Touchdown Zone (TDZ)
Die Touchdown Zone (TDZ) ist ein entscheidender Bereich auf einer Landebahn, auf dem Flugzeuge landen sollen, in der Regel die ersten 3.000 Fuß ab Landebahnschw...
TDZL sind hochintensive, weiße Bodenlichter, die die Aufsetzzonen der Landebahn markieren – unerlässlich für sichere und präzise Landungen bei schlechter Sicht und nachts.
Touchdown Zone Lights (TDZL) sind ein Eckpfeiler moderner Landebahnbeleuchtung und bieten Piloten während der kritischsten Flugphase – der Landung – essenzielle visuelle Führung. Ihr Design, ihre Anordnung und technische Spezifikationen sind präzise geregelt, um Einheitlichkeit und Betriebssicherheit an Flughäfen weltweit zu gewährleisten.
Touchdown Zone Lights sind Reihen hochintensiver, dauerleuchtender weißer Lichter, die symmetrisch in der Aufsetzzone von Landebahnen mit Präzisionsinstrumentenanflug installiert sind. Sie beginnen 100 Fuß (30 Meter) hinter der Landebahnschwelle und erstrecken sich bis zu 3.000 Fuß (900 Meter) oder bis zur Landebahnmitte, je nachdem, was kürzer ist. TDZLs bestehen aus zwei parallelen Reihen auf beiden Seiten der Mittellinie.
TDZLs sind von Luftfahrtbehörden wie FAA und ICAO für Landebahnen mit Kategorie II- und III-Instrumentenlandesystemen (ILS) vorgeschrieben oder empfohlen und ermöglichen sichere Landungen bei schlechter Sicht und nachts.
Bild: Schematische Darstellung einer typischen TDZL-Anordnung mit parallelen Reihen, beginnend 100 Fuß hinter der Schwelle und bis zu 3.000 Fuß verlaufend.
TDZLs bieten eindeutige visuelle Hinweise für Piloten, um die optimale Aufsetzzone zu identifizieren – besonders, wenn die Markierungen der Landebahn durch Dunkelheit, Niederschlag, Nebel oder andere Sichtbehinderungen verdeckt sind. Sie unterstützen die Betriebssicherheit direkt durch:
TDZLs sind so konzipiert, dass sie nahtlos mit Mittellinienlichtern (RCL), Landebahnrandlichtern (REL) und Anfluglichtsystemen (ALS) zusammenarbeiten und so eine kontinuierliche und logische Abfolge visueller Informationen für Piloten schaffen. Diese Integration ist bei schlechten Sichtverhältnissen entscheidend, wenn das erste äußere Anzeichen am Minimum oft die TDZLs sind.
TDZLs sind für CAT II/III-Landebahnen sowohl von der FAA (siehe AC 150/5340-30) als auch von der ICAO (Anhang 14) vorgeschrieben. Ihre Anwesenheit ist Voraussetzung für den Betrieb bei schlechter Sicht und sie müssen nach strengen Vorgaben hinsichtlich Intensität, Platzierung und Redundanz gewartet werden.
| Spezifikation | Wert/Anforderung |
|---|---|
| Startpunkt | 100 ft (30 m) hinter Landebahnschwelle |
| Endpunkt | 3.000 ft (900 m) oder Landebahnmitte |
| Reihenanordnung | 2 parallele Reihen, jeweils 9 m (30 ft) von der Mittellinie |
| Lichtbalken-Abstand | 100 ft (30 m) entlang der Landebahnachse |
| Lichtfarbe | Dauerleuchtend weiß |
| Lampenintensität | 10.000–20.000 Candela (einstellbar) |
| Gehäusekonstruktion | Tragfähig, versenkt, abgedichtet, hochfestes Glas |
| Steuerungssystem | Manuell, ATC, automatisch oder pilotengesteuert |
TDZLs spielen eine entscheidende Rolle für das Situationsbewusstsein und die Landetechnik von Piloten, besonders bei herausfordernden Bedingungen.
