Wolkendecke (Meteorologie)
In der Meteorologie bezeichnet 'Wolkendecke' die Höhe über dem Boden der niedrigsten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels bedeckt. Sie ist entsche...
Die Wolkenuntergrenze ist der vertikale Abstand vom Boden bis zur Basis der niedrigsten signifikanten Wolkenschicht und wesentlich für Flugsicherheit und Betrieb.
Die Wolkenuntergrenze ist ein zentrales Konzept in der Meteorologie und Luftfahrt und beeinflusst maßgeblich die Flugsicherheit, den Flughafenbetrieb und die Wettervorhersage. Sie bezeichnet den vertikalen Abstand von einem Referenzboden bis zur Basis der niedrigsten Wolkenschicht, die als gebrochen (BKN) oder bedeckt (OVC) klassifiziert ist. Ist der Himmel vollständig durch bodennahe Phänomene (wie Nebel oder starken Niederschlag) verdeckt, wird die Untergrenze durch die vertikale Sichtweite (VV) definiert – also die Strecke, die man senkrecht nach oben in das verdeckende Phänomen sehen kann.
Die Wolkenuntergrenze wird in Hunderten von Fuß über Grund (AGL) gemessen, um Piloten und Fluglotsen am jeweiligen Ort genaue Informationen zu liefern. Ihre Bestimmung unterliegt internationalen Standards der International Civil Aviation Organization (ICAO) und der World Meteorological Organization (WMO), die eine Messung oder Schätzung der Untergrenze direkt über dem Referenzpunkt des Flugplatzes vorschreiben.
Die Wolkenuntergrenze ist ein essenzieller Marker zur Einteilung der Flugbedingungen:
Die Meldung der Wolkenuntergrenze ist nicht nur für Piloten, sondern auch für Meteorologen, Fluglotsen und Dispatcher unerlässlich. Sie beeinflusst Entscheidungen zur Auswahl der Start- und Landebahnen, Verkehrsabfolge, Flughafenschließungen und Flugplanung inklusive Alternativflughäfen und Einhaltung rechtlicher Mindestwerte für Start und Landung.
Um die Wolkenuntergrenze zu verstehen, sind einige meteorologische Kernbegriffe wichtig:
Codes für die Himmelsbedeckung (in METAR/TAF-Berichten):
Traditionell schätzen geschulte Wetterbeobachter die Wolkenuntergrenze visuell, nutzen bekannte Objekte (Türme, Hügel) als Referenz und beurteilen die Himmelsbedeckung über das gesamte Himmelsgewölbe. Ergänzend können sie Pilotenberichte (PIREPs) einbeziehen. Dieses Verfahren ist fehleranfällig, unterliegt dem „Packungseffekt“ (Überschätzung am Horizont) und ist bei schlechten Lichtverhältnissen oder schnellen Wetterwechseln schwierig. Zur Minimierung der Subjektivität folgen Beobachter strengen Richtlinien und regelmäßigen Schulungen.
Ceilometer sind automatisierte Geräte, die senkrechte Licht- oder Laserstrahlen aussenden. Trifft der Strahl auf eine Wolkenbasis, wird ein Teil des Lichts reflektiert und erkannt – daraus lässt sich die Höhe der Wolkenbasis berechnen. Diese Instrumente arbeiten kontinuierlich, liefern objektive, hochfrequente Daten und sind an modernen Flughäfen Standard.
Standard-Ceilometer erfassen Wolkenbasen bis etwa 12.000 Fuß über Grund, fortschrittliche Modelle noch höher. Sie sind sehr zuverlässig, können aber bei starkem Niederschlag, mehreren Wolkenschichten oder bei dünnen Wolken an ihre Grenzen stoßen.
ASOS (Automated Surface Observing System) und AWOS (Automated Weather Observing System) nutzen LIDAR-basierte Ceilometer zur Messung der Wolkenuntergrenze weltweit an Flughäfen. Diese Systeme scannen den Himmel regelmäßig und glätten kurzfristige Schwankungen mittels statistischer Algorithmen und melden automatisch bis zu drei Wolkenschichten.
Automatisierte Systeme erhöhen Objektivität und Konsistenz, stoßen aber in komplexen Situationen (z. B. dünne oder dicht gestapelte Wolken) an ihre Grenzen. An verkehrsreichen Flughäfen ergänzen manuelle Beobachter die Automatisierung zur Sicherstellung der Genauigkeit.
Vor der Automatisierung nutzten Meteorologen:
Diese Methoden wurden durch automatisierte Sensoren weitgehend abgelöst.
Die Wolkenuntergrenze wird in METAR/TAF mit folgenden Codes gemeldet:
Beispiel:
METAR KDEN 141753Z 10012KT 10SM BKN055 23/M01 A3012
“BKN055” = Untergrenze bei 5.500 Fuß über Grund
METAR KBFD 141753Z 00000KT 1/4SM FG VV002 12/12 A2992
“VV002” = vertikale Sichtweite (Untergrenze) bei 200 Fuß über Grund, verursacht durch Nebel
| Code | Bedeutung | Bedeckung (Achtel) | Untergrenze? |
|---|---|---|---|
| FEW | Wenige | 1/8 – 2/8 | Nein |
| SCT | Aufgelockert | 3/8 – 4/8 | Nein |
| BKN | Gebrochen | 5/8 – 7/8 | Ja |
| OVC | Bedeckt | 8/8 | Ja |
| VVXXX | Vertikale Sichtweite | 8/8 (verdeckt) | Ja |
Beide gelten für flugrechtliche Vorschriften und Flugplanung als Untergrenze.
