Rettungs- und Feuerlöschdienst (RFF)
Der Rettungs- und Feuerlöschdienst (RFF), international auch als Aircraft Rescue and Fire Fighting (ARFF) bekannt, ist ein entscheidender Sicherheitsdienst an F...
Rettungs- und Feuerlöschdienste (RFFS/ARFF) sind schnell einsatzbereite Notfalleinheiten an Flughäfen, die für luftfahrtspezifische Vorfälle ausgebildet sind und nach strengen internationalen Standards arbeiten.
Aircraft Rescue and Fire Fighting (ARFF) bzw. Rettungs- und Feuerlöschdienste (RFFS) sind hochspezialisierte, ausgebildete und ausgerüstete Notfalleinheiten, die weltweit an Flughäfen agieren. Ihre Aufgabe ist es, Leben und Sachwerte bei Notfällen in der Luftfahrt zu schützen – insbesondere bei Flugzeugbränden, Gefahrstoffunfällen und komplexen Rettungsmaßnahmen. RFFS/ARFF-Dienste arbeiten unter strengen internationalen, regionalen und nationalen Vorgaben und sind ein wesentlicher Bestandteil der globalen Luftfahrtsicherheit.
Internationale Standards
Der ICAO-Anhang 14, Band 1, legt weltweite Mindestanforderungen für den RFFS fest, darunter:
Regionale und nationale Vorgaben
Flughäfen werden je nach Länge und Breite des größten Flugzeugs einer RFFS-Kategorie (1–10) zugeordnet. Dies bestimmt:
Beispiel: ICAO-Kategorie 10 (größtes Flugzeug)
Die Kapazität wird durch Aufgaben- und Ressourcenanalysen sowie regelmäßige szenariobasierte Übungen validiert.
Definition: Zeit von der Alarmierung bis zur ersten Löschmittelabgabe am Schadensort.
Verzögerungen oder Kapazitätsverluste (Fahrzeuge, Personal, Wetter) müssen per NOTAM gemeldet werden und können den Flugbetrieb einschränken.
Rollen & Kernaufgaben:
Personalausstattung:
Ausbildung:
Integration:
Einsatzstrategien:
Herausfordernde Einsatzgebiete:
Wartung & Einsatzbereitschaft:
Zusammenarbeit:
Aufsichtsbehörden:
| Begriff | Definition |
|---|---|
| ARFF/RFFS | Spezialisierte Flughafenfeuerwehr für Notfalleinsätze in der Luftfahrt. |
| Reaktionszeit | Zeitraum von der Alarmierung bis zur ersten Löschmittelabgabe am Einsatzort. |
| ICAO-Kategorie | System zur Flughafeneinstufung für den RFFS nach größtem bedientem Flugzeug. |
| Großschaumlöschfahrzeug | Großes Löschfahrzeug mit Hochleistungs-Schaum-/Wassertank. |
| Schnellangriffsfahrzeug (RIV) | Kleines, schnelles Fahrzeug für Soforteinsätze. |
| AFFF (Aqueous Film Forming Foam) | Hauptschaummittel für Kerosinbrände. |
| Pulverlöschmittel | Pulver für schnelles Ablöschen von Bränden. |
| Pressluftatmer (PA) | Atemschutzgerät für RFFS-Personal. |
| Hitzeschutzanzug | Hitzereflektierender Anzug zum Schutz vor Feuer. |
| Flughafen-Notfallplan (AEP) | Integrierter Notfallplan für den Flughafen. |
| Aufgaben- und Ressourcenanalyse | Bewertung des Mindestbedarfs an Personal/Ausrüstung für den RFFS. |
| Realbrandübung | Übung zur Simulation von Flugzeugbränden. |
| NOTAM | Notice to Airmen; Meldung zur Flughafenkapazität. |
| Rumpfdurchdringungswerkzeug | Werkzeug zum Aufbrechen des Flugzeugrumpfs. |
| Einsatzleitung | Strukturiertes Notfallführungssystem. |
| Zusatzlöschmittel | Ergänzende Löschmittel (z. B. CO₂, Pulver). |
Flugzeugbrand auf der Startbahn:
RFFS-Fahrzeuge treffen innerhalb von drei Minuten ein, setzen Schaum zur Brandbekämpfung ein, schaffen Evakuierungswege und unterstützen die Rettungskräfte beim Betreten des Flugzeugs.
Flugunfall im Wasser:
Amphibienfahrzeuge und Rettungsboote kommen zum Einsatz. Das Personal nutzt Rettungswesten und tragbare Löscher, um Feuer zu bekämpfen und Überlebende zügig zu retten.
Gefahrgutunfall:
Der RFFS verwendet Speziallöschmittel, befolgt HAZMAT-Protokolle, koordiniert mit Gefahrstoffteams und minimiert Exposition sowie Umweltauswirkungen.
Rettungs- und Feuerlöschdienste (RFFS/ARFF) sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Flughafensicherheitsinfrastruktur und gewährleisten eine schnelle, effektive Notfallreaktion auf Luftfahrtvorfälle. Durch intensive Ausbildung, moderne Ausrüstung und die Einhaltung internationaler Standards schützen sie Leben und Sachwerte und sichern weltweit höchste Standards der Luftfahrtsicherheit.
RFFS/ARFF-Einheiten sind spezialisierte Notfallteams an Flughäfen, die für das schnelle Eingreifen bei Luftfahrtvorfällen – vor allem Flugzeugbränden, Gefahrstoffnotfällen und Rettungseinsätzen – verantwortlich sind. Ihr Hauptziel ist es, die Überlebenschancen von Passagieren und Besatzung zu maximieren, Gefahren einzudämmen und sichere Evakuierungen zu unterstützen.
RFFS/ARFF-Einsätze unterliegen internationalen Vorgaben wie ICAO Anhang 14, regionalen Bestimmungen wie EASA ADR.OPS.B.010 und nationalen Vorschriften, z.B. FAA Part 139 in den USA. Diese regeln Antwortzeiten, Ausrüstung, Personal, Ausbildung und Einsatzprotokolle.
Die RFFS-Kapazität richtet sich in erster Linie nach dem größten regelmäßig eingesetzten Flugzeug am Flughafen, wobei Gesamtlänge und Rumpfbreite berücksichtigt werden. Die ICAO teilt Flughäfen in 10 Kategorien ein, die jeweils Mindestanforderungen an Fahrzeuge, Löschmittel und geschultes Personal festlegen, um die Einsatzbereitschaft für den schlimmsten Fall zu gewährleisten.
Die ICAO schreibt vor, dass RFFS/ARFF jede Stelle einer in Betrieb befindlichen Start- und Landebahn innerhalb von drei Minuten nach der Alarmierung erreichen und mit der Löschmittelabgabe beginnen muss – unter optimalen Bedingungen. Dieser Standard gilt weltweit und wird regelmäßig durch Zeitübungen überprüft.
RFFS/ARFF-Einheiten setzen speziell gebaute Fahrzeuge wie Großschaumlöschfahrzeuge und Schnellangriffsfahrzeuge ein, ausgestattet mit Hochleistungs-Schaum-/Wassertanks, Pulverlöschmitteln und Spezialwerkzeugen für Rettungen. Das Personal trägt Schutzausrüstung wie Hitzeschutzanzüge und Pressluftatmer (PA).
Das Personal absolviert eine Grund- und regelmäßige Fortbildung, einschließlich Realbrandübungen, Flugzeugkunde, Gefahrstoffhandhabung, Rettungsabläufe und regelmäßigen Kompetenzüberprüfungen – alles gemäß ICAO-, EASA- oder nationalen Standards.
Jede Verringerung der RFFS-Fähigkeit – etwa durch Ausrüstungs- oder Personalengpässe – muss umgehend per NOTAM gemeldet werden. Aufsichtsbehörden können betriebliche Einschränkungen verhängen, bis die volle Einsatzbereitschaft wiederhergestellt ist, um die Sicherheit zu gewährleisten.
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