Markierung
Flughafenmarkierungen sind standardisierte visuelle Muster, die auf Oberflächen wie Start- und Landebahnen sowie Rollwegen aufgebracht werden und für die sicher...
Eine PMR ist eine Bahn mit umfassenden, standardisierten Markierungen, die Präzisionsanflüge unterstützen und maximale Sicherheit sowie Sichtbarkeit für Piloten gewährleisten.
Bahnbemarkungen auf Flughäfen bilden eine wichtige visuelle Sprache der Luftfahrt. Sie verwenden standardisierte Linien, Symbole, Ziffern und Farben, um Piloten und Bodenpersonal betriebliche Informationen zu vermitteln. Diese Markierungen sind streng durch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und nationale Behörden wie die FAA definiert und gewährleisten so weltweit Sicherheit und Konsistenz. Die Markierungen sind für maximale Sichtbarkeit unter allen Bedingungen – Tag, Nacht und bei schlechter Sicht – ausgelegt und leiten Piloten für sichere Ausrichtung, Rollwege und die Einhaltung der Anweisungen der Flugsicherung (ATC).
Eine Präzisionsmarkierungsbahn (PMR) stellt den höchsten Standard dar und ist speziell für Präzisionsanflüge mit Instrumenten ausgelegt, die durch Systeme wie das Instrumentenlandesystem (ILS), das bodengestützte Erweiterungssystem (GBAS) oder ähnliche unterstützt werden. PMR-Markierungen ermöglichen es Piloten, beim entscheidenden Anflug- und Landezeitpunkt vom Instrumenten- auf den Sichtflug überzugehen, insbesondere bei schlechtem Wetter oder geringer Sicht. Ihr umfassender Satz – einschließlich Mittellinie, Schwelle, Zielpunkt, Aufsetzzone und Seitenstreifen – ist sowohl für den Linien-, Fracht-, Militär- als auch den allgemeinen Flugbetrieb unerlässlich.
Dieses Glossar beleuchtet jede Art von PMR-Markierung, deren Funktionen und den regulatorischen Rahmen mit Bezug auf ICAO, FAA und bewährte betriebliche Verfahren.
Eine Präzisionsmarkierungsbahn (PMR) ist eine Bahn, die mit dem vollständigen Satz weißer Markierungen ausgestattet ist, die für Präzisionsanflüge mit Instrumenten vorgeschrieben sind. Diese Bahnen ermöglichen Anflüge von Luftfahrzeugen mit seitlicher und vertikaler Führung (ILS Kat. I/II/III, GLS, LPV). Die Markierungen sind durch ICAO Annex 14 und FAA AC 150/5340-1M vorgeschrieben und umfassen Bahnbeschriftung, Mittellinie, Schwelle, Zielpunkt, Aufsetzzone und Seitenstreifen.
PMR-Markierungen sind für einen sicheren Betrieb, insbesondere bei geringer Sicht, unverzichtbar, da sie Piloten eine präzise Einschätzung von Entfernung, Ausrichtung und Aufsetzpunkten ermöglichen. Sie unterstützen auch ATC-Verfahren sowie die Flughafen-Zertifizierung. PMRs sind Standard an großen internationalen Flughäfen, können aber überall eingesetzt werden, wo Präzisionsanflüge unterstützt werden.
Zusammenfassung der PMR-Markierungselemente:
| Markierungselement | Sichtbahn | Nicht-Präzision | Präzision (PMR) |
|---|---|---|---|
| Bahnbeschriftung | ✓ | ✓ | ✓ |
| Mittellinie | ✓ | ✓ | ✓ |
| Schwellenmarkierungen | (optional) | ✓ | ✓ |
| Zielpunkt | (optional) | ✓ | ✓ |
| Aufsetzzone | ✓ | ||
| Seitenstreifen | ✓ |
Große weiße Ziffern an jedem Bahnschwellenende zeigen den magnetischen Kurs der Mittellinie an, gerundet auf die nächsten 10 Grad und auf zwei Ziffern gekürzt. Parallele Bahnen erhalten zur Unterscheidung ein L (Links), C (Center) oder R (Rechts) (z.B. 09L, 09C, 09R). Die ICAO verlangt mindestens 3 Meter hohe Ziffern, symmetrisch angeordnet. Magnetische Veränderungen können gelegentlich eine Neubeschriftung erfordern. Piloten gleichen die Beschriftungen mit Flugplänen und ATC-Freigaben ab, um Verwechslungen zu vermeiden, insbesondere an Flughäfen mit parallelen Bahnen.