Vertikale Sichtweite ist der maximale Abstand nach oben in eine bodennahe Verdeckung (wie Nebel oder starken Niederschlag), den ein Beobachter oder Sensor erkennen kann. Sie wird als „VV“ gefolgt von drei Ziffern berichtet (z. B. VV002 = 200 Fuß über Grund). VV ist besonders entscheidend bei schlechten Sichtverhältnissen, Instrumentenanflügen und Flughafenschließungen.
Die Wolkenuntergrenze bestimmt direkt Flugregeln und operative Schwellenwerte:
Diese Kategorien beeinflussen Pilotentscheidungen zu Start, Landung oder Ausweichmanövern und legen die Anforderungen an Alternativflughäfen und Anflugminima fest. Gesetzliche Rahmenbedingungen (FAA, ICAO) regeln die erforderlichen Maßnahmen bei jedem Untergrenzenschwellenwert.
Die Wolkenuntergrenze beeinflusst zudem:
Eine genaue und zeitnahe Meldung ist entscheidend für einen sicheren und effizienten Flugbetrieb.
Die Wolkenuntergrenze – definiert als der vertikale Abstand vom Boden bis zur Basis der niedrigsten gebrochenen oder bedeckten Wolkenschicht oder zur vertikalen Sichtweite bei verdecktem Himmel – ist ein unverzichtbarer Parameter in der Luftfahrt und Meteorologie. Ihre exakte Bestimmung ist Grundlage für Flugsicherheit, gesetzliche Einhaltung und operative Effizienz an Flughäfen weltweit. Fortschritte in der automatischen Messung (Ceilometer, LIDAR) haben Objektivität und Konsistenz verbessert, doch bleibt menschliche Beobachtung bei komplexen Wettersituationen unverzichtbar.
Das Verstehen und korrekte Interpretieren der Wolkenuntergrenze sorgt für sichere Flüge und verlässliche Abläufe für alle Beteiligten im Luftfahrtsektor.
Siehe auch: METAR , Ceilometer , ICAO Annex 3 , FAA Aeronautical Information Manual
Die Wolkenuntergrenze ist definiert als der vertikale Abstand vom Boden bis zur Basis der niedrigsten Wolkenschicht, die mehr als die Hälfte des Himmels bedeckt (gebrochen oder bedeckt), oder bis zur vertikalen Sichtweite, wenn der Himmel vollständig durch bodennahe Phänomene wie Nebel, Rauch oder Niederschlag verdeckt ist. Sie wird immer über Grund (AGL) gemessen und ist ein entscheidender Faktor für sichere Flugoperationen.
Die Wolkenuntergrenze kann manuell von geschulten Wetterbeobachtern durch visuelle Schätzung und Referenzobjekte, oder automatisch mit Geräten wie Wolkenhöhenmessern (Ceilometern), die mit Laser- oder Lichtstrahlen die Höhe der Wolkenbasis erkennen, gemessen werden. Automatisierte Systeme wie ASOS und AWOS nutzen LIDAR-basierte Ceilometer für kontinuierliche Messungen, doch manuelle Beobachtungen bleiben in komplexen oder sich schnell ändernden Bedingungen wichtig.
Eine bestimmte Wolkenuntergrenze liegt vor, wenn die Basis einer Wolkenschicht sichtbar und messbar ist (gebrochen oder bedeckt). Eine unbestimmte Wolkenuntergrenze wird als vertikale Sichtweite (VV) gemeldet, wenn der Himmel vollständig durch bodennahe Phänomene verdeckt ist und keine Wolkenbasis erkennbar ist. VV wird als maximaler vertikaler Abstand in die Verdeckung angegeben, der beobachtet oder gemessen werden kann.
Die Wolkenuntergrenze wird in METAR/TAF-Berichten mit Codes wie BKN (gebrochen), OVC (bedeckt) und VV (vertikale Sichtweite) gemeldet, gefolgt von einer dreistelligen Zahl, die die Höhe in Hunderten von Fuß über Grund angibt. Zum Beispiel bedeutet 'BKN055' eine gebrochene Wolkenschicht in 5.500 Fuß über Grund, während 'VV002' eine vertikale Sichtweite von 200 Fuß über Grund aufgrund von Verdeckung anzeigt.
Die Wolkenuntergrenze bestimmt die Bedingungen für Sichtflugregeln (VFR), Instrumentenflugregeln (IFR) und weitere betriebliche Schwellenwerte. Niedrige Untergrenzen können erfordern, dass Piloten von VFR auf IFR wechseln, beeinflussen Anflug- und Landeminima und wirken sich auf Entscheidungen wie die Auswahl von Ausweichflughäfen oder Flughafenschließungen aus. Eine zeitnahe und genaue Meldung gewährleistet sichere und effiziente Flugabläufe.
Eine präzise Meldung der Wolkenuntergrenze verbessert die Flugsicherheit, die betriebliche Effizienz und die Einhaltung von Vorschriften. Erfahren Sie, wie unsere Lösungen Meteorologen, Piloten und Fluglotsen mit Echtzeit-Wetterdaten unterstützen.
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