Markierung
Flughafenmarkierungen sind standardisierte visuelle Muster, die auf Oberflächen wie Start- und Landebahnen sowie Rollwegen aufgebracht werden und für die sicher...
Ein Markierungsfunkfeuer sendet ein vertikales Signal bei 75 MHz und gibt Piloten Positionshinweise während Instrumentenanflügen – entscheidend für ILS-Genauigkeit und Sicherheit.
Ein Markierungsfunkfeuer ist ein bodengebundener Funksender, der ein stark fokussiertes, vertikales Signal bei 75 MHz ausstrahlt und hauptsächlich in der Luftfahrt als Teil des Instrumentenlandesystems (ILS) eingesetzt wird. Markierungsfunkfeuer liefern Piloten beim Überflug eines bestimmten geografischen Punktes im Instrumentenanflug – insbesondere dem Final Approach Fix (FAF) oder der Entscheidungshöhe (DH) – ein eindeutiges, positives Signal. Beim Überflug lösen der Bordempfänger sowohl eine Cockpitleuchte als auch einen akustischen Ton aus und geben dem Piloten wichtige Positionsinformationen, vor allem bei schlechter Sicht.
Markierungsfunkfeuer sind weltweit durch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und nationale Behörden wie die FAA standardisiert. Sie werden durch einzigartige Töne, Morsecode-Muster und farbige Cockpit-Leuchten erkannt. Während moderne Navigationssysteme wie DME und GPS zunehmend die Markierungsfunkfeuer ersetzen, bleiben diese bodengebundenen Systeme an vielen Flughäfen wichtig und bieten Redundanz sowie eine zuverlässige Reserve.
Markierungsfunkfeuer stammen aus den frühen Jahren des Instrumentenflugs in den 1930er und 1940er Jahren. Bevor es ausgefeilte elektronische Navigation gab, nutzten Piloten feste Funkfeuer als Meldepunkte entlang von Luftstraßen, sogenannte „Fan Marker“. Mit der Einführung des ILS in den 1940er und 1950er Jahren wurden Markierungsfunkfeuer an wichtigen Punkten des Anflugweges – insbesondere Outer Marker (OM) und Middle Marker (MM), gelegentlich auch Inner Marker (IM) – Standard.
Mit dem technologischen Fortschritt – insbesondere durch VOR, DME und satellitengestütztes GPS – ging die Nutzung von Markierungsfunkfeuern auf der Strecke zurück. Heute sind Markierungsfunkfeuer fast ausschließlich mit ILS-Anflügen verbunden und dienen als feste Positionshinweise bei Präzisionsanflügen.
Alle Markierungsfunkfeuer arbeiten auf einer standardisierten Frequenz von 75 MHz im VHF-Band. Diese Einheitlichkeit sichert die weltweite Kompatibilität. Markierungsfunkfeuer verwenden Amplitudenmodulation (AM), wobei jeder Typ eine spezifische Audio-Modulationsfrequenz hat:
Jedes Funkfeuer sendet ein charakteristisches Morsecode-Audiomuster, das im Cockpit hörbar ist und eine farbige Leuchte auf dem Instrumentenpanel auslöst.
| Markierungstyp | Audiofrequenz | Morsecode-Muster | Cockpitleuchten-Farbe |
|---|---|---|---|
| Outer Marker | 400 Hz | Zwei lange Striche („— —“) | Blau |
| Middle Marker | 1300 Hz | Wechselnd Punkt-Strich („· — · —“) | Bernstein |
| Inner Marker | 3000 Hz | Stetige Punkte („·······“) | Weiß |
| Backcourse | 3000 Hz | Einzigartig laut ICAO Annex 10 | Weiß/Violett |
Die Sendeleistung ist gering (1–5 Watt) und die Antenne so konstruiert, dass sie ein vertikales „Fächer“-Signal erzeugt, das nur einen schmalen Bereich direkt über dem Funkfeuer abdeckt – so erreichen nur Flugzeuge auf dem korrekten Anflugweg das Signal.
