Pistenverletzung
Eine Pistenverletzung ist jede unbefugte Anwesenheit eines Luftfahrzeugs, Fahrzeugs oder einer Person auf einer Flughafenpiste oder ihrem geschützten Sicherheit...
Ein Pistenabkommen tritt auf, wenn ein Flugzeug während des Starts oder der Landung die Piste verlässt – entweder durch Überrollen oder seitliches Abkommen – und stellt ein zentrales Thema der Luftfahrtsicherheit dar.
Ein Pistenabkommen ist ein Ereignis, bei dem ein Flugzeug während des Starts oder der Landung die befestigte Pistenfläche verlässt, entweder über das Pistenende hinaus oder seitlich von der Piste abkommt, während die Räder noch Bodenkontakt haben. Dieses kritische Sicherheitsereignis ist in ICAO Doc 9870 definiert und wird von internationalen Behörden wie der FAA übernommen. Ein Abkommen unterscheidet sich von einer Pistenverletzung, da es das Verlassen der Piste während des Rollvorgangs und nicht den unbefugten Zutritt zu einer aktiven Piste bezeichnet.
Pistenabkommen werden unterteilt in:
Die formale Definition ist wesentlich für eine einheitliche Unfallberichterstattung, Datenanalyse und behördliche Überwachung und hilft der Branche, Trends zu erkennen und Ursachen zu beheben.
Pistenabkommen sind das häufigste Sicherheitsereignis im kommerziellen Luftverkehr. Laut dem ICAO Global Aviation Safety Report 2023 und der Flight Safety Foundation machen sie etwa 22 % aller Luftfahrtunfälle aus. Anders als bei anderen Pistenereignissen führen Abkommen häufig zu erheblichen Flugzeugschäden, Betriebsunterbrechungen und in schweren Fällen zu Todesopfern.
Die Folgen sind vielfältig:
Aufgrund dieser Auswirkungen haben ICAO und FAA spezielle Aktionspläne und Sicherheitsprogramme zur Bekämpfung des Risikos von Pistenabkommen entwickelt und verlangen von Flughäfen und Betreibern, Gegenmaßnahmen in ihre Safety Management Systems (SMS) zu integrieren.
Überlauf:
Tritt auf, wenn das Flugzeug das Pistenende überquert. Häufige Ursachen sind zu hohe Geschwindigkeit, spätes Aufsetzen oder verunreinigte Pisten.
Seitliches Abkommen:
Bezeichnet das seitliche Verlassen der Piste. Ursachen sind Seitenwind, Kontrollverlust oder technische Defekte.
| Typ | Beschreibung | Typische Ursachen | Beispielszenario |
|---|---|---|---|
| Überlauf | Flugzeug verlässt das Pistenende | Spätes Aufsetzen, nasse/eisige Piste, Bremsversagen | Jet landet zu weit auf nasser Piste, läuft in EMAS-Bett aus |
| Seitliches Abkommen | Flugzeug verlässt seitlich die Piste | Seitenwind, geplatzter Reifen, Kontrollverlust | Flugzeug gerät beim Start bei starkem Seitenwind seitlich ab |
Pistenabkommen resultieren häufig aus einer Kombination von betrieblichen, technischen, umweltbedingten und menschlichen Faktoren. Wichtige Ursachen sind:
Diese Faktoren wirken oft zusammen und erhöhen das Risiko erheblich.
Laut Daten der Flight Safety Foundation (1995–2008, Flugzeuge >5.700 kg):
Verbesserungen in Ausbildung und Technik haben die Unfallzahlen gesenkt, dennoch bleiben Pistenabkommen ein anhaltendes Risiko, insbesondere an Flughäfen mit veralteter Infrastruktur oder hohem Verkehrsaufkommen.
Verfahren:
Infrastruktur:
Regulatorisch:
Die Einhaltung ist für kommerzielle Flugbetriebe verpflichtend und für die Allgemeine Luftfahrt dringend empfohlen.
Landeüberlauf:
Ein Airbus A320 setzt bei Rückenwind zu spät auf einer nassen Piste auf, leitet keinen Durchstart ein und läuft in das EMAS-Bett aus, wodurch ein schwererer Unfall verhindert wird.
Seitliches Abkommen beim Start:
Ein Businessjet erleidet während des Starts einen geplatzten Reifen, verliert die Richtungsstabilität und gerät ins weiche Erdreich neben der Piste, wobei das Flugzeug beschädigt wird, aber keine Verletzten entstehen.
EMAS-Abbremsung:
Ein Gulfstream überrollt eine kurze Piste in Teterboro, wird aber sicher durch das EMAS gestoppt und kollidiert nicht mit Hindernissen im Randbereich.
Pistenabkommen bleiben eine der größten Bedrohungen für die Luftfahrtsicherheit, aber durch rigorose Verfahren, moderne Infrastruktur und regulatorische Compliance lassen sich Häufigkeit und Schwere deutlich reduzieren.
Ein Pistenabkommen ist ein Vorfall, bei dem ein Flugzeug während des Starts oder der Landung die Pistenfläche verlässt, entweder durch Überrollen des Endes (Überlauf) oder seitliches Abkommen (Seitliches Abkommen), während die Räder noch Bodenkontakt haben. Es umfasst keine Starts in der Luft oder Pistenverletzungen durch andere Fahrzeuge oder Flugzeuge.
Pistenabkommen werden durch eine Kombination verschiedener Faktoren verursacht, darunter nasse oder verunreinigte Pisten, zu hohe Anfluggeschwindigkeit, spätes Aufsetzen, technische Ausfälle, Seitenwind, Pilotenfehler sowie unzureichende Pistenlänge oder Sicherheitsbereiche.
Präventionsstrategien umfassen die strikte Einhaltung der Standardarbeitsverfahren, umfassende Pilotenschulungen, genaue Berichterstattung über Pistenbedingungen, Installation von Runway End Safety Areas (RESA) oder Engineered Material Arresting Systems (EMAS) und Einhaltung regulatorischer Standards von ICAO und FAA.
Ein Pistenabkommen bedeutet, dass ein Flugzeug während des Starts oder der Landung die Pistenfläche verlässt. Eine Pistenverletzung liegt vor, wenn sich ein Flugzeug, Fahrzeug oder eine Person unbefugt auf der Piste befindet und dadurch das Kollisionsrisiko erhöht wird.
Pistenabkommen können zu Flugzeugschäden, Reparaturen an der Flughafeninfrastruktur, Flugverspätungen oder -umleitungen, rechtlicher Haftung und erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen; die weltweiten Kosten werden auf über 900 Millionen Dollar jährlich geschätzt.
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