfahrt – sie macht das Unerreichbare erreichbar. Ob in abgelegenen Dörfern, bei lebensrettenden Einsätzen oder als Publikumsmagnet im Wettbewerb: STOL ist die Kunst und Wissenschaft, kurze, raue oder scheinbar unmögliche Pisten zu meistern.
STOL steht für Short Takeoff and Landing. Es beschreibt Flugzeuge, die speziell dafür konstruiert wurden, sicher von Start- und Landebahnen zu starten und zu landen, die viel kürzer sind als bei herkömmlichen Flugzeugen – oft 800 Meter (2.625 Fuß) oder weniger, bei spezialisierten Typen manchmal sogar unter 100 Fuß.
Die STOL-Leistung basiert auf einer Kombination aus aerodynamischen Hochauftriebshilfen (wie Vorflügeln und großen Klappen), leistungsstarken Triebwerken, Leichtbauweise und robustem Fahrwerk. Diese Merkmale ermöglichen niedrigere Überziehgeschwindigkeiten, steilere Steigflüge und sichere Operationen auf rauen oder improvisierten Pisten.
STOL-Flugzeuge sind unverzichtbar in Regionen mit begrenzter Infrastruktur oder schwierigem Gelände – beispielsweise in Alaska, Nordkanada, Gebirgsregionen, auf kleinen Inseln, in Katastrophengebieten und bei abgelegenen Forschungsstationen. Sie werden für Buschfliegerei, humanitäre Hilfe, militärische Einsätze, Tourismus und STOL-Wettbewerbe genutzt.
Ein STOLport ist ein Flughafen oder Flugfeld, das speziell für STOL-Flugzeuge ausgelegt ist – typischerweise mit kurzen Start- und Landebahnen (≤ 800 Meter), minimalen Hindernissen und speziellen visuellen Hilfen. Die ICAO gibt im Doc 9150 Empfehlungen für die Gestaltung von STOLports, um sichere Einsätze für kleine bis mittelgroße STOL-Flugzeuge zu ermöglichen.
Während die meisten großen Verkehrsflugzeuge keine STOL-Fähigkeiten besitzen, wurden einige Militärtransporter (wie die DHC-5 Buffalo oder die C-130 Hercules mit Umrüstsätzen) für STOL-Leistungen entwickelt. Die STOL-Technologie wird jedoch hauptsächlich bei kleineren Flugzeugen eingesetzt, da es bei größeren Maschinen praktische und sicherheitsrelevante Einschränkungen gibt.
Bekannte Beispiele sind die Piper J-3 Cub, De Havilland DHC-2 Beaver, Fieseler Fi 156 Storch, Zenith STOL CH 701, Maule M-5, Cessna 208 Caravan, Pilatus PC-6 Porter und das Militärflugzeug DHC-5 Buffalo. Jedes davon ist für außergewöhnliche Kurzstart- und -lande-Leistungen ausgelegt.
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