CAT I – Kategorie-I-Präzisionsanflug mit Entscheidungshöhe nicht unter 200 Fuß
Der CAT I Präzisionsanflug ist ein instrumentengestütztes Landeanflugverfahren mit boden- oder satellitengestützten Navigationshilfen, einer Entscheidungshöhe v...
Der CAT III Präzisionsanflug ist ein fortschrittliches Luftfahrtlandeverfahren, das es Flugzeugen ermöglicht, bei sehr geringer oder gar keiner Sicht zu landen, unter Einsatz hochentwickelter Bordautomatisierung und spezieller Bodensysteme. Es erhöht die betriebliche Zuverlässigkeit großer Flughäfen bei widrigen Wetterbedingungen.
Ein Kategorie III (CAT III) Präzisionsanflug ist das höchste Niveau eines präzisen Instrumentenanflugverfahrens in der zivilen Luftfahrt. Es ermöglicht Flugzeugen, auch bei extrem schlechter Sicht sicher zu landen – insbesondere wenn die Entscheidungshöhe (DH) weniger als 100 Fuß über der Landebahn beträgt oder in manchen Fällen gar keine DH vorgegeben ist. Unter solchen Bedingungen sehen Piloten die Landebahn möglicherweise erst kurz vor dem Aufsetzen oder – bei Verfahren ohne DH – sogar erst nach der Landung.
CAT III-Anflüge stellen den Gipfelpunkt der Flugsicherheitstechnologie und betrieblichen Raffinesse dar und integrieren:
Diese Anflugverfahren sind essenziell, um die Kapazität von Flughäfen aufrechtzuerhalten, Verspätungen zu minimieren und die Sicherheit an großen internationalen Drehkreuzen zu gewährleisten, die häufig von Nebel, Schnee oder Regen betroffen sind.
Sowohl die Federal Aviation Administration (FAA) als auch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) definieren CAT III als Präzisionsanflug mit einer DH unter 100 Fuß oder ohne DH und/oder einer RVR unter 300 Metern (1.000 Fuß). Die ICAO unterteilt Kategorie III weiter in drei Unterkategorien:
| Kategorie | Entscheidungshöhe (DH) | Runway Visual Range (RVR) | Typische Nutzung |
|---|---|---|---|
| CAT IIIA | <100 ft oder keine DH | ≥700 ft (200 m) | Die meisten Verkehrsflugzeuge |
| CAT IIIB | <50 ft oder keine DH | <700 ft, aber ≥150 ft (50 m) | Fortgeschrittenes Autoland, fail-op |
| CAT IIIC | Keine DH | Keine RVR-Beschränkung | Volle Automatisierung (nicht im Einsatz) |
Hinweis: CAT IIIC wird praktisch nicht verwendet, da es bislang keine sicheren Rolllösungen bei Nullsicht gibt, auch wenn es in den Standards definiert ist.
CAT III-Anflüge werden eingesetzt, um einen sicheren und zuverlässigen Flugbetrieb aufrechtzuerhalten, wenn das Wetter die Sicht unter die Mindestwerte für konventionelle (CAT I oder II) Anflüge senkt. Dies ist besonders an stark frequentierten internationalen Flughäfen entscheidend, da selbst kurze Wettereinschränkungen zu weitreichenden Verspätungen und Ausweichlandungen führen können.
CAT III wird typischerweise genutzt von:
Linienflugbetrieb bei dichtem Nebel
Ein Airbus A350 im Anflug auf Frankfurt bei Nebel erhält die Freigabe für einen CAT IIIA-Anflug. Bei einer RVR von 800 Fuß sind beide Autopiloten und Autoland aktiviert. Sichtkontakt mit der Landebahn besteht erst nach dem Aufsetzen.
Notfallmedizinischer Flug
Ein Rettungsflugzeug muss bei geringer Sicht auf einem mit Krankenhaus verbundenen Flughafen landen. Die CAT III-Fähigkeit stellt sicher, dass die Mission auch bei dichtem Nebel sicher und pünktlich durchgeführt werden kann.
Wetterrobuste Drehkreuze
Flughäfen wie London Heathrow oder Paris CDG nutzen CAT III regelmäßig, um auch bei widrigen Wetterlagen hohe Flugbewegungszahlen aufrechtzuerhalten und Flugplanstörungen zu minimieren.
Um CAT III-Anflüge durchzuführen, muss ein Flugzeug verfügen über:
Erweiterte Funktionen wie Head-Up-Displays (HUDs) oder Enhanced Vision Systems (EVS) können für eine bessere Situationsübersicht sorgen, sind aber nicht vorgeschrieben.
Der Flughafen muss bieten:
Alle Anlagen müssen streng überwacht und regelmäßig gewartet werden, um Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit sicherzustellen.
Nur Crews, die:
dürfen CAT III-Anflüge durchführen.
Betreiber müssen:
Eine festgelegte Höhe über der Landebahn, bei der der Pilot entscheiden muss, ob gelandet oder durchgestartet wird. Für CAT IIIA liegt die DH unter 100 ft; für CAT IIIB unter 50 ft; für CAT IIIC gibt es keine DH.
Ein messbarer, instrumentengestützter Wert der Sichtweite entlang der Landebahn. Die RVR ist das Hauptkriterium, um zu bestimmen, ob ein CAT III-Anflug begonnen oder fortgesetzt werden darf.
Ein hochintegriertes Automatisierungssystem, das das Flugzeug vom Anflug über das Ausschweben und Aufsetzen bis zum Ausrollen ohne manuelle Pilotensteuerung führt.
Eine voreingestellte Radarhöhenmessung (typisch 200 ft), unterhalb derer jeder Systemausfall ein Durchstarten erfordert.
Beispiel 1: CAT IIIA in London Heathrow
Eine B777 landet bei dichtem Nebel per Autoland; die Piloten erhalten Sichtkontakt zur Landebahn erst nach dem Aufsetzen.
Beispiel 2: CAT IIIB in Frankfurt
Ein A320 landet bei einer RVR von 200 Fuß; die Crew verlässt sich vollständig auf fail-operational Automatisierung und gewinnt erst nach dem Ausrollen visuelle Orientierung.
Beispiel 3: CAT IIIC (theoretisch)
Regeln definieren CAT IIIC für Landung und Ausrollen bei Nullsicht, werden aber wegen Rollrestriktionen nicht praktisch angewendet.
CAT III Präzisionsanflüge sind entscheidend, um einen sicheren, zuverlässigen und effizienten kommerziellen Flugbetrieb bei schlechten Sichtverhältnissen zu gewährleisten. Sie beruhen auf fortschrittlicher Automatisierung, zertifizierter Infrastruktur und intensiver Schulung – so können Fluggesellschaften und Flughäfen selbst bei schwierigsten Wetterlagen Flugpläne und Sicherheitsstandards einhalten.
Wenn Ihr Betrieb oder Flughafen die Einführung von CAT III erwägt, stellen Sie sicher, dass Sie umfassend für Ausrüstung, Infrastruktur, Schulung und behördliche Zulassung planen.
Weitere Informationen zu Flugsicherheit und -technik finden Sie in unserem ausführlichen Luftfahrt-Glossar .
Ein CAT III Präzisionsanflug ist ein fortschrittliches Instrumentenanflugverfahren, das es Flugzeugen erlaubt, auch bei extrem schlechten Sichtverhältnissen zu landen – mit Entscheidungshöhen unter 100 Fuß oder sogar ohne festgelegte Entscheidungshöhe. Dies wird durch ausgefeilte Bordsysteme, Flughafeninfrastruktur und spezielle Crew-Schulung ermöglicht.
CAT IIIA erlaubt Landungen mit einer Entscheidungshöhe unter 100 Fuß oder ohne DH und einer RVR von mindestens 700 Fuß. CAT IIIB gestattet Landungen mit einer Entscheidungshöhe unter 50 Fuß oder ohne DH und einer RVR bis zu 150 Fuß. CAT IIIC, in Vorschriften definiert, erlaubt theoretisch Landung und Ausrollen bei null Sicht ohne DH- oder RVR-Anforderung, ist aber aktuell wegen Sicherheitsbeschränkungen beim Rollen nicht im operativen Einsatz zugelassen.
Flugzeuge müssen für CAT III-Anflüge redundante Autopiloten, zwei ILS-Empfänger, Autothrottle, Radarhöhenmesser und Autoland-Systeme besitzen. Flughäfen müssen zertifiziertes ILS, hochintensive Befeuerung und Echtzeit-RVR-Messung bieten. Sowohl Flugzeug als auch Flughafeninfrastruktur müssen für CAT III-Betrieb zertifiziert sein.
Nur Crews und Betreiber, die speziell von ihrer nationalen Luftfahrtbehörde geschult und zugelassen sind, dürfen CAT III-Anflüge durchführen. Sie müssen strenge gesetzliche, trainingsbezogene und prüfungsrelevante Anforderungen erfüllen und zertifizierte Flugzeuge sowie Flughäfen nutzen.
CAT III-Verfahren ermöglichen es Fluggesellschaften und Flughäfen, den Flugplan einzuhalten und wetterbedingte Verspätungen oder Ausweichlandungen bei schlechter Sicht wie Nebel oder starkem Niederschlag zu minimieren. Diese Fähigkeit ist für große internationale Drehkreuze und Fluggesellschaften in anspruchsvollen Klimazonen entscheidend.
Reduzieren Sie Verspätungen und halten Sie effiziente Abläufe bei schlechten Sichtverhältnissen mit CAT III-zertifizierten Systemen und Crew-Training aufrecht.
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