Anflug – Flugweg von Flugzeugen bei der Landungsvorbereitung (Luftfahrtbetrieb)
In der Luftfahrt bezeichnet der Anflug die definierte Abfolge von Flugoperationen und den vorgeschriebenen Flugweg, denen ein Flugzeug bei der Vorbereitung zur ...
Sinkflug in der Luftfahrt ist die kontrollierte Abwärtsflugphase und entscheidend für Landung, Anflug und Sicherheit. Entdecken Sie wichtige Begriffe, Verfahren und praxisnahe Beispiele.
Sinkflug in der Luftfahrt beschreibt die bewusste, kontrollierte Abwärtsbewegung eines Flugzeugs von einer höheren zu einer niedrigeren Flughöhe. Dieses Manöver ist in jedem Flug von zentraler Bedeutung – es wird für den Anflug, die Landung, die Hindernisvermeidung, den Luftraumwechsel und zur Einhaltung von Anweisungen der Flugsicherung (ATC) durchgeführt. Ein effektives Management des Sinkflugs gewährleistet Sicherheit, operative Effizienz, Passagierkomfort und die Einhaltung von Vorschriften. Dieses Glossar bietet umfassende Definitionen, Erklärungen und praxisnahe Beispiele zu wichtigen Begriffen und Verfahren rund um den Sinkflug in der Luftfahrt. Es ist eine wertvolle technische Referenz für Piloten, Flugschüler und Luftfahrtprofis.
Definition:
Der Anflug ist die Flugphase, in der ein Flugzeug vom Reiseflug oder initialen Sinkflug in die Ausrichtung zur Landebahn übergeht und einem vorgegebenen Sinkflugprofil folgt. Er unterteilt sich in Segmente: initial, intermediate, final und missed approach. Jedes Segment hat je nach Verfahrenstyp (VFR, IFR, Präzisions- oder Nicht-Präzisionsanflug) eine eigene Funktion.
Betriebliche Anwendung:
Piloten steuern Sinkwinkel, Geschwindigkeit und Konfiguration (Klappen, Fahrwerk, Spoiler) und behalten Gelände, Hindernisse und Verkehr im Blick. Instrumentenanflüge nutzen Navigationshilfen wie ILS, VOR oder GPS zur Definition der Sinkflugbahn. Ein stabilisierter Anflug ist entscheidend für Sicherheit und rechtzeitige Durchstartmanöver.
Beispiel:
Eine Boeing 737 fängt den ILS-Gleitweg bei 2.500 Fuß GND ab, wählt Klappenstellung 15, fährt das Fahrwerk aus und reduziert die Geschwindigkeit auf 145 Knoten, wobei ein Sinkwinkel von 3° eingehalten wird.
Definition:
Die Fluglage ist die Ausrichtung des Flugzeugs relativ zum Horizont – Nickwinkel (Nase hoch/tief), Rollwinkel (links/rechts) und Gierwinkel (Nase links/rechts). Der künstliche Horizont zeigt dies im Cockpit an.
Anwendung im Sinkflug:
Im motorisierten Sinkflug steuert der Nickwinkel die Sinkrate, die Leistung die Geschwindigkeit. Im Gleitflug bestimmt der Nickwinkel die Geschwindigkeit und den Gleitwinkel. Die richtige Fluglage verhindert Strömungsabrisse oder unsichere Sinkraten.
Beispiel:
Eine Cessna 172 senkt die Nase für den Sinkflug, passt Nickwinkel und Leistung an, um eine stabile Geschwindigkeit zu halten.
Definition:
Die beste Gleitgeschwindigkeit (Vg) ist die Geschwindigkeit für die größte Distanz pro verlorener Höhe im Triebwerksausfall, abhängig von Flugzeugtyp und Gewicht. Sie ist entscheidend bei Notlandungen.
Anwendung:
Piloten stellen im Triebwerksausfall umgehend Vg ein, um die Überlebenschancen zu maximieren.
Beispiel:
Eine Piper Archer (PA-28-181) hat einen Triebwerksausfall in 4.000 Fuß GND. Der Pilot geht auf 76 Knoten (Vg) und steuert den nächstgelegenen Flugplatz an.
Definition:
Die Vergaservorwärmung ist ein System zur Vermeidung von Vereisung im Vergaser, häufig bei leistungsschwachen Sinkflügen unter kühlen, feuchten Bedingungen.
Anwendung im Sinkflug:
Piloten schalten vor der Leistungsreduzierung für den Sinkflug die Vergaservorwärmung ein, insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen -7°C und 21°C.
Beispiel:
Beim Sinkflug durch Wolken bei 15°C schaltet der Cessna-152-Pilot die Vergaservorwärmung voll ein, bevor er die Leistung reduziert.
Definition:
Steigflug ist die kontrollierte Aufwärtsbewegung, Sinkflug die kontrollierte Abwärtsbewegung. Beide erfordern koordinierte Anpassungen von Leistung, Nickwinkel und Konfiguration.
Beispiel:
Nach dem Reiseflug erhält ein Pilot die Freigabe zum Sinkflug auf 4.000 Fuß, reduziert die Leistung, senkt die Nase und konfiguriert für den Sinkflug.
Definition:
Ein Reiseflug-Sinkflug ist ein gleichmäßiger, moderater Sinkflug während der Reiseflugphase, bei höheren Geschwindigkeiten und besserer Kraftstoffeffizienz als beim Anflug-Sinkflug.
Anwendung:
Wird genutzt, um vom Reiseflug auf eine niedrigere Höhe überzugehen, ohne größere Konfigurationsänderungen.
Beispiel:
Am Top of Descent reduziert ein Pilot den Schub und sinkt mit 1.500 ft/min bei Mach 0.78 von 36.000 Fuß in Reiseflugkonfiguration.
Definition:
Sinkflug ist die kontrollierte Reduzierung der Flughöhe, gesteuert durch Nickwinkel, Leistung und Konfiguration. Sinkflüge unterscheiden sich je nach Zweck (Reiseflug, Anflug, Notfall), Leistungseinstellung und Rate.
Beispiel:
Ein Airbus A320 reduziert den Schub, senkt die Nase und überwacht die Sinkrate nach der ATC-Freigabe.
Definition:
Der Sinkwinkel ist der Winkel zwischen der Flugbahn und der Horizontalen während des Sinkflugs. Typische Präzisionsanflüge erfolgen unter einem Winkel von 3°.
Beispiel:
Beim Standard-ILS folgt das Flugzeug einem 3°-Gleitweg und sinkt mit 700 ft/min bei 140 Knoten Geschwindigkeit über Grund.
Definition:
Der Sinkflug-Anflug ist das Segment, das vom Reiseflug-Sinkflug in den Endanflug übergeht – mit Geschwindigkeitsreduktion, Klappenausfahren, Fahrwerk unten und Checklisten.
Beispiel:
In 3.000 Fuß GND, 15 Meilen vor dem Platz, verlangsamt ein Pilot das Flugzeug, fährt Klappen aus und bereitet den Endanflug vor.
Definition:
Die Sinkflug-Landung ist das letzte Segment, inklusive Flare, bei dem die Sinkrate vor dem Aufsetzen abgefangen wird.
Beispiel:
Im Gleitweg leitet der Pilot bei 20 Fuß GND das Abfangen ein und reduziert die Sinkrate für eine weiche Landung.
Definition:
Die Sinkflugplanung berechnet, wann und wie vom Reiseflug gesunken werden muss, unter Berücksichtigung von Geschwindigkeit über Grund, Wind, erforderlicher Sinkrate und Überflugrestriktionen.
Beispiel:
Ein Pilot auf 30.000 Fuß, der 3.000 Fuß in 10 Meilen erreichen muss, nutzt die „3:1-Regel“ und beginnt 81 Meilen vorher den Sinkflug.
Definition:
Das Sinkprofil ist die geplante Abfolge von Höhe, Entfernung, Geschwindigkeit und Konfigurationsänderungen während des Sinkflugs, meist im Flugmanagementsystem angezeigt.
Beispiel:
Eine STAR fordert 10.000 Fuß bei 250 Knoten an einem Wegpunkt, mit weiteren Stepdowns bis zum Final Approach Fix.
Definition:
Die Sinkflug-Geschwindigkeit ist die im Sinkflug gehaltene Fluggeschwindigkeit, festgelegt durch Flugzeugtyp, Konfiguration und betriebliche Vorgaben.
Beispiel:
Eine Boeing 777 sinkt mit 280 Knoten über 10.000 Fuß und mit 240 Knoten darunter.
Definition:
Eine Sinkkurve verbindet eine Kursänderung mit einem Höhenverlust und erfordert koordinierte Quer-, Seiten- und Höhenrudereingaben.
Beispiel:
Im Sinkflug von 2.000 auf 1.500 Fuß leitet ein Pilot eine 30°-Kurve auf den Queranflug ein.
Definition:
Luftwiderstand wirkt der Flugzeugbewegung entgegen. Im Sinkflug hilft erhöhter Widerstand (Klappen, Fahrwerk, Speedbrakes), Geschwindigkeit und Sinkwinkel zu steuern.
Beispiel:
Im Anflug fährt ein Pilot Fahrwerk und Klappen aus, um den Sinkflug zu steilern und die Geschwindigkeit zu verringern.
Definition:
Ein Sinkflug im Reiseflug ist eine geplante Höhenverringerung aus dem Reiseflug, meist mit höherer Geschwindigkeit und minimalen Konfigurationsänderungen, ausgelöst durch ATC.
Beispiel:
ATC weist den Sinkflug von FL350 auf FL210 an; die Crew reduziert den Schub, senkt die Nase und sinkt mit Mach 0,78.
Definition:
Im Sinkflug herrscht Gleichgewicht, wenn Auftrieb, Gewicht, Schub und Widerstand ausbalanciert sind und ein gleichmäßiger, kontrollierter Sinkflug erfolgt.
Beispiel:
Im stabilen Gleitflug zieht die Schwerkraft das Flugzeug nach vorne, der Luftwiderstand wirkt entgegen, der Auftrieb trägt einen Teil des Gewichts.
Definition:
Der Endanflug ist das letzte Anflugsegment, in dem das Flugzeug mit der Landebahn ausgerichtet ist und einem konstanten Sinkflug folgt.
Beispiel:
Eine CRJ200 fängt Localizer und Gleitweg bei 1.800 Fuß GND ab und sinkt auf einem 3°-Pfad bis zum Aufsetzen.
Definition:
Klappen sind bewegliche Flächen an der Hinterkante der Tragfläche, die Auftrieb und Widerstand erhöhen, um niedrigere Anfluggeschwindigkeiten und steilere Sinkwinkel zu ermöglichen.
Beispiel:
Eine Cessna 182 fährt Klappen auf 20° für einen sicheren, kontrollierten Sinkflug zur Landung aus.
Definition:
Der Flugweg ist die Flugbahn des Flugzeugs durch die Luft, die so gesteuert wird, dass der Sinkflug sicher und die Ausrichtung zur Landebahn gewährleistet ist.
Beispiel:
Im Präzisionsanflug bleibt das Flugzeug innerhalb eines Punktes auf Gleitweg und Localizer.
Definition:
Klappenstellungen sind die gewählten Grade der Klappenauslenkung und beeinflussen Auftrieb, Widerstand und Überziehgeschwindigkeit in jeder Sinkflugphase.
Beispiel:
Eine Boeing 737 nutzt Klappen 5 für den Anfangsanflug, Klappen 15 im Endanflug und Klappen 30 zur Landung.
Definition:
Ein Gleitflug ist ein triebwerksloser Sinkflug, der sich auf Schwerkraft und Aerodynamik stützt. Gleitwinkel und Reichweite hängen vom L/D-Verhältnis und der Geschwindigkeit ab.
Beispiel:
Eine DA40 gleitet mit 68 Knoten ab 3.500 Fuß GND und erreicht so 5,5 NM Reichweite.
Definition:
Der Gleitweg ist die vertikale Führungskomponente des ILS, meist auf 3° eingestellt und führt zur Aufsetzzone der Landebahn.
Beispiel:
Eine E190 folgt im Endanflug dem ILS-Gleitweg und hält einen konstanten Sinkflug bis zur Entscheidungshöhe.
Der Sinkflug ist eine kritische Flugphase und erfordert ein geschicktes Management von Flugzeugleistung, Konfiguration und Situationsbewusstsein. Das Beherrschen des Sinkflugs erhöht Sicherheit, Effizienz und Komfort auf jedem Flug. Die oben genannten Begriffe und Konzepte bilden die Grundlage für das Verstehen, Lehren und Durchführen kontrollierter Sinkflüge in der Luftfahrt.
Für vertiefende Informationen konsultieren Sie das Flughandbuch (POH) Ihres Flugzeugs, nehmen Sie an regelmäßigen Trainings teil und üben Sie Sinkflugverfahren im zertifizierten Flugsimulator oder mit einem qualifizierten Fluglehrer.
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Sinkflug ist die kontrollierte Verringerung der Flughöhe eines Flugzeugs, gesteuert durch Anpassungen von Nickwinkel, Leistung und Konfiguration. Er ist essenziell für Anflug, Landung und operative Flexibilität. Sinkflüge müssen sorgfältig geplant und durchgeführt werden, um Sicherheit, Vorschriften und Passagierkomfort zu gewährleisten.
Piloten nutzen Sinkflugformeln, Flugmanagementsysteme oder elektronische Flugtaschen, um den Top of Descent zu berechnen. Sie berücksichtigen Faktoren wie abzubauende Höhe, Geschwindigkeit über Grund, Wind und erforderliche Sinkraten, um rechtzeitig die Zielhöhe zu erreichen und ATC- sowie Geländevorgaben einzuhalten.
Ein stabilisierter Anflug bedeutet, dass das Flugzeug auf dem richtigen Kurs, mit passender Geschwindigkeit, Sinkrate und Konfiguration für die Landung zu einem definierten Zeitpunkt (typischerweise 1.000 Fuß GND bei Instrumentenanflügen) ist. Dies minimiert das Risiko von Durchstartmanövern und erhöht die Sicherheit.
Die beste Gleitgeschwindigkeit (Vg) ermöglicht die größtmögliche Distanz pro verlorener Höhe im Triebwerksausfall. Das Einhalten dieser Geschwindigkeit bei Triebwerksausfall maximiert die Reichweite zu einem sicheren Landeplatz.
Der Luftwiderstand verlangsamt das Flugzeug und kann gezielt durch Klappen, Fahrwerk oder Speedbrakes erhöht werden, um den Sinkflug zu steilern oder die Geschwindigkeit zu verringern. Das Management des Luftwiderstands ist besonders im Anflug entscheidend für sichere Geschwindigkeiten und Sinkwinkel.
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