Verfügbare Landestrecke (LDA)
Die verfügbare Landestrecke (LDA) ist die deklarierte Landebahnlänge, die für den Ausrollweg eines Flugzeugs genutzt werden kann, gemessen vom Landeschwellenpun...
Die LDA ist die deklarierte Bahnlänge, die für den Ausrollweg bei der Landung verfügbar ist – entscheidend für sicheren Flugbetrieb und Flughafenplanung.
Die verfügbare Landestrecke (LDA) zählt zu den wichtigsten deklarierten Bahnlängen in der Luftfahrt und beeinflusst direkt die Sicherheit, Einhaltung von Vorschriften und Effizienz des Flugbetriebs sowie das Flughafendesign. Dieser Artikel dient als umfassendes Glossar und Nachschlagewerk und behandelt die Definition der LDA, den regulatorischen Rahmen, die technische Anwendung sowie das Verhältnis zu anderen deklarierten Strecken. Für Flughafenplaner, Flugbesatzungen, Dispatcher und alle, die in operative Entscheidungen bei der Flugzeuglandung involviert sind, ist dieser Beitrag unverzichtbar.
Verfügbare Landestrecke (LDA) ist die vom Flughafenbetreiber deklarierte Bahnlänge, die für den Ausrollweg eines landenden Flugzeugs verfügbar und geeignet ist. Laut ICAO Annex 14 wird die LDA von der Landeschwelle (die von der physischen Bahn beginnen kann oder verschoben sein kann) bis zum Ende der geeigneten Bahnenoberfläche für das Abbremsen und Anhalten des Flugzeugs gemessen.
Die LDA ist ein veröffentlichter, behördlich festgelegter Wert und entspricht nicht immer der vollständigen physischen Bahnlänge. Hindernisse, verschobene Schwellen, Bahngeometrie und Sicherheitsbereiche können die deklarierte LDA verkürzen. Für Piloten und Planer stellt die LDA die tatsächlich nutzbare Strecke für das Ausrollen nach der Landung dar – mit Auswirkungen auf die Landeperformance, zulässige Nutzlast und Flugsicherheit.
Flughäfen deklarieren gemäß ICAO- und FAA-Standards mehrere wichtige Bahnlängen, die jeweils einer bestimmten betrieblichen und regulatorischen Funktion dienen:
Diese Strecken werden für jede Bahnausrichtung (z. B. Runway 09 und Runway 27) veröffentlicht, da lokale Hindernisse, verschobene Schwellen und Infrastruktur zu unterschiedlichen Werten führen können.
LDA ≠ Physische Bahnlänge
Beispiel:
Eine 3.000 Meter lange Bahn mit einer 300 Meter verschobenen Schwelle hat eine LDA von 2.700 Metern.
| Deklarierte Strecke | Zweck | Enthalten | Ausgeschlossen |
|---|---|---|---|
| TORA | Startlauf am Boden | Für den Start geeignete Bahn | Stopway, Clearway, nicht nutzbarer Belag |
| TODA | Startstrecke in der Luft | TORA + Clearway | Stopway, nicht nutzbarer Belag |
| ASDA | Abgebrochener Start | TORA + Stopway | Clearway |
| LDA | Ausrollweg Landung | Bahn von Schwelle bis Ende | Stopway, Clearway, Bereich vor Schwelle |
Jede Strecke hat spezifische Auswirkungen auf die Betriebsplanung und die Leistungsberechnung von Flugzeugen.
Betriebliche Best Practice:
Verwenden Sie stets die aktuellste und offizielle LDA für Planung und Entscheidungen im Flug. Vergleichen Sie AIP, NOTAMs und Flughafenkarten bei Unstimmigkeiten.
Nichteinhaltung kann zu Verstößen gegen Vorschriften und einem erhöhten Unfallrisiko führen.
Erforderliche Landestrecke (LDR):
Regel:
Die faktorisierte LDR darf die veröffentlichte LDA nicht überschreiten.
Physische Bahn: 7.000 ft
ASDA: 6.090 ft (wegen Sicherheitsbereichen)
Die LDA kann bei verschobener Schwelle unter 7.000 ft liegen. Verwenden Sie stets die veröffentlichte LDA.
Runway 26R LDA: 7.932 ft (40 ft weniger als die physische Länge wegen ROFA-Beeinträchtigung). Auch kleine Reduzierungen sind für große Flugzeuge relevant.
Die verfügbare Landestrecke (LDA) ist das Fundament für sicheren, vorschriftsgemäßen und effizienten Flughafen- sowie Flugbetrieb. Ihre korrekte Bestimmung, Veröffentlichung und Nutzung sind entscheidend, um Bahnausflüge zu verhindern, die Performance zu optimieren und die Einhaltung von Vorschriften sicherzustellen. Das Verständnis der LDA in Bezug auf andere deklarierte Strecken sowie den technischen und regulatorischen Kontext ist für alle Luftfahrtprofis unerlässlich.
Wichtigste Erkenntnis:
Verwenden Sie immer die veröffentlichte LDA, wenden Sie regulatorische Sicherheitsmargen an und prüfen Sie die Daten vor jeder Landung aus offiziellen Quellen.
Für eine Expertenberatung zur Optimierung des Bahnbetriebs und zur Sicherstellung der LDA-Vorschriften kontaktieren Sie uns oder vereinbaren Sie eine Demo .
Nein. Die LDA kann aufgrund verschobener Schwellen, Sicherheitsanforderungen oder betrieblicher Einschränkungen wie Hindernissen oder Zustand der Bahnoberfläche kürzer als die physische Bahnlänge sein. Konsultieren Sie stets die veröffentlichten LDA-Werte aus offiziellen Quellen.
LDA ist die Strecke, die für den Ausrollweg bei der Landung zur Verfügung steht. TORA bezieht sich auf den Startlauf am Boden; TODA umfasst zusätzlich einen Clearway für die Distanz in der Luft nach dem Start; ASDA enthält Stopways für einen abgebrochenen Start. Jede Angabe dient speziellen Leistungsberechnungen und kann für dieselbe Bahn unterschiedlich ausfallen.
Die LDA wird von Flughafenbetreibern und Behörden festgelegt – beginnend an der Landeschwelle und endend an der nutzbaren Bahnenoberfläche. Sie wird im Luftfahrthandbuch (AIP), in Flughafenverzeichnissen und Karten veröffentlicht und bei Änderungen per NOTAM aktualisiert.
Die faktorisierte Landestrecke enthält eine vorgeschriebene Sicherheitsmarge zur tatsächlichen Landestrecke, um betriebliche Abweichungen abzudecken und sichere Margen zu gewährleisten. Der faktorisierte Wert darf die veröffentlichte LDA für die jeweilige Bahn nicht überschreiten.
Die Verwendung falscher LDA-Werte kann zu Bahnausflügen, Verstößen gegen Vorschriften und erhöhtem Betriebsrisiko führen. Überprüfen Sie stets die LDA aus aktuellen offiziellen Quellen und wenden Sie die entsprechenden Sicherheitsfaktoren an.
Das genaue Verständnis und die korrekte Anwendung der LDA sind essenziell für sichere Landungen, regulatorische Einhaltung und effizienten Flughafenbetrieb. Erfahren Sie, wie Sie die Performance optimieren und das Risiko von Bahnausflügen reduzieren.
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