„Erwarten Sie Landebahn 16L mit TDZLs und Mittellinienbeleuchtung. Minimums für CAT II. Aufsetzzone beginnt 100 Fuß hinter der Schwelle, endet bei 3.000 Fuß. Wenn Sie bis zum Ende der Lichter nicht unten sind, starten Sie durch.“
| Szenario | TDZL-Visuals | Pilotenaktion |
|---|---|---|
| Nacht, Anflug bei schlechter Sicht | Helle, parallele Reihen sichtbar | Innerhalb des beleuchteten Bereichs landen |
| Tag, ohne Beleuchtung | Nur Markierungen sichtbar | Markierte Aufsetzzone als Referenz nutzen |
| TDZL-Ausfall (NOTAM aktiv) | Keine Lichter in der Aufsetzzone | Erhöhte Aufmerksamkeit, andere Hinweise nutzen |
| Aufsetzen hinter dem TDZL-Bereich | TDZLs hinter dem Flugzeug | Durchstart erwägen, Bremsweg beurteilen |
| Systemname | Position | Farbe | Funktion | Einsatzbereich |
|---|---|---|---|---|
| Touchdown Zone Lights (TDZL) | 100–3.000 ft hinter Schwelle | Weiß | Markiert die Aufsetzzone | Präzisions-/LVO-Anflüge |
| Landebahnrandlichter (REL) | Entlang der Landebahnränder | Weiß/Gelb | Markieren seitliche Begrenzungen | Alle Nacht-/Sichtminderungsbetriebe |
| Mittellinienlichter | Entlang der Landebahnmittellinie | Weiß/Rot | Ausrichtung, Reststreckenanzeige | Präzisions-/LVO-Anflüge |
| Anfluglichtsystem (ALS) | Anflugweg, vor der Schwelle | Weiß/Rot | Ausrichtungs-/Sinkflugführung | Instrumentenanflugbahnen |
| PAPI / VASI | Neben der Landebahn, Anflugseite | Rot/Weiß | Gleitweg-Anzeige | Sichtanflüge |
| Schwellenkennungslichter | An den Seiten der Landebahnschwelle | Weiß (blinkend) | Schwellenidentifikation | Schwellenmarkierung |
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TDZL werden auf Präzisionslandebahnen mit Instrumentenanflug installiert, typischerweise auf solchen, die CAT II/III ILS-Betrieb an großen Flughäfen unterstützen. Sie beginnen 100 Fuß hinter der Schwelle und erstrecken sich bis zu 3.000 Fuß, angeordnet in zwei parallelen Reihen auf beiden Seiten der Landebahnmittellinie.
TDZLs bieten Piloten entscheidende visuelle Anhaltspunkte während Landungen bei schlechter Sicht oder nachts. Sie markieren klar den Beginn und das Ende der optimalen Aufsetzzone, verringern das Risiko von langen Landungen oder Landebahnüberschreitungen und sind für CAT II/III ILS-Anflüge vorgeschrieben.
TDZLs erfordern regelmäßige Inspektion, Reinigung und photometrische Prüfungen, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Ausfälle müssen per NOTAM gemeldet werden; Anflüge können eingeschränkt oder Mindestwerte erhöht werden, wenn TDZLs außer Betrieb sind. Die Wartung umfasst die Sicherstellung der korrekten Intensität, Ausrichtung und Unversehrtheit der Leuchten.
TDZLs markieren speziell die Aufsetzzone, während Systeme wie Landebahnrandlichter die seitlichen Begrenzungen definieren, Mittellinienlichter für die Ausrichtung sorgen und Anfluglichter bei der Sinkflugführung helfen. Jedes System hat eine eigene Funktion, arbeitet jedoch zusammen für sichere Landungen, besonders unter schwierigen Bedingungen.
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