Eine gestrichelte weiße Linie über die gesamte Bahnlänge, wobei jeder Strich typischerweise 30 Meter lang ist und 20 Meter Abstand zum nächsten hat, sorgt für die primäre Ausrichtung beim Start, bei der Landung und beim Ausrollen. Das Muster unterstützt das Tiefensehen und die Abstandseinschätzung, besonders bei schlechter Sicht. Mittellinien werden auf PMRs sorgfältig instand gehalten, um ein Verblassen zu verhindern und präzise Ausrichtung auch bei Seitenwind oder auf breiten Bahnen zu gewährleisten.
Parallele weiße Streifen an der Landeschwelle der Bahn kennzeichnen den Beginn der für die Landung verfügbaren befestigten Fläche. Die Anzahl der Streifen hängt von der Bahnbreite ab (8 bei 30 m, 12 bei 45 m). Diese kontrastreichen Streifen helfen Piloten, die Landefläche optisch zu lokalisieren, speziell bei schlechter Sicht oder nachts, und sind für maximale Fernsicht ausgerichtet.
Eine verschobene Schwelle ist ein Abschnitt am Anflugende, der nicht für die Landung, aber für Start und Rollvorgänge genutzt werden darf. Weiße Pfeile führen zu einem durchgehenden Schwellenbalken, der den Punkt markiert, ab dem Landungen zulässig sind. Verschobene Schwellen berücksichtigen Hindernisse, die Tragfähigkeit des Belags oder Lärmschutz. Piloten müssen Karten und NOTAMs hinsichtlich LDA und TORA beachten, da Landungen vor der Schwelle verboten sind.
Zwei breite weiße Rechtecke, typischerweise 300 Meter von der Schwelle entfernt, dienen als primäres visuelles Ziel für einen stabilisierten Anflug. Jeder Balken ist 30 Meter lang und 3 Meter breit und bietet eine deutliche Orientierung, damit Piloten den optimalen Punkt für die Landung ansteuern und die Bahnlänge bestmöglich nutzen. Sie sind mit den ILS-Referenzpunkten für Konsistenz zwischen visueller und instrumenteller Führung ausgerichtet.
Paarweise weiße Balken beginnen 150 Meter von der Schwelle entfernt und wiederholen sich in 150-Meter-Abständen bis zu 900 Meter – ein Merkmal, das nur PMRs vorbehalten ist. Sie kennzeichnen den idealen Aufsetzbereich und helfen bei der Bewertung der Landeleistung. Jeder Balken ist ca. 22,5 Meter lang und 1,8 Meter breit. Ihre Anbringung ist für Bahnen mit Präzisionsanflügen vorgeschrieben.
Durchgehende weiße Linien entlang der Bahnseiten begrenzen seitlich die Nutzfläche – entscheidend für die Ausrichtung auf breiten Bahnen oder bei schlechter Sicht. Seitenstreifen sind etwa 0,3 Meter breit und verlaufen über die gesamte Bahnlänge. Ihre Instandhaltung wird streng überwacht, da unvollständige Streifen zu Abweichungen auf nicht tragfähige Bereiche führen können.
Gelbe diagonale Streifen oder Chevrons auf angrenzenden Flächen zeigen Bereiche an, die nicht für die Benutzung durch Luftfahrzeuge vorgesehen sind. Diese Flächen sind möglicherweise nicht tragfähig oder für Entwässerung reserviert. Das Befahren ist unbedingt zu vermeiden, um Schäden am Luftfahrzeug oder Belag zu verhindern.
Mit großen gelben Chevrons markiert, sind diese Flächen nicht für den normalen Betrieb bestimmt, sondern dienen dem Schutz vor Jetstrahl, Erosionsschutz oder als Reserve bei Startabbrüchen. Blast Pads sind nicht tragfähig, Stopways können ein Flugzeug bei Startabbruch aufnehmen. Beide sind deutlich gekennzeichnet und dürfen nicht für Rollvorgänge, Starts oder Landungen genutzt werden.
Ein planiertes, hindernisfreies Areal um die Bahn herum, das nicht markiert, aber in Flughafenplänen dargestellt wird. Es muss Rettungsfahrzeuge aufnehmen können und das Schadensausmaß bei Bahnabweichungen minimieren. Die Vorgaben für Wartung und Einhaltung sind streng.
Gesperrte Bahnen sind mit großen gelben „X“ markiert. Bei dauerhafter Stilllegung wird das „X“ wiederholt und die Fläche gesperrt oder entfernt. STOL-Bahnen (Short Takeoff and Landing) haben spezielle Markierungen (z.B. „STOL“ am Anflugende), die besondere Betriebsanforderungen anzeigen.
Rollwegmittellinien sind durchgehende, gelbe Linien, die Flugzeuge zwischen Bahn und Vorfeld führen. Randmarkierungen, ebenfalls gelb, nutzen doppelte durchgehende Linien für die Begrenzung und durchgehende/gestrichelte Linien, wenn das Überqueren erlaubt ist. Der Unterschied zwischen Gelb und Weiß verhindert gefährliche Bahnverletzungen.
Gelbe Linien (zwei durchgehende, zwei gestrichelte) quer über Rollwege kennzeichnen den Punkt, an dem Luftfahrzeuge vor einer Bahn anhalten müssen. Die durchgehenden Linien zeigen zur Halteseite. Zusätzliche Markierungen (z.B. „ILS“ oder „CAT II/III“) erscheinen an geschützten Bereichen bei schlechter Sicht. Die Einhaltung ist entscheidend, um Bahnverletzungen zu vermeiden.
Rote Hintergründe mit weißer Schrift, auf Rollwegen in der Nähe von Haltelinien aufgemalt, ergänzen vertikale Schilder und sorgen für Klarheit, speziell bei schlechter Sicht oder komplexen Kreuzungen.
Weitere Markierungen umfassen geografische Positionssymbole (zur Standortmeldung), Fahrbahnmarkierungen für Fahrzeuge und Sicherheitslinien auf dem Vorfeld – alle dienen der sicheren und effizienten Abwicklung des Flughafenbetriebs.
Die PMR-Markierungsstandards sind in ICAO Annex 14 und FAA AC 150/5340-1M detailliert beschrieben und stellen strenge Anforderungen an Abmessungen, Farben, Reflexionsvermögen und Wartung. Flughäfen müssen Markierungen regelmäßig inspizieren, nachstreichen und überprüfen, da verblasste oder verdeckte Markierungen die Sicherheit und Zertifizierung gefährden können.
Präzisionsmarkierungsbahnen sind ein Grundpfeiler der modernen Flugsicherheit. Sie unterstützen Präzisionsanflüge mit Instrumenten und stellen sicher, dass Piloten bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit die notwendigen visuellen Hinweise erhalten. Die Einhaltung der PMR-Standards ist nicht nur eine behördliche Vorgabe, sondern essentiell für Betriebssicherheit, Effizienz und internationale Interoperabilität.
Weitere Informationen zu Bahnbemarkungsstandards finden Sie in ICAO Annex 14, FAA AC 150/5340-1M und den aktuellen Dokumenten Ihrer nationalen Luftfahrtbehörde.
Wenn Sie Fragen haben oder eine ausführliche Beratung zur PMR-Einführung wünschen, kontaktieren Sie unsere Experten oder vereinbaren Sie eine Demo !
Eine PMR ist eine Bahn, die mit dem vollständigen Satz hochsichtbarer weißer Markierungen für Präzisionsanflüge mit Instrumenten ausgestattet ist, darunter Mittellinie, Schwelle, Zielpunkt, Aufsetzzone und Seitenstreifen. Diese Markierungen sind durch internationale (ICAO) und nationale (FAA) Standards vorgeschrieben und für den sicheren Flugbetrieb bei schlechter Sicht unerlässlich.
PMR-Markierungen bieten Piloten während des Anflugs, der Landung und des Ausrollens, insbesondere bei schlechter Sicht, klare und standardisierte visuelle Führung. Sie sorgen für präzise Ausrichtung, korrekten Aufsetzpunkt und ordnungsgemäße Nutzung der Bahn, wodurch das Risiko von Bahnabweichungen und Unfällen verringert wird.
Flughäfen, die Präzisionsanflüge mit Instrumenten (ILS Kat. I/II/III, GLS, LPV) unterstützen, müssen über PMR-Standard-Markierungen verfügen. Dazu gehören die meisten großen internationalen Flughäfen sowie alle Flugplätze, die für Präzisionsanflüge zertifiziert sind.
Im Gegensatz zu Sicht- oder Nicht-Präzisionsbahnen enthalten PMRs zusätzliche Elemente wie Aufsetzzonen- und Seitenstreifenmarkierungen. Diese bieten zusätzliche visuelle Hinweise, die für die höheren Sicherheitsmargen bei Präzisionsanflügen erforderlich sind.
PMR-Markierungen müssen regelmäßig inspiziert und instand gehalten werden, um eine hohe Sichtbarkeit und Unversehrtheit zu gewährleisten. Verblasste, beschädigte oder verdeckte Markierungen können die Sicherheit gefährden und müssen umgehend wiederhergestellt werden, um die behördlichen Anforderungen zu erfüllen.
Rüsten Sie die Bahnbemarkungen Ihres Flughafens auf PMR-Standards auf, um Präzisionsanflüge mit Instrumenten zu unterstützen und die Betriebssicherheit zu maximieren. Unsere Lösungen gewährleisten die Einhaltung der ICAO- und FAA-Vorgaben für Sichtbarkeit und Haltbarkeit bei jedem Wetter.
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