Der Outer Marker befindet sich üblicherweise 4 bis 7 nautische Meilen vor der Schwelle der Landebahn, direkt auf der verlängerten Mittellinie. Er markiert den Final Approach Fix für Präzisionsanflüge und zeigt an, wo das Flugzeug den ILS-Gleitpfad aufnehmen sollte. Beim Überflug leuchtet die blaue Cockpitlampe auf und ein 400 Hz-Morsecode-Strich ist zu hören.
Der Middle Marker ist 0,5 bis 0,8 NM vor der Landebahnschwelle, ausgerichtet auf den Localizer, platziert. Er markiert die ungefähre Entscheidungshöhe (DH) für ILS-Anflüge der Kategorie I. Beim Überflug leuchtet die bernsteinfarbene Cockpitlampe auf und ein 1300 Hz Punkt-Strich-Ton ist zu hören.
Der Inner Marker befindet sich nur an Flughäfen, die Anflüge der Kategorie II oder III unterstützen, etwa 75–450 Meter vor der Landebahnschwelle. Er kennzeichnet die endgültige Entscheidungshöhe für Landungen bei geringer Sicht. Beim Überflug leuchtet die weiße Cockpitlampe auf und ein schneller 3000 Hz Punkt-Ton ist zu hören.
Der Backcourse Marker wird für Backcourse-ILS-Anflüge (entgegengesetzte Richtung zum Standard-ILS) verwendet. Er markiert den Final Approach Fix für das Backcourse-Verfahren und nutzt einen 3000 Hz-Ton mit weißem oder violettem Indikator. BCMs sind heute selten.
Markierungsempfänger im Cockpit lösen eine spezielle Leuchte und ein akustisches Signal aus, wenn das Flugzeug direkt über das Funkfeuer fliegt. Das Cockpitpanel zeigt typischerweise drei Markierungsleuchten – blau (OM), bernstein (MM) und weiß (IM/BCM). Piloten können den Signalton bei Bedarf aktivieren oder deaktivieren. Das Signal wird nur für wenige Sekunden empfangen, während sich das Flugzeug im schmalen Empfangsbereich befindet.
Die Antennen von Markierungsfunkfeuern sind so konstruiert, dass sie ein stark gerichtetes, vertikales Signal senden und am Boden eine elliptische Abdeckung (ca. 730 x 1.280 Meter) erzeugen. Die vertikale Ausrichtung stellt sicher, dass nur Flugzeuge auf der richtigen Höhe und im Anflug die Anzeige erhalten – Fehlalarme werden so verhindert.
Markierungsfunkfeuer sind als feste Bezugspunkte in ILS-Anflügen integriert:
ILS-Anflugkarten zeigen Markierungsfunkfeuer als beschriftete Rechtecke („OM“, „MM“, „IM“) entlang des Anflugweges, oft mit Morsecode- und Frequenzangaben.
Ursprünglich dienten „Fan Marker“-Funkfeuer als Meldepunkte auf Luftstraßen, sodass Piloten ihre Position nach Instrumentenflugregeln an die Flugsicherung melden konnten. Mit der Einführung von VOR, DME und GPS sind Markierungsfunkfeuer auf Strecken heute überholt.
Einige Markierungsfunkfeuer, besonders in Nordamerika, sind mit schwachen NDBs, sogenannten Compass Locators (LOM, LMM, LIM), kombiniert. Diese ermöglichen es Piloten, mit dem ADF zum Funkfeuer zu navigieren und bieten zusätzliche Redundanz. Sie werden zusammen mit den Markierungsfunkfeuern zunehmend ausgemustert.
Luftfahrtkarten zeigen Markierungsfunkfeuer als Rechtecke mit den Bezeichnungen OM, MM oder IM sowie Morsecode und Frequenz. Die Informationen sind in den Luftfahrt-Informationspublikationen (AIP) veröffentlicht und werden in digitalen Formaten wie AIXM codiert.
| Name des Funkfeuers | Position | Frequenz | Morse-Kennung | Modulation | Bediente Bahn |
|---|---|---|---|---|---|
| OM 27R | 5 NM vor THR 27R | 75 MHz | – – | 400 Hz | 27R |
| MM 27R | 0,7 NM vor THR | 75 MHz | · – · – | 1300 Hz | 27R |
| IM 27R | 200 m vor THR | 75 MHz | ······· | 3000 Hz | 27R |
Markierungsfunkfeuer werden zunehmend ersetzt durch:
Dennoch bleiben Markierungsfunkfeuer an vielen Flughäfen als Backup oder in Regionen ohne fortschrittliche Navigation in Betrieb.
Ein Markierungsfunkfeuer ist eine einfache, zuverlässige und standardisierte bodengebundene Navigationshilfe, die Piloten während Instrumentenanflügen entscheidende, feste Positionshinweise liefert. Trotz rückläufiger Nutzung bleibt es ein wichtiger Bestandteil älterer Präzisionsanflugsysteme und ist aufgrund seiner Klarheit und Redundanz in sicherheitskritischen Umgebungen geschätzt.
Weiterführende Literatur:
Glossar-Querverweise:
Instrumentenlandesystem (ILS)
| Distance Measuring Equipment (DME)
| Ungesteuertes Funkfeuer (NDB)
| Anflugbefeuerungssystem
lighting-system)
Ein Markierungsfunkfeuer ist ein bodengebundener Funksender, der hauptsächlich bei Instrumentenanflügen und insbesondere im Instrumentenlandesystem (ILS) verwendet wird. Es liefert Piloten einen präzisen Positionshinweis, indem es beim Überflug eines vorgegebenen Punktes – wie zum Beispiel dem Final Approach Fix – Cockpit-Leuchten und akustische Signale auslöst. Dies hilft Piloten, die Lage zu erkennen, besonders bei schlechter Sicht.
Es gibt vier Haupttypen: Outer Marker (OM), Middle Marker (MM), Inner Marker (IM) und Backcourse Marker (BCM). Jeder befindet sich an einem bestimmten Punkt entlang des Anflugweges und ist durch eine einzigartige Audiofrequenz sowie eine Cockpit-Leuchtenfarbe gekennzeichnet: OM (blau, 400 Hz), MM (bernstein, 1300 Hz), IM (weiß, 3000 Hz) und BCM (weiß/violett, 3000 Hz).
Sobald das Flugzeug direkt über ein Markierungsfunkfeuer fliegt, wird der bordeigene Empfänger ausgelöst und aktiviert eine spezielle Cockpit-Leuchte sowie einen akustischen Ton (abhängig vom Typ des Funkfeuers). Das Signal ist sehr gerichtet, daher erhalten nur Flugzeuge auf dem richtigen Anflugweg und in der richtigen Höhe die Anzeige.
Moderne Navigationstechnologien wie Distance Measuring Equipment (DME) und satellitengestützte Globale Navigationssatellitensysteme (GNSS/GPS) bieten flexiblere, genauere und kostengünstigere Möglichkeiten, Anflug- und Fehlanflugpunkte zu definieren. Deshalb werden viele Markierungsfunkfeuer außer Betrieb genommen, obwohl sie an einigen Flughäfen als Backup oder in Regionen mit weniger fortschrittlicher Infrastruktur weiterhin genutzt werden.
Historisch gesehen markierten Markierungsfunkfeuer (bekannt als 'Fan Marker') Meldepunkte entlang von Luftstraßen. Durch den Fortschritt in der Navigation (VOR, DME, GPS) ist diese Nutzung heute überholt. Heutzutage werden Markierungsfunkfeuer fast ausschließlich in Terminalbereichen als Bestandteil von Instrumentenanflugverfahren eingesetzt